<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1997763,"date":"2021-09-26T23:27:00","date_gmt":"2021-09-26T21:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1997763"},"modified":"2021-09-26T23:13:41","modified_gmt":"2021-09-26T21:13:41","slug":"bundestagswahl-2021-fdp-und-grune-wollen-als-erstes-miteinander-sprechen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/09\/bundestagswahl-2021-fdp-und-grune-wollen-als-erstes-miteinander-sprechen\/","title":{"rendered":"Bundestagswahl 2021| FDP und Gr\u00fcne wollen als Erstes miteinander sprechen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>FDP und Gr\u00fcne k\u00f6nnten K\u00f6nigsmacher einer neuen Regierung sein. Sowohl SPD als auch Union k\u00f6nnten die beiden Parteien zur Regierung verhelfen. Alle Infos im Newsblog.<\/b><br \/>\nFDP und Gr\u00fcne k\u00f6nnten K\u00f6nigsmacher einer neuen Regierung sein. Sowohl SPD als auch Union k\u00f6nnten die beiden Parteien zur Regierung verhelfen. Alle Infos im Newsblog. Die aktuellen Hochrechnungen zeigen: FDP und Gr\u00fcne k\u00f6nnten K\u00f6nigsmacher einer neuen Regierung sein \u2013 sowohl eine Ampelkoalition aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP als auch ein Jamaika-B\u00fcndnis mit Union statt SPD h\u00e4tten eine Regierungsmehrheit. Gr\u00fcne und FDP k\u00fcndigten jetzt mit Blick auf eine m\u00f6gliche neue Regierungskonstellation Vorab-Kl\u00e4rungen mit der jeweils anderen Partei an. Es k\u00f6nne ratsam sein, dass die Parteien, die gegen den Status quo der gro\u00dfen Koalition Wahlkampf gemacht h\u00e4tten, zuerst miteinander spr\u00e4chen, um all das, was danach komme, zu strukturieren, sagte Lindner am Sonntagabend in der &#8222;Berliner Runde&#8220; von ARD und ZDF. Auch der Parteivorsitzende der Gr\u00fcnen, Robert Habeck, regte dieses Vorgehen an. &#8222;Es wei\u00df ja jeder, dass wir in Steuer-, Finanz- und sozialen Fragen nun wirklich kontr\u00e4r sind. Aber es gibt ja auch gemeinsame Schnittmengen, die man herausarbeiten kann&#8220;, so Habeck \u00fcber die FDP. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Gr\u00fcnen-Kandidatin Annalena Baerbock bei der Bundestagswahl nicht nur deutschlandweit \u00fcbertrumpft, sondern auch im direkten Duell in ihrem Potsdamer Wahlkreis. Scholz errang im Wahlkreis 61 am Sonntag laut vorl\u00e4ufigem Ergebnis 34,0 Prozent der Erststimmen. Baerbock landete mit deutlichem Abstand mit 18,8 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz. W\u00e4hrend das Ergebnis von Scholz demnach um sieben Prozentpunkte \u00fcber dem Zweitstimmenergebnis seiner Partei in dem Wahlkreis Potsdam\/Potsdam-Mittelmark II\/Teltow-Fl\u00e4ming II lag, blieb Baerbock um 0,2 Prozentpunkte hinter dem Gr\u00fcnen-Ergebnis zur\u00fcck. Auf Platz drei kam Saskia Ludwig (CDU) mit 13,8 Prozent. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat bei der Bundestagswahl das Direktmandat ihres Wahlkreises Saarbr\u00fccken offenbar verpasst. Die 59-J\u00e4hrige lag am Sonntagabend nach Ausz\u00e4hlung von f\u00fcnf von sechs Gemeinden hinter der SPD-Kandidatin Josefine Ortleb, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Ortleb wird somit wohl erneut direkt in den Bundestag gew\u00e4hlt; sie erreichte nach Ausz\u00e4hlung fast aller Ergebnisse 36,5 Prozent. Bundestagspr\u00e4sident Wolfgang Sch\u00e4uble hat als Spitzenkandidat f\u00fcr die CDU in Baden-W\u00fcrttemberg erneut das Direktmandat f\u00fcr seinen Wahlkreis Offenburg geholt. Bei der Bundestagswahl am Sonntag konnte er nach Angaben der Stadt 33,14 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Der 79-j\u00e4hrige promovierte Jurist ist seit fast 50 Jahren im Bundestag. Als Bundesinnenminister verhandelte er die deutsche Einheit. Die Linke hat gute Chancen, bei der Bundestagswahl drei ihrer zuletzt f\u00fcnf Direktmandate zu verteidigen. Von besonderer Bedeutung w\u00e4re dies, falls die Linke an der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde scheitern sollte. Mit mindestens drei Direktmandaten d\u00fcrfte sie laut Grundmandatsklausel dann trotzdem entsprechend ihres Zweitstimmenergebnisses wieder in den Bundestag einziehen. Am Sonntagabend lag im Berliner Wahlkreis Treptow-K\u00f6penick der fr\u00fchere Fraktionschef Gregor Gysi nach einem Zwischenstand mit 33 Prozent der Erststimmen weit vor der SPD-Kandidatin (15 Prozent). In Berlin-Lichtenberg f\u00fchrte Gesine L\u00f6tzsch mit 24 Prozent vor der SPD-Kandidatin (19 Prozent). In Leipzig hatte S\u00f6ren Pellmann gute Aussichten, sein Direktmandat zu verteidigen. Der Gr\u00fcnen-Bundesvorsitzende Robert Habeck hat nach Ausz\u00e4hlung der meisten Stimmen erstmals in Schleswig-Holstein f\u00fcr seine Partei ein Direktmandat gewonnen. Nach Angaben der Kreisverwaltung lag der 52-J\u00e4hrige am Sonntagabend im Wahlkreis Flensburg-Schleswig mit 27,7 Prozent der Erststimmen deutlich vor der CDU-Bundestagsabgeordneten Petra Nicolaisen (55) mit 23,9 Prozent. Der Vorsprung war praktisch nicht mehr einzuholen. Ausgez\u00e4hlt (Stand: 22.10 Uhr) waren 282 von 304 Stimmbezirken. Jens Spahn (CDU) hat sich erneut das Direktmandat im Wahlkreis Steinfurt I\/Borken I gesichert. Der amtierende Bundesgesundheitsminister kommt nach Ausz\u00e4hlung aller Bezirke bei der Bundestagswahl auf 40 Prozent der Stimmen. Damit liegt er deutlich vor seiner Mitbewerberin von der SPD, Sarah Lahrkamp, die auf 28,3 Prozent der Stimmen kommt. Das geht aus vorl\u00e4ufigen Angaben des Landeswahlleiters vom Sonntagabend hervor. Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) hat bei der Bundestagswahl offenbar das Direktmandat f\u00fcr den Wahlkreis Saarlouis im Saarland gewonnen. Der 55-J\u00e4hrige lag nach Ausz\u00e4hlung von 17 von 18 Gemeinden am Sonntagabend mit 36,8 Prozent gegen Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in F\u00fchrung, der den Wahlkreis bei den vergangenen Bundestagswahlen noch gewonnen hatte. Der Kanzlerkandidat der SPD, Olaf Scholz, will die Koalitionsverhandlungen vor Weihnachten zu einem Ende bringen. Daf\u00fcr werde er &#8222;alles tun&#8220;, sagt Scholz in der sogenannten Elefantenrunde der Spitzenkandidaten. Er sei zuversichtlich, dass die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht erneut eine Neujahrsansprache halten werde. Der Kandidat der Union, Armin Laschet, sagt, man m\u00fcsse deutlich schneller sein mit der Koalitionsbildung als bei der vorigen Bundestagswahl 2017. Am besten solle man noch vor Weihnachten ein Ergebnis erzielen. CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz hat das Direktmandat im Hochsauerlandkreis geholt. Nach Ausz\u00e4hlung fast aller Stimmbezirke kommt er auf 40,5 Prozent der Erststimmen und distanziert damit den SPD-Kandidaten Dirk Wiese (32,2 Prozent). In der CDU-Hochburg schneidet Merz damit deutlich besser ab als seine Partei, die 33,5 Prozent der Zweitstimmen erreicht. Vorg\u00e4nger Patrick Sensburg, den Merz als Direktkandidat verdr\u00e4ngt hatte, erreichte 2017 noch 48,0 Prozent. Die j\u00fcngste ZDF-Hochrechnung zeigt die SPD mit 26,0 Prozent vor der Union mit 24,5 Prozent. Demnach kommen die Gr\u00fcnen auf 13,9 Prozent, die FDP auf 11,7 Prozent, die AfD auf 10,5 Prozent und die Linke auf 5,0 Prozent. Der Kanzlerkandidat der Unionsparteien bekr\u00e4ftigte in der &#8222;Berliner Runde&#8220; von ARD\/ZDF seine Auffassung, dass die Union die Regierung bilden solle. &#8222;Nicht immer war die Partei, die auf eins war, auch die Partei, die den Kanzler stellte&#8220;, sagte der CDU-Politiker. Eine neue Bundesregierung muss seiner Ansicht nach unterschiedliche Richtungen vers\u00f6hnen. &#8222;Es geht ja nicht darum, dass man arithmetisch irgendwie eine Mehrheit zusammenkriegt, sondern ich w\u00fcnsche mir eine Regierung, wo auch jeder Partner vorkommt, wo auch jeder sichtbar ist, keine Regierung, wo allein der Kanzler mit seinen Punkten gl\u00e4nzen kann&#8220;, sagte Laschet. Es m\u00fcsse eine Koalition werden, &#8222;die man gerne macht. Das war in der gro\u00dfen Koalition am Ende nicht mehr so der Fall.&#8220; Laschet weiter: &#8222;Also das kann ein B\u00fcndnis werden, was wirklich Deutschland voranbringt, unterschiedliche Richtungen vers\u00f6hnt, und dazu stehe ich bereit.