<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":420539,"date":"2017-01-22T08:49:00","date_gmt":"2017-01-22T04:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=420539"},"modified":"2017-01-22T12:03:36","modified_gmt":"2017-01-22T10:03:36","slug":"washington-hunderttausende-protestieren-gegen-trump","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/01\/washington-hunderttausende-protestieren-gegen-trump\/","title":{"rendered":"Washington: Hunderttausende protestieren gegen Trump"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/polpix.sueddeutsche.com\/polopoly_fs\/1.3343636.1485037348!\/httpImage\/image.jpg_gen\/derivatives\/940x528\/image.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Die Menschenschlange reicht bis auf den U-Bahn-Steig hinab. Wie in einer Prozession halten die Demonstrantinnen ihre Plakate mit Slogans wie &#8222;Macht Amerika wieder gro\u00dfm\u00fctig&#8220; oder &#8222;Finger weg von meiner Pussy&#8220; hoch. Wenn jemand per Smartphone-Livestream die Bilder in die Welt hinausschickt, brandet Jubel auf. Drau\u00dfen schiebt sich die Masse mit dem Sprechchor &#8222;So sieht Demokratie aus&#8220; durch die prunkvolle Pennsylvania Avenue in der US-Hauptstadt Washington. <br \/>Wo einen Tag zuvor die Anh\u00e4nger von Donald Trump das Bild pr\u00e4gten und die Parade vom Kapitol zum Wei\u00dfen Haus entlang f\u00fchrte, formiert sich am Samstag erstmals sichtbar eine Massenbewegung, die dem neuen Pr\u00e4sidenten Widerstand leistet. Ihr Wahrzeichen, eine rosa Strickm\u00fctze in Anspielung an das kontroverse Pussygate-Video, leuchtet von zehntausenden K\u00f6pfen an dem grauen Januartag. <br \/>Die Idee, direkt nach Trumps Amtseinf\u00fchrung einen Protestmarsch in der Hauptstadt zu organisieren, hatte eine Anw\u00e4ltin im Ruhestand. Theresa Shook lebt auf Hawaii und musste erst nachfragen, wie man eine &#8222;Event Page&#8220; bei Facebook anlegt und hoffte darauf, dass sich vielleicht ein paar Hundert in Washington versammeln w\u00fcrde. Nach wenigen Stunden bekundeten 10 000 ihr Interesse und nun, Mitte Januar, hatte eine knappe Viertelmillion ihr Kommen angek\u00fcndigt. <br \/>Dieser Tag zeigt die Macht von Social Media als Organisationsplattform: Auch in Boston, New York, Chicago, Denver, Los Angeles, Austin und vielen anderen St\u00e4dten der USA nehmen Hunderttausende an &#8222;Schwesterm\u00e4rschen&#8220; teil. Dort ist es wie in Washington: Es kommen nicht nur Frauen, sondern auch viele solidarische M\u00e4nner. Peter Garafola, 63, ist aus Virginia angereist, weil er &#8222;alles, wof\u00fcr Trump steht&#8220;, ablehnt: &#8222;Ich bin heute hier, damit meine Stimme zum Widerstand gez\u00e4hlt wird. Die Leute sollten aufstehen gegen Ungerechtigkeit. Und sie m\u00fcssen w\u00e4hlen gehen. &#8220; <br \/>Wie viele Demonstrantinnen hat auch Margo Candelaria aus Baltimore ein Wechselbad der Gef\u00fchle hinter sich: &#8222;Die Monate seit der Wahl waren extrem hart f\u00fcr uns. Deshalb m\u00fcssen wir weiter k\u00e4mpfen f\u00fcr Frauenrechte und die Gleichstellung der Frauen. Wir m\u00fcssen aktiv bleiben. &#8220; Die zw\u00f6lfj\u00e4hrige Anabel Horwitz ist mit Schulfreunden auf die National Mall gekommen und verk\u00fcndet in Gegenwart ihrer Mutter: &#8222;Ich habe extra den Mathe-Test geschw\u00e4nzt, weil ich heute hier sein wollte. Dieser Protest ist wichtiger, es geht um meine Zukunft. &#8220; <br \/>Unterwegs sind Familien und ganze Freundeskreise, und alle haben die gleiche Botschaft an die neue Regierung: &#8222;Ihr seid im Amt, aber wir werden nicht verschwinden. &#8220; Ganz \u00e4hnlich \u00e4u\u00dfern sich die Dutzenden Redner, die vom Vormittag an mehrere Stunden lang die Menge bei Laune halten. &#8222;Wir weigern uns, die D\u00e4monisierung unserer muslimischen Schwestern und Br\u00fcder zu akzeptieren&#8220;, ruft etwa die Schauspielerin America Ferrera, eines von vielen bekannten Gesichtern, die an diesem Tag in Washington zu den Demonstranten sprechen. <br \/>Sie betont, dass Millionen Amerikaner das Recht auf Abtreibung ebenso verteidigen werden wie die Rechte von Transgender und Homosexuellen. Ferreras Eltern stammen aus Honduras, daher ist ihr das Anliegen der illegalen Einwanderer und insbesondere der jungen Dreamer besonders wichtig : &#8222;Wir lassen nicht zu, dass aus einer Nation von