<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2016472,"date":"2021-10-22T22:55:00","date_gmt":"2021-10-22T20:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2016472"},"modified":"2021-10-22T23:08:21","modified_gmt":"2021-10-22T21:08:21","slug":"merkel-kann-mit-scholz-als-kanzler-ruhig-schlafen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/10\/merkel-kann-mit-scholz-als-kanzler-ruhig-schlafen\/","title":{"rendered":"Merkel: Kann mit Scholz als Kanzler &quot;ruhig schlafen&quot;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>In ihrem ersten Interview nach der Bundestagswahl zeigt sich Noch-Kanzlerin Merkel gelassen. &#8222;Ich wei\u00df, was wir geschafft haben&#8220;, sagt sie mit Blick auf ihre Amtszeit. Zugleich res\u00fcmiert sie das historisch schlechte Wahlergebnis der Union, ihre Klimapolitik sowie die Corona-Krise &#8211; und gesteht eigene Fehler ein.<\/b><br \/>\nIn ihrem ersten Interview nach der Bundestagswahl zeigt sich Noch-Kanzlerin Merkel gelassen. &#8222;Ich wei\u00df, was wir geschafft haben&#8220;, sagt sie mit Blick auf ihre Amtszeit. Zugleich res\u00fcmiert sie das historisch schlechte Wahlergebnis der Union, ihre Klimapolitik sowie die Corona-Krise &#8211; und gesteht eigene Fehler ein. Nach 16 Jahren als Bundeskanzlerin sieht Angela Merkel dem Machtwechsel im Kanzleramt entspannt und selbstbewusst entgegen. Sie sagte der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220; in ihrem ersten Interview nach der Bundestagswahl: &#8222;Ich wei\u00df, was wir geschafft haben in den Regierungen, die ich gef\u00fchrt habe.&#8220; Merkel ist seit 2005 Kanzlerin. Auf die Frage, ob sie \u00fcberhaupt ruhig schlafen k\u00f6nne bei der Vorstellung, dass k\u00fcnftig wieder ein Sozialdemokrat dieses Land regiere, sagte Merkel: &#8222;Ja&#8220;. Weiter sagte die Kanzlerin: &#8222;Es wird politische Unterschiede geben, das ist ja ganz selbstverst\u00e4ndlich. Aber ich kann ruhig schlafen.&#8220; SPD, Gr\u00fcne und FDP streben an, in der Woche vom 6. bis zum 10. Dezember eine gemeinsame Bundesregierung zu bilden &#8211; mit einem Kanzler Olaf Scholz an der Spitze. Scholz ist bisher Vizekanzler und Finanzminister. &#8222;Ich hatte bei Herrn Scholz nicht immer den Eindruck, dass das Geld locker sitzt&#8220;, sagte Merkel. Auf die Frage, welchen Anteil sie am miserablen Ergebnis der Union bei der Bundestagswahl habe, sagte die Kanzlerin: &#8222;Das Ergebnis war nicht gut, das ist klar. CDU und CSU sind gerade dabei, es auch mit Blick auf Lehren f\u00fcr die Zukunft aufzuarbeiten. Ich glaube, dass sie das sehr gut machen werden.&#8220; Weiter sagte sie auf die Frage, ob die Union W\u00e4hler verloren habe, weil sie nicht mehr zur Wahl gestanden habe &#8211; oder weil sie die CDU nicht ausreichend auf die Zeit nach ihrer Kanzlerschaft vorbereitet habe: &#8222;Jeder arbeitet in seiner Zeit. Die war f\u00fcr mich als Parteivorsitzende 2018 beendet und endet jetzt als Bundeskanzlerin. Alles, was ich getan habe, habe ich mit Blick auf das Notwendige getan, f\u00fcr die Gegenwart und nat\u00fcrlich auch weil solche Entscheidungen f\u00fcr die Zukunft halten sollen.