<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3452258,"date":"2026-01-30T00:40:00","date_gmt":"2026-01-29T22:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3452258"},"modified":"2026-01-30T01:20:31","modified_gmt":"2026-01-29T23:20:31","slug":"beweisen-gern-das-gegenteil-rvr-chef-provoziert-munchen-und-berlin-fans","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2026\/01\/beweisen-gern-das-gegenteil-rvr-chef-provoziert-munchen-und-berlin-fans\/","title":{"rendered":"\u201eBeweisen gern das Gegenteil\u201c: RVR-Chef provoziert M\u00fcnchen- und Berlin-Fans"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>\u00dcberraschend: Das Ruhrgebiet gilt laut Studie als lebenswerteste Region Deutschlands. Allerdings gibt es durchaus Schattenseiten. Eine Analyse.<\/b><br \/>\nStand: 29.01.2026, 22:40 Uhr<br \/>Von: Peter Sieben<br \/>KommentareDruckenTeilen<br \/>\u00dcberraschend: Das Ruhrgebiet gilt laut Studie als lebenswerteste Region Deutschlands. Allerdings gibt es durchaus Schattenseiten. Eine Analyse.<br \/>Sagen wir es so: Wenn man durch die braun-beige Innenstadt-Tristesse von Gelsenkirchen schlendert, staunend vor leerstehenden Abrissbuden in Duisburg-Marxloh steht oder sich in Essen permanent die Frage stellt, wo die Baustelle aufh\u00f6rt und die eigentliche Stadt anf\u00e4ngt, w\u00fcrde man vielleicht nicht als Allererstes denken: Das hier muss wohl die lebenswerteste Region Deutschlands sein.<br \/>Zu diesem Schluss kommt aber eine aktuelle Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in K\u00f6ln \u2013 im Auftrag des Regionalverbands Rhein-Ruhr (RVR). Verglichen werden darin zw\u00f6lf deutsche sogenannte Metropolregionen. Das Ruhrgebiet landet vor dem Rheinland und der Rhein-Neckar-Region auf Platz 1. M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg, Hamburg und Berlin bilden hingegen die Schlusslichter.<br \/>Nat\u00fcrlich ist vieles von dem, was man so \u00fcbers Ruhrgebiet h\u00f6rt, Klischee von vorgestern. Die Region ist ziemlich gr\u00fcn, in allen St\u00e4dten gibt es selbstverst\u00e4ndlich sch\u00f6ne Ecken \u2013 und dass die Menschen zu den herzlichsten dieser Republik geh\u00f6ren, muss sowieso als unbestritten gelten. Aber: St\u00e4dte wie Gelsenkirchen k\u00e4mpfen mit hohen Arbeitslosenquoten, und die Armutsgef\u00e4hrdung ist f\u00fcr Menschen in Duisburg deutlich gr\u00f6\u00dfer als in anderen St\u00e4dten. Trotzdem hei\u00dft es in der Meldung zur Studie, die am heutigen Donnerstag vorgestellt wird: \u201eIm Ruhrgebiet l\u00e4sst es sich am besten leben.\u201c <br \/>Erkl\u00e4ren l\u00e4sst sich das wohl anhand der 23 Indikatoren, die f\u00fcr das Ergebnis eine Rolle spielen \u2013 und in denen die Region in der Tat je nach Interpretation gut abschneidet. Konkret geht es um die Bereiche Familie, Wohnraum, Ausgehen, Kulturangebot, Sport und Freizeit sowie Verkehr und Versorgung. Daf\u00fcr werden in der Studie jeweils Punkte verteilt und f\u00fcr das Gesamtergebnis summiert. \u00dcberzeugen konnte das Ruhrgebiet demnach vor allem durch seine kurzen Wege, den g\u00fcnstigen Wohnraum sowie das breite Kultur- und Freizeitangebot.<br \/>In der Tat kann die Region als polyzentrisch gelten, Distanzen zu Einkaufsm\u00f6glichkeiten, Kitas, Schulen und Gastronomie sind kurz \u2013 es gibt diesbez\u00fcglich weniger ein Stadt-Land-Gef\u00e4lle als in vielen anderen Gegenden des Landes. Eine Zahl dazu: Laut der Studie sparen gerade Familien im Ruhrgebiet sowie in der zweitplatzierten Metropolregion Rhein-Neckar dank kurzer Wege t\u00e4glich rund 26 Minuten Lebenszeit gegen\u00fcber dem Bundesdurchschnitt. Beispiel: Zur n\u00e4chsten Grundschule braucht man im Ruhrgebiet durchschnittlich knapp f\u00fcnf Minuten mit dem Auto, in der Metropolregion N\u00fcrnberg sind es \u00fcber sieben Minuten.