<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1949285,"date":"2021-07-19T21:01:00","date_gmt":"2021-07-19T19:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1949285"},"modified":"2021-07-19T23:10:50","modified_gmt":"2021-07-19T21:10:50","slug":"in-england-ist-heute-freedom-day","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/07\/in-england-ist-heute-freedom-day\/","title":{"rendered":"In England ist heute &quot;Freedom Day&quot;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Es h\u00e4tte das glorreiche Ende der &#8222;Einbahnstra\u00dfe Richtung Freiheit&#8220; sein sollen: Menschen, die sich in den Armen liegen, in vollen Clubs die Nacht durchtanzen und die Masken fallen lassen.<\/b><br \/>\nLondon. Es h\u00e4tte das glorreiche Ende der &#8222;Einbahnstra\u00dfe Richtung Freiheit&#8220; sein sollen: Menschen, die sich in den Armen liegen, in vollen Clubs die Nacht durchtanzen und die Masken fallen lassen. So die Vision von Boris Johnson, der \u00fcber Monate hinweg seinen &#8222;vorsichtigen, aber unumkehrbaren Weg&#8220; pries, an dessen Ende der lang ersehnte &#8222;Freedom Day&#8220; stehen sollte. Diesen Tag der Freiheit erlebt England nun auch &#8211; doch von Vorsicht kann keine Rede mehr sein. Und im Fall von Boris Johnson auch nicht von Freiheit. Der Premierminister ist als enger Kontakt seines infizierten Gesundheitsministers seit dem Wochenende in Quarant\u00e4ne. Die englische Corona-Strategie steht nun ganz unter dem Motto: Eigenverantwortung. Masken sind seit Montag an den meisten Orten freiwillig, genauso wie Abstandhalten. Es gibt keine Beschr\u00e4nkungen mehr f\u00fcr Clubs oder private Partys, auch Theater und Kinos d\u00fcrfen ihre S\u00e4le voll besetzen. Tausende Feierw\u00fctige begr\u00fc\u00dften ihre neugewonnene Freiheit schon in den fr\u00fchen Morgenstunden mit der ersten Clubnacht seit Monaten. W\u00e4hrenddessen l\u00e4sst die hochansteckende Delta-Variante die Zahl der Corona-Infizierten in Gro\u00dfbritannien immer weiter ansteigen &#8211; ein Abflachen der Welle ist nicht in Sicht, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 376. Pro Tag werden fast t\u00e4glich mehr als 50.000 F\u00e4lle registriert &#8211; beinahe so viele wie zum H\u00f6hepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel. Bei etwa 60 Prozent der in Gro\u00dfbritannien ins Krankenhaus gelieferten Corona-F\u00e4lle liegt inzwischen eine abgeschlossene Impfung vor. Das gibt der Regierungsberater Patrick Vallance bekannt. In Gro\u00dfbritannien haben mehr als 68 Prozent der Bev\u00f6lkerung eine komplette Impfung erhalten Weitreichende Lockerungen bei hoher Impfquote, aber auch extrem hohen Infektionszahlen: Es ist ein Experiment, wie es in kaum einem Land in dieser Form probiert wurde. Und bereits jetzt, noch weit vor dem mutma\u00dflichen H\u00f6hepunkt der aktuellen Welle, zeigt sich, dass Freiheit und Pandemie nicht so recht zusammenpassen wollen: Rund 1,7 Millionen Briten befinden sich einem Bericht zufolge derzeit in Quarant\u00e4ne, weil sie als enge Kontakte von Infizierten durch die Corona-App &#8222;gepingt&#8220; oder vom Gesundheitsdienst angerufen wurden. Die &#8222;Pingdemic&#8220;, wie das Ph\u00e4nomen bereits von britischen Medien getauft wurde, wird zum logistischen Problem an jeder Ecke: Weil Bahnfahrerinnen, Bedienungen oder Kassierer fehlen, mussten U-Bahn-Linien bereits zeitweise ihre Fahrten einstellen, erste Pubs wieder schlie\u00dfen oder Superm\u00e4rkte \u00fcber verk\u00fcrzte \u00d6ffnungszeiten nachdenken. Wirtschaftsverb\u00e4nde fordern, die Pflichtquarant\u00e4ne nach einem Kontakt mit Infizierten f\u00fcr Geimpfte durch t\u00e4gliche Tests zu ersetzen &#8211; im Gesundheitsdienst ist dieses Prinzip bereits eingef\u00fchrt worden. Doch auch drei f\u00fchrende Regierungsmitglieder im Kampf gegen die Pandemie, die den &#8222;Freedom Day&#8220; alles andere als frei verbringen m\u00fcssen, scheinen der Regierung nicht Warnung genug zu sein. Johnson, der nur f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften britischen Landesteil England die Corona-Politik macht, vertraut weiter voll und ganz auf den Schutz der bisherigen Impfungen. Inzwischen haben 88 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten K\u00f6nigreich eine erste Impfung erhalten. Knapp 68 Prozent sind bereits zweimal geimpft. Doch Experten zweifeln daran, ob das ausreichen wird, um einer gro\u00dfen Infektionswelle standzuhalten. Dem Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in London zufolge ist es &#8222;beinahe unausweichlich&#8220;, dass die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen die Marke von 100.000 bald \u00fcberschreitet. &#8222;Die echte Frage ist, ob es sogar doppelt so viel wird, oder sogar noch mehr&#8220;, sagte Ferguson der BBC am Sonntag. Im schlimmsten Fall, wenn die Zahl der Krankenhauseinweisungen 2.000 oder 3.000 t\u00e4glich erreiche, m\u00fcssten doch wieder Ma\u00dfnahmen ergriffen werden, um die Lage wieder in den Griff zu kriegen, warnte er. Der Premier jedoch, f\u00fcr den eine Versch\u00e4rfung der Ma\u00dfnahmen dem Bruch eines politischen Versprechens gleichk\u00e4me, hat sich allen Warnungen zum Trotz f\u00fcrs Pokern entschieden. Wie Johnsons &#8222;Freedom Day-Gl\u00fccksspiel&#8220;, als das die BBC die Lockerungen bezeichnete, ausgehen wird, bleibt abzuwarten. Bisher so scheint es, hat noch immer das Virus die besseren Karten.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es h\u00e4tte das glorreiche Ende der &#8222;Einbahnstra\u00dfe Richtung Freiheit&#8220; sein sollen: Menschen, die sich in den Armen liegen, in vollen Clubs die Nacht durchtanzen und die Masken fallen lassen. London. 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