<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3426714,"date":"2026-01-04T05:48:55","date_gmt":"2026-01-04T03:48:55","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3426714"},"modified":"2026-01-04T05:36:12","modified_gmt":"2026-01-04T03:36:12","slug":"machtwechsel-in-venezuela-was-folgt-auf-maduros-sturz-eindrucke-vor-ort","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2026\/01\/machtwechsel-in-venezuela-was-folgt-auf-maduros-sturz-eindrucke-vor-ort\/","title":{"rendered":"Machtwechsel in Venezuela: Was folgt auf Maduros Sturz? Eindr\u00fccke vor Ort"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Zwar ist der Sturz Maduros f\u00fcr viele Venezolaner eine freudige Nachricht. Doch sie sind nicht euphorisch. Sie haben Angst vor dem, was jetzt kommt. Eine von den USA eingesetzte Interimsregierung lehnen viele in Venezuela ab.<\/b><br \/>\nZwar ist der Sturz Maduros f\u00fcr viele Venezolaner eine freudige Nachricht. Doch sie sind nicht euphorisch. Sie haben Angst vor dem, was jetzt kommt. Eine von den USA eingesetzte Interimsregierung lehnen viele in Venezuela ab.DEA-Agenten stehen Wache, nachdem Helikopter, in denen vermutlich der venezolanische Pr\u00e4sident und seine Frau sitzen, nach ihrer Festnahme durch US-Streitkr\u00e4fte in New York City landen.<br \/>Seit der US-Aktion gegen Maduro und dessen Frau Cilia Flores herrscht eine \u00abgespenstische Stille\u00bb in Caracas und anderen St\u00e4dten Venezuelas, wie mehrere Gespr\u00e4chspartner berichten. Sie alle wollen aus Angst vor Repressalien anonym bleiben. Schon vorher sei jede \u00f6ffentliche Kritik an der Regierung streng verfolgt worden. Nun k\u00f6nnte die Repression noch zunehmen, f\u00fcrchten sie: \u00abDas Regime ist weiter aktiv\u00bb, sagt eine Anw\u00e4ltin. \u00abDie sind ja noch alle da.\u00bb<br \/>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.<br \/>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<br \/>In der Hauptstadt hatten in der Nacht auf Samstag um zwei Uhr morgens laute Explosionen die Menschen aus dem Schlaf gerissen. Die 3-Millionen-Einwohner-Metropole liegt auf 1 000 Metern H\u00f6he in einem Tal zwischen zwei Gebirgsz\u00fcgen. Jede Druckwelle wird wie in einem Resonanzk\u00f6rper verst\u00e4rkt. \u00abWir dachten erst an ein sp\u00e4tes Feuerwerk, dann vermuteten wir einen Putsch der Milit\u00e4rs\u00bb, erkl\u00e4rt ein seit mehr als 40 Jahren in Caracas lebender ausl\u00e4ndischer Beobachter. \u00abErst durch einen Anruf aus dem Ausland erfuhren wir, dass die US-Milit\u00e4rs Maduro und seine Frau ausgeschaltet und verschleppt haben.\u00bb In Caracas h\u00e4tten die staatlichen Medien erst am Vormittag \u00fcber den Vorfall berichtet.Nur der Kopf der Schlange ist abgeschlagen<br \/>Auff\u00e4llig ist jedoch, dass von Euphorie dar\u00fcber, dass der Diktator nach fast 13 Jahren im Amt nun von der Spitze des Regimes entfernt wurde, nichts zu sp\u00fcren ist. \u00abDer Kopf der Schlange ist abgeschlagen, doch die Schlange bewegt sich weiter\u00bb, sagt ein Professor. Die Menschen s\u00e4hen, dass die gef\u00e4hrlichsten Unterst\u00fctzer des Regimes weiterhin an der Macht seien. Deshalb f\u00fcrchten sie sich vor versch\u00e4rften Repressalien und Gewalt.<br \/>Das erkl\u00e4rt auch, warum kaum Menschen auf den Strassen zu sehen sind \u2013 Feiernde, wie im Ausland vielerorts, sowieso nicht. Die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel sind weitgehend ausgefallen. Die meisten L\u00e4den blieben am Samstag geschlossen. Vor den wenigen ge\u00f6ffneten Superm\u00e4rkten bildeten sich Schlangen von mehreren hundert Metern L\u00e4nge. Nach wenigen Stunden waren die M\u00e4rkte komplett ausverkauft. In den letzten Wochen hatten sich viele Menschen angesichts der zunehmenden Drohkulisse aus den USA mit Lebensmitteln eingedeckt. Doch weil nichts geschehen ist, hat man damit begonnen, diese wieder aufzubrauchen.<br \/>Noch bis gestern habe normaler Alltag geherrscht, trotz der st\u00e4ndigen US-Drohungen. Die Str\u00e4nde an der Karibikk\u00fcste waren voll. Viele der Strandbesucher, die normalerweise erst am Sonntagabend wieder in die Hauptstadt zur\u00fcckkehren, sitzen nun in den Strandorten fest. Der Verkehr im Land ist unterbrochen. In Caracas sind zahlreiche Milit\u00e4rs auf den Strassen. In den Provinzst\u00e4dten wurde der staatliche Sicherheitsapparat hingegen kaum verst\u00e4rkt. In der Provinz hat man von der Milit\u00e4raktion gar nichts mitbekommen. Erst durch besorgte Anrufe von Freunden aus dem Ausland sei man auf die angespannte Lage in der Hauptstadt aufmerksam geworden.