<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1947635,"date":"2021-07-17T17:41:00","date_gmt":"2021-07-17T15:41:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1947635"},"modified":"2021-07-17T17:08:24","modified_gmt":"2021-07-17T15:08:24","slug":"zahl-der-todesopfer-in-ahrweiler-steigt-auf-98","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/07\/zahl-der-todesopfer-in-ahrweiler-steigt-auf-98\/","title":{"rendered":"Zahl der Todesopfer in Ahrweiler steigt auf 98"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Noch immer werden in den Hochwassergebieten zahlreiche Menschen vermisst, die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Im Gro\u00dfraum Ahrweiler steigt die Zahl der Todesopfer auf 98, bundesweit sind inzwischen mehr als 140 Tote zu beklagen. Die Polizei bef\u00fcrchtet, dass noch weitere hinzukommen.<\/b><br \/>\nNoch immer werden in den Hochwassergebieten zahlreiche Menschen vermisst, die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Im Gro\u00dfraum Ahrweiler steigt die Zahl der Todesopfer auf 98, bundesweit sind inzwischen mehr als 140 Tote zu beklagen. Die Polizei bef\u00fcrchtet, dass noch weitere hinzukommen. In den Tr\u00fcmmern und Ruinen der Katastrophengebiete im Westen Deutschlands werden immer mehr Opfer der Hochwasserkatastrophe entdeckt. Die Zahl der Toten steigt auf 141, allein im Gro\u00dfraum Ahrweiler beziffert die Polizei sie auf 98. Es sei zu bef\u00fcrchten, dass noch weitere hinzuk\u00e4men, teilen die Koblenzer Beamten mit. Die Zahl der Toten \u00fcbertrifft mittlerweile um ein Mehrfaches jene der sogenannten Jahrhundertflut aus dem Jahr 2002, bei der in Sachsen 21 Menschen gestorben waren. Unter den Toten in Ahrweiler sind zw\u00f6lf Bewohner einer Einrichtung f\u00fcr Menschen mit geistiger Behinderung in Sinzig, an der M\u00fcndung der Ahr in den Rhein. &#8222;Das Wasser drang innerhalb einer Minute bis an die Decke des Erdgeschosses&#8220;, sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Landesverbands der Lebenshilfe Rheinland-Pfalz, Matthias Mandos. Die Nachtwache habe es noch geschafft, mehrere Bewohner in den ersten Stock des Wohnheims zu bringen. &#8222;Als er die n\u00e4chsten holen wollte, kam er schon zu sp\u00e4t.&#8220; Am Freitag war an dem Geb\u00e4ude eine etwa drei Meter hoch reichende Schlammschicht zu sehen, die \u00fcber die Fenster des Erdgeschosses reichte. Die Polizei will in den besonders schwer zug\u00e4nglichen Regionen im Raum Ahrweiler mit Hubschraubern nach weiteren Opfern der Flut suchen. Das Gebiet werde in Sektoren eingeteilt, und es w\u00fcrden Luftaufnahmen gemacht, teilt die Polizei in Koblenz mit. Die Sektoren w\u00fcrden dann von Einsatzkr\u00e4ften systematisch abgesucht. Die Suche soll Sonntagabend bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen sein. \u00dcber weitere Suchen werde dann entschieden. In der Region gehen die Such- und Rettungsarbeiten weiter. Noch immer sind Tausende Helfer in der Eifel, wo in der Nacht zum Donnerstag die Wassermassen ganze Orte verw\u00fcstet hatten. In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Landesregierung insgesamt mehr als 22.000 Einsatzkr\u00e4fte beteiligt. Die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs tausche sich rund um die Uhr zur aktuellen Lage bei der Hochwasserkatastrophe aus und helfe landesweit bei der Koordinierung, hie\u00df es am Morgen. Mit einem eindringlichen Appell wendete sich die Polizei in Rheinland-Pfalz \u00fcber Twitter an potenzielle Hochwassertouristen und Gaffer: &#8222;Es ist nicht an der Zeit f\u00fcr Touren in einem Katastrophengebiet.