<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":392379,"date":"2017-01-04T00:04:05","date_gmt":"2017-01-03T22:04:05","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=392379"},"modified":"2017-01-04T00:04:05","modified_gmt":"2017-01-03T22:04:05","slug":"der-weite-weg-zum-frieden-syriens-instabile-waffenruhe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/01\/der-weite-weg-zum-frieden-syriens-instabile-waffenruhe\/","title":{"rendered":"Der weite Weg zum Frieden: Syriens instabile Waffenruhe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/www.tt.com\/csp\/cms\/sites\/dt.common.streams.StreamServer.cls?STREAMOID=BBvAG9OcJ4kqk03k5y5c08$daE2N3K4ZzOUsqbU5sYval0BpuNDB4IgwgE0LXhe0WCsjLu883Ygn4B49Lvm9bPe2QeMKQdVeZmXF$9l$4uCZ8QDXhaHEp3rvzXRJFdy0KqPHLoMevcTLo3h8xh70Y6N_U_CryOsw6FTOdKL_jpQ-&amp;CONTENTTYPE=image\/jpeg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Von Jan Kuhlmann, dpa <br \/>Damaskus \u2013 Wann immer im syrischen B\u00fcrgerkrieg ein leiser Hoffnungsschimmer auf Frieden am Horizont auftaucht, verschwindet er umgehend im Rauch neuer Angriffe und Gefechte. Erst am Freitag war zum dritten Mal innerhalb von zw\u00f6lf Monaten eine landesweite Waffenruhe in Kraft getreten, die den Weg ebnen sollte zu Verhandlungen zwischen der Regierung und ihren Gegnern. <br \/>In der kasachischen Hauptstadt Astana sollen sich beide noch in diesem Monat treffen \u2013 so zumindest der Plan Russlands und der T\u00fcrkei, der mittlerweile wichtigsten Schutzm\u00e4chte der Kriegsparteien. Doch ob sich demn\u00e4chst tats\u00e4chlich syrische Unterh\u00e4ndler auf den Weg nach Zentralasien machen, ist einmal mehr ungewiss, seitdem mehrere wichtige Rebellenmilizen am Montagabend s\u00e4mtliche Gespr\u00e4che zur Vorbereitung des Treffens in Astana auf Eis gelegt haben. Sie beschuldigen Syriens Armee und mit ihr verb\u00fcndete schiitische Milizen, die Waffenruhe immer wieder gebrochen zu haben. <br \/>Tats\u00e4chlich meldeten Aktivisten in den vergangenen Tagen K\u00e4mpfe in verschiedenen Gebieten, auch wenn die Gewalt insgesamt zur\u00fcckgegangen ist. Nach Z\u00e4hlung der \u201eSyrischen Beobachtungsstelle f\u00fcr Menschenrechte\u201c starben seit Freitag elf Zivilisten, darunter eine schwangere Frau. Alle seien durch Angriffe des Regimes get\u00f6tet worden, sagt der Leiter der Menschenrechtsbeobachter, Rami Abdel Rahman. <br \/>Er macht die regierungstreuen Truppen auch f\u00fcr die Mehrheit der Verst\u00f6\u00dfe gegen die Waffenruhe verantwortlich. Seine Informationen bezieht die in England sitzende Beobachtungsstelle von mehr als 200 Aktivsten im ganzen Land, die t\u00e4glich Angriffe, Gefechte und Opferzahlen melden. <br \/>Zu Angriffen und Gefechten kam es vor allem in einem von Rebellen gehaltenen Tal nordwestlich der Hauptstadt Damaskus, das gro\u00dfe strategische Bedeutung besitzt: Von Wadi Barada aus werden Millionen Menschen in Damaskus mit Frischwasser versorgt. Nachdem die Regierungstruppen eine Offensive begonnen hatten, wurde vor fast zwei Wochen die Wasserversorgung der Hauptstadt unterbrochen. Beide Seiten geben sich daf\u00fcr