<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":3459953,"date":"2026-02-07T01:33:52","date_gmt":"2026-02-06T23:33:52","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=3459953"},"modified":"2026-02-07T01:46:18","modified_gmt":"2026-02-06T23:46:18","slug":"kein-sprachtest-fur-die-einburgerung-notig-in-rheinland-pfalz-wird-die-staatsburgerschaft-zum-wahlkampfthema","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2026\/02\/kein-sprachtest-fur-die-einburgerung-notig-in-rheinland-pfalz-wird-die-staatsburgerschaft-zum-wahlkampfthema\/","title":{"rendered":"Kein Sprachtest f\u00fcr die Einb\u00fcrgerung n\u00f6tig: In Rheinland-Pfalz wird die Staatsb\u00fcrgerschaft zum Wahlkampfthema"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ein Beamtengespr\u00e4ch anstelle von Sprachzertifikaten: Die Opposition kritisiert das Verfahren als willk\u00fcrlich und macht daraus ein hei\u00dfes Wahlkampfthema.<\/b><br \/>\nStand: 06.02.2026, 22:33 Uhr<br \/>Von: Christoph Gscho\u00dfmann<br \/>KommentareDruckenTeilen<br \/>Ein Beamtengespr\u00e4ch anstelle von Sprachzertifikaten: Die Opposition kritisiert das Verfahren als willk\u00fcrlich und macht daraus ein hei\u00dfes Wahlkampfthema.<br \/>Mainz \u2013 Deutschkenntnisse per direktem Gespr\u00e4ch statt per Sprachzertifikat bewerten \u2013 das d\u00fcrfen Beamte in Rheinland-Pfalz bei Einb\u00fcrgerungsantr\u00e4gen. Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. M\u00e4rz \u00e4u\u00dfern CDU-Politiker deutliche Kritik an der Praxis. <br \/>CDU-Herausforderer Gordon Schnieder wittert wohl seine Chance gegen SPD-Amtsinhaber Alexander Schweitzer. Er greift die rot-gr\u00fcn-gelbe Landesregierung wegen ihrer Einb\u00fcrgerungspolitik frontal an. \u201eF\u00fcr mich ist v\u00f6llig klar: Wer deutscher Staatsb\u00fcrger werden will, muss unsere Sprache beherrschen und unsere Werte leben\u201c, betont Schnieder laut Focus.<br \/>Das rheinland-pf\u00e4lzische Integrationsministerium verteidigt sein Vorgehen. Beh\u00f6rden k\u00f6nnen auf Sprachzertifikate verzichten, \u201ewenn die Staatsangeh\u00f6rigkeitsbeh\u00f6rde aufgrund eines pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chs zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass die erforderlichen Sprachkenntnisse offensichtlich vorliegen\u201c, erkl\u00e4rte das Ministerium.<br \/>G\u00fcnter Krings sieht in dieser Praxis eine Gefahr f\u00fcr die Rechtsstaatlichkeit. Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende bef\u00fcrchtet, dass subjektive Einsch\u00e4tzungen einzelner Beamter das Verfahren untergraben. Diese Praxis \u201e\u00f6ffnet beh\u00f6rdlicher Willk\u00fcr T\u00fcr und Tor\u201c, warnt der CDU-Politiker.<br \/>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dfert sich CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer: \u201eIch habe keinerlei Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die laxe Vorgehensweise der Beh\u00f6rden in Rheinland-Pfalz\u201c. Objektive Sprachzertifikate seien unverzichtbar, um faire Verfahren zu garantieren.