<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3176043,"date":"2025-04-27T13:04:00","date_gmt":"2025-04-27T11:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3176043"},"modified":"2025-04-27T12:07:22","modified_gmt":"2025-04-27T10:07:22","slug":"vatikan-andert-bei-papst-beerdigung-eigenes-protokoll-und-setzt-ein-zeichen-fur-die-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2025\/04\/vatikan-andert-bei-papst-beerdigung-eigenes-protokoll-und-setzt-ein-zeichen-fur-die-ukraine\/","title":{"rendered":"Vatikan \u00e4ndert bei Papst-Beerdigung eigenes Protokoll \u2013 und setzt ein Zeichen f\u00fcr die Ukraine"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wolodymyr Selenskyj stand bei der Trauerfeier f\u00fcr Papst Franziskus mehr im Fokus als andere Staatsg\u00e4ste. Das zeigt sich auch bei der Sitzordnung auf dem Petersplatz.<\/b><br \/>\nStand: 27.04.2025, 11:04 Uhr<br \/>Von: Marcus Giebel<br \/>KommentareDruckenTeilen<br \/>Wolodymyr Selenskyj stand bei der Trauerfeier f\u00fcr Papst Franziskus mehr im Fokus als andere Staatsg\u00e4ste. Das zeigt sich auch bei der Sitzordnung auf dem Petersplatz.<br \/>Vatikanstadt \u2013 Bei der Trauerfeier f\u00fcr Papst Franziskus fiel in den Reihen der zahllosen Staatsg\u00e4ste vor allem Donald Trump auf. Denn der US-Pr\u00e4sident trug im Gegensatz zu den schwarz gekleideten Politikern und Monarchen um sich herum einen blauen Anzug. Dass er ganz vorne sa\u00df und damit einerseits den besten Blick auf den Sarg hatte, aber auch von den Kameras perfekt eingefangen werden konnte, hing dabei nicht mit dem ihm innewohnenden Selbstverst\u00e4ndnis zusammen, dass sich die Welt um seine Person zu drehen hat.<br \/>Vielmehr verdankte der Republikaner seine Position dem Vatikan-Protokoll. Dieses sieht einem Bericht der englischen Zeitung The Telegraph vor, dass bei der Sitzordnung Staatschefs und amtierende Monarchen priorisiert werden. Daher mussten etwa Bundeskanzler Olaf Scholz, der lediglich Regierungschef ist, und Prinz Williams als Thronfolger in der britischen K\u00f6nigsfamilie deutlich weiter hinten Platz nehmen.<br \/>Um Trump herum sa\u00dfen dagegen neben seiner Frau Melania auch Estlands Pr\u00e4sident Alar Karis und der spanische K\u00f6nig Felipe. Denn auch innerhalb der Reihen der Staatschefs und Monarchen gab es demnach eine klare Ordnung. Sie wurden entsprechend des Alphabets platziert \u2013 dabei wurden die franz\u00f6sischen L\u00e4ndernamen herangezogen, weil es sich bei der Sprache um die Sprache der Diplomatie in Europa handelte, als das Protokoll erstellt wurde.<br \/>Auch das war Trumps Gl\u00fcck. Denn im Franz\u00f6sischen werden die USA eben Etats Unis genannt. Und das E kommt im Alphabet nunmal deutlich vor dem U. So kam er auch in die N\u00e4he von Felipe, denn Spanien wird in der franz\u00f6sischen Sprache Espagne genannt. Ebenfalls in der ersten Reihe sa\u00dfen Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte, aber auch Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke B\u00fcdenbender \u2013 Deutschland hei\u00dft auf Franz\u00f6sisch Allemagne.<br \/>Ausnahmen gab es der New York Post zufolge f\u00fcr Argentiniens Pr\u00e4sident Javier Milei als Staatschef von Franziskus\u2018 Heimatland, der den ersten Platz bekam, sowie Italiens Pr\u00e4sident Sergio Mattarella sowie seine Tochter Laura, wegen der besonderen Rolle des Papstes im Land. Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni fand sich dagegen als Regierungschefin deutlich weiter hinten wieder.