&#8220; Denn viele Menschen h\u00e4tten dort gerade erst &#8222;gro\u00dfes Leid und Verluste erfahren&#8220;. W\u00e4hrend des Katastropheneinsatzes seit Donnerstag war es bereits zu Behinderungen durch Schaulustige gekommen. Laut Fr\u00fchwarnprognose des Landesamts f\u00fcr Umwelt Rheinland-Pfalz verringerte sich die Hochwassergefahr zuletzt. Nur f\u00fcr das Einzugsgebiet des Flusses Ahr und der Zufl\u00fcsse der Unteren Sauer bestanden noch Warnungen. Die Pegelst\u00e4nde sanken, zum Beispiel bei dem hart vom Unwetter getroffenen Kordel im Landkreis Trier-Saarburg. Das Rhein-Hochwasser bei K\u00f6ln hatte in der Nacht zum Samstag seinen H\u00f6chststand mit 8,06 Metern erreicht, danach fiel laut St\u00e4dtischen Entw\u00e4sserungsbetrieben der Wasserstand wieder. In vielen Ortschaften sei weiterhin das Strom- und Telefonnetz ausgefallen. Angeh\u00f6rige, Freunde oder Bekannte, die jemanden vermissen, k\u00f6nnen sich unter der Rufnummer 0800 6565651 bei der Polizei melden. Die Hotline sei rund um die Uhr erreichbar und nehme jeden Hinweis entgegen. Die Polizei war in der Nacht nach Angaben des Pr\u00e4sidiums mit vielen Einsatzkr\u00e4ften in den betroffenen Ortslagen im Einsatz. Durch das Unwetter seien viele Stra\u00dfen im Ahrtal weiterhin gesperrt oder nicht mehr befahrbar. Die Polizei bittet darum, das Ahrtal weitr\u00e4umig zu umfahren. Rettungswege m\u00fcssen f\u00fcr Rettungskr\u00e4fte frei gehalten werden. Auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn kommt es zu vielen Ausf\u00e4llen. Nach dem Bruch eines Damms der Rur und einer Evakuierung steht im nordrhein-westf\u00e4lischen Wassenberg der Stadtteil Ophoven teilweise unter Wasser. Das sagte ein Feuerwehrsprecher. Etwa 700 Bewohner des Ortes an der Grenze zu den Niederlanden hatten in der Nacht ihre H\u00e4user verlassen m\u00fcssen. F\u00fcr das Gebiet rund um die Steinbachtalsperre besteht weiterhin \u00dcberflutungsgefahr. Die Bezirksregierung K\u00f6ln teilte am fr\u00fchen Nachmittag mit, dass der Absperrdamm an der Steinbachtalsperre noch versagen k\u00f6nnte. Gro\u00dfe Teile des Damms seien durch \u00dcberstr\u00f6mung weggebrochen, gleichzeitig laste ein enorm hoher Druck auf dem Damm. Vorsorglich seien weitere Evakuierungen im Bereich der Talsperre geplant. Einsatzkr\u00e4fte des Technischen Hilfswerks (THW) pumpten auch am heutigen Samstag Wasser aus dem Stausee ab; am Freitagabend schon hatte der durch Ger\u00f6ll verstopfte Grundablass ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen. Eine Entwarnung k\u00f6nne nach Experteneinsch\u00e4tzung allerdings erst bei einer Zweidrittel-Entleerung gegeben werden, warnte die Bezirksregierung. Dramatische Szenen spielten sich im s\u00fcdlich von K\u00f6ln gelegenen Erftstadt ab. Die \u00fcber die Ufer getretene Erft untersp\u00fclte zahlreiche H\u00e4user und brachte diese ganz oder teilweise zum Einsturz. Es kam zu Erosionen, wodurch gr\u00f6\u00dfere Bodenbereiche wegbrachen. Todesopfer wurden f\u00fcr Erftstadt-Blessem bislang aber keine best\u00e4tigt, wie ein Kreissprecher am Morgen sagte. Die Rettungsaktion f\u00fcr Anwohner ist inzwischen abgeschlossen.170 Menschen seien teils mit Hilfe von Hubschraubern aus dem \u00fcberfluteten Gebiet gerettet worden, so ein Sprecher. Die Lage ist laut dem Kreissprecher weiter angespannt. In anderen Teilen des Kreises gingen die Pegelst\u00e4nde unterdessen zur\u00fcck, im Norden habe man Evakuierungen aufheben k\u00f6nnen. Die Bundeswehr beteilige sich an den Arbeiten und sei mit Bergungspanzern im Einsatz. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier besucht den Rhein-Erft-Kreis am Mittag zusammen mit NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet. Steinmeier hat den Helfern gedankt. Viele h\u00e4tten &#8222;bis zur Ersch\u00f6pfung und jenseits davon gearbeitet&#8220;, sagt Steinmeier. Er sprach den Helfen seinen tief empfundenen Dank &#8222;im Namen aller Deutschen&#8220; aus. Der Ruf nach Hilfe aus allen Teilen der Region sei &#8222;gro\u00df und dr\u00e4ngend.