<br \/>Die deutschen Bundesl\u00e4nder handhaben Einb\u00fcrgerungsverfahren h\u00f6chst unterschiedlich. Rheinland-Pfalz setzt laut Ministerium f\u00fcr Familie, Frauen, Kultur und Integration auf pers\u00f6nliche Einsch\u00e4tzungen der Beamten, w\u00e4hrend andere Bundesl\u00e4nder strikte Nachweise fordern. Baden-W\u00fcrttemberg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern bestehen auf pers\u00f6nliche Vorsprachen mit Sprachkontrollen.<br \/>Die Diskussion erh\u00e4lt durch j\u00fcngste Skandale zus\u00e4tzliche Sch\u00e4rfe. Betr\u00fcgerische Sprachschulen verkauften laut Focus im vergangenen Jahr gef\u00e4lschte Zertifikate f\u00fcr mehrere tausend Euro. Der Bund reagierte mit h\u00e4rteren Strafen: Betrug f\u00fchrt nun zu zehnj\u00e4hrigen Einb\u00fcrgerungssperren. CDU-Politikerin Tijen Atao\u011flu fordert einheitliche Bundesstandards. Die Bundestagsabgeordnete Cornell Babendererde (CDU) bef\u00fcrchtet, dass digitale Verfahren den pers\u00f6nlichen Kontakt zwischen Antragstellern und Beh\u00f6rden minimieren.<br \/>Die CDU-Nachwuchsorganisation will die Einb\u00fcrgerungsregeln grundlegend \u00e4ndern. Beim Bundesparteitag im Februar soll die Mindestaufenthaltsdauer von f\u00fcnf auf acht Jahre steigen. Die Staatsb\u00fcrgerschaft solle wieder das Ergebnis erfolgreicher Integration sein, nicht deren Voraussetzung.<br \/>Zuletzt gab es bei den Einb\u00fcrgerungen Rekordzahlen. Diese sind eine direkte Folge der umstrittenen Gesetzesreform der ehemaligen Ampel-Koalition. Durch die Senkung der Mindestaufenthaltsdauer von acht auf f\u00fcnf Jahre konnten deutlich mehr Menschen die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft beantragen.<br \/>Besonders die M\u00f6glichkeit einer Verk\u00fcrzung auf nur drei Jahre bei besonderen Integrationsleistungen wie guten schulischen oder beruflichen Leistungen machte die Einb\u00fcrgerung f\u00fcr viele attraktiver. Diese beschleunigte Variante, die von Kritikern als \u201eTurbo-Einb\u00fcrgerung\u201c bezeichnet wurde, ist jedoch bereits wieder Geschichte &#8211; die neue schwarz-rote Bundesregierung schaffte sie nach ihrem Amtsantritt im Mai 2025 ab.<br \/>Ein weiterer entscheidender Faktor f\u00fcr den Anstieg war die generelle Zulassung der doppelten Staatsb\u00fcrgerschaft. Menschen, die sich in Deutschland einb\u00fcrgern lassen, k\u00f6nnen seit der Reform ihre urspr\u00fcngliche Nationalit\u00e4t behalten \u2013 eine Regelung, die f\u00fcr viele Antragsteller den entscheidenden Ausschlag gab.<br \/>Die Zahlen zeigen deutlich, welche Bev\u00f6lkerungsgruppen besonders von den neuen Regelungen profitierten: Syrer stellten mit 28 Prozent die gr\u00f6\u00dfte Gruppe der Neub\u00fcrger, gefolgt von Menschen mit t\u00fcrkischer (acht Prozent), irakischer (f\u00fcnf Prozent), russischer (vier Prozent) und afghanischer (drei Prozent) Staatsb\u00fcrgerschaft. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer zum Zeitpunkt der Einb\u00fcrgerung lag 2024 bei 11,8 Jahren \u2013 etwas l\u00e4nger als im Vorjahr mit 10,9 Jahren. (Quellen: Focus, Rheinland Pfalz: Ministerium f\u00fcr Familie, Frauen, Kultur und Integration, AFP) (cgsc)<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beamtengespr\u00e4ch anstelle von Sprachzertifikaten: Die Opposition kritisiert das Verfahren als willk\u00fcrlich und macht daraus ein hei\u00dfes Wahlkampfthema. 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