&#8220; Zum Klimaschutz sagte Merkel, es sei unstrittig, dass Deutschland in den letzten zehn Jahren noch mal eine erhebliche Reduktion der CO2-Emissionen geschafft habe. Dies sei schwerer gewesen als zum Beispiel in den 1990er-Jahren, als schon die Schlie\u00dfung alter Kraftwerke und Produktionsanlagen erhebliche Einsparungen gebracht habe, sagte sie mit Blick auf Kraftwerke in der DDR. &#8222;Gemessen an dem, was wir brauchen, reicht es aber nicht aus. Aber wir haben Pfl\u00f6cke eingeschlagen.&#8220; Zur Corona-Krise sagte die Kanzlerin, sie habe sich das wirklich nicht gew\u00fcnscht: &#8222;Dass ich die Kanzlerin bin, die daf\u00fcr Verantwortung tr\u00e4gt, dass zum ersten Mal in der Nachkriegszeit Kinder \u00fcber l\u00e4ngere Zeit nicht zur Schule gehen k\u00f6nnen. Dass solche Beschr\u00e4nkungen eingef\u00fchrt werden mussten, \u00fcberstieg auch nach den vorherigen krisenhaften Entwicklungen, die ich zu begleiten hatte, mein Vorstellungsverm\u00f6gen. Trotzdem musste es bew\u00e4ltigt werden.&#8220; F\u00fcr sie habe eine entscheidende Rolle gespielt, dass das Gesundheitssystem nicht \u00fcberlastet werde, sodass jeder die bestm\u00f6gliche Behandlung bekommen k\u00f6nne und m\u00f6glichst wenige Menschen sterben: &#8222;In beiden Punkten konnten wir in Deutschland viel Schlimmes verhindern, das andere L\u00e4nder leider durchmachen mussten. Nach diesen Kriterien sind wir bislang also vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen.&#8220; Merkel r\u00e4umte zugleich Fehler ein: &#8222;\u00dcber eine Phase bin ich nach wie vor traurig: Das war Weihnachten vorigen Jahres. Damals waren die Tests vorhanden. Und dennoch wurde in den Alten-und Pflegeheimen zu wenig getestet. Ich habe noch pers\u00f6nlich versucht, das um Weihnachten herum in Telefongespr\u00e4chen mit \u00f6rtlich Verantwortlichen zu forcieren. Wir haben die Tests kostenlos bereitgestellt und auch die Personalkosten \u00fcbernommen. Trotzdem hat es zu lange gedauert, bis das in den Pflegeheimen umgesetzt war. Das war der schw\u00e4chste Moment der Pandemiebek\u00e4mpfung.&#8220; Was sie in den ersten Tagen nach ihrem Abschied machen werde, wisse sie noch nicht, sagte Merkel. Ihr Mann Joachim Sauer habe allerdings keine Sorge, sie werde demn\u00e4chst nur zu Hause rumsitzen. &#8222;Ich glaube, davor hat er nicht solche Angst&#8220;, sagte Merkel. &#8222;Erstens hat er selbst genug zu tun, und zweitens habe ich mich noch nie dadurch ausgezeichnet, nur zu Hause rumzusitzen.&#8220; Merkel sagte weiter, es werde ein Bild von ihr geben in der Ahnengalerie des Kanzleramts. Sie habe aber noch keine Entscheidung getroffen, wer es malen werde. &#8222;Ich habe gelernt, dass es Kanzler gab, die das erst nach mehreren Jahren gemacht haben.&#8220;<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In ihrem ersten Interview nach der Bundestagswahl zeigt sich Noch-Kanzlerin Merkel gelassen. &#8222;Ich wei\u00df, was wir geschafft haben&#8220;, sagt sie mit Blick auf ihre Amtszeit. Zugleich res\u00fcmiert sie das historisch schlechte Wahlergebnis der Union, ihre Klimapolitik sowie die Corona-Krise &#8211; und gesteht eigene Fehler ein. 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