<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1985031,"date":"2021-09-08T16:50:00","date_gmt":"2021-09-08T14:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1985031"},"modified":"2021-09-08T17:12:45","modified_gmt":"2021-09-08T15:12:45","slug":"paris-1000-polizisten-bewachen-terror-prozess","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/09\/paris-1000-polizisten-bewachen-terror-prozess\/","title":{"rendered":"Paris: 1000 Polizisten bewachen Terror-Prozess"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Prozess zu den ISIS-Anschl\u00e4gen vom November 2015 hat in Paris begonnen.<\/b><br \/>\nParis \u2013 Die islamistischen Anschl\u00e4ge vom 13. November 2015 haben Frankreich und Europa tief traumatisiert \u2013 nun soll der gr\u00f6\u00dfte Prozess in der Geschichte des Landes die Hintergr\u00fcnde der Attentate mit 130 Toten und 350 Verletzten kl\u00e4ren. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hat in Paris am Mittwoch der Prozess um die Terroranschl\u00e4ge vor knapp sechs Jahren begonnen. Angeklagt: 20 Verd\u00e4chtige, unter ihnen der bereits in Belgien verurteilte Salah Abdeslam, als Hauptt\u00e4ter und einziger \u00dcberlebender des Terrorkommandos. Mit Bart, schwarzem T-Shirt und schwarzem Mund-Nasen-Schutz erschien der 31 Jahre alte Franko-Marokkaner zum Auftakt des Prozesses. \u201eEs gibt keinen Gott au\u00dfer Allah\u201c, waren Abdeslams erste Worte in dem Verfahren. \u201eDas sehen wir dann sp\u00e4ter\u201c, gab ihm der Vorsitzende Richter Jean-Louis P\u00e9ri\u00e8s unger\u00fchrt zur Antwort. \u201eIch habe jeden Beruf aufgegeben, um K\u00e4mpfer des Islamischen Staates zu werden\u201c, antwortete Abdeslam auf die Frage des Vorsitzenden Richters nach seinem Beruf. Er soll drei der Attent\u00e4ter zum Fu\u00dfballstadion gebracht und selber einen Sprengstoffg\u00fcrtel getragen haben. Abdeslam war am Morgen in einem stark gesicherten Konvoi aus dem Gef\u00e4ngnis zum Gericht gebracht worden. Er hatte gut f\u00fcnf Jahre dort in Isolationshaft verbracht und sich bislang nie detailliert zu den Taten ge\u00e4u\u00dfert. 13 weitere Angeklagte sollen Unterst\u00fctzer gewesen sein. Gegen sechs andere Angeklagte wird der Prozess in Abwesenheit gef\u00fchrt. Bei f\u00fcnf von ihnen wird davon ausgegangen, dass sie inzwischen in Syrien ums Leben gekommen sind. Einer ist wegen Terrorvorw\u00fcrfen in der T\u00fcrkei inhaftiert. Bei der grausamen Anschlagsserie hatten die Extremisten im Konzertsaal \u201e Bataclan \u201c sowie in Bars und Restaurants 130 Menschen erschossen. Am \u201eStade de France\u201c sprengten sich w\u00e4hrend eines Fu\u00dfball-L\u00e4nderspiels zwischen Deutschland und Frankreich drei Selbstmordattent\u00e4ter in die Luft. Die Terrormiliz ISIS reklamierte die Anschl\u00e4ge f\u00fcr sich. F\u00fcr den Prozessauftakt waren in Paris fast 1000 Polizisten mobilisiert. Bewaffnete Spezialkr\u00e4fte sicherten den weitr\u00e4umig abgesperrten Justizpalast, in dem ein speziell zusammengestelltes Schwurgericht in einem eigens eingerichteten Saal mit 550 Sitzpl\u00e4tzen verhandelt. Bildschirme stellen die \u00dcbertragung der Verhandlung in alle Bereiche des Saals sicher. Die Anklage st\u00fctzt sich auf 500 Aktenordner mit Ermittlungsergebnissen. Das Verfahren ist bislang bis Mai 2022 angesetzt. Den Angeklagten droht zumeist lebenslange oder 20-j\u00e4hrige Haft. Innenminister G\u00e9rald Darmanin hat die Pr\u00e4fekte von Paris und anderen Orten zu erh\u00f6hter Wachsamkeit aufgerufen. Er erinnerte daran, dass es w\u00e4hrend des Prozesses zum Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitung \u201eCharlie Hebdo\u201c weitere Anschl\u00e4ge gegeben habe. Vor knapp einem Jahr war der Lehrer Samuel Paty von einem Islamisten get\u00f6tet worden. Hunderte Zeugen sollen angeh\u00f6rt werden, neben Ermittlern aus Frankreich und Belgien auch der damalige franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Fran\u00e7ois Hollande. An den ersten beiden Tagen werden die knapp 1800 Nebenkl\u00e4ger namentlich aufgerufen, unter ihnen Betroffene und Angeh\u00f6rige aus etwa 20 L\u00e4ndern. Sie sollen einen angesichts des dramatischen Ausma\u00dfes der Terrornacht geb\u00fchrenden Raum erhalten: \u00dcber f\u00fcnf Wochen hinweg sollen rund 300 von ihnen das Erlebte schildern. W\u00e4hrend des gesamten Prozesses steht f\u00fcr sie psychologische Betreuung bereit. Ein rotes oder gr\u00fcnes Band an ihrem Zugangsausweis zeigt an, ob sie von Journalisten angesprochen werden d\u00fcrfen. \u201eDer Prozess ist eine Belastung, aber zugleich warte ich darauf, dass Recht gesprochen wird\u201c, sagte Sophie Bouchard-Stech, die Witwe eines der beiden deutschen Opfers, vorab. \u201eDanach werde ich gel\u00f6ster sein, denn dann ist alles getan, was getan werden konnte, um die T\u00e4ter zu bestrafen.\u201c<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Prozess zu den ISIS-Anschl\u00e4gen vom November 2015 hat in Paris begonnen. Paris \u2013 Die islamistischen Anschl\u00e4ge vom 13. 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