gegenseitig die Schuld. <br \/>F\u00fcr Damaskus sind die Auswirkungen dramatisch: Vier Millionen Einwohner sind dort laut UN seit dem 22. Dezember vom Wasser abgeschnitten. Vor allem Kindern drohten Krankheiten, warnt das UN-Nothilfeb\u00fcro OCHA. Die regierungstreue Nachrichtenseite \u201eDimashq Now\u201c meldete, die Menschen m\u00fcssten sich aus Brunnen versorgen. F\u00fcr die M\u00e4chtigen in Damaskus ist Wadi Barada so wichtig, dass sie Verst\u00e4rkungen dorthin beordert haben. <br \/>In dem wasserreichen Tal k\u00f6nnte sich das Schicksal der Feuerpause und auch der Friedensgespr\u00e4che entscheiden. Im Zentrum des Konfliktes steht wie in fr\u00fcheren F\u00e4llen die Al-Kaida-nahe Miliz Fatah-al-Sham-Front, die ehemalige Al-Nusra-Front. F\u00fcr sie gilt die Waffenruhe genauso wenig wie f\u00fcr die Terrormiliz IS (Daesh), die mit ihr ideologisch sehr verwandt ist. <br \/>F\u00fcr die Regierungsanh\u00e4nger ist klar: Unter den Rebellen in Wadi Barada sind nicht nur K\u00e4mpfer der Fatah-al-Sham-Front, sondern diese geben dort auch den Ton an. Doch diesen Vorwurf weisen die Regimegegner zur\u00fcck. In Wadi Barada gebe es keine Extremisten, sondern nur lokale K\u00e4mpfer, die ihre Heimatorte verteidigten. Die Menschenrechtsbeobachter wiederum sch\u00e4tzen, das rund 15 Prozent der Bewaffneten in der Region zur Fatah-al-Sham-Front geh\u00f6ren. <br \/>F\u00fcr die vor allem von der T\u00fcrkei, aber auch von den konservativen Golfmonarchien Saudi-Arabien und Katar unterst\u00fctzten Rebellen ist der Stopp der Gespr\u00e4che \u00fcber Friedensverhandlungen ein gef\u00e4hrliches Spiel. Milit\u00e4risch sind sie auf dem R\u00fcckzug, seitdem die Regierung kurz vor Weihnachten die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber die lange umk\u00e4mpfte Stadt Aleppo zur\u00fcckgewinnen konnte. In neuen K\u00e4mpfen drohen den Regimegegnern weitere Gel\u00e4ndeverluste, was ihre Position bei m\u00f6glichen Verhandlungen weiter schw\u00e4chen w\u00fcrde. <br \/>Das ist auch einer der Gr\u00fcnde, warum ein westlicher Diplomat die Hoffnung auf neue Friedensgespr\u00e4che vorerst nicht aufgeben will: \u201eDas letzte Wort ist noch nicht gesprochen.\u201c Allerdings sieht er Russland und die T\u00fcrkei am Zug, die vor allem der Opposition klar machen m\u00fcssten, was in der kasachischen Hauptstadt passieren solle. Das h\u00e4tten Moskau und Ankara noch nicht klar definiert, sagt er: \u201eEs fehlt die Lokomotive, die den Zug auf den Gleisen h\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 1.2\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.tt.com\/home\/12449426-91\/der-weite-weg-zum-frieden-syriens-instabile-waffenruhe.csp\" target=\"_blank\">http:\/\/www.tt.com\/home\/12449426-91\/der-weite-weg-zum-frieden-syriens-instabile-waffenruhe.csp<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Jan Kuhlmann, dpa Damaskus \u2013 Wann immer im syrischen B\u00fcrgerkrieg ein leiser Hoffnungsschimmer auf Frieden am Horizont auftaucht, verschwindet er umgehend im Rauch neuer Angriffe und Gefechte. 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