&#8220; In der Berliner Runde von ARD und ZDF, die zur Stunde l\u00e4uft, ordnen die Parteivorsitzenden und Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien die aktuellen Zahlen der Hochrechnungen ein. Der ehemalige Verfassungsschutz-Pr\u00e4sident Hans-Georg Maa\u00dfen hat den Einzug in den Bundestag klar verpasst. Im s\u00fcdth\u00fcringischen Wahlkreis &#8222;Suhl &#8211; Schmalkalden-Meiningen &#8211; Hildburghausen &#8211; Sonneberg&#8220; kommt der auch parteiintern umstrittene CDU-Politiker nach Ausz\u00e4hlung fast aller Wahlbezirke mit 22,3 Prozent der Erststimmen auf Platz zwei hinter dem ehemaligen Biathlon-Weltmeister Frank Ullrich, (33,6 Prozent), der f\u00fcr die SPD angetreten war. \u00dcber die th\u00fcringische CDU-Landesliste ist Maa\u00dfen nicht abgesichert. Er schneidet aber besser ab als seine Partei, die mit 16,5 Prozent der Zweitstimmen hinter AfD und SPD landet. Mehr dazu lesen Sie hier. Wegen fehlender Corona-Masken ist es in zwei Wahllokalen in Bremerhaven am Sonntag zu Polizeieins\u00e4tzen gekommen. Im ersten Fall weigerte sich ein Mann, einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die von einem Wahlhelfer angebotene Maske schlug er aus. Da er sich weigerte, das Wahllokal zu verlassen, wurde er von Polizisten vor die T\u00fcr gebracht. Der Wahlleiter wies ihn darauf hin, dass er mit Maske sp\u00e4ter w\u00e4hlen k\u00f6nne. Er wurde wegen Versto\u00dfes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Der zweite Fall betraf ein Ehepaar, das ohne Masken ins Wahllokal kam und Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht vorlegte. Als ein Wahlhelfer die Atteste pr\u00fcfte, beschwerten sich die Eheleute lautstark \u2013 weil ihnen die \u00dcberpr\u00fcfung offenbar zu lange dauerte. Daraufhin wurden sie gebeten, das Wahllokal zu verlassen, um die Wahl nicht zu st\u00f6ren. Es kam zu einem Streit und Handgemenge. Auch hier wurde Strafanzeige gestellt. In seinem Statement wertet SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz die ersten Hochrechnungen als einen &#8222;gro\u00dfen Erfolg&#8220; f\u00fcr seine Partei. Die B\u00fcrger wollten, dass der Kanzler Scholz hei\u00dfe. &#8222;Dass wir jetzt die ersten Hochrechnungen haben, die zeigen, die SPD kriegt viel Unterst\u00fctzung von den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, das ist ein Auftrag, daf\u00fcr zu sorgen, dass all das, was in dieser Wahl besprochen wurde und was wir vorgeschlagen haben, auch umgesetzt wird, und wir uns politisch daf\u00fcr stark machen.&#8220; Unions-Kanzlerkandidat will trotz der Verluste eine unionsgef\u00fchrte Bundesregierung erreichen. &#8222;Wir werden alles daran setzen, eine Bundesregierung unter F\u00fchrung der Union zu bilden&#8220;, sagt er und w\u00e4hlt erneut das Wort &#8222;Zukunftskoalition&#8220;. Damit deutet er ein B\u00fcndnis mit FDP und Gr\u00fcnen an. Das Wahlergebnis stelle aber eine gro\u00dfe Herausforderung dar. &#8222;Deshalb bedarf es jetzt einer gro\u00dfen Kraftanstrengung aller Demokratinnen und Demokraten&#8220;, sagt er. &#8222;Wir m\u00fcssen Deutschland zusammenhalten.&#8220; Unsere Reporterin Annika Leister ist vor Ort bei der Wahlparty der AfD: &#8222;In Berlin-Marzahn hat sich die Feier der wenigen anwesenden Funktion\u00e4re auf die Terrasse verlagert. Hier wird ohne Maske getrunken, gegessen, geraucht und gelacht. Tino Chrupalla tigert am Fenster entlang, beantwortet Nachrichten auf dem Handy. Die Stimmung insgesamt aber ist gel\u00f6st, erleichtert. Rund 11 Prozent in den Umfragen \u2013 viele hier hatten Schlimmeres, sogar die Einstelligkeit f\u00fcr ihre Partei erwartet. Schlie\u00dflich profitierte sie 2017 massiv von der Diskussion um Asyl und Migration. &#8222;Kein Spitzenergebnis, aber auch kein Desaster&#8220;, sagt Beatrix von Storch t-online. Der Berliner Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio spricht von einem &#8222;guten W\u00e4hlerstock, auf dem man aufbauen kann&#8220;.&#8220; Unser Reporter Florian Schmidt berichtet von der FDP-Wahlparty: &#8222;Die Stimmung bei den Liberalen ist gel\u00f6st. Gro\u00df ist die Freude dar\u00fcber, dass ein B\u00fcndnis von SPD, Gr\u00fcnen und Linkspartei keine Mehrheit hat \u2013 da die FDP so kaum zu einer Ampel gezwungen werden kann. Besonders h\u00e4ufig fallen auf der Wahlparty im Berliner Hans-Dietrich-Genscher-Haus an diesem Abend die Worte &#8222;Eigenst\u00e4ndigkeit&#8220;, &#8222;Aufbruch&#8220;, &#8222;Reformb\u00fcndnis aus der demokratischen Mitte&#8220;. Die Einsch\u00e4tzung vieler Anwesender: Jetzt komme es einerseits auf die Gespr\u00e4che mit den Gr\u00fcnen an \u2013 aber auch darauf, wie handlungsf\u00e4hig eine in sich ersch\u00fctterte Union nach dieser Wahl \u00fcberhaupt sei. Ein Jamaika-B\u00fcndnis ist f\u00fcr viele dabei weiter die favorisierte Koalition. Gleichwohl weisen auff\u00e4llig viele Liberale auch darauf hin, wie gut die Ampel-Regierung in Rheinland-Pfalz funktioniere.&#8220; Nach neuen Hochrechnungen von ARD und ZDF verbessert sich die SPD auf 24,9 bis 25,6 Prozent (2017: 20,5 Prozent). Die CDU\/CSU f\u00e4llt auf 24,4 bis 24,7 Prozent (32,9). Die Gr\u00fcnen fahren mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin 14,6 bis 14,7 Prozent ein (8,9). Die FDP verbessert sich auf 11,6 bis 11,7 Prozent (10,7). Die AfD, bisher drittst\u00e4rkste Kraft, kommt auf 10,3 bis 11,1 Prozent (12,6). Die Linke rutscht auf 5,0 Prozent ab (9,2). Mehr dazu lesen Sie hier. Der Co-Vorsitzende der Gr\u00fcnen, Robert Habeck, h\u00e4lt seiner Partei alle Optionen bei m\u00f6glichen Koalitionsverhandlungen offen. Die Gr\u00fcnen h\u00e4tten &#8222;gute Chancen, stark in die n\u00e4chste Regierung zu gehen&#8220;, sagte Habeck am Sonntagabend im ZDF. Er betonte: &#8222;Wir wollen regieren.&#8220; Beim Wahlkampf habe es &#8222;ganz sch\u00f6nes Gew\u00fcrge&#8220; gegeben. &#8222;Die n\u00e4chste Regierung muss aus der Situation was machen.&#8220; Er f\u00fcgte in der ARD mit Blick auf das knappe Rennen zwischen SPD und Union am Abend hinzu: &#8222;Das Ergebnis favorisiert kein klares B\u00fcndnis.&#8220; Die Verhandlungen w\u00fcrden die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und er als Vorsitzenden-Duo gemeinsam f\u00fchren. Unser Reporter Patrick Diekmann berichtet von der Wahlparty der Linkspartei: &#8222;Bei der Linkspartei ist der Wahlabend bislang der erwartete Albtraum. Die Parteianh\u00e4nger m\u00fcssen wohl bis um 22 Uhr warten, bis sie Gewissheit haben, ob die Linke in den k\u00fcnftigen Deutschen Bundestag einziehen wird. Viele Politiker und Anh\u00e4nger hatten durch die Umfragen einen herben Stimmenverlust bef\u00fcrchtet. Trotzdem hatten viele gehofft, eine derartige H\u00e4ngepartie vermeiden zu k\u00f6nnen. Auf der Wahlparty in Berlin zeigen sich die Menschen allerdings zuversichtlich, es zumindest \u00fcber den Weg der drei gewonnenen Direktmandate ins Parlament zu schaffen. Die Parteispitzen haben eine Aufarbeitung der Wahl angek\u00fcndigt, die Worte &#8222;herbe Niederlage&#8220; fallen an jeder Ecke. Fraktionschef Dietmar Bartsch hat schon den Gang der Linken in die Opposition angek\u00fcndigt, Rot-Gr\u00fcn-Rot ist vom Tisch. Mut macht hier nur das Wahlergebnis in Berlin, dort k\u00f6nnte die Landesregierung mit Beteiligung der Linken weitermachen, die AfD hat deutlich verloren. Das gef\u00e4llt den Linken-Anh\u00e4ngern.&#8220; In der j\u00fcngsten Hochrechnung der ARD erreicht die SPD 24,9 Prozent und die Union 24,7 Prozent. Die Gr\u00fcnen kommen demnach auf 14,6 Prozent und die FDP auf 11,7 Prozent. Die AfD liegt bei 11,1 Prozent und die Linke bei 5,0 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier. FDP-Chef Christian Lindner wertet die Wahl als Erfolg f\u00fcr die Parteien der Mitte. &#8222;Die politische Mitte wurde gest\u00e4rkt, die politischen R\u00e4nder geschw\u00e4cht&#8220;, sagt er. Der Auftrag laute daher, aus dieser Mitte heraus eine Regierung zu bilden. &#8222;Das ist eine gute Botschaft f\u00fcr unsere Demokratie.&#8220; Es sei aber dar\u00fcber hinaus auch eine gute f\u00fcr Europa. Gr\u00fcnen-Co-Chef Robert Habeck l\u00e4sst offen, ob seine Partei mit SPD oder Union eine Koalition bilden k\u00f6nnte. &#8222;Wir wollen regieren&#8220;, sagt Habeck. &#8222;Es gibt die SPD-N\u00e4he&#8220;. Aber auch ein B\u00fcndnis mit der FDP zusammen m\u00fcsste zu einer eigenen politischen St\u00e4rke finden. Dies sei auch unter F\u00fchrung der Union m\u00f6glich, betont Habeck. Wichtig sei, dass eine Regierung die passenden Antworten auf die Fragen der Zeit finde. AfD-Bundesvorsitzender J\u00f6rg Meuthen will in den kommenden Tagen genau analysieren, &#8222;warum wir die historischen Verluste der CDU nicht auf unsere M\u00fchlen umlenken konnten&#8220;. Die AfD habe sich aber &#8222;stabilisiert auf erklecklichem Niveau&#8220;, sagte Meuthen t-online. Meuthen gilt als gr\u00f6\u00dfter Kritiker des Kuschelkurses seiner Partei mit den Querdenkern, h\u00e4lt sich aber auch hier mit Kritik zur\u00fcck. Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung, auch deutliche, sei richtig. Ob die AfD an &#8222;dem ein oder anderen Punkt&#8220; vielleicht \u00fcber das Ziel hinaus geschossen sei, m\u00fcssten die Analysen zeigen. CSU-Chef Markus S\u00f6der unterst\u00fctzt Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet bei dem Versuch, eine Jamaika-Koalition zu bilden. &#8222;Meiner Meinung nach ist das eher eine Zusage f\u00fcr ein b\u00fcrgerliches B\u00fcndnis&#8220;, sagt er. Die SPD habe schon mehrere Tage zu fr\u00fch gejubelt. S\u00f6der spricht von einer &#8222;Absage an eine rein linke Regierung&#8220;. Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dietmar Bartsch, sagte nach den ersten Hochrechnungen: &#8222;Unser Platz im neuen deutschen Bundestag ist in der Opposition.&#8220; Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat das mutma\u00dfliche Abschneiden ihrer Partei als das &#8222;historische beste Ergebnis&#8220; gelobt. Nach Hochrechnungen vom fr\u00fchen Sonntagabend k\u00f6nnen die Gr\u00fcnen mit fast 15 Prozent der Stimmen rechnen. Das bislang beste Ergebnis bei einer Bundestagswahl erreichte die \u00d6kopartei 2009 mit 10,7 Prozent. &#8222;Wir sind erstmals angetreten, um als f\u00fchrende Kraft dieses Land zu gestalten&#8220;, sagte Baerbock bei der Wahlparty ihrer Partei in Berlin. &#8222;Wir wollten mehr&#8220;, r\u00e4umte sie ein. Das habe nicht geklappt, auch aufgrund eigener Fehler \u2013 ihrer Fehler, wie sie pr\u00e4zisierte. &#8222;Dieses Land braucht eine Klimaregierung&#8220;, betonte Baerbock, die mit &#8222;Annalena&#8220;-Sprechch\u00f6ren empfangen wurde. &#8222;Daf\u00fcr k\u00e4mpfen wir jetzt weiter mit euch allen.&#8220; Co-Chef Robert Habeck umarmte Baerbock auf der B\u00fchne und nannte sie &#8222;eine K\u00e4mpferin, ein L\u00f6wenherz&#8220;. Unsere Reporterin Camilla Kohrs ist vor Ort bei der Wahlparty der Gr\u00fcnen: Nach der Bundestagswahl sieht SPD-Generalsekret\u00e4r Lars Klingbeil den Auftrag zur Regierungsbildung bei den Sozialdemokraten. &#8222;Wir wussten immer, dass es ein enges Rennen wird. Wir wussten, das wird ein knapper Wahlkampf&#8220;, sagte Klingbeil am Sonntagabend im ZDF. &#8222;Aber ganz klar: Die SPD hat den Regierungsauftrag. Wir wollen, dass Olaf Scholz Kanzler wird.&#8220; Klingbeil sprach von einem &#8222;Wahnsinnserfolg&#8220; f\u00fcr die SPD, er sei \u00fcbergl\u00fccklich. Auf der SPD-Wahlparty wurde nach den ersten Zahlen gejubelt, berichtet unser Reporter Johannes Bebermeier von vor Ort: SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil bezeichnet das SPD-Ergebnis in der ARD als &#8222;grandiosen Erfolg&#8220;. &#8222;Es ist ein Vertrauensbeweis der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger f\u00fcr Olaf Scholz&#8220;, f\u00fcgt er hinzu. Bei der Bundestagswahl zeichnet sich ersten Hochrechnungen zufolge ein knapper Sieg f\u00fcr die SPD ab. Sie kommt in der ARD auf 24,9 Prozent, im ZDF sogar auf 25,8 Prozent. CDU\/CSU k\u00f6nnen demnach mit 24,7 (ARD) bzw. mit 24,2 Prozent (ZDF) rechnen. Deutliche Zugewinne verzeichneten die Gr\u00fcnen, die mit Annalena Baerbock erstmals eine eigene Kanzlerkandidatin aufgestellt hatten: Sie kommen auf knapp 15 Prozent. Hochrechnungen der Wahlergebnisse verwenden bereits vorliegende, amtlich ermittelte Wahlergebnisse aus ausgew\u00e4hlten Wahlbezirken, die repr\u00e4sentativ hochgerechnet werden. Je mehr amtliche Teilergebnisse vorliegen, desto exakter wird die Hochrechnung. Parteienforscher Karl-Rudolf Korte ist der Meinung, ein &#8222;Machtwechsel liegt in der Luft&#8220;. Ihm zufolge stehen nun &#8222;komplexe Verhandlungen&#8220; an. Die Parteien k\u00f6nnten nicht zeitgleich verhandeln. Korte sagt im ZDF weiter: &#8222;Ich h\u00f6re aus den Gespr\u00e4chen heraus, dass der Sondierungsweltmeister den Kanzler stellt, nicht der Sieger von heute Abend.&#8220; Das w\u00e4re historisch neu. Der Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gr\u00fcnen, Michael Kellner, kann sich \u00fcber das Wahlergebnis noch nicht freuen. &#8222;Wir haben deutlich zugelegt, aber es f\u00e4llt mir schwer, mich \u00fcber dieses Ergebnis zu freuen&#8220;, sagt Kellner im ZDF. Die Erwartungen seien h\u00f6her gewesen. Die Gr\u00fcnen w\u00fcrden nun sehen, &#8222;was wir daraus f\u00fcr Lehren ziehen.&#8220; Zudem lobt er die SPD: &#8222;Man muss der SPD gratulieren zu einem gro\u00dfen Wahlerfolg.&#8220; Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Katrin G\u00f6ring-Eckardt legt sich nach den ersten Prognosen nicht auf eine m\u00f6gliche Koalition fest. &#8222;Es geht um Klimaschutz und Gerechtigkeit&#8220;, sagt sie in der ARD zu anstehenden Koalitionsgespr\u00e4chen. Sie r\u00e4umte ein, man habe sich bei der Bundestagswahl noch etwa mehr erhofft. Gr\u00fcnen-Fraktionschef Anton Hofreiter ist mit dem Abschneiden seiner Partei in den Prognosen zur Bundestagswahl unzufrieden. Dem Bayerischen Fernsehen sagte er: &#8222;Wir h\u00e4tten uns mehr erhofft.&#8220; Jetzt gehe es darum, das Beste aus dem Ergebnis zu machen. Erst einmal aber freue er sich, dass das Ergebnis der Gr\u00fcnen deutlich st\u00e4rker sei als bei der vorherigen Bundestagswahl. Auf die Frage nach der favorisierten Koalition antwortete Hofreiter zur\u00fcckhaltend: Der Wahlabend werde noch spannend, erst m\u00fcsse man schauen, &#8222;was insgesamt raus kommt&#8220;. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht die Union trotz deutlicher Wahleinbu\u00dfen am Zuge, Gespr\u00e4che \u00fcber eine neue Bundesregierung zu f\u00fchren. &#8222;Es gibt verschiedene Koalitionsoptionen, die jetzt m\u00f6glich sind&#8220;, sagte der CSU-Spitzenkandidat am Sonntagabend in der ARD. Er betonte: &#8222;Ja, wir sind gespr\u00e4chsbereit.&#8220; Es sei deutlich geworden, &#8222;dass in diesem Land Rot-Rot-Gr\u00fcn keine Mehrheit hat&#8220;. Die Union habe in den vergangenen Wochen eine Aufholjagd hingelegt, sagte Dobrindt. Fehlersuche k\u00f6nne man &#8222;wann anders machen&#8220;. Der Co-Fraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, spricht von einem entt\u00e4uschenden Abend. &#8222;Es gilt daraus Schlussfolgerungen zu ziehen&#8220;, f\u00fcgt er in der ARD hinzu. Er gehe davon aus, dass die Linke im Bundestag weiter in Fraktionsst\u00e4rke vertreten sein werde. Die Partei sei nicht mehr die Interessenvertretung Ostdeutschlands, auch wenn dies ihr Anspruch sei: &#8222;Die Zahlen sprechen da eine ganz klare Sprache.&#8220; Die Parteivorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, ist entt\u00e4uscht von dem Wahlergebnis. &#8222;Das ist ein schwerer Schlag f\u00fcr uns&#8220;, sagte Hennig-Wellsow im ZDF. &#8222;Wir haben durchaus schwer verloren.&#8220; Das Ergebnis h\u00e4nge auch mit Fehlern in der Vergangenheit zusammen: &#8222;Da greift etliches ineinander.&#8220; Damit werde man sich inhaltlich befassen. Die Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl als &#8222;sehr solides&#8220; Ergebnis gewertet. Die AfD habe zweistellig abgeschnitten und sei allen Unkenrufen zum Trotz nicht aus dem Bundestag heraus gew\u00e4hlt worden, sagte Weidel am Sonntagabend in der ARD. &#8222;Um uns wird man nicht mehr drumherumkommen&#8220;, sagte sie. AfD-Co-Chef Tino Chrupalla spricht von einem soliden Ergebnis f\u00fcr seine Partei. &#8222;Sicherlich schmerzen auch die Verluste&#8220; sagt er im ZDF. Das m\u00fcsse man in Ruhe analysieren. FDP-Generalsekret\u00e4r Volker Wissing hat das Ergebnis der Bundestagswahl als Absage an eine rot-rot-gr\u00fcne Koalition gewertet. &#8222;An diesem Wahlabend w\u00fcrde es f\u00fcr Rot-Rot-Gr\u00fcn nach den Prognosezahlen wohl nicht reichen&#8220;, sagte er am Sonntagabend im ZDF. Es sei &#8222;klar&#8220;, dass die Deutschen eine Koalition aus SPD, Linken und Gr\u00fcnen nicht wollten und das sei &#8222;ein gutes Signal an diesem Wahlabend&#8220;, fuhr Wissing fort. Nach der am Sonntag um 18 Uhr ver\u00f6ffentlichten Prognose der ARD lagen SPD und Union gleichauf bei 25 Prozent. In der ZDF-Prognose f\u00fchrte die SPD mit 26 Prozent vor der CDU\/CSU mit 24 Prozent. Die Gr\u00fcnen folgten dahinter mit 15 Prozent bei der ARD und 14,5 Prozent beim ZDF. Wie aus den Zahlen des Instituts Infratest dimap in der ARD und der Forschungsgruppe Wahlen im ZDF weiter hervorging, erzielte die FDP zwischen elf und zw\u00f6lf Prozent. Die Partei freue sich riesig, zum zweiten Mal hintereinander &#8222;ein klar zweistelliges Ergebnis&#8220; bei Bundestagswahlen erzielt zu haben, sagte Wissing. &#8222;Das hat es noch nie gegeben und das zeigt, die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler wollten uns st\u00e4rken.