<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1956572,"date":"2021-07-30T03:55:00","date_gmt":"2021-07-30T01:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1956572"},"modified":"2021-07-30T05:05:09","modified_gmt":"2021-07-30T03:05:09","slug":"new-york-ruft-aus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/07\/new-york-ruft-aus\/","title":{"rendered":"New York ruft aus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Mit der Pandemie und dem Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen ist die Gewalt in New York gewachsen. Banden erhalten Zulauf und schie\u00dfen auf Menschen. Als erster US-Bundesstaat hat New York den Katastrophennotstand wegen Waffengewalt erkl\u00e4rt. <em>Von Antje Passenheim.<\/em><\/b><br \/>\nMit der Pandemie und dem Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen ist die Gewalt in New York gewachsen. Banden erhalten Zulauf und schie\u00dfen auf Menschen. Als erster US-Bundesstaat hat New York den Katastrophennotstand wegen Waffengewalt erkl\u00e4rt. &#8222;Diese verfluchten Waffen, sie t\u00f6ten uns alle&#8220;, schreit eine w\u00fctende Frau in der Bronx. Gerade hat es dort wieder einen 13-j\u00e4hrigen Jungen getroffen. Jaryan Elliot wartete vor einem Caf\u00e9. Seine M\u00f6rder kamen mit dem Auto, sie schossen gezielt, sagt Anwohner Fred Armstrong. &#8222;Es waren acht Schuss. Und als ich 10 Minuten sp\u00e4ter rauskam, war hier Chaos. Es ist eine Schande, dass sowas hier am helllichten Tag passiert.&#8220; Es ist kein Einzelfall. Nicht, dass es am helllichten Tag passiert. Nicht, dass es Kinder trifft. Nicht, dass Unbeteiligte in den Kugelhagel geraten. Die meisten Sch\u00fcsse gehen auf das Konto von Banden. Sie haben seit der Corona-Pandemie regen Zulauf. Die Gef\u00e4ngnisse haben viele H\u00e4ftlinge auf die Stra\u00dfen gesp\u00fclt und sie dort einfach sich selbst \u00fcberlassen. Tausende Jobs sind vernichtet. In der South Bronx ist das Leben f\u00fcr die Jugendlichen trostloser geworden, sagt Ex-Gangster Ronnie. &#8222;Jeder hier zieht an die Front, in den Krieg. F\u00fcr eine Seite, einen Block, ein Viertel. Gegen die andere Seite. Das ist territorial &#8211; wie in Afghanistan oder Kuwait oder Pakistan.&#8220; Es sind Drogen, es ist Armut, es ist Rache oder Wut. &#8222;Waffen, Gewalt, die verbreiten sich in unserer Nachbarschaft. Das macht uns Angst&#8220;, sagt eine Frau in Brooklyn. Dreiviertel aller F\u00e4lle registriert die Polizei in Vierteln, in denen viele Afro- oder Lateinamerikaner leben. Doch es trifft alle Stadtteile. In einem Edel-Steakhaus geraten G\u00e4ste in die Schusslinie von zwei streitenden M\u00e4nnern. Am Times Square trifft eine Kugel einen Touristen in den R\u00fccken, als er mit seiner Familie am helllichten Tag \u00fcber den belebten Platz geht. Kurz davor waren dort zwei Frauen und ein Kleinkind von Irrl\u00e4ufern getroffen worden. New Yorks Generalstaatsanw\u00e4ltin Letitia James hat genug: &#8222;Ich bin krank und m\u00fcde davon, auf Beerdigungen zu gehen. Krank und m\u00fcde davon, M\u00fctter und V\u00e4ter vor offenen S\u00e4rgen zu halten.&#8220; Gemeinsam mit Gouverneur Andrew Cuomo macht James mobil. Als erster US-Bundesstaat erkl\u00e4rt New York den Katastrophennotstand wegen Waffengewalt. Zwar geh\u00f6ren die New Yorker Waffengesetze bereits zu den strengsten des Landes. Doch viele Pistolen und Gewehre kommen leicht \u00fcber die Nachbarstaaten hinein. Der Notstand erm\u00f6glicht es, Geld in ihre Abwehr zu stecken. Umgerechnet 118 Millionen Dollar plant Cuomo daf\u00fcr ein. Der gr\u00f6\u00dfte Teil soll in neue Jobs flie\u00dfen. Der andere in Gemeindearbeit. Schon seit Jahren bietet die New Yorker Polizei Programme an, in denen Besitzer ihre Waffen gegen Geld abgeben k\u00f6nnen. Dabei f\u00fcllen sich ganze Arsenale. Ex-Gangster Ronnie hat sich dagegen den &#8222;Violence Interruptors&#8220; angeschlossen. Die Gewalt-Unterbrecher setzen ihren Einfluss in ihrer Nachbarschaft ein, sagt er: &#8222;Ich war ein \u00c4rgernis. Aber jetzt mache ich etwas Positives. Wenn die Jungs sehen, dass ich hier nicht mit Waffen und Drogen an der Ecke stehe, sondern dass ich Hand-Desinfektionsmittel verteile, Infomaterial und Job-Ausschreibungen, dann sehen sie, was wir auch machen k\u00f6nnen.&#8220; Mit 17 war er zum ersten Mal im Gef\u00e4ngnis. Da waren sein Bruder, sein Stiefbruder und sein Gro\u00dfvater innerhalb von 14 Tagen erschossen worden. Vor ein paar Wochen hat es dann Ronnies Cousin erwischt. &#8222;Hier zu stehen und zu sagen: Jemand hat meinen Cousin get\u00f6tet und ich habe es nicht verhindert: Das tut weh. Sehr. Aber Du musst weiter machen. Denn ich will nicht, dass mein Cousin auf diese Weise umsonst gestorben ist.&#8220; Das w\u00e4re er nicht, sagt Ronnie, wenn er selber jetzt auch nur einen einzigen Menschen dazu bringen k\u00f6nnte, die Waffe abzulegen.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Pandemie und dem Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen ist die Gewalt in New York gewachsen. Banden erhalten Zulauf und schie\u00dfen auf Menschen. Als erster US-Bundesstaat hat New York den Katastrophennotstand wegen Waffengewalt erkl\u00e4rt. Von Antje Passenheim. Mit der Pandemie und dem Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen ist die Gewalt in New York gewachsen. 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