<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":2965949,"date":"2024-07-29T09:34:00","date_gmt":"2024-07-29T07:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=2965949"},"modified":"2024-07-29T08:23:17","modified_gmt":"2024-07-29T06:23:17","slug":"turkei-und-israel-drohen-sich-gegenseitig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2024\/07\/turkei-und-israel-drohen-sich-gegenseitig\/","title":{"rendered":"T\u00fcrkei und Israel drohen sich gegenseitig"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Array<\/b><br \/>\nIsraels Regierung bereitet sich nach dem verheerenden Raketenangriff auf den vom j\u00fcdischen Staat annektierten Golanh\u00f6hen auf einen Vergeltungsschlag gegen die Hisbollah im Libanon vor. Das Sicherheitskabinett erm\u00e4chtigte nach mehr als vierst\u00fcndigen Beratungen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Joav Galant, &#8222;\u00fcber die Art und Weise und den Zeitpunkt des Vorgehens gegen die Terrororganisation Hisbollah zu entscheiden&#8220;, teilte das B\u00fcro des Ministerpr\u00e4sidenten am Abend mit. Netanjahu hatte der proiranischen Miliz zuvor gedroht, sie werde einen &#8222;hohen Preis&#8220; bezahlen.<\/p>\n<p> W\u00e4hrend sich die Hisbollah nach eigenen Angaben auf einen m\u00f6glicherweise schweren Angriff Israels einrichtet, verschob die libanesische Fluggesellschaft Middle East Airlines am Abend die R\u00fcckkehr einiger ihrer Fl\u00fcge, wie das &#8222;Wall Street Journal&#8220; berichtete. US-Beamte h\u00e4tten sich an ihre Kollegen in Israel und im Libanon gewandt sowie Botschaften mit dem Iran ausgetauscht, um zu versuchen, die Situation zu deeskalieren, zitierte die US-Zeitung mit der Angelegenheit vertraute arabische und europ\u00e4ische Beamte. Alle Seiten h\u00e4tten angedeutet, dass sie nicht an einer Ausweitung des Konflikts interessiert seien, hie\u00df es.<\/p>\n<p> Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan drohte Israel unterdessen mit milit\u00e4rischer Einmischung. &#8222;So wie wir in Bergkarabach reingegangen sind, so wie wir in Libyen reingegangen sind, werden wir mit ihnen dasselbe tun&#8220;, sagte er auf einer Veranstaltung seiner Regierungspartei AKP in Rize am Schwarzen Meer mit Blick auf Israel. Erdogan bezog sich dabei auf den Bergkarabach-Konflikt, wo Erdogan die Konfliktpartei Aserbaidschan unter anderem mit Drohnen unterst\u00fctzte. Im B\u00fcrgerkriegsland Libyen unterst\u00fctzt Ankara die international anerkannte Regierung mit milit\u00e4rischer Ausstattung und Personal.<\/p>\n<p> Der israelische Au\u00dfenminister Israel Katz warnte den t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten prompt: &#8222;Erdogan tritt in die Fu\u00dfstapfen von Saddam Hussein und droht mit einem Angriff auf Israel. Er soll sich nur daran erinnern, was dort geschah und wie es endete&#8220;, schrieb Katz am sp\u00e4ten Abend auf der Plattform X. Im Jahr 2003 waren US-Truppen in den Irak einmarschiert. Der Milit\u00e4reinsatz f\u00fchrte zum Sturz des damaligen irakischen Diktators Saddam Hussein. Drei Jahre sp\u00e4ter wurde Hussein wegen Massakern an Kurden und Schiiten hingerichtet.<\/p>\n<p> Seit Beginn des Gaza-Kriegs haben sich die Beziehungen zwischen Israel und der T\u00fcrkei drastisch verschlechtert. Erdogan nannte die Hamas eine &#8222;Befreiungsorganisation&#8220; und verglich Israels Regierungschef Netanjahu mit Adolf Hitler. Mitte Juli erkl\u00e4rte Erdogan, sein Land wolle Kooperationen zwischen der Nato und dem Partner Israel k\u00fcnftig nicht mehr zustimmen, bis in den pal\u00e4stinensischen Gebieten nachhaltiger Frieden geschaffen werde.<\/p>\n<p> Das israelische Milit\u00e4r schoss unterdessen vor der Morgend\u00e4mmerung nach eigenen Angaben eine Drohne ab, die aus dem Libanon in den Norden Israels eingedrungen sei. Verletzte wurden nicht gemeldet. Zuvor wurden in Israel libanesische Medien zitiert, wonach es im S\u00fcden des Libanons Luftangriffe gab. Unter anderem aus Hula habe es in der Nacht pal\u00e4stinensische Berichte \u00fcber schwere Angriffe gegeben. Das Gebiet sei schon in den vergangenen Monaten mehrfach von Israels Luftwaffe ins Visier genommen worden.