&#8220; Dementsprechend wurde bei der Wahlparty der FDP bei der Verk\u00fcndung der ersten Prognosen gejubelt. Unser Reporter Florian Schmidt ist vor Ort: CDU-Generalsekret\u00e4r Paul Ziemiak sieht die Union in einem Kopf-an-Kopf Rennen mit der SPD. &#8222;Das wird ein langer Wahlabend sein, und jetzt kann man noch nicht sagen, wer am Ende die Nase vorn haben wird&#8220;, sagte Ziemiak am Sonntagabend kurz nach Schlie\u00dfung der Wahllokale in der ARD. Nach den Zahlen der 18.00-Uhr-Prognosen zum Wahlausgang gebe es die M\u00f6glichkeit einer &#8222;Zukunftskoalition&#8220; aus Union, Gr\u00fcnen und FDP. F\u00fcr die Union bedeute das Ergebnis &#8222;bittere Verluste&#8220;. &#8222;Daran darf man auch nichts sch\u00f6nreden.&#8220; Das m\u00fcsse man aufarbeiten. &#8222;Nat\u00fcrlich ist klar, wenn Sie das vergleichen mit dem vorherigen Wahlergebnis: Das tut weh.&#8220; So reagierte die Union auf die Verk\u00fcndigung der Prognose: Unser Reporter Tim Kummert ist vor Ort: Bei der Bundestagswahl vom Sonntag liefern sich CDU\/CSU und SPD das erwartete enge Rennen. Nach den Prognosen von ARD und ZDF von 18.00 Uhr liegen Union und Sozialdemokraten fast gleichauf vor Gr\u00fcnen und FDP. Noch bis 18 Uhr sind die Wahllokale ge\u00f6ffnet: Seit 8 Uhr sind 60,4 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und den 20. Deutschen Bundestag zu w\u00e4hlen. Mit dem Schlie\u00dfen der Wahllokale werden die ersten Prognosen des Wahlergebnisses erwartet. Diese Prognosen beruhen auf sogenannten &#8222;Exit Polls&#8220;, bei welchen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler direkt nach der Stimmabgabe vor den Wahllokalen befragt werden. Die Spannung steigt \u2013 wer wird Angela Merkel nach 16 Jahren im Amt als Bundeskanzler abl\u00f6sen? Bei der derzeit laufenden Bundestagswahl lag die Wahlbeteiligung an der Urne, also vor Ort im Wahllokal, bis 14 Uhr bei 36,5 Prozent. Das teilte der Bundeswahlleiter auf seiner Internetseite mit. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 41,1 Prozent gelegen. Die abgegebenen Stimmen der Briefw\u00e4hler sind dabei allerdings nicht ber\u00fccksichtigt. &#8222;Die aktuell ermittelte Wahlbeteiligung liegt erwartungsgem\u00e4\u00df unter dem Wert von 2017, da wir von einem deutlich erh\u00f6hten Anteil von Briefw\u00e4hlerinnen und Briefw\u00e4hlern ausgehen, deren Wahlbeteiligung zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt im Rahmen der Ermittlung des endg\u00fcltigen Wahlergebnisses festgestellt wird&#8220;, so Bundeswahlleiter Georg Thiel. Der Bundeswahlleiter hat diesen Zwischenstand zur Wahlbeteiligung in Zusammenarbeit mit den Landeswahlleitungen auf Grundlage der Wahlbeteiligung in ausgew\u00e4hlten Wahllokalen f\u00fcr ganz Deutschland ermittelt. Er dankte allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die dabei mithelfen, den ordnungsgem\u00e4\u00dfen Ablauf der Wahl sicherzustellen. &#8222;Mit der Wahrnehmung dieses Ehrenamtes erweisen die vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer unserer Demokratie \u2013 und damit uns allen \u2013 einen gro\u00dfen Dienst.&#8220; Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Bei der letzten Bundestagswahl 2017 hatte die Wahlbeteiligung nach dem amtlichen Endergebnis 76,2 Prozent betragen. Vor dem Veranstaltungsort &#8222;La Festa&#8220; in Berlin-Marzahn, wo die AfD ihre Wahlparty feiert, gibt es Gegenprotest. Mehr als 100 Linke, viele von ihnen ganz in Schwarz gekleidet, demonstrieren lautstark. Absperrgitter und Polizisten halten sie auf Abstand. &#8222;Keine Feier f\u00fcr Faschist*innen&#8220; und &#8222;Nazis jagen&#8220; steht auf ihren Transparenten, mit Sprechch\u00f6ren fordern sie: &#8222;Rechte Hetze in die Spree&#8220; und &#8222;Nationalismus raus aus den K\u00f6pfen&#8220;. Das beobachtet t-online-Redakteurin Annika Leister, die vor Ort ist. Die hessische SPD-Landesvorsitzende Nancy Faeser ist nach eigenen Angaben nach einem Wahlkampftermin kurz ohnm\u00e4chtig geworden. Das teilte sie am Sonntag bei Twitter mit. &#8222;Nach dem letzten Wahlkampftermin bin ich kurz ohnm\u00e4chtig geworden und musste ins Krankenhaus. Das war nat\u00fcrlich ein gro\u00dfer Schreck, aber die ersten Untersuchungen waren beruhigend. Die Lehre: Man kann auch zu viel Wahlkampf machen&#8220;, schrieb Faeser. &#8222;Zur Beobachtung muss ich noch 24 Stunden da bleiben- Sicherheit geht vor.&#8220; Sprecher Christoph Gehring von der SPD-Landtagsfraktion sagte, der Vorfall habe sich am Samstag am fr\u00fchen Abend ereignet. &#8222;Sie hatte offensichtlich eine Kreislaufschw\u00e4che nach dem letzten Auftritt und hat sich zur Behandlung ins Krankenhaus begeben&#8220;, sagte Gehring der Deutschen Presse-Agentur. Soweit er wisse, handele es sich um nichts Besorgniserregendes. Bei der Doppelwahl in Mecklenburg-Vorpommern haben am Sonntag bis 14 Uhr 32,5 Prozent der Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme abgegeben. Das teilte Landeswahlleiterin Gudrun Beneicke mit. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Wahlbeteiligung bis 14 Uhr bei 37,3 Prozent gelegen, bei der Landtagswahl 2016 bei 32,8 Prozent. Die endg\u00fcltige Wahlbeteiligung betrug bei diesen Wahlen 70,9 Prozent beziehungsweise 61,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung zur Landtagswahl wurde den Angaben zufolge um 14 Uhr nicht gesondert aufgef\u00fchrt, weil die Abweichungen zur Bundestagswahl nur marginal sind. Ein betr\u00e4chtlicher Teil der W\u00e4hler hatte schon die M\u00f6glichkeit der Briefwahl genutzt. Es wird damit gerechnet, dass der Anteil der Briefw\u00e4hler infolge der Corona-Pandemie deutlich h\u00f6her sein wird als bei der Landtagswahl 2016. Damals hatten 20 Prozent der W\u00e4hler ihre Stimme vorzeitig abgegeben. Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig (SPD) stimmte zusammen mit ihrem Mann in einem Wahllokal in der Schweriner Innenstadt ab und \u00e4u\u00dferte sich dabei zufrieden. &#8222;Wir haben alles gegeben bis zum Schluss&#8220;, sagte sie nach der Stimmabgabe. Jetzt liege es in der Hand der B\u00fcrger, wie es mit dem Land und Deutschland weitergehe. Ihr Herausforderer, der CDU-Spitzenkandidat f\u00fcr die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack, hatte zuvor in einem Wahllokal in Loitz abgestimmt. Auch in G\u00f6ttingen hat es offenbar eine Panne bei der Bundestagswahl gegeben. Wie das &#8222;G\u00f6ttinger Tageblatt&#8220; berichtet, seien auf den Listen f\u00fcr die Stimmenausz\u00e4hlung alle Parteien aufgef\u00fchrt gewesen, au\u00dfer der AfD. Aufgefallen sei der Fehler erst am morgen. Listen in 111 Wahllokalen mussten ausgetauscht werden. In die Ausz\u00e4hlungslisten tragen die Wahlhelfer am Ende des Tages die Ergebnisse ein. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat bei seiner Stimmabgabe zur Bundestagswahl ein sehr knappes Rennen vorausgesagt. &#8222;Das ist heute ein Kampf bis zur letzten Sekunde&#8220;, sagte der 69-J\u00e4hrige am Sonntagnachmittag in Leichlingen. Auch nach Schlie\u00dfung der Wahllokale komme viel Arbeit auf seine Partei zu. Denn egal wie die Wahl ausgehe, die Gespr\u00e4che \u00fcber eine Regierungskoalition im Bund w\u00fcrden sehr schwer werden. Nach dem Wechsel von NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) nach Berlin will Reul weiterhin eine wichtige Rolle in der CDU spielen. Wie unl\u00e4ngst bekannt wurde, strebt er bei der Landtagswahl ein Mandat in Nordrhein-Westfalens Landtag an. Derzeit hat er das nicht, weil er bei seiner Berufung zum Innenminister 2017 noch Europaabgeordneter war. Von 1985 bis 2004 war Reul schon einmal im Landtag, danach zog es ihn in das EU-Parlament. Bei der Bundestagswahl am Sonntag haben in Th\u00fcringen nach Angaben des Landeswahlleiters bis 14 Uhr rund 57 Prozent der 1,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben \u2013 einschlie\u00dflich Zehntausender Briefw\u00e4hler. Das liegt deutlich \u00fcber dem Niveau der Bundestagswahl von 2017 zu diesem Zeitpunkt, wie der Landeswahlleiter mitteilte. Damals hatten bis zum fr\u00fchen Nachmittag einschlie\u00dflich der Briefw\u00e4hler knapp 51 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie wird in diesem Jahr mit einem Rekord beim Anteil der Briefw\u00e4hler gerechnet. In den gut 2.400 Wahllokalen in Th\u00fcringen f\u00fcllten bis 14 Uhr 34,5 Prozent der Wahlberechtigten die Stimmzettel aus (2017: 35,8). Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Die Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und ihr Mann Daniel Holefleisch haben in Potsdam ihre Stimme zur Bundestagswahl abgegeben. Bislang will sich Baerbock nicht den Kopf \u00fcber eine m\u00f6gliche Koalition nach der Bundestagswahl zerbrechen. &#8222;Ich mache bis zur letzten Minute Wahlkampf&#8220;, sagte sie bei einem Treffen mit B\u00fcrgern in Potsdam. Eine echte Erneuerung gebe es nur mit starken Gr\u00fcnen. Sie beteilige sich nicht an den Gedankenspielen anderer. Sie wolle den letzten Tag vor der Stimmabgabe mit den Potsdamern ins Gespr\u00e4ch kommen. &#8222;Es wird auf jede Stimme ankommen bei dieser Wahl, das haben wir ja in den letzten Wochen gesehen, wie Spitz auf Knopf es gehen wird&#8220;, sagte die Gr\u00fcnen-Vorsitzende. &#8222;Wir erhoffen uns nat\u00fcrlich noch ein paar Stimmen mehr mit Blick auf die Umfrageergebnisse, damit wir einen echten Aufbruch in diesem Land schaffen k\u00f6nnen.&#8220; FDP-Chef Christian Lindner hatte sich am Freitag erneut f\u00fcr ein Regierungsb\u00fcndnis mit Union und Gr\u00fcnen ausgesprochen. Im Wahlkreis 61 tritt Baerbock als Direktkandidatin der Gr\u00fcnen an. In der sehr belebten Fu\u00dfg\u00e4ngerzone warb die 40-J\u00e4hrige um Stimmen. Von Passanten bekam sie viel Zustimmung zur Klimapolitik der Gr\u00fcnen. Vor allem Touristen nutzten die Gelegenheit und baten um ein Selfie. Am Sonntag wird ein neuer Bundestag gew\u00e4hlt. Im Saarland hat die Wahlbeteiligung in den vier Wahlkreisen am Sonntag um 14 Uhr der Landeswahlleitung zufolge bei 39,2 Prozent gelegen. Diese Zahl basiere auf einer stichprobenartigen Umfrage in 47 Urnenwahlbezirken \u2013 das hei\u00dft ohne Briefwahl, teilte die Beh\u00f6rde in Saarbr\u00fccken am Sonntag mit. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2017 habe die Beteiligung um 14 Uhr bei 38,2 Prozent gelegen, hie\u00df es. Insgesamt nahmen damals 76,6 Prozent im Bundesland an der Abstimmung teil. Rund 780.000 Saarl\u00e4nder waren am Sonntag zur Wahl aufgerufen. Im kleinsten Fl\u00e4chenland der Republik hatten 15 W\u00e4hlergruppen und Parteien ihre Kandidaten auf Landeslisten ins Rennen geschickt. Zwei Wahlkreise standen besonders im Fokus: Der Wahlkreis Saarlouis, der einzige bundesweit, in dem mit Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zwei Bundesminister gegeneinander antraten. Im Wahlkreis Saarbr\u00fccken wollte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Direktmandat f\u00fcr die CDU zur\u00fcckerobern, nachdem es 2017 an die SPD gegangen war. Bei der Bundestagswahl in Sachsen hat bis zum fr\u00fchen Nachmittag gut ein Drittel der Wahlberechtigten abgestimmt. Die Wahlbeteiligung lag um 14 Uhr bei 36,4 Prozent \u2013 ohne die Briefw\u00e4hler \u2013 und damit weiter leicht unter dem Wert vor vier Jahren, wie Landeswahlleiter Martin Richter in Kamenz mitteilte. Danach wird damit gerechnet, dass 25,1 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht per Briefwahl Gebrauch machten.2017 lag der Anteil der Briefw\u00e4hler am Ende bei 15,9 Prozent. Im Freistaat sind bis 18 Uhr rund 3,3 Millionen Menschen an die Wahlurnen gerufen, f\u00fcr 126.000 ist es die Bundestagswahl-Premiere. Die Beteiligung an der Bundestagswahl war in Rheinland-Pfalz am Sonntag um 13 Uhr der Landeswahlleitung h\u00f6her als zum gleichen Zeitpunkt der Abstimmung von 2017. Das habe eine Umfrage in St\u00e4dten und Gemeinden des Bundeslandes ergeben, teilte die Beh\u00f6rde in Bad Ems am Sonntag mit. Demzufolge hatten f\u00fcnf Stunden vor Schlie\u00dfung der Wahllokale rund 61 Prozent der Berechtigten teilgenommen. Vor vier Jahren seien es zu diesem Zeitpunkt rund 53 Prozent gewesen. Allerdings seien die Zahlen wegen der hohen Briefwahlbeteiligung nur bedingt vergleichbar, betonte die Beh\u00f6rde. Knapp 49 Prozent der 3,06 Millionen Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz hatten n\u00e4mlich von der Briefwahl Gebrauch gemacht. Vor vier Jahren lag der Anteil der Briefw\u00e4hler am Ende bei 28 Prozent. Am Sonntag h\u00e4tten bis 13 Uhr weitere rund 12 Prozent der Wahlberechtigten in den gut 3.800 Wahllokalen ihre Stimmen abgegeben, hie\u00df es. Dieser Wert lag rund 13 Prozentpunkte unter dem von 2017. Insgesamt hatte die Wahlbeteiligung im Bundesland zur Bundestagswahl 2017 bei 77,7 Prozent gelegen. Sachsen-Anhalts Landeswahlleiterin Christa Dieckmann rechnet bei der heutigen Bundestagswahl mit einem deutlich h\u00f6heren Briefwahlanteil als vor vier Jahren. &#8222;Ich glaube, eine Verdopplung ist zu erwarten, vielleicht noch mehr&#8220;, sagte Dieckmann der Deutschen Presse-Agentur. Vor vier Jahren hatte der Briefwahlanteil in Sachsen-Anhalt bei 17,9 Prozent gelegen. Die Wahlbeteiligung im Land wurde f\u00fcr 14.00 Uhr mit 36,7 Prozent angegeben. Zur Bundestagswahl 2017 seien es zu diesem Zeitpunkt 42,5 Prozent gewesen bei einem geringeren Briefwahlanteil. Die Landeswahlleiterin bat alle Menschen, die verbleibenden Stunden zu nutzen, um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die Wahllokale haben bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. In Sachsen-Anhalt sind knapp 1,8 Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Manuela Schwesig (SPD) geht nach eigenen Worten gut gelaunt in den Wahltag. &#8222;Ich freue mich auf diesen Wahlsonntag, bin sehr gespannt auf das B\u00fcrgervotum. Wir haben alles gegeben bis zum Schluss&#8220;, sagte die Ministerpr\u00e4sidentin nach der Stimmabgabe am Sonntag. Jetzt liege es in der Hand der B\u00fcrger, wie es mit dem Land und Deutschland weitergehe. Das am vergangenen Donnerstag ver\u00f6ffentlichte ZDF-Politbarometer f\u00fcr die Landtagswahl sah die SPD im Nordosten bei 39 Prozent. Eine Woche zuvor war mit 38 Prozent ein \u00e4hnlich hoher Wert erreicht worden. In Umfragen anderer Institute erreichte die Partei zuletzt sogar 40 Prozent. Falls Gr\u00fcne und FDP den Wiedereinzug in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern verpassen sollten, k\u00f6nnte bei einem sehr guten Abschneiden der Regierungspartei sogar eine Alleinregierung m\u00f6glich sein. Schwesig will sich jedoch noch nicht zu fr\u00fch in Sicherheit wiegen: &#8222;Umfragen sind sch\u00f6n, aber entscheidend sind Wahlergebnisse&#8220;, sagte die Ministerpr\u00e4sidentin. Auch zu m\u00f6glichen Koalitionen wollte sie sich nicht \u00e4u\u00dfern: &#8222;Heute entscheiden die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und dieses Ergebnis werden wir respektieren und werden schauen, wie man mit diesem Ergebnis eine stabile Regierung bilden kann.&#8220; In Niedersachsen zeichnet sich bei der Bundestagswahl eine h\u00f6here Wahlbeteiligung als vor vier Jahren ab. Am Sonntag gaben zwischen 8 und 12.30 Uhr 36,56 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie die Landeswahlleitung mitteilte.2017 waren es zu diesem Zeitpunkt 32,08 Prozent der Wahlberechtigten. Die Wahllokale sind noch bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Die Zahlen beziehen sich auf eine Stichprobe in landesweit 21 Wahlbezirken. Nicht einbezogen sind die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die Briefwahlunterlagen beantragt haben. In diesem Jahr waren dies etwa 29,8 Prozent der gut sechs Millionen nieders\u00e4chsischen Wahlberechtigten. Im Land Bremen besuchten am Sonntag zwischen 8 und 12 Uhr 27,2 Prozent der Wahlberechtigten die Wahllokale, dies waren kaum mehr als am Vormittag der Bundestagswahl 2017. Damals lag der Wert bei 27,1. Allerdings wurden dieses Mal nach Angaben der Bremer Landeswahlleitung deutlich mehr Briefwahlunterlagen angefordert. Rund 35,1 Prozent der knapp 460.000 Wahlberechtigten in der Stadt Bremen und in Bremerhaven hatten vor der Wahl einen Wahlschein beantragt. Bei der Bundestagswahl in Sachsen haben bis zum Mittag 25,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag damit leicht unter dem Wert vor vier Jahren. Au\u00dferdem wird damit gerechnet, dass 25,1 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht per Briefwahl Gebrauch machen, wie Landeswahlleiter Martin Richter in Kamenz mitteilte. Ihr Anteil lag 2017 am Ende bei 15,9 Prozent. Im Freistaat sind insgesamt rund 3,3 Millionen Menschen bis 18 Uhr an die Wahlurnen gerufen, f\u00fcr 126.000 ist der Gang die Bundestagswahl-Premiere. