<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1985181,"date":"2021-09-08T22:22:00","date_gmt":"2021-09-08T20:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1985181"},"modified":"2021-09-08T23:12:03","modified_gmt":"2021-09-08T21:12:03","slug":"merkel-zieht-bilanz-kanzlerin-uber-privatleben-eurokrise-und-feminismus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/09\/merkel-zieht-bilanz-kanzlerin-uber-privatleben-eurokrise-und-feminismus\/","title":{"rendered":"Merkel zieht Bilanz: Kanzlerin \u00fcber Privatleben, Eurokrise und Feminismus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Seltene Einblicke in das Leben der Kanzlerin: Angela Merkel verr\u00e4t, wie sie sich in einer M\u00e4nnerwelt durchgesetzt hat. Sie erz\u00e4hlt \u00fcber den Tod ihrer Mutter. Sie korrigiert ihre Position zum Feminismus. Und sie spricht \u00fcber ihre Zukunft.<\/b><br \/>\nD\u00fcsseldorf. So hat man Angela Merkel (67) selten erlebt: Die scheidende Kanzlerin sitzt auf einer Theaterb\u00fchne in D\u00fcsseldorf, eingerahmt von der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie, der Publizistin Miriam Meckel und der Journalistin L\u00e9a Steinacker. Und spricht nicht \u00fcber Tagespolitik, sondern \u00fcber Grunds\u00e4tzliches, Gesellschaftliches, Philosophisches. Und sogar Pers\u00f6nliches. Was hat sie gepr\u00e4gt? \u201eDass ich als Kind mit geistig Behinderten zusammen aufgewachsen bin und da keine Furcht und Ber\u00fchrungs\u00e4ngste hatte. Dass ich Physik studiert habe.\u201c Etwa 80 Prozent der Studierenden seien M\u00e4nner gewesen. Die h\u00e4tten immer gleich losgelegt, so dass sie oft keinen Experimentiertisch mehr abbekommen habe. Da habe sie dann gelernt, sich in einem m\u00e4nnlich dominierten Umfeld ihren Platz zu erk\u00e4mpfen. Die Pfarrerstochter spricht auch \u00fcber den Tod ihrer Mutter vor zwei Jahren. Nat\u00fcrlich sei es hart, wenn etwas so Privates geschehe und man gleichzeitig den Blicken der \u00d6ffentlichkeit ausgeliefert sei. \u201eWenn man dann immer angeguckt wird: Sieht man was? Das find ich schon schwer. Da muss man sich seinen Raum bauen.\u201c In diesen Raum habe sie dann niemanden hineingelassen, der da nicht hingeh\u00f6re. Ihr schwerster Moment? Die Eurokrise, als sie den B\u00fcrgern in Griechenland so viel zugemutet habe. Und sch\u00f6ne Momente? \u201eSehr oft wenn man einen Kompromiss gefunden hat.\u201c Zum Beispiel die Verabschiedung des Lissabon-Vertrags, der die Europ\u00e4ische Union auf ein neues Fundament stellte. Oder im vergangenen Jahr, als sich die Staats- und Regierungschefs der EU nach langem Streit doch noch auf die Corona-Hilfen einigten. \u201eDann ist man gl\u00fccklich\u201c, so die Kanzlerin. Hat sie mit ihrer Fl\u00fcchtlingspolitik die Gesellschaft gespalten? Nein, das sieht sie nicht so. Dass ihr ber\u00fchmtester Satz \u201eWir schaffen das\u201c eine Einladung an alle Fl\u00fcchtlinge gewesen sei, nach Deutschland zu kommen, glaube sie nicht.2015 h\u00e4tten doch die Fl\u00fcchtlinge schon vor der T\u00fcr gestanden. \u201eUnd jetzt zu sagen: Passt mal auf, zur\u00fcck \u00fcbers Mittelmeer, das war f\u00fcr mich kein Weg.\u201c Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank f\u00fcr Ihr Interesse an unserem Newsletter. In K\u00fcrze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Stichwort Feminismus: 2017 ist sie bei einem Frauengipfel gefragt worden, ob sie sich als Feministin betrachte. Die Antwort kam z\u00f6gerlich: Mit diesem Titel wolle sie sich nicht unbedingt schm\u00fccken, erkl\u00e4rte Merkel. Die anderen Frauen auf der B\u00fchne &#8211; unter ihnen Donald Trumps Tochter Ivanka und die niederl\u00e4ndische K\u00f6nigin M\u00e1xima &#8211; bezeichneten sich dagegen ohne Umschweife als Feministinnen. Nun wird sie von Miriam Meckel noch einmal danach gefragt &#8211; und korrigiert ihre Position: M\u00e1xima habe ihr damals schon das Tor ge\u00f6ffnet mit dem Hinweis, im Grunde gehe es doch nur darum, dass Frauen und M\u00e4nner in gleichem Ma\u00dfe am gesellschaftlichen Leben teiln\u00e4hmen. \u201eIn diesem Sinne kann ich heute bejahend sagen: Dann bin ich Feministin. Das habe ich damals auf der B\u00fchne schon etwas sch\u00fcchtern vorgebracht. Heute ist das besser durchdacht. In diesem Sinne kann ich sagen: Ja, wir sollten alle Feministen sein.\u201c Enormer Jubel im Haus. Auf die Frage, ob sie ruhigen Gewissens aus dem Amt scheide, antwortet die Bundeskanzlerin mit einem sehr klaren \u201eJa\u201c &#8211; und f\u00fcgt unter dem Applaus des Publikums hinzu: \u201eIch finde, dass ich meinen Beitrag geleistet habe.\u201c Jetzt brauche das Land etwas Neues. Und ihre eigene Zukunft? Seitdem sie Ende 1989\/Anfang 1990 in die Politik gegangen sei, habe sie eigentlich keinen normalen Arbeitstag mehr gehabt und aufgeh\u00f6rt, sich zu fragen, was sie abseits der Politik interessiere. Das wolle sie jetzt nachholen. \u201eM\u00f6chte ich schreiben? M\u00f6chte ich reden? M\u00f6chte ich wandern? M\u00f6chte ich zuhause sein? M\u00f6chte ich in die Welt fahren? Und dazu, hab ich mir vorgenommen, mache ich eben erstmal nichts und warte mal, was so kommt. Und das, finde ich, ist sehr faszinierend.\u201c RND\/dpa<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seltene Einblicke in das Leben der Kanzlerin: Angela Merkel verr\u00e4t, wie sie sich in einer M\u00e4nnerwelt durchgesetzt hat. Sie erz\u00e4hlt \u00fcber den Tod ihrer Mutter. Sie korrigiert ihre Position zum Feminismus. Und sie spricht \u00fcber ihre Zukunft. D\u00fcsseldorf. 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