<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2038608,"date":"2021-11-20T21:23:00","date_gmt":"2021-11-20T19:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2038608"},"modified":"2021-11-21T00:09:31","modified_gmt":"2021-11-20T22:09:31","slug":"polen-wirft-belarus-neue-taktik-in-fluchtlingskrise-vor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2021\/11\/polen-wirft-belarus-neue-taktik-in-fluchtlingskrise-vor\/","title":{"rendered":"Polen wirft Belarus neue Taktik in Fl\u00fcchtlingskrise vor"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Polens Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak hat Belarus im Konflikt um Migranten an der gemeinsamen Grenze einen Strategiewechsel vorgeworfen. Jetzt haben die Migranten und die belarussischen Beh\u00f6rden eine neue Methode angewandt. Kleinere Gruppen von Menschen versuchen an vielen Orten, die Grenze zu \u00fcberqueren, sagte er am Samstag dem Radiosender RMF FM. Seit Wochen sitzen Tausende Fl\u00fcchtlinge im belarussisch-polnischen Grenzgebiet fest.<\/b><br \/>\nEs sei &#8222;keine Frage, dass diese Angriffe von belarussischen Beh\u00f6rden gesteuert werden&#8220;, so Blaszczak. Auch polnische Grenzsch\u00fctzer berichteten am Samstag von Versuchen mehrerer kleiner Gruppen, die Grenze zu \u00fcberqueren. Es habe sich dabei jeweils um ein paar Dutzend Menschen gehandelt. Die Sicherheitskr\u00e4fte meldeten jedoch auch eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe von etwa 200 Menschen, die mit Tr\u00e4nengas, Feuerwerksk\u00f6rpern und Steinen ausgestattet gewesen sei. Insgesamt registrierten die polnischen Beh\u00f6rden eigenen Angaben zufolge am Freitag 195 illegale Grenz\u00fcbertrittversuche. &#8222;82 Ausl\u00e4nder wurden aufgefordert, polnisches Gebiet zu verlassen. Zwei ukrainische Staatsb\u00fcrger und ein deutscher Staatsb\u00fcrger wurden wegen Beihilfe festgenommen&#8220;, erkl\u00e4rte die Grenzsch\u00fctzer am Samstag auf Twitter. &#8222;Wir m\u00fcssen uns darauf einstellen, dass dieses Problem noch monatelang andauern wird. Ich habe keinen Zweifel daran, dass dies der Fall sein wird&#8220;, sagte Blaszczak. Die Europ\u00e4ische Union beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Au\u00dfengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszu\u00fcben. Die Menschen aus dem Irak, aus Syrien und Afghanistan sind \u00fcber Touristenvisa in Belarus eingereist. Minsk weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. Lukaschenko sagte am Freitag der BBC, dass es &#8222;absolut m\u00f6glich&#8220; sei, dass belarussische Streitkr\u00e4fte den Migranten bei der Einreise in die EU geholfen h\u00e4tten, bestritt jedoch, die Operation organisiert zu haben. &#8222;Wir sind Slawen. Wir haben ein Herz. Unsere Truppen wissen, dass die Migranten nach Deutschland wollen. Vielleicht hat ihnen jemand geholfen&#8220;, sagte er. &#8222;Aber ich habe sie nicht hierher eingeladen.&#8220; Seit Wochen sitzen im belarussisch-polnischen Grenzgebiet bei zunehmend eisigen Temperaturen tausende Fl\u00fcchtlinge aus dem Nahen Osten fest, darunter viele Kurden aus dem Irak. Polen hat einen Grenzzaun errichtet und mehr als 15.000 Sicherheitskr\u00e4fte an der Grenze zusammengezogen. Sie wollten bleiben, bis die EU sie reinlasse, sagten zahlreiche Iraker und Syrer einem Reporter der Deutschen Presse-Agentur in der Notunterkunft in einer Lagerhalle in Brusgi. Der Grenzpunkt dort ist mit Betonbarrieren und Stacheldraht geschlossen. Vor der Notunterkunft setzten Helfer auch am Samstag die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe fort. Die hygienischen Bedingungen sind schlecht. Der Zivilschutz verst\u00e4rkte zudem den Brandschutz. Die Menschen w\u00fcrden alles Notwendige bekommen, sagte der Generalsekret\u00e4r des belarussischen Roten Kreuzes, Dmitri Schewzow, der dpa vor dem umfunktionierten Logistikzentrum. Dort \u00fcbernachteten nach Sch\u00e4tzungen etwa 2.000 Menschen, die eine R\u00fcckreise in ihre Heimat ablehnen und nach Deutschland, Belgien und in andere EU-Staaten wollen. Sie werden von bewaffneten Uniformierten bewacht und k\u00f6nnen das Gel\u00e4nde nicht verlassen. Belarussische Ermittler setzten zudem Befragungen von Migranten fort, die am vergangenen Dienstag bei einem Einsatz von Wasserwerfern und Tr\u00e4nengas von polnischer Seite verletzt worden waren. Auch Kinder waren getroffen worden. Die Menschen wurden mit Hilfe von Dolmetschern vernommen. Das Ermittlungskomitee in Belarus spricht von inzwischen 100 Betroffenen. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko verglich die polnischen Sicherheitskr\u00e4fte im Interview der BBC mit &#8222;Faschisten&#8220;. Sie h\u00e4tten durch den Einsatz der Wasserwerfer und des Tr\u00e4nengases auch die belarussische Staatsgrenze verletzt, sagte er. Dabei seien Chemikalien eingesetzt worden, mit denen sonst &#8222;Kakerlaken&#8220; vernichtet w\u00fcrden, behauptete Lukaschenko. Die katholische Kirche in Polen kritisierte das Regime des Nachbarlandes Belarus wegen der Vorf\u00e4lle an der gemeinsamen Landesgrenze indirekt indes scharf. Zugleich dankten sie den polnischen Grenzschutzbeamten, Soldaten und Polizisten daf\u00fcr, dass sie in &#8222;dieser sehr schwierigen Situation aufopferungsvoll ihrer Verpflichtung nachkommen, unsere Grenzen zu verteidigen und die Sicherheit aller in Polen lebenden Menschen zu gew\u00e4hrleisten&#8220;. (APA\/AFP\/dpa\/KAP)<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polens Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak hat Belarus im Konflikt um Migranten an der gemeinsamen Grenze einen Strategiewechsel vorgeworfen. Jetzt haben die Migranten und die belarussischen Beh\u00f6rden eine neue Methode angewandt. Kleinere Gruppen von Menschen versuchen an vielen Orten, die Grenze zu \u00fcberqueren, sagte er am Samstag dem Radiosender RMF FM. 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