<br \/>Dazu kommen vergleichsweise niedrige Mieten (durchschnittlich 8,30 Euro pro Quadratmeter gegen\u00fcber 15,50 in M\u00fcnchen und Umland), eine recht hohe Gastro-Dichte, viele Kinos und Theater. Zwar ist das Rheinland im Bereich Kultur und Gesellschaft insgesamt auf Platz 1, aber der Pott folgt mit der h\u00f6chsten Konzentration an Museen und Opern auf Platz 3. Das Ruhrgebiet ist \u00fcberdies traditionell Vereinsland. Pro Quadratkilometer gibt es exakt 1,848 Sportvereine, hei\u00dft es in der IW-Studie. Zum Vergleich: Die Metropolregion Berlin\/Brandenburg hat gerade mal 0,250 Vereine pro Quadratkilometer. \u201eWer immer noch glaubt, man m\u00fcsse nach M\u00fcnchen, Hamburg oder Berlin ziehen, um gut leben zu k\u00f6nnen, dem beweisen wir gern das Gegenteil\u201c, sagt Garrelt Duin, Regionaldirektor des RVR, selbstbewusst. <br \/>Klingt paradiesisch \u2013 auf dem Papier. Was nicht recht dazu passen mag: Die AfD ist in der Region durchaus stark. In Gelsenkirchen w\u00e4hlte jeder Vierte bei der letzten Bundestagswahl blau. W\u00e4hrend die SPD in ihrer einstigen Hochburg insgesamt schw\u00e4chelte. Experten sehen als Grund daf\u00fcr ein Gef\u00fchl der Unzufriedenheit. Der Bochumer Bundestagsabgeordnete Serdar Y\u00fcksel pr\u00e4sentierte damals kurz nach der Wahl im Gespr\u00e4ch mit unserer Redaktion diesen Erkl\u00e4rungsansatz: \u201eIm Ruhrgebiet brechen Milieus weg, die Leute machen sich Sorgen um ihre industriellen Arbeitspl\u00e4tze. Es gibt hier Stadtteile, in denen 50 Prozent der Menschen als arm gelten, und die anderen 50 Prozent arbeiten gerade mal f\u00fcr den Mindestlohn.\u201c Die n\u00e4chste Bundesregierung m\u00fcsse verarmte Strukturwandel-Kommunen dringend unterst\u00fctzen, lautete damals seine Forderung.<br \/>RVR-Direktor Garrelt Duin sagt dazu im Gespr\u00e4ch mit dieser Redaktion: \u201eDas Lebensgef\u00fchl f\u00fcr eine Region wie dem Ruhrgebiet w\u00e4chst \u00fcber Jahrzehnte und spiegelt sich in der positiven Bewertung der aktuellen Studie wider.\u201c Wahlergebnisse und politische Trends indes seien lediglich Momentaufnahmen. \u201eDas Ruhrgebiet ist bunt und vielf\u00e4ltig. Es hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Transformationsprozesse durchlaufen, ohne dass es zu gravierenden Umbr\u00fcchen gekommen ist. Auch f\u00fcr die aktuellen und zuk\u00fcnftigen Herausforderungen ist das Ruhrgebiet dank der Mentalit\u00e4t der hier lebenden Menschen gut aufgestellt.\u201c<br \/>Inzwischen gibt es immerhin eine Altschuldenentlastung f\u00fcr viele Kommunen, die an der Grenze zur finanziellen Handlungsunf\u00e4higkeit stehen. Und rund 60 Milliarden Euro aus dem Sonderverm\u00f6gen des Bundes sollen in den kommenden zw\u00f6lf Jahren in die Infrastruktur des Bundeslandes investiert werden. Die Opposition im schwarz-gr\u00fcn regierten NRW f\u00fcrchtet derweil, dass davon viel in Landesprojekten versandet und wenig in den Kommunen ankommt. Wie lebenswert das Ruhrgebiet am Ende wirklich sein kann, ist dann neben dem Lebensgef\u00fchl wohl auch eine Kostenfrage. (Quellen: IW-Studie, eigene Recherchen)<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcberraschend: Das Ruhrgebiet gilt laut Studie als lebenswerteste Region Deutschlands. Allerdings gibt es durchaus Schattenseiten. Eine Analyse. Stand: 29.01.2026, 22:40 UhrVon: Peter SiebenKommentareDruckenTeilen\u00dcberraschend: Das Ruhrgebiet gilt laut Studie als lebenswerteste Region Deutschlands. Allerdings gibt es durchaus Schattenseiten. 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