<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2009602,"date":"2021-10-13T22:30:00","date_gmt":"2021-10-13T20:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2009602"},"modified":"2021-10-13T23:11:12","modified_gmt":"2021-10-13T21:11:12","slug":"politiker-wurdigen-einsatz-der-bundeswehr-in-afghanistan","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/10\/politiker-wurdigen-einsatz-der-bundeswehr-in-afghanistan\/","title":{"rendered":"Politiker w\u00fcrdigen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>In Berlin wurden Soldatinnen und Soldaten f\u00fcr ihren Dienst in Afghanistan geehrt. Erst die n\u00e4chste Bundesregierung wird eine Bilanz des Einsatzes ziehen.<\/b><br \/>\nBundestag und Bundesregierung haben den etwa 90.000 in Afghanistan eingesetzten M\u00e4nnern und Frauen der Bundeswehr f\u00fcr ihren schwierigen Einsatz gedankt. Auf einen Abschlussappell vor dem Verteidigungsministerium folgte vor dem Reichstagsgeb\u00e4ude ein Gro\u00dfer Zapfenstreich als h\u00f6chstes milit\u00e4risches Zeremoniell der deutschen Streitkr\u00e4fte. Anwesend waren am Mittwoch Vertreter der f\u00fcnf Verfassungsorgane, darunter Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Bei dem Gedenkakt vor dem Verteidigungsministerium wurde auch der 59 Soldaten gedacht, die in den vergangenen 20 Jahren in Afghanistan ihr Leben lie\u00dfen, davon 35 bei Gefechten oder Anschl\u00e4gen. \u201eSie haben den h\u00f6chsten Preis gezahlt, den ein Soldat im Auftrag seines Landes zahlen kann. Wir stehen tief in ihrer Schuld\u201c, sagte dort Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier, der wie auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu den angetretenen Soldaten und G\u00e4sten sprach. Nach der Macht\u00fcbernahme der militant-islamischen Taliban im August wurden dabei eigene Entscheidungen kritisch hinterfragt. \u201eZwanzig Jahre nach dem 11. September und zwei Monate nach dem Fall von Kabul stellen viele Menschen, die in Afghanistan gedient und gelitten haben, Fragen. Fragen nach dem Sinn dieses Einsatzes. Es sind schwierige Fragen, bittere Fragen\u201c, sagte Steinmeier. \u201eSie richten sich an das Parlament und an die Regierungen, die Bundeswehr nach Afghanistan geschickt haben.\u201c Eine Frage sei, warum es trotz aller Anstrengungen und Ressourcen nicht gelungen sei, in Afghanistan eine stabile, selbsttragende politische und gesellschaftliche Ordnung aufzubauen. Kein Einsatz habe die Bundeswehr so gepr\u00e4gt wie Afghanistan, sagte Kramp-Karrenbauer. \u201eKeiner zuvor war so lange, so intensiv, so gef\u00e4hrlich.\u201c Die Bundeswehr habe ihren vom Parlament erteilten Auftrag erf\u00fcllt. F\u00fcr eine ehrliche Bilanz sei aber auch festzustellen: \u201eDeutschlands Anspruch in Afghanistan war gr\u00f6\u00dfer als das, was die Bundeswehr h\u00e4tte leisten k\u00f6nnen.\u201c Kramp-Karrenbauer sagte zu den Leistungen der Bundeswehr: \u201eVon Afghanistan ging 20 Jahre lang keine terroristische Bedrohung f\u00fcr das B\u00fcndnis aus. Sie alle haben quasi aus dem Nichts die afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte aufgebaut. Eine Generation M\u00e4nner und Frauen konnte freier und sicherer aufwachsen. Doch es gibt auch einiges, was die Bundeswehr als Armee nicht kann: Der Aufbau einer Zivilgesellschaft, das Errichten einer Demokratie oder der Aufbau einer Wirtschaft sind nicht der Auftrag von bewaffneten Streitkr\u00e4ften.\u201c Mit Blick auf den Sieg der militant-islamistischen Taliban sagte sie, die afghanischen Sicherheitskr\u00e4fte seien zwar gut ausgebildet worden. \u201eAber: Eine Armee muss wissen, wof\u00fcr sie k\u00e4mpft, sie braucht R\u00fcckhalt und Zusammenhalt. Beides, und das ist eine bittere Lektion, kann man von au\u00dfen kaum ausbilden.\u201c Steinmeier warnte vor falschen Schl\u00fcssen aus der Macht\u00fcbernahme der Taliban. \u201eF\u00fcr mich steht fest: Der Fall von Kabul war eine Z\u00e4sur. Wir stehen an einer Wegscheide, die uns dazu zwingt, \u00fcber unsere Verantwortung in der Welt, unsere M\u00f6glichkeiten und deren Grenzen neu und selbstkritisch nachzudenken\u201c, sagte Steinmeier. \u201eIch hoffe, dass wir in 20 Jahren nicht auf diese Wegscheide zur\u00fcckblicken und sagen: Resignation und R\u00fcckzug war die Antwort auf Afghanistan. Es w\u00e4re die falsche Lehre!\u201c Er sei \u00fcberzeugt: \u201eDeutsche Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik nach Afghanistan muss ehrlicher, kl\u00fcger und st\u00e4rker werden.\u201c Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dankte den in Afghanistan eingesetzten Polizistinnen und Polizisten. Bei einem Treffen mit 19 Beamten des letzten Kontingents sagte er in Berlin: \u201eIhrem Einsatz haben wir zu verdanken, dass Deutschland international ein hohes Ma\u00df an Wertsch\u00e4tzung, Achtung und Respekt genie\u00dft.\u201c Insgesamt waren 1500 deutsche Polizisten im Einsatz Insgesamt waren \u00fcber die Jahre 1500 deutsche Polizistinnen und Polizisten in Afghanistan im Einsatz. Sie hatten den Aufbau der afghanischen Polizei unterst\u00fctzt, den Schutz deutscher Diplomaten gew\u00e4hrleistet und bei der praktischen Abwicklung von Abschiebungen von Deutschland nach Afghanistan geholfen. Die Bundesregierung hat angek\u00fcndigt, den Afghanistaneinsatz zu analysieren, \u201eum Schlussfolgerungen f\u00fcr das weitere internationale Engagement\u201c zu ziehen. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, Andr\u00e9 W\u00fcstner, forderte, f\u00fcr die Auslandseins\u00e4tze k\u00fcnftig konkrete und erreichbare Ziele zu benennen. \u201eDiese Ziele m\u00fcssen realistisch sein. In den letzten Jahren haben wir festgestellt, dass Politik oft eine Machbarkeitsillusion formuliert hat, und Soldatinnen und Soldaten, aber auch Entwicklungshelfer haben sich gefragt: Wie soll das hier m\u00f6glich sein?\u201c, sagte der Oberstleutnant dem TV-Sender Phoenix.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Berlin wurden Soldatinnen und Soldaten f\u00fcr ihren Dienst in Afghanistan geehrt. Erst die n\u00e4chste Bundesregierung wird eine Bilanz des Einsatzes ziehen. Bundestag und Bundesregierung haben den etwa 90.000 in Afghanistan eingesetzten M\u00e4nnern und Frauen der Bundeswehr f\u00fcr ihren schwierigen Einsatz gedankt. 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