<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2015938,"date":"2021-10-22T04:15:00","date_gmt":"2021-10-22T02:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2015938"},"modified":"2021-10-22T05:06:24","modified_gmt":"2021-10-22T03:06:24","slug":"gabby-petito-und-brian-laundrie-menschliche-uberreste-gefunden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/10\/gabby-petito-und-brian-laundrie-menschliche-uberreste-gefunden\/","title":{"rendered":"Gabby Petito und Brian Laundrie: Menschliche \u00dcberreste gefunden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Fall\u00a0Gabby Petito\u00a0treibt die USA weiter um. Nun haben die Ermittler best\u00e4tigt, dass es sich bei gefundenen menschlichen \u00dcberresten um die Leiche ihres gesuchten Freundes handelt.<\/b><br \/>\nDer Fall Gabby Petito treibt die USA weiter um. Nun haben die Ermittler best\u00e4tigt, dass es sich bei gefundenen menschlichen \u00dcberresten um die Leiche ihres gesuchten Freundes handelt. Gabby Petito und ihr 23-j\u00e4hriger Freund waren im Sommer zu einer Reise durch die USA aufgebrochen. Die Suche nach dem Freund der get\u00f6teten 22-J\u00e4hrigen Gabby Petito ist abgeschlossen: Im amerikanischen Gliedstaat Florida gefundene Leichenteile wurden als seine menschlichen \u00dcberreste identifiziert. Dies sei mit Hilfe einer zahnmedizinischen Untersuchung festgestellt worden, erkl\u00e4rte die Bundespolizei FBI am Donnerstag in Denver. Der 23-J\u00e4hrige galt im Fall Petito nicht explizit als Verd\u00e4chtiger, die Polizei stufte ihn aber als f\u00fcr die Ermittlungen relevante Person ein. Sein Tod d\u00fcrfte die Aufkl\u00e4rung der T\u00f6tung Petitos, die erw\u00fcrgt worden war, nun noch weiter erschweren. Die \u00dcberreste des jungen Mannes waren am Mittwoch nach langer Suche im Naturschutzgebiet Carlton in einem Gebiet gefunden worden, das bis vor kurzem noch unter Wasser gestanden hatte. Ermittler fanden dort auch einen Laptop und einen Rucksack, die dem 23-J\u00e4hrigen geh\u00f6rten. Gabby Petito war im Sommer nicht von einer gemeinsamen Reise durch die USA mit ihrem Freund zur\u00fcckgekommen. Der Fall findet sowohl in den USA als auch international Beachtung &#8211; nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken teilte. Petitos Leiche war nach intensiver Suche schliesslich im September im Bundesstaat Wyoming gefunden worden. Dorthin war das Paar im Zuge seines USA-Roadtrips gereist. Nach Angaben des Gerichtsmediziners wurde die junge Frau erw\u00fcrgt. Ihre Leiche lag demnach in der N\u00e4he des Nationalparks Grand Teton drei bis vier Wochen im Freien, bevor sie gefunden wurde. Der Freund von Petito war im September allein von der Reise mit der 22-J\u00e4hrigen zur\u00fcckgekehrt. Kurze Zeit sp\u00e4ter meldeten ihn seine Eltern als vermisst. Seitdem suchte die Polizei nach dem Mann. Die Beh\u00f6rden erliessen Haftbefehl gegen ihn wegen Bankbetrugs. Er habe unbefugt mit einer Bankkarte rund 1000 Dollar abgehoben, hiess es in einem Gerichtsdokument. Es blieb unklar, wem die Karte geh\u00f6rte. Petito und ihr Freund hatten w\u00e4hrend ihrer Reise Bilder und Videos aus ihrem umgebauten Lieferwagen ver\u00f6ffentlicht. Darauf sahen die beiden stets gl\u00fccklich aus. Einen ganz anderen Eindruck als diese Bilder hinterliess jedoch die Aufnahme einer K\u00f6rperkamera eines Polizisten. Die Polizei war Mitte August zu einem m\u00f6glichen Fall von h\u00e4uslicher Gewalt zu dem Fahrzeug des Paars gerufen worden. Medien berichteten, dass ein Anrufer der Polizei gemeldet habe, dass ein Mann eine Frau geschlagen habe. Auf dem Video selbst ist eine aufgel\u00f6ste und weinende Petito zu sehen. Sie gibt darin an, ihren Freund geohrfeigt zu haben. Kritik an \u00abMissing White Woman Syndrom\u00bb Der T\u00f6tungsfall um Petito erregt seit Wochen grosse internationale Aufmerksamkeit. In den sozialen Netzwerken versuchen etliche Personen mit Hinweisen zur Aufkl\u00e4rung