<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":398799,"date":"2017-01-09T00:05:21","date_gmt":"2017-01-08T22:05:21","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=398799"},"modified":"2017-01-09T00:05:21","modified_gmt":"2017-01-08T22:05:21","slug":"irans-grose-graue-eminenz-ist-tot","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/01\/irans-grose-graue-eminenz-ist-tot\/","title":{"rendered":"Irans gro\u00dfe graue Eminenz ist tot"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/diepresse.com\/images\/uploads\/8\/3\/5\/5150773\/FILES-IRAN-RAFSANJANI_1483893554767532_v0_h.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Er war eine Institution in seiner Heimat und galt als eine der S\u00e4ulen der Islamischen Republik. Erst vorigen Mai war der Alt-Pr\u00e4sident erneut mit fulminantem Stimmenvorsprung in den Expertenrat gew\u00e4hlt worden, der den n\u00e4chsten Revolutionsf\u00fchrer bestimmt. Akbar Hashemi Rafsanjani, von 1989 bis 2007 Regierungschef des Iran und vorher unter anderem Parlamentspr\u00e4sident, starb am Sonntag im Shohadaa-Krankenhaus an einem Herzinfarkt. Das Staatsfernsehen unterbrach sein Programm, mit zitternder Stimme erkl\u00e4rte eine Sprecherin, der Gestorbene sei in den Himmel gefahren, \u201enach einem Leben im rastlosen Einsatz f\u00fcr den Weg des Islam und der Revolution\u201c <br \/>Hunderte Menschen str\u00f6mten vor dem Hospital im Norden Teherans zusammen. Bis zuletzt hatte sich der 82-J\u00e4hrige, der als einer der reichsten M\u00e4nner des Landes sein Verm\u00f6gen mit Pistazien, Hotels, der Fluggesellschaft Mahan Air und Fabriken gemacht hatte, in die politischen Debatten seines Landes eingemischt. Er warb f\u00fcr eine Entspannung mit dem Westen, f\u00fcr wirtschaftliche Reformen und zuletzt auch f\u00fcr geringere Milit\u00e4rausgaben. Bei den Hardlinern war der gewiefte Stratege und Pragmatiker indes verhasst, zumal er zu den wenigen iranischen Politikern geh\u00f6rte, die sich kritische Worte gegen den aktuellen allm\u00e4chtigen Revolutionsf\u00fchrer, Ali Khamenei, erlauben konnten. <br \/>Unter dem Schah verhaftet und gefoltert, begann der Theologe seine Karriere in der Islamischen Republik als enger Vertrauter von Staatsgr\u00fcnder Ajatollah Ruhollah Khomeini. Seine achtj\u00e4hrige Pr\u00e4sidentschaft stand ganz unter dem Druck, das fr\u00fchere Persien nach dem verheerenden achtj\u00e4hrigen Krieg gegen den Irak in den 1980ern \u00f6konomisch und gesellschaftlich wieder aufzubauen. Die Urspr\u00fcnge des umstrittenen iranischen Atomprogramms, das der Islamischen Republik in den vergangenen mehr als zehn Jahren weltweite Sanktionen eintrug, fielen in seine Amtszeit genauso wie etwa die staatlichen Auftragsmorde an kurdischen Oppositionellen anno 1992 im Berliner Restaurant \u201eMykonos\u201c und anderswo. <br \/>Nach dem Attentat von 1994 gegen die Zentrale der j\u00fcdischen Gemeinde in Buenos Aires, bei dem 87 Menschen ums Leben kamen, erlie\u00df ein argentinische Gericht auch Haftbefehl gegen Rafsanjani, der jedoch stets jede Beteiligung an der Bluttat bestritt und letztlich nicht greifbar war. <br \/>Bei der Pr\u00e4sidentenwahl 2005 erlitt Rafsanjani eine verheerende Niederlage gegen den populistischen Hardliner und damaligen Teheraner B\u00fcrgermeister, Mahmud Ahmadinejad. 2009 unterst\u00fctzten er und seine Familie dann die \u201eGr\u00fcne Bewegung\u201c, die f\u00fcr eine innere und \u00e4u\u00dfere \u00d6ffnung des Iran eintrat und da und dort im Westen, nicht zuletzt in Medienkreisen, kurzzeitige Hoffnungen auf eine neue, unislamische Revolution ausl\u00f6ste. <br \/>Der Konflikt um das gef\u00e4lschte Wahlergebnis st\u00fcrzte die Islamische Republik in die schwerste Krise ihrer Geschichte. Tausende wurden verhaftet und ins Gef\u00e4ngnis gebracht. Die damaligen Spitzenkandidaten Mir Hossein Mussawi und Mehdi Karroubi stehen bis heute unter Hausarrest. Rafsanjani blieb zwar Mitglied des politischen Establishments, aber die einflussreiche Stellung als Freitagsprediger auf dem Campus der Teheraner Universit\u00e4t wurde ihm entzogen. Die religi\u00f6s-politische Versammlung gilt als zentrale Plattform der Islamischen Republik. <br \/>2013 f\u00f6rderte Rafsanjani dann die Wahl des relativ moderaten Pr\u00e4sidenten Hassan Rohani, der in einem Vertrag mit dem Westen, China und Russland nach viel Hin und Her die Atomkrise l\u00f6ste und ein Ende der Sanktionen erreichte. <br \/>F\u00fcr Rohani, der sich am 19. Mai der Wiederwahl stellen muss, ist Rafsanjanis Tod ein schwerer Schlag. \u201eWir werden ihn vermissen\u201c, kommentierte Farshad Ghorbanpour, einer der politischen Vordenker der Reformer. \u201eEr war zwar nicht mehr so m\u00e4chtig, aber er gab uns Hoffnung. Nun m\u00fcssen wir ohne ihn weitermachen.\u201c <br \/>(&#8222;Die Presse&#8220;, Print-Ausgabe, 09.01.2016)<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 1.1\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/5150773\/Irans-grosse-graue-Eminenz-ist-tot?from=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/5150773\/Irans-grosse-graue-Eminenz-ist-tot?from=rss<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er war eine Institution in seiner Heimat und galt als eine der S\u00e4ulen der Islamischen Republik. 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