&#8220; Laschet hatte von einer &#8222;Flutkatastrophe von historischem Ausma\u00df&#8220; gesprochen. Er verspricht Direkthilfe f\u00fcr die vom Hochwasser betroffenen Menschen. Es werde &#8222;sehr unb\u00fcrokratisch Geld ausgezahlt&#8220;, sagt der Unions-Kanzlerkandidat. Danach werde man zusammen mit dem Bund &#8222;strukturell&#8220; den St\u00e4dten helfen m\u00fcssen, den Wiederaufbau zu bewerkstelligen. Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock machte sich nach eigenen Angaben in Rheinland-Pfalz ein Bild der Zerst\u00f6rung. Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Sonntag die betroffenen Gebiete besuchen, wie die Staatskanzlei best\u00e4tigte. Unterdessen nahmen die Rufe nach raschen Hilfen f\u00fcr die betroffenen Menschen und Gebiete zu. Angesichts der weitgehenden Zerst\u00f6rung von Infrastruktur sei ein &#8222;nationaler Kraftakt des Bundes und der betroffenen Bundesl\u00e4nder&#8220; erforderlich, sagte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des St\u00e4dte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Wiederaufbau m\u00fcsse von Bund und L\u00e4ndern &#8222;schnell und unb\u00fcrokratisch organisiert und finanziert&#8220; werden. Die FDP forderte die Aktivierung des Aufbauhilfefonds, den die Bundesregierung nach der Flutkatastrophe von 2013 auf den Weg gebracht hatte. &#8222;Dieser sollte aufgestockt und genutzt werden&#8220;, sagte der Parlamentarische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, dem RND. Daf\u00fcr m\u00fcsse sofort eine Sondersitzung des Bundestags einberufen werden. Das Bundeskabinett will am Mittwoch \u00fcber Hilfen beraten, wie ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums mitteilte. Ressortchef Olaf Scholz f\u00fchre Gespr\u00e4che innerhalb der Bundesregierung, um schnelle Hilfe zu leisten. Auch die Rufe nach mehr Klimaschutz werden lauter. Die rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer etwa beklagte Vers\u00e4umnisse. &#8222;In den vergangenen Jahren haben wir in Deutschland vieles nicht umgesetzt, was notwendig gewesen w\u00e4re&#8220;, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie forderte &#8222;mehr Tempo&#8220; und betonte: &#8222;Wir erleben schon mehrere Jahre hintereinander extreme D\u00fcrren, Starkregen- und Hochwasserereignisse &#8211; gerade auch in unserem Bundesland. Der Klimawandel ist nichts Abstraktes mehr. Wir erleben ihn hautnah und schmerzhaft.&#8220; Die Ministerpr\u00e4sidentin forderte &#8222;gro\u00dfe Schritte&#8220;. Dazu geh\u00f6re, &#8222;dass wir uns als Verbraucher neu orientieren&#8220;. Dazu geh\u00f6re aber auch, &#8222;dass wir die erneuerbaren Energien ausbauen und unsere Industrie umstellen&#8220;. Allerdings m\u00fcsse darauf geachtet werden, dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mit einem kleineren Geldbeutel alles mittragen k\u00f6nnen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kl\u00f6ckner sagte der &#8222;Neuen Osnabr\u00fccker Zeitung&#8220;: &#8222;Wir wissen, dass solche Extremwetterereignisse zunehmen werden. Daher brauchen wir entsprechende Anstrengungen beim Klimaschutz &#8211; in Deutschland, aber auch weltweit.&#8220; Die Akteure in Bund, Land, St\u00e4dten und Kreisen sowie Hilfsorganisationen seien &#8222;leistungsf\u00e4hig, aber f\u00fcr bundesweite Krisenszenarien brauchen wir einen verl\u00e4sslichen Rahmen&#8220;, so die CDU-Politikerin. Es d\u00fcrfe nicht so weit kommen, dass das Leben an Fl\u00fcssen und K\u00fcsten in Deutschland nicht mehr m\u00f6glich sei.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch immer werden in den Hochwassergebieten zahlreiche Menschen vermisst, die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren. 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