des Falls beizutragen. Die Medien berichten minuzi\u00f6s \u00fcber jede kleinste Spur in dem Fall. Nicht \u00fcberall kommt das gut an. So wurde in den letzten Wochen insbesondere in amerikanischen Medien Kritik an Umfang und Intensit\u00e4t der Berichterstattung zum Fall laut. F\u00fcr viele ist die Berichterstattung ein klassisches Beispiel f\u00fcr das \u00abMissing White Woman Syndrom\u00bb (deutsch: \u00abVermisste-weisse-Frau-Syndrom\u00bb). Damit ist gemeint, dass Medien \u00fcberproportional h\u00e4ufig \u00fcber vermisste weisse junge Frauen berichten, w\u00e4hrend andere Vermisstenf\u00e4lle, insbesondere von ethnischen Minderheiten, weniger Beachtung f\u00e4nden. So galten in den USA laut Beh\u00f6rdenangaben Ende des letzten Jahres rund 90 000 Vermisstmeldungen als aktiv. Kaum einer dieser F\u00e4lle erhielt ann\u00e4hernd so viel Aufmerksamkeit. Bereits sechs Leichen bei Ermittlungen gefunden Die \u00f6ffentliche Kritik sorgt nun aber daf\u00fcr, dass auch andere Vermisstenf\u00e4lle wieder in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit geraten. Dazu trugen auch die Ermittlungen im Fall Petito selbst bei. So wurden auf der Suche nach Petitos Freund bereits sechs Leichen in Gebieten gefunden, die man wegen des 23-J\u00e4hrigen oder seiner Freundin durchk\u00e4mmt hatte. Wie der \u00abIndependent\u00bb berichtet, wurde etwa die Leiche eines 33-j\u00e4hrigen Mannes in Yadkin Valley Overlook in North Carolina gefunden. Die Ermittler waren dort Ger\u00fcchten nachgegangen, wonach sich Petitos Freund dort versteckt halten solle. Der Tote konnte sp\u00e4ter als Josue Calderon identifiziert werden, der seit l\u00e4ngerem vermisst wurde. Laut Polizeiangaben wurde er erstochen. Die Ermittler gehen aber nicht davon aus, dass ein Zusammenhang zum Fall Petito besteht. Auch die Leiche der seit Juli vermissten Sara Bayard konnte Anfang Oktober im Zuge der Ermittlungen abseits eines Highways in El Paso County in Colorado gefunden werden. Woran die 55-J\u00e4hrige starb, ist nicht bekannt. Petito und Laundrie waren vor ihrem Verschwinden durch das Gebiet gereist. Einen Zusammenhang schliesst die Polizei aber auch hier aus. Zudem wurden auch in Alabama und Wyoming die Leichen eines Obdachlosen und eines vermissten texanischen Vaters gefunden, als die Polizei nach Hinweisen auf Laundrie und Petito die Gegend absuchte. Auch der Fall um die seit Juni vermisste K\u00f6chin Lauren El Cho geriet wieder in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit, nachdem ihr Verschwinden mit jenem von Petito verglichen worden war. Die 30-j\u00e4hrige Amerikanerin koreanischer Abstammung war von einer Wanderung im kalifornischen Yucca Valley nicht mehr zur\u00fcckgekehrt. Inzwischen haben die Beh\u00f6rden eine Leiche in der W\u00fcste gefunden. Ob es sich dabei um Cho handelt, ist aber noch unklar. Dass Medien Vermisstenf\u00e4llen von ethnischen Minderheiten wie Cho oft weniger Aufmerksamkeit schenken, ist auch statistisch belegt. So zeigen mehrere Studien, dass h\u00e4ufiger und intensiver \u00fcber verschwundene weisse Kinder berichtet wird als \u00fcber Kinder anderer Hautfarben. Laut einer akademischen Studie aus dem Jahr 2010 handeln etwa nur 20 Prozent der Berichte \u00fcber vermisste Kinder von schwarzen Kindern. Dies, obwohl nur etwa die H\u00e4lfte dieser Vermisstenf\u00e4lle weisse Kinder betraf. Im Gliedstaat Wyoming machte eine Untersuchung des Urban Indian Health Institute im vergangenen Jahr darauf aufmerksam, dass die Berichterstattung \u00fcber Vermisstenf\u00e4lle von indigenen Amerikanern \u00e4usserst sp\u00e4rlich und voller negativer Klischees sei \u2013 trotz 710 vermissten Indigenen zwischen 2011 und 2020 allein in dem Gliedstaat. Im Fall Petito hingegen z\u00e4hlte die Zeitung \u00abWashington Post\u00bb innerhalb von sieben Tagen 398 Nennungen ihres Namens beim Sender Fox News und 346 bei CNN. 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