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich bei einem seiner letzten Auftritte vor der Bundestagswahl am Sonntag zur\u00fcckhaltend gegen\u00fcber einem Mitgliederentscheid seiner Partei vor der Bildung einer neuen Regierungskoalition auf Bundesebene gezeigt. &#8222;Das entscheiden wir dann, wenn es ansteht&#8220;, sagte Scholz lediglich bei einem Gespr\u00e4ch mit der Redaktion von MediaPioneer in Potsdam. Er reagierte damit auf den Vorschlag des stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden Kevin K\u00fchnert, der erkl\u00e4rt hatte, er gehe vor einer Koalitionsbildung von einem solchen Mitgliederentscheid aus. Die SPD sei eine &#8222;Mitmachpartei&#8220;, so K\u00fchnert. Scholz r\u00e4umte zwar ein, Mitgliederentscheide in seiner Partei h\u00e4tten &#8222;durchaus funktioniert&#8220; in der Vergangenheit. Nun gelte es aber erst einmal, den Wahltag abzuwarten. Die SPD-Basis hatte 2013 \u00fcber den Eintritt in die damalige gro\u00dfe Koalition abgestimmt.2019 war Scholz allerdings bei einem solchen Votum im Rennen um den Parteivorsitz Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans unterlegen. Seit drei Stunden sind vielerorts die Wahllokale ge\u00f6ffnet. Auch Profi-Fu\u00dfballer Mats Hummels hat seine Stimme schon abgegeben. Der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung sagte der 32-J\u00e4hrige, er habe in Dortmund diesmal pers\u00f6nlich gew\u00e4hlt. Welcher Partei er seine Stimme gab, verriet er nicht. Hummels sagte allerdings, die &#8222;AfD w\u00e4hlen ist ein No-Go&#8220;. Auch zur scheidenden Kanzlerin Merkel \u00e4u\u00dferte er sich. Sie habe Deutschland wunderbar vertreten. Der Fu\u00dfballer hoffe, dass der Nachfolger die Aufgabe \u00e4hnlich souver\u00e4n meistern werde. Der SPD-Gesundheitsexperte hat seine Stimme am heutigen Super-Wahlsonntag abgegeben und ein Foto auf Twitter gepostet. Darauf ist er mit seiner Tochter Rosa zu sehen. Zu dem Bild schreibt er: &#8222;Bitte geht alle heute zur Wahl. W\u00e4hlt die demokratischen Parteien im Bundestag, also alles au\u00dfer AfD. Es wird die spannendste Wahl seit Jahrzehnten. Eure Stimme kann entscheiden.&#8220; Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier hat alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aufgerufen, bei der Bundestagswahl ihre Stimme abzugeben. In einem Gastbeitrag f\u00fcr &#8222;Bild am Sonntag&#8220; schrieb das Staatsoberhaupt: &#8222;Lassen Sie uns gemeinsam abstimmen \u2013 f\u00fcr eine starke Demokratie und eine gute Zukunft. Jede Stimme z\u00e4hlt \u2013 Ihre Stimme z\u00e4hlt. Daher bitte ich Sie: Gehen Sie heute zur Wahl!&#8220; Demokratie lebe vom Einmischen und Mitmachen. &#8222;Wer mitmacht, wird geh\u00f6rt. Wer nicht w\u00e4hlt, l\u00e4sst andere f\u00fcr sich entscheiden&#8220;, erkl\u00e4rte Steinmeier. Der Wahltag sei &#8222;ein wichtiger Tag f\u00fcr Deutschland und ein Fest f\u00fcr alle seine B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger&#8220;, f\u00fcgte der Bundespr\u00e4sident hinzu. Die W\u00e4hler h\u00e4tten nun das Wort. &#8222;Sie entscheiden, welche Richtung unser Land in den n\u00e4chsten vier Jahren nehmen soll, welche Parteien uns mit welcher St\u00e4rke im Bundestag vertreten, welche Regierung unser Land f\u00fchren wird. Sie k\u00f6nnen mitbestimmen, wie es weitergeht bei den kleinen und gro\u00dfen Fragen unserer Zeit&#8220;, schrieb Steinmeier. Deutschland stehe vor einem politischen \u00dcbergang, aber die Herausforderungen blieben. &#8222;Bei der Bew\u00e4ltigung der Corona-Pandemie und ihren Folgen, bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels, bei Digitalisierung, Bildung und Pflege, bei innerer, \u00e4u\u00dferer Sicherheit und europ\u00e4ischer Zusammenarbeit&#8220;, schrieb Steinmeier. CSU-Chef Markus S\u00f6der hat am Sonntag an der Seite seiner Ehefrau Karin Baum\u00fcller-S\u00f6der seine Stimme f\u00fcr die Bundestagswahl abgegeben. Er sei angesichts des Wahlausgangs nicht nerv\u00f6s, aber etwas angespannt, sagte der bayerische Ministerpr\u00e4sident im Wahllokal im N\u00fcrnberger Stadtteil M\u00f6geldorf. &#8222;Es gibt sch\u00f6nere Tage&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. &#8222;Es gibt keinen schwierigeren Tag als den Wahltag, weil man wartet und wartet und wartet und hofft, irgendein gutes Signal zu bekommen&#8220;, betonte er. Er werde die Geburtstagsfeier von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) besuchen und dann nach Berlin fahren, beschrieb er seinen Tagesablauf. &#8222;Ich hoffe, dass Armin Laschet den Regierungsauftrag bekommt&#8220;, sagte S\u00f6der. Aber es werde sicher knapp und daher spannend. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke B\u00fcdenbender w\u00e4hlten in Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ging an seinem Wohnort Potsdam ins Wahllokal. &#8222;Damit die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mir den Auftrag geben, der n\u00e4chste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden&#8220;, betonte Scholz. Er hoffe, dass die Menschen ihre Stimme abgeben und damit m\u00f6glich machen, &#8222;was sich abgezeichnet hat, dass es ein sehr starkes Ergebnis gibt&#8220;, sagte Scholz. Der neue Bundestag, der an diesem Sonntag gew\u00e4hlt wird, kommt voraussichtlich am 26. Oktober erstmals zusammen. Das hat nach Angaben der Bundestagsverwaltung der \u00c4ltestenrat einstimmig beschlossen. In der konstituierenden Sitzung werden vor allem der Bundestagspr\u00e4sident und seine Stellvertreter gew\u00e4hlt. Im \u00c4ltestenrat sind das Pr\u00e4sidium und alle Fraktionen vertreten. Er legt die Sitzungswochen und die Tagesordnungen fest. Der 26. Oktober ist der letzte m\u00f6gliche Tag f\u00fcr diese erste Sitzung. Denn nach Artikel 39 des Grundgesetzes tritt der neu gew\u00e4hlte Bundestag sp\u00e4testens 30 Tage nach der Wahl erstmals zusammen. Die Fraktionen werden sich bereits in der neuen Woche konstituieren. \u00dcblicherweise sind anfangs auch die ausgeschiedenen Abgeordneten nochmals dabei, anschlie\u00dfend dann nur noch die neu gew\u00e4hlten. Ihre erste Aufgabe ist es, die Fraktionsf\u00fchrungen zu w\u00e4hlen. Den Auftakt will bereits an diesem Montag die FDP machen, die anderen Fraktionen folgen ab Dienstag. Russland hat einem Medienbericht zufolge einen Posten an der Botschaft in Berlin mit einem Experten f\u00fcr die Durchsetzung russischer Auslandsinteressen und Desinformation besetzt. Das berichtet die &#8222;Welt am Sonntag&#8220; unter Berufung auf eine eigene Recherche. Die russische Botschaft habe mitgeteilt, dass der Geheimdienstmitarbeiter regelgerecht akkreditiert worden sei. Auf Nachfragen, zum Beispiel zum Einsatzbereich, habe die Botschaft von &#8222;Pseudo-Informationen&#8220; sowie einem &#8222;wilden Gemisch aus Spekulationen und Fantasien&#8220; gesprochen. Vor wenigen Wochen hatte die Bundesregierung russische Beeinflussungsversuche auf die Wahl in Form von Cyberangriffen angeprangert. Dabei sei &#8222;unter anderem mit Phishing-Emails&#8220; versucht worden, an pers\u00f6nliche Anmeldedaten insbesondere von Bundestags- und Landtagsabgeordneten zu gelangen, &#8222;um dadurch Identit\u00e4tsdiebstahl begehen zu k\u00f6nnen&#8220;, sagte eine Au\u00dfenamtssprecherin. Hinter den Angriffen stehe der russische Milit\u00e4rgeheimdienst GRU. Der Gr\u00fcnen-Fraktionsvize Konstantin von Notz sagte mit Blick auf die Ma\u00dfnahmen gegen Cyberangriffe in den vergangenen Jahren, die Regierung habe einen &#8222;eklatant wichtigen Bereich der inneren Sicherheit grob vernachl\u00e4ssigt&#8220;. FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle kritisierte die Informationspolitik der Regierung: &#8222;Als Abgeordnete, die Ziel der Kampagne sind, m\u00fcssten wir besser informiert sein \u2013 vor allem so kurz vor der Bundestagswahl.&#8220; Seit Sonntagmorgen um 8 Uhr haben rund 60.000 Wahllokale in Deutschland ge\u00f6ffnet. Knapp 60,4 Millionen B\u00fcrger sind aufgerufen, bis 18 Uhr Erst- und Zweitstimme abzugeben und so \u00fcber die Zusammensetzung des neuen Bundestags zu entscheiden. Etwa 2,8 Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nehmen erstmals an einer Bundestagswahl teil. Insgesamt stellen sich 47 Parteien zur Wahl. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele Menschen wie nie zuvor ihre Stimme per Briefwahl abgeben werden. Nach Angaben der Bundeswahlleitung k\u00f6nnten es diesmal mindestens 40 Prozent sein.2017 machten bereits 28,6 Prozent der Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei 76,2 Prozent. Parallel zur Bundestagswahl wird in Mecklenburg-Vorpommern auch ein neuer Landtag gew\u00e4hlt und im Land Berlin das Abgeordnetenhaus. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2017 waren CDU und CSU mit 32,9 Prozent st\u00e4rkste Kraft geworden. Die SPD kam auf 20,5 Prozent, die AfD wurde mit 12,6 Prozent drittst\u00e4rkste Kraft. Dahinter folgten FDP (10,7 Prozent), Linke (9,2) und Gr\u00fcne mit 8,9 Prozent. FDP-Chef Christian Lindner hat eine harte Haltung in m\u00f6glichen Verhandlungen \u00fcber eine Regierungsbildung nach der Bundestagswahl angek\u00fcndigt. So wie die FDP 2017 Gespr\u00e4che \u00fcber eine Jamaika-Koalition mit der Union und den Gr\u00fcnen abgebrochen habe, weil Deutschland &#8222;auf einen gr\u00fcn-schwarzen Linksdrift mit marginaler FDP-Beteiligung&#8220; geschickt worden w\u00e4re, so w\u00fcrde man auch diesmal standhaft sein. &#8222;Wir sind auch 2021 nicht bereit, unser Land auf einen Linksdrift zu schicken&#8220;, sagte er am Samstag in D\u00fcsseldorf. Man sei nur bereit f\u00fcr &#8222;eine Regierung der Mitte&#8220;, in der es keine Steuererh\u00f6hungen und kein Aufweichen der Schuldenbremse geben werde. Lindner bezog kritisch Stellung zur SPD und zu den Gr\u00fcnen, mit denen die Liberalen nach der Wahl am Sonntag m\u00f6glicherweise eine Ampel-Koalition bilden k\u00f6nnten. Diesen beiden Parteien unterstellte er bei dem FDP-Wahlkampfauftritt, sie seien &#8222;sperrangelweit offen&#8220; f\u00fcr eine Koalition mit der Linken. Im Zusammenhang mit dem Wahlkampf haben die Sicherheitsbeh\u00f6rden einem Medienbericht zufolge bislang mehr als 4.200 Straftaten registriert. Die &#8222;Welt am Sonntag&#8220; beruft sich dabei auf eine Umfrage unter den Bundesl\u00e4ndern, wobei einzig Hessen keine konkreten Zahlen genannt habe. Demnach handele es sich vor allem um Sachbesch\u00e4digungen, insbesondere an Wahlplakaten. Aber auch Gewaltdelikte, Propagandadelikte und Beleidigungen seien verzeichnet worden. Der Zeitung zufolge sind nicht nur Straftaten im Vorfeld der Bundestagswahl enthalten, sondern auch F\u00e4lle im Zusammenhang mit anderen Wahlk\u00e4mpfen wie in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Dort werden an diesem Sonntag parallel zum Bundestag die Landesparlamente neu gew\u00e4hlt. Die Zahl decke sich mit Angaben des Bundeskriminalamtes in einem internen Lagebild, aus dem die &#8222;Welt am Sonntag&#8220; zitiert. Demnach hatte das BKA zwei Wochen vor der Bundestagswahl 4.035 Straftaten registriert, darunter 42 Gewaltdelikte. Zwei Drittel der Taten h\u00e4tten die Beh\u00f6rden keinem politischen Spektrum zuordnen k\u00f6nnen, der Rest verteile sich auf das linksextreme und das rechtsextreme Spektrum. Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg hat die Menschen aufgefordert, sich auch nach der Bundestagswahl f\u00fcr das Klima einzusetzen. &#8222;Diese Wahl wird die Klimakrise nicht l\u00f6sen, egal wie das Ergebnis ausfallen wird&#8220;, sagte die 18-j\u00e4hrige Initiatorin der weltweiten Bewegung Fridays for Future bei ihrem Besuch in L\u00fctzerath in Nordrhein-Westfalen am Samstag. &#8222;Die wird viel l\u00e4nger anhalten. Wir werden auch weiterhin mobilisieren m\u00fcssen und auf die Stra\u00dfe gehen m\u00fcssen.&#8220; L\u00fctzerath liegt direkt am Tagebau Garzweiler und soll f\u00fcr den Kohleabbau weichen. Gemeinsam mit der Umweltaktivistin Luisa Neubauer traf Thunberg am Samstag dort auf den Landwirt Eckardt Heukamp, der gegen seine Enteignung klagt. Vor dem Hof des Landwirts rammten sie ein Schild in den Boden mit der Aufschrift &#8222;Defend L\u00fctzerath, defend 1,5&#8220; (&#8222;Verteidigt L\u00fctzerath, verteidigt 1,5&#8220;). Fridays for Future verlangt Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Begrenzung der Klimaerw\u00e4rmung auf 1,5 Grad. Die Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will sich bislang nicht den Kopf \u00fcber eine m\u00f6gliche Koalition nach der Bundestagswahl zerbrechen. &#8222;Ich mache bis zur letzten Minute Wahlkampf&#8220;, sagte sie am Samstag in Potsdam bei einem Treffen mit B\u00fcrgern. Eine echte Erneuerung gebe es nur mit starken Gr\u00fcnen. Sie beteilige sich nicht an den Gedankenspielen anderer. Sie wolle den letzten Tag vor der Stimmabgabe mit den Potsdamern ins Gespr\u00e4ch kommen. FDP-Chef Christian Lindner hatte sich am Freitag erneut f\u00fcr ein Regierungsb\u00fcndnis mit Union und Gr\u00fcnen ausgesprochen. Im Wahlkreis 61 tritt Baerbock als Direktkandidatin der Gr\u00fcnen an. In der sehr belebten Fu\u00dfg\u00e4ngerzone warb die 40-J\u00e4hrige um Stimmen. Von Passanten bekam sie viel Zustimmung zur Klimapolitik der Gr\u00fcnen. Vor allem Touristen nutzten die Gelegenheit und baten um ein Selfie. Am Sonntag wird ein neuer Bundestag gew\u00e4hlt. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich bei einem seiner letzten Auftritte vor der Bundestagswahl am Sonntag zur\u00fcckhaltend gegen\u00fcber einem Mitgliederentscheid seiner Partei vor der Bildung einer neuen Regierungskoalition auf Bundesebene gezeigt. &#8222;Das entscheiden wir dann, wenn es ansteht&#8220;, sagte Scholz lediglich bei einem Gespr\u00e4ch mit der Redaktion von MediaPioneer in Potsdam. Er reagierte damit auf den Vorschlag des stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden Kevin K\u00fchnert, der erkl\u00e4rt hatte, er gehe vor einer Koalitionsbildung von einem solchen Mitgliederentscheid aus. Die SPD sei eine &#8222;Mitmachpartei&#8220;, so K\u00fchnert. Scholz r\u00e4umte zwar ein, Mitgliederentscheide in seiner Partei h\u00e4tten &#8222;durchaus funktioniert&#8220; in der Vergangenheit. Nun gelte es aber erst einmal, den Wahltag abzuwarten. Die SPD-Basis hatte 2013 \u00fcber den Eintritt in die damalige gro\u00dfe Koalition abgestimmt.2019 war Scholz allerdings bei einem solchen Votum im Rennen um den Parteivorsitz Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans unterlegen. Der n\u00e4chste Bundestag, der an diesem Sonntag gew\u00e4hlt wird, k\u00f6nnte nach Berechnungen des Wahlforschers Robert Vehrkamp mehr als 900 Abgeordnete gro\u00df werden. Auf der Basis des letzten ZDF-&#8222;Politbarometers&#8220; vor der Wahl vom Donnerstag berechnete der Fachmann von der Bertelsmann Stiftung eine Bandbreite von 672 bis 912 Mandaten. In einem mittleren Szenario kommt er auf 810 Abgeordnete. Derzeit z\u00e4hlt der Bundestag 709 Abgeordnete und ist damit schon so gro\u00df wie nie zuvor. Die Forschungsgruppe Wahlen ermittelte f\u00fcr das &#8222;Politbarometer&#8220; zuletzt folgende Umfragewerte: SPD 25 Prozent, CDU\/CSU 23, Gr\u00fcne 16,5, FDP 11, AfD 10 und Linke 6 Prozent. Die drei Szenarien unterschieden sich ausschlie\u00dflich durch unterschiedliche Annahmen zum Splitting von Erst- und Zweitstimmen, sagte Vehrkamp der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dieses Splitting-Verhalten lasse sich nur sehr schwer prognostizieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum gemeinsamen Wahlkampfabschluss von CDU und CSU in M\u00fcnchen f\u00fcr die Unionsparteien geworben, weil diese f\u00fcr &#8222;Ma\u00df und Mitte&#8220; st\u00fcnden. Die Union baue Br\u00fccken, &#8222;wenn neue Probleme kommen. Deshalb sind CDU und CSU die Parteien, die n\u00e4chste Regierung f\u00fchren m\u00fcssen&#8220;, sagte sie bei ihrem Auftritt am Freitag. Merkel bem\u00e4ngelte, dass im zu Ende gehenden Wahlkampf wenig \u00fcber Wirtschaft geredet worden sei. Es gehe um Marktwirtschaft und Soziales, es m\u00fcsse erwirtschaftet und dann gerecht verteilt werden. &#8222;Es ist eben nicht egal, wer in Deutschland regiert&#8220;, sagte die Kanzlerin. Beim Wahlkampfschluss sprach nach Merkel auch CSU-Chef Markus S\u00f6der. Zudem wurde eine Rede von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) erwartet. Zwei Tage vor der Bundestagswahl hat Gr\u00fcnen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock trotz magerer Umfragewerte den Anspruch ihrer Partei bekr\u00e4ftigt, die k\u00fcnftige Regierung anzuf\u00fchren. Bei einer zentralen Kundgebung zum Abschluss des Wahlkampfs sagte Baerbock am Freitag in D\u00fcsseldorf, in Deutschland setzten l\u00e4ngst viele Unternehmen auf ein klimaneutrales Wirtschaften. Nun brauche es eine &#8222;gr\u00fcn-gef\u00fchrte Bundesregierung, die daf\u00fcr den Rahmen setzt&#8220;, rief die Gr\u00fcnen-Vorsitzende vor ihren Anh\u00e4ngern. Bei der Bundestagswahl gehe es um die Frage, ob es weiter ein &#8222;Wegducken&#8220; mit der GroKo oder einen &#8222;neuen Aufbruch&#8220; gebe. Den bisherigen Regierungsparteien hielt sie vor, sich zwar zum Klimaschutz zu bekennen, dem aber keine Taten folgen zu lassen. &#8222;Klimakanzler auf Plakate zu schreiben, reicht nicht aus&#8220;, betonte die Kanzlerkandidatin der Gr\u00fcnen. &#8222;Wir k\u00f6nnen uns keine halben Sachen mehr leisten.&#8220; Wer FDP w\u00e4hlt, riskiert eine Ampel&#8220;, sagt CSU-Chef Markus S\u00f6der auf dem Wahlkampf-Abschluss der Union. Man sp\u00fcre schon die &#8222;unmoralischsten Vibrationen&#8220; zwischen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und FDP-Chef Christian Lindner, f\u00fcgt er hinzu. &#8222;\u00c4mter sind eine Verf\u00fchrung&#8220;, sagt S\u00f6der in Anspielung auf die Ambitionen Lindners auf das Finanzministerium. FDP-Chef Christian Lindner spricht sich f\u00fcr ein Jamaika-B\u00fcndnis mit Union und Gr\u00fcnen nach der Bundestagswahl am Sonntag aus. Dies sei leichter zu erreichen als eine Ampel-Koalition aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP, sagte er am Freitag im ZDF. &#8222;Deshalb setze ich eher auf Jamaika, wenn es geht.