<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1947830,"date":"2021-07-17T22:50:00","date_gmt":"2021-07-17T20:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1947830"},"modified":"2021-07-17T23:10:14","modified_gmt":"2021-07-17T21:10:14","slug":"fluten-geben-zerstorung-frei","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/07\/fluten-geben-zerstorung-frei\/","title":{"rendered":"Fluten geben Zerst\u00f6rung frei"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>W\u00e4hrend die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten steigt, versuchen sich die Menschen in den betroffenen Regionen ein Bild von der Katastrophe zu machen. Die\u00a0Sch\u00e4den sind jenseits der Vorstellungskraft.<\/b><br \/>\nW\u00e4hrend die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten steigt, versuchen sich die Menschen in den betroffenen Regionen ein Bild von der Katastrophe zu machen. Die Sch\u00e4den sind jenseits jeder Vorstellungskraft. Nach dem langsamen R\u00fcckzug der Wassermassen wird in den \u00dcberschwemmungsgebieten nach und nach das Ausma\u00df der Sch\u00e4den sichtbar. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier sprach am Samstag bei einem Besuch im von den Fluten besonders stark heimgesuchten Erftstadt von Sch\u00e4den, &#8222;die unsere Vorstellungskraft \u00fcbersteigen&#8220;. Es gebe &#8222;Gemeinden, die von Verw\u00fcstung, von Zerst\u00f6rung gezeichnet sind&#8220;. Der Bundespr\u00e4sident hatte sich zusammen mit NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) \u00fcber die Lage in Erftstadt informiert. Zur Stadt geh\u00f6rt die Ortschaft Blessem, wo es zu gewaltigen Erdrutschen gekommen war. Laschet sprach von einer &#8222;Jahrhundertkatastrophe&#8220;. Es sei eine &#8222;nationale Aufgabe&#8220;, der betroffenen Region zu helfen. Insgesamt lag die Zahl der best\u00e4tigten Todesopfer am Samstagabend bei 143 \u2013 45 davon in Nordrhein-Westfalen,98 in Rheinland-Pfalz. Es wird bef\u00fcrchtet, dass noch weitere hinzukommen, weil einige Autowracks und vollgelaufene Keller noch nicht kontrolliert werden konnten. Hunderte Menschen wurden laut Polizei verletzt. W\u00e4hrend sich das verheerende Hochwasser aus vielen Flutgebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz langsam zur\u00fcckzieht, wird in den Tr\u00fcmmern weiterhin nach Todesopfern und Verletzten gesucht. Unter den Toten in Nordrhein-Westfalen sind vier Feuerwehrleute, wie am Samstag bekannt wurde. Laschet versprach Direkthilfe f\u00fcr die betroffenen Menschen und sagte zu, dass &#8222;sehr unb\u00fcrokratisch Geld ausgezahlt&#8220; werde. Danach werde man zusammen mit dem Bund &#8222;strukturell&#8220; den St\u00e4dten helfen m\u00fcssen, den Wiederaufbau zu bewerkstelligen. Am Sonntag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der schwer verw\u00fcsteten Region in Rheinland-Pfalz erwartet. Mitten im Chaos gibt es auch kleine Hoffnungsschimmer: Trotz mehrerer eingest\u00fcrzter H\u00e4user gab es zum Beispiel bislang keine best\u00e4tigten Todesopfer im extrem unter Wasser stehenden Stadtteil Blessem. Man k\u00f6nne aber nicht ausschlie\u00dfen, noch Tote zu finden, sagte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises. In Blessem s\u00fcdwestlich von K\u00f6ln bildeten sich nach den Erdrutschen Krater im Erdreich, drei Wohnh\u00e4user und ein Teil der historischen Burg st\u00fcrzten ein. Tausende Rettungskr\u00e4fte sind unter anderem in der Eifel im Einsatz, in Nordrhein-Westfalen halfen mehr als 23.000 Menschen aus. Dazu z\u00e4hlten neben Feuerwehr und Technischem Hilfswerk auch Beamte der Landespolizei, der Bundespolizei, der Bundeswehr sowie Einsatzkr\u00e4fte aus Hessen, Niedersachsen und Hamburg. In vielen linksrheinischen Gebieten von Nordrhein-Westfalen blieb die Lage aber auch am Samstag angespannt, in anderen Flussgebieten dagegen fielen die Wasserst\u00e4nde deutlich. Lediglich im Einzugsgebiet der