Einwandern eine Nation von Idioten gemacht wird. &#8220; <br \/>Ferrera war im Wahlkampf f\u00fcr Hillary Clinton sehr pr\u00e4sent und sie betont, wie wichtig es ist, dass es nach diesem Tag weiter geht. Wie im Wahlkampf gehe es jetzt darum, Kontaktinformationen zu sammeln und sich noch besser zu vernetzen: &#8222;Bitte nehmt Eure Handys raus und schickt eine SMS mit &#8218;WOMEN&#8216; an 40649. Das ist erst der Anfang. &#8220; <br \/>Pop-Diva Madonna legt einen \u00dcberraschungsauftritt hin und h\u00e4lt eine heftige Rede gegen Trump. Alle Minderheiten im Land seien &#8222;in Gefahr&#8220;, man m\u00fcsse eine &#8222;Revolution der Liebe&#8220; entgegensetzen. <br \/>Hollywood-Star Scarlett Johansson verliest eine Art Liebeserkl\u00e4rung an die Organisation Planned Parenthood (PP), die sich um die Gesundheit von Millionen von Frauen k\u00fcmmert. &#8222;All meine Freundinnen sagen: &#8218;Plannend Parenthood hat mich schon mal gerettet&#8216;. &#8220; PP hilft dabei, Brustkrebs zu erkennen und zu behandeln &#8211; doch weil die Organisation auch Abtreibungen durchf\u00fchrt, wollen die Republikaner alle Zusch\u00fcsse streichen. &#8222;Pr\u00e4sident Trump, ich habe nicht f\u00fcr Sie gestimmt. Ich will versuchen, Sie zu respektieren, aber Sie m\u00fcssen uns Frauen respektieren&#8220;, ruft Johansson. <br \/>Die legend\u00e4re Feministin Gloria Steinem ruft in den Jubel hinein , dass &#8222;heute 1000 Busse mehr kommen als gestern f\u00fcr die Vereidigung&#8220;. Es sei enorm wichtig, dass weltweit Solidarit\u00e4tsaktionen stattfinden, ruft die 82-J\u00e4hrige. Sie verliest eine Nachricht vom Schwestermarsch in Berlin: &#8222;Wir wissen, dass Mauern nicht funktionieren. &#8220; Und Schauspielerin Whoopi Goldberg ruft: &#8222;Wir gehen nicht r\u00fcckw\u00e4rts, sondern vorw\u00e4rts. &#8220; <br \/>Anders als am Freitag bei den Trump-Anh\u00e4ngern sind nun auch viele Afroamerikaner und Menschen mit latein- und mittelamerikanischen Wurzeln auf den Stra\u00dfen. W\u00e4hrend Trommler den Takt vorgeben und von der B\u00fchne Wortfetzen durchdringen, wird dar\u00fcber diskutiert, wie sie nun aussehen soll, die Reaktion auf Pr\u00e4sident Trump. <br \/>Die 29 Jahre alte Vanessa Leon aus Washington setzt auf Protest. &#8222;Ich will mit anderen Frauen aufstehen gegen das, was Trump vorhat. Meine Freunde und ich sind noch unter Schock, dass er seit gestern wirklich unser Pr\u00e4sident ist. &#8220; Ihr ist es als farbige Frau und k\u00fcnftige Mutter wichtig, ihre Meinung kund zu tun. Was ihre gr\u00f6\u00dfte Angst ist? &#8222;Die Hoffnung zu verlieren. &#8220; Passenderweise l\u00e4sst ein Aktivist von der B\u00fchne aus die Menge skandieren: &#8222;I&#8217;m not afraid of Donald Trump. &#8220; <br \/>\u00dcber Stunden hinweg str\u00f6men Menschen in Richtung der Marschroute. Bevor sich die Demonstranten am fr\u00fchen Nachmittag in Bewegung setzt, tritt der momentan dauerpr\u00e4sente Dokumentarfilmer Michael Moore ans Mikrofon. Er zerrei\u00dft die Titelseite der Washington Post , auf der &#8222;Donald Trump takes power&#8220; steht. &#8222;Das ist falsch, wir haben die Macht&#8220;, ruft er. Moore fordert die Menge auf, t\u00e4glich nach dem Aufstehen und dem ersten Kaffee die Abgeordneten im Kongress anzurufen und zu sagen: &#8222;Wir sind gegen Trumps Gesetze. &#8220; <br \/>Beim Auftritt des Linkspopulisten Moore wird klar, was auf Amerikas Linke zukommt: Er ruft dazu auf, die Partei der Demokraten zu \u00fcbernehmen, damit junge Leute, Frauen und Minderheiten mehr zu sagen haben. Viele Plakate mit dem Clinton-Slogan &#8222;I&#8217;m with Her&#8220; sind zu sehen, doch der Jubel ist am gr\u00f6\u00dften, wenn der Name Bernie Sanders f\u00e4llt. Moores Appell: &#8222;H\u00f6rt auf, sch\u00fcchtern zu sein. Mischt euch ein, kandidiert f\u00fcr politische \u00c4mter. &#8220; Der Richtungsstreit hat gerade erst begonnen.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 4.2\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/womens-march-farb-und-stimmgewaltiger-protest-1.3343550?source=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/womens-march-farb-und-stimmgewaltiger-protest-1.3343550?source=rss<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschenschlange reicht bis auf den U-Bahn-Steig hinab. 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