<br \/>F\u00fcr einen anderen Staatsgast brach der Vatikan den Berichten zufolge allerdings das Protokoll. Auch der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj sa\u00df an der Seite seiner Frau Olena Selenska in Reihe eins auf dem Petersplatz. Obwohl die Ukraine auch im Franz\u00f6sischen Ukraine geschrieben wird.<br \/>Offenbar sollte der 47-J\u00e4hrige so besondere Aufmerksamkeit bekommen, da sein Land seit nunmehr drei Jahren im Ukraine-Krieg dem russischen Aggressor trotzt und dabei immer mehr unter Druck ger\u00e4t. Von Kreml-Chef Wladimir Putin, gegen den im Zusammenhang mit der Invasion wegen des Verdachts der Deportationen ukrainischer Kinder nach Russland ein internationaler Haftbefehl erlassen wurde, fehlte erwartungsgem\u00e4\u00df jede Spur.<br \/>Selenskyj hingegen war elf Pl\u00e4tze von Trump entfernt f\u00fcr die Kameras bestens einzufangen. Laut The Telegraph bestritt der Vatikan nicht, dass die Protokollregeln f\u00fcr ihn missachtet wurden. Sprecher Matteo Bruni sagte demnach nur: \u201eIch glaube, sie haben eine freie Stelle besetzt.\u201c<br \/>Der Kirchenstaat kam dem Staatschef des \u00fcberfallenen Staates also entgegen. Wohl auch, um auf das Leid der ukrainischen Bev\u00f6lkerung aufmerksam zu machen, die seit mehr drei Jahren in st\u00e4ndiger Angst vor Luftschl\u00e4gen leben muss.<br \/>Aus Selenskyjs Sicht war die Reise, um dem am Ostermontag verstorbenen Papst die Ehre zu erweisen, auch aus einem anderen Grund wichtig. Erstmals seit dem Eklat im Wei\u00dfen Haus Ende Februar traf er wieder mit Trump zusammen. Beide sprachen am Rande der Trauerfeier im Petersdom \u00fcber die Lage im Krieg und den Weg zum Frieden.<br \/>\u00dcberraschend ging der US-Pr\u00e4sident danach deutlich auf Distanz zu Putin. In seinem Social-Media-Dienst Truth Social schrieb Trump, f\u00fcr Putin gebe es \u201ekeinen Grund, in den vergangenen Tagen Raketen auf zivile Gebiete, St\u00e4dte und D\u00f6rfer abzufeuern. Ich denke, er will den Krieg vielleicht gar nicht beenden, sondern mich nur an der Nase herum f\u00fchren, und muss anders behandelt werden.\u201c Als M\u00f6glichkeiten f\u00fchrt er weitere Sanktionen im \u201eBankenwesen\u201c oder \u201eSekund\u00e4rsanktionen\u201c an.<br \/>\u201eZu viele Menschen sterben!!!\u201c, kritisiert Trump, der einmal mehr auch betont, unter ihm als Pr\u00e4sident h\u00e4tte dieser Krieg gar nicht erst begonnen und er m\u00fcsse nun das Chaos von Barack Obama und Joe Biden aufr\u00e4umen.<br \/>Wie Selenskyj auf X schrieb, ging es in dem Gespr\u00e4ch um \u201eeine umfassende und bedingungslose Waffenruhe\u201c und einen \u201everl\u00e4sslichen und dauerhaften Frieden, der den Ausbruch eines weiteren Krieges verhindert\u201c. Seiner Meinung nach hat das Treffen das Potenzial, \u201ehistorisch zu werden\u201c.<br \/>Beh\u00e4lt Selenskyj mit seiner Einsch\u00e4tzung recht, k\u00f6nnte am Ende tats\u00e4chlich die Trauerfeier f\u00fcr Papst Franziskus der Anlass f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch gewesen sein, das im Ukraine-Krieg die Wende einleitet. Zu Lebzeiten hatte sich der Pontifex immer wieder f\u00fcr Frieden stark gemacht und vor einer Eskalation bis hin zu einem Dritten Weltkrieg gewarnt. (mg)<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolodymyr Selenskyj stand bei der Trauerfeier f\u00fcr Papst Franziskus mehr im Fokus als andere Staatsg\u00e4ste. Das zeigt sich auch bei der Sitzordnung auf dem Petersplatz. 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