<br \/>Unklar ist, wie lange die Loyalit\u00e4t der Sicherheitskr\u00e4fte nach dem gewaltsamen Sturz Maduros anhalten wird. Die Gespr\u00e4chspartner registrierten aufmerksam, dass sowohl der Verteidigungsminister Vladimir Padrino als auch der Innenminister Diosdado Cabello \u00fcber die Medien zur Mobilisierung aufriefen, dabei jedoch zuerst alleine, also ohne Gener\u00e4le oder sonstige Vertreter der Sicherheitskr\u00e4fte, auftraten.<br \/>Auch die Vizepr\u00e4sidentin Delcy Rodr\u00edguez, die gem\u00e4ss der Verfassung nun die F\u00fchrung des Landes \u00fcbernehmen m\u00fcsste, hielt eine Rede, in der sie lediglich ein Lebenszeichen von Maduro forderte. Rodr\u00edguez gilt als gl\u00fchende Hardlinerin des Regimes und hat \u00fcblicherweise eine aggressive Rhetorik. Donald Trump erkl\u00e4rte in seiner Pressekonferenz aus Mar-a-Lago, dass Rodr\u00edguez bereits \u00abmit Marco\u00bb telefoniert habe, also mit Trumps Aussenminister und Nationalem Sicherheitsberater. Danach sei sie zur Kooperation mit den USA bereit, behauptete Trump.<br \/>Um den Verdacht der Kollaboration zu zerstreuen, trat die Vizepr\u00e4sidentin am Samstagabend nach Trumps Aussagen gemeinsam mit den Spitzen des Regimes auf. \u00abWir werden unser Land verteidigen, wir werden k\u00e4mpfen, wenn wir angegriffen werden\u00bb, erkl\u00e4rte sie k\u00e4mpferisch.<br \/>F\u00fcr lokale Gespr\u00e4chspartner ist eine Kollaboration von Rodr\u00edguez mit der US-Regierung kaum vorstellbar. Sie und ihr Bruder Jorge, der Parlamentspr\u00e4sident, gelten als die ideologischen Hardliner des Regimes. Ihr Vater war der Gr\u00fcnder der marxistischen Partei \u00abLiga Socialista\u00bb und gilt f\u00fcr das Regime der wichtigste M\u00e4rtyrer, der vor 50 Jahren in Haft durch Folter starb. Dennoch wirken die Rodr\u00edguez-Geschwister angreifbar, da sie weder Milizen noch Milit\u00e4r oder Geheimpolizei kontrollieren.<br \/>Einhellig negativ registrierten die Gespr\u00e4chspartner, dass die USA nun in Venezuela regieren wollen, bis ein \u00absicherer, ordentlicher und sorgf\u00e4ltig organisierter \u00dcbergang\u00bb gew\u00e4hrleistet sei, wie Trump erkl\u00e4rte. \u00abWir sind doch kein Puerto Rico!\u00bb, emp\u00f6rte sich die Anw\u00e4ltin. Gesuchte Kriminelle rauszuholen, sei eine Sache. Aber niemand werde es unterst\u00fctzen, dass die USA nun die Regierung in Venezuela stellen wollen.<br \/>\u00dcberrascht sind die Menschen in Venezuela auch dar\u00fcber, dass Trump die gerade mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Maria Corina Machado als wenig geeignet bezeichnet, als k\u00fcnftige Pr\u00e4sidentin des Landes. \u00abEs w\u00e4re sehr schwierig f\u00fcr sie, die F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen, da sie nicht die Unterst\u00fctzung und den Respekt der Menschen im Land hat\u00bb, sagte Trump und kanzelte damit die f\u00fchrende Oppositionspolitikerin des Landes ab. Man habe mit Machado nicht gesprochen, erkl\u00e4rte er lapidar.<br \/>Dabei war Machado vor eineinhalb Jahren die entscheidende Politikerin, die daf\u00fcr sorgte, dass Maduro die Wahlen verlor. Machado und die hinter ihr versammelte Opposition konnten Maduro den Wahlbetrug im Nachhinein sogar nachweisen.<br \/>Keiner der Gespr\u00e4chspartner erwartet, dass das Regime innerhalb weniger Tage abgel\u00f6st sein wird, wie es sich Trump vorstellt. \u00abDer Machtwechsel hat gerade erst begonnen.\u00bb\u00abDie Geschwindigkeit, die Gewalt . . . Mann, es war unglaublich\u00bb, sagt Donald Trump \u00fcber die Festnahme von Nicol\u00e1s MaduroFestnahme von Maduro: Eine sehr gute Nachricht f\u00fcr die Venezolaner, aber f\u00fcr die R\u00fcckkehr zur Demokratie braucht es noch mehrUS-Operation in Venezuela und Festnahme von Nicol\u00e1s Maduro \u2013 die aktuellsten BilderKostenlose Onlinespiele<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwar ist der Sturz Maduros f\u00fcr viele Venezolaner eine freudige Nachricht. Doch sie sind nicht euphorisch. Sie haben Angst vor dem, was jetzt kommt. Eine von den USA eingesetzte Interimsregierung lehnen viele in Venezuela ab. 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