<\/p>\n<p> Ob es sich um die erwartete Reaktion Israels auf den Raketenangriff auf dem Golan handelte, war zun\u00e4chst jedoch unklar. Vonseiten des israelischen Milit\u00e4rs gab es dazu zun\u00e4chst keine Mitteilung. Das israelische Milit\u00e4r hatte nach dem Raketenangriff auf den Golanh\u00f6hen bereits in der Nacht zum Sonntag mehrere Ziele im benachbarten Libanon angegriffen.<\/p>\n<p> Israel und die USA machen die mit dem Iran verb\u00fcndete Schiitenmiliz Hisbollah f\u00fcr den Angriff vom Samstag in der drusischen Ortschaft Madschdal Schams verantwortlich, bei dem mindestens zw\u00f6lf Menschen im Alter von 10 bis 20 Jahren ums Leben gekommen waren. &#8222;Dieser Angriff wurde von der libanesischen Hisbollah ver\u00fcbt. Es war eine Rakete der Hisbollah, die aus einem von ihr kontrollierten Gebiet abgefeuert wurde&#8220;, sagte Adrienne Watson, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA. Der Angriff m\u00fcsse \u00fcberall verurteilt werden. UN-Vertreter riefen beide Seiten zu &#8222;gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Zur\u00fcckhaltung&#8220; auf.<\/p>\n<p> Die Hisbollah teilte in einer Erkl\u00e4rung mit, sie habe mit dem Angriff nichts zu tun. Laut dem US-Nachrichtenportal &#8222;Axios&#8220; soll die Miliz den Vereinten Nationen erkl\u00e4rt haben, dass eine israelische Abwehrrakete die Explosion verursacht habe. Auch der Iran machte Israel selbst f\u00fcr den Angriff in Madschdal Schams verantwortlich. Israels Generalstabschef Herzi Halevi sagte dagegen am Ort des Einschlags, es handele sich um eine Falak-Rakete der Hisbollah.<\/p>\n<p> &#8222;Wer eine solche Rakete auf ein Wohngebiet schie\u00dft, will Zivilisten t\u00f6ten, will Kinder t\u00f6ten&#8220;, sagte Halevi. Die Golanh\u00f6hen sind ein strategisch wichtiges Felsplateau. Im Sechstagekrieg 1967 wurde das Gebiet von Israel erobert und 1981 annektiert. Dies wurde international aber nicht anerkannt. Die US-Regierung stehe seit dem Angriff mit der israelischen und der libanesischen Seite in Kontakt, sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats. Die Unterst\u00fctzung der USA f\u00fcr Israels Sicherheit sei eisern und unumst\u00f6\u00dflich, hie\u00df es.<\/p>\n<p> Man arbeite zugleich an einer &#8222;diplomatischen L\u00f6sung entlang der Blauen Linie&#8220;, die alle Angriffe ein f\u00fcr alle Mal beenden und den B\u00fcrgern auf beiden Seiten der Grenze die sichere R\u00fcckkehr nach Hause erm\u00f6glichen werde, hie\u00df es. Bei der Blauen Linie handelt es sich um die von den Vereinten Nationen gezogene Demarkationslinie an der Grenze zwischen den beiden L\u00e4ndern. Mit Ende des zweiten Libanon-Krieges 2006 war eine Pufferzone im S\u00fcden des Libanons eingerichtet worden. Seit Beginn des Gaza-Kriegs im vergangenen Oktober liefern sich die Hisbollah und Israels Armee nahezu t\u00e4glich Gefechte. Die vom Iran unterst\u00fctzte Miliz handelt aus Solidarit\u00e4t mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen.<\/p>\n<p> Der Raketenangriff auf dem Golan erfolgte zu einem kritischen Zeitpunkt f\u00fcr die Bem\u00fchungen um eine Waffenruhe im Gaza-Krieg. Eine Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah k\u00f6nnte die seit Monaten schleppenden indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas, bei denen Katar, \u00c4gypten und die USA vermitteln, wieder unterbrechen. Israels Chefunterh\u00e4ndler David Barnea war erst am Wochenende nach einer j\u00fcngsten Verhandlungsrunde in Rom nach Israel zur\u00fcckgekehrt. Die Gespr\u00e4che w\u00fcrden in den kommenden Tagen fortgesetzt, teilte das Ministerpr\u00e4sidentenamt ohne Einzelheiten mit.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Array Israels Regierung bereitet sich nach dem verheerenden Raketenangriff auf den vom j\u00fcdischen Staat annektierten Golanh\u00f6hen auf einen Vergeltungsschlag gegen die Hisbollah im Libanon vor. 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