&#8220; Ziel der FDP sei es, den R\u00fcckstand zu den Gr\u00fcnen m\u00f6glichst noch zu reduzieren. Die Koalitionsbildung nach der Wahl werde dieses Mal besonders spannend, weil keine Partei \u00fcber 30 Prozent kommen werde. &#8222;Es ist kein Wunschkonzert.&#8220; Die FDP werde aber wohl Teile ihres Programms umsetzen k\u00f6nnen. &#8222;Wir wollen nat\u00fcrlich gestalten&#8220;, sagte Lindner. Es gelte aber einen Linksruck, Steuererh\u00f6hungen und ein Aufweichen der Schuldenbremse zu vermeiden. &#8222;Linke Rezepte sind da nicht ratsam.&#8220; Es m\u00fcsse besser auf das Geld geachtet werden, sagte Lindner, der als n\u00e4chster Bundesfinanzminister gehandelt wird. Der Staat k\u00f6nne beispielsweise die milliardenschweren Subventionen f\u00fcr Elektroautos streichen. Diese seien auch so attraktiv. &#8222;Das Geld k\u00f6nnen wir im Staatshaushalt f\u00fcr Besseres einsetzen, etwa f\u00fcr die Modernisierung der Bildung.&#8220; Von dem Hackerangriff auf einen Server des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden geht nach Angaben des Bundesinnenministeriums keine Gefahr f\u00fcr die Bundestagswahl aus. Ein Sprecher best\u00e4tigte am Freitag, dass es einen Angriff auf einen einzelnen Server gegeben habe, der aber technisch und r\u00e4umlich von anderen Servern getrennt sei. &#8222;Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis des Bundesamtes f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dass hier eine Manipulation oder ein Datenabfluss von dem Server stattgefunden hat.&#8220; Der interne Wahlserver des im Statistischen Bundesamt sitzenden Bundeswahlleiters sei von dem Angriff nicht betroffen, weshalb &#8222;keine Gefahr f\u00fcr die Bundestagswahl durch den Hackangriff ausgeht&#8220;. Bundeswahlleiter Georg Thiel hatte Ende Juli gesagt, er sehe sein Haus gut aufgestellt sieht gegen Cyberangriffe auf die Bundestagswahl am 26. September. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die letzten Klimaaktivisten im Berliner Hungerstreik aufgerufen, die Aktion abzubrechen. Im Schlussspurt des Bundestagswahlkampfs wiederholte Scholz am Freitag in M\u00fcnster das Angebot an die jungen Leute, nach der Wahl mit ihnen ein Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren. Auf die neue Forderung zweier Aktivisten, Scholz solle den Klimanotstand ausrufen, ging der Kanzlerkandidat nicht ein. Eine Gruppe junger Erwachsener hatte am 30. August in Berlin einen Hungerstreik f\u00fcr eine radikale Klimawende begonnen. Damit wollten sie unter anderem ein \u00f6ffentliches Gespr\u00e4ch mit den Kanzlerkandidaten Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU\/CSU) und Annalena Baerbock (Gr\u00fcne) am Donnerstagabend erreichen. Da die Politiker nicht zusagten, brachen die meisten Aktivisten ihren Hungerstreik diese Woche ab. Eine junge Frau und ein junger Mann fasten weiter und drohen damit, ab Samstagmorgen auch die Aufnahme von Fl\u00fcssigkeit zu verweigern \u2013 es sei denn, Scholz rufe vorher \u00f6ffentlich den Klimanotstand aus. Nach dieser Ank\u00fcndigung war am Donnerstagabend Gr\u00fcnen-Chef Robert Habeck ins Camp der Klimaaktivisten in der N\u00e4he des Reichstags in Berlin gekommen und hatte die beiden dringend gebeten, den Hungerstreik abzubrechen und nicht noch zu versch\u00e4rfen. Nach Angaben einer Gr\u00fcnen-Sprecherin kam sp\u00e4ter auch noch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ins Camp und sprach mit den jungen Leuten, die den Hungerstreik beendet hatten. Eine Sprecherin der Aktivisten best\u00e4tigte dies. Wenige Tage vor der Bundestagswahl soll es einem Medienbericht zufolge zu einem Hacker-Angriff auf das Statistische Bundesamt gekommen sein, dessen Chef zugleich der Bundeswahlleiter ist. Konkret sei am Mittwoch offenbar auf einem Programm eine Software installiert worden, berichtete &#8222;Business Insider&#8220; am Donnerstag. Diese erm\u00f6gliche einen externen Zugriff auf Server und Dateisysteme. Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik stufe das Ereignis als Cyberangriff im Zusammenhang mit der Bundestagswahl ein, hie\u00df es. Ein Sprecher des Bundeswahlleiters teilte dazu der Deutschen Presse-Agentur am Abend mit, die schnelle Identifizierung des Schadens zeige, dass die Sicherheitssysteme funktionierten. &#8222;Die internen Wahlserver f\u00fcr die Ermittlung des Wahlergebnisses und das Internetangebot des Bundeswahlleiters werden jedoch in separaten Netzen betrieben, es besteht demnach keine Gefahrenlage in Bezug zur Bundestagswahl&#8220;, betonte er. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik laufe eine normale Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung, um jeglichen Schaden ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr einen \u00dcberraschungsbesuch ist die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach Greifswald gekommen. &#8222;Ich wollte nochmal Arrivederci sagen&#8220;, sagte sie auf dem Wochenmarkt zu einer Blumenverk\u00e4uferin. Zuvor war die Regierungschefin zusammen mit ihrem Nachfolger als CDU-Direktkandidat f\u00fcr den Bundestag, Georg G\u00fcnther, und dem CDU-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack, durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone gegangen und hatte Gesch\u00e4fte besucht. Sie wurde umringt von \u00fcberraschten Passanten und verharrte immer wieder f\u00fcr Selfies. Dabei war auch der CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow. Merkel nutzte die Gelegenheit, die Menschen auf ihren Nachfolger G\u00fcnther hinzuweisen. Sie kandidiert bei den Wahlen am Sonntag nicht mehr f\u00fcr den Bundestag. Seit 1990 hatte sie stets das Direktmandat in ihrem Wahlkreis im Nordosten gewonnen. Parallel zur Bundestagswahl w\u00e4hlt Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag einen neuen Landtag. Nach letzten Umfragen liegt die CDU in Mecklenburg-Vorpommern deutlich hinter der SPD und auch hinter der AfD auf dem dritten Platz. Bundesweit rangiert die Union derzeit laut Umfragen auf Platz zwei hinter der SPD. Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat der Stahlindustrie f\u00fcr den Fall einer von ihm angef\u00fchrten Bundesregierung R\u00fcckendeckung f\u00fcr den Umbau zu einer klimafreundlichen Produktion zugesagt. &#8222;Alles, was Deutschlands industrielle und wirtschaftliche Zukunft ausmacht, bedeutet, dass wir sehr viel mehr Strom einsetzen k\u00f6nnen als wir das heute tun&#8220;, sagte Scholz am Donnerstag bei einem Besuch von Thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg. Nur so k\u00f6nnten die Pl\u00e4ne der Unternehmen auch umgesetzt werden. Die Stahlkonzerne w\u00fcrden nur in den Umbau investieren, wenn daf\u00fcr auch gen\u00fcgend Strom zur Verf\u00fcgung stehe. Die Dimensionen seien gigantisch, sagte Scholz bei seiner Wahlkampftour im Ruhrgebiet. Allein f\u00fcr die Chemieindustrie werde f\u00fcr 2045 ein Verbrauch erwartet, der dem heutigen gesamten Bedarf Deutschlands entspreche. Auch die Stahlindustrie habe einen enormen Mehrbedarf. &#8222;Deswegen gibt es von mir die klare Zusage: Ich will im ersten Jahr der kommenden Regierung alle Entscheidungen treffen f\u00fcr den Ausbau der Stromerzeugungskapazit\u00e4ten in Deutschland.&#8220; Dabei gehe es um Windkraft auf hoher See sowie an Land, um Solarenergie und Stromnetze. &#8222;Und ich will das die Genehmigungsverfahren so abgek\u00fcrzt werden, dass das auch etwas werden kann.&#8220; Die Stahlindustrie geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Produzenten klimasch\u00e4dlichen Kohlendioxids. Die Branche mit Gr\u00f6\u00dfen wie Thyssenkrupp, Salzgitter und Arcelormittal steht mit der Transformation zu einer klimaneutralen Produktion vor dem gr\u00f6\u00dften Umbau ihrer Geschichte. Allein Thyssenkrupp sch\u00e4tzt seine Kosten bis 2050 auf zehn Milliarden Euro. Die FDP verzeichnet einem Bericht der &#8222;Rheinischen Post&#8220; zufolge kurz vor der Bundestagswahl einen Mitgliederrekord. Wie die Zeitung unter Berufung auf Parteikreise berichtet, knackten die Liberalen diese Woche die Marke von 75.000 Mitgliedern. Zum Vergleich: Wie die &#8222;Tagesschau&#8220; berichtet, verzeichnet die Linke etwa 60.000 Mitglieder. CDU und SPD kommen auf je knapp 400.000 Mitglieder. Die Gr\u00fcnen verzeichnen knapp 110.000 Mitglieder. 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