Ruhr \u00fcberschritten einzelne Pegel noch die unterste Informationsstufe, hie\u00df es im Lagebericht des Landesumweltamts (Lanuv). Das Rhein-Hochwasser bei K\u00f6ln erreichte in der Nacht zum Samstag seinen H\u00f6chststand, danach fiel der Wasserstand wieder. Auch nach der Fr\u00fchwarnprognose des Landesamts f\u00fcr Umwelt Rheinland-Pfalz nimmt die Hochwassergefahr ab. Die Gefahr ist aber noch nicht \u00fcberall gebannt. An der Steinbachtalsperre bei Euskirchen droht trotz des sinkenden Wasserstands weiterhin ein Bruch des Staudamms. Der Damm sei &#8222;\u00e4u\u00dferst instabil&#8220;, gro\u00dfe Teile des Bauwerks seien weggebrochen, teilte die Bezirksregierung K\u00f6ln am Samstag mit. Es bestehe weiterhin akute \u00dcberflutungsgefahr f\u00fcr die Orte unterhalb der Talsperre. Weitere Evakuierungen seien deshalb geplant. In vielen Ortschaften in Rheinland-Pfalz funktionierte auch am Samstag das Strom- und Telefonnetz nicht. Der Schwerpunkt der Katastrophe liegt im Bundesland im Kreis Ahrweiler. Dort sind auch Br\u00fccken zerst\u00f6rt. Der Zugverkehr ist wegen der \u00dcberflutungen weiterhin massiv beeintr\u00e4chtigt. Im Ahrtal sind etliche Stra\u00dfen gesperrt oder nicht mehr befahrbar. Unklar bleibt die Lage im nordrhein-westf\u00e4lischen Wassenberg an der Grenze zu den Niederlanden: Dort wurde nach dem Bruch eines Damms des Flusses Rur der Stadtteil Ophoven evakuiert, rund 700 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Die Stra\u00dfen des Stadtteils standen unter Wasser. Im Trierer Stadtteil Ehrang wurde am Samstag aufger\u00e4umt, so gut es ging. Erste Anwohner kehrten zur\u00fcck in ihre H\u00e4user. Betroffen sind der Stadt zufolge 670 H\u00e4user, bei denen im Keller und Erdgeschoss fast alles zerst\u00f6rt wurde. Die in Trier wohnende rheinland-pf\u00e4lzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) beklagte schwere Vers\u00e4umnisse beim Klimaschutz in Deutschland. &#8222;In den vergangenen Jahren haben wir in Deutschland vieles nicht umgesetzt, was notwendig gewesen w\u00e4re&#8220;, sagte die Ministerpr\u00e4sidentin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Der Klimawandel sei angesichts der j\u00fcngsten D\u00fcrren und Unwetter nichts Abstraktes mehr. &#8222;Wir erleben ihn hautnah und schmerzhaft.&#8220; Die Gr\u00fcnen forderten indes eine gemeinsame Kraftanstrengung f\u00fcr mehr Klimaschutz. \u00dcber allem stehe jetzt noch die Rettung von Menschenleben, sagte der Bundesvorsitzende Robert Habeck am Samstag in einem Gru\u00dfwort f\u00fcr einen kleinen Online-Parteitag der bayerischen Gr\u00fcnen. Anschlie\u00dfend m\u00fcsse denjenigen, die gerettet seien, schnell und unb\u00fcrokratisch geholfen werden. Und dann m\u00fcsse zum einen der Hochwasserschutz mehr Raum bekommen, zum anderen brauche es st\u00e4rkere Anstrengungen f\u00fcr mehr Klimaschutz und den gemeinsamen Kampf gegen die Erderw\u00e4rmung. Verheerend sind die Folgen der Flut auch in Belgien. Dort hat die Hochwasserkatastrophe bislang 27 Menschen das Leben gekostet. &#8222;Leider m\u00fcssen wir damit rechnen, dass diese Zahl in den n\u00e4chsten Stunden und Tagen weiter ansteigen wird&#8220;, teilte das Nationale Krisenzentrum des Landes am Samstag mit. In den Niederlanden k\u00e4mpfen die Anwohner entlang der Maas ebenfalls mit Sands\u00e4cken und Schutzma\u00dfnahmen gegen das Hochwasser. Mit einem Absinken des Wassers wurde in Roermond am Sonntagmorgen und in Venlo am Sonntagabend gerechnet.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten steigt, versuchen sich die Menschen in den betroffenen Regionen ein Bild von der Katastrophe zu machen. Die\u00a0Sch\u00e4den sind jenseits der Vorstellungskraft. W\u00e4hrend die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten steigt, versuchen sich die Menschen in den betroffenen Regionen ein Bild von der Katastrophe zu machen. 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