<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":426082,"date":"2017-01-24T19:56:00","date_gmt":"2017-01-24T15:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=426082"},"modified":"2017-01-24T20:16:18","modified_gmt":"2017-01-24T18:16:18","slug":"chinas-angst-vor-donald-trump","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/01\/chinas-angst-vor-donald-trump\/","title":{"rendered":"Chinas Angst vor Donald Trump"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/diepresse.com\/images\/uploads\/9\/d\/9\/5159385\/86AB5385-7DDA-4E72-88D1-0FD047E33D74_v0_l.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Peking. Noch vor einer Woche gab sich die chinesische F\u00fchrung stark und selbstbewusst. Die USA h\u00e4tten eine \u201eheftige\u201c Reaktion zu erwarten, sollte Donald Trump seine Drohung umsetzen und Taiwan als eigenen Staat anerkennen, warnte ein Regierungssprecher. Auch gegen die Teilnahme einer Delegation aus Taiwan zur Amtseinf\u00fchrung Trumps in Washington hatte die F\u00fchrung in Peking heftig protestiert. Aus Chinas Sicht ist die vorgelagerte Insel eine abtr\u00fcnnige Provinz und kein souver\u00e4ner Staat \u2013 was Taiwan seit dem Ende des B\u00fcrgerkriegs von 1949 de facto aber ist. Die USA folgten bisher Pekings Ein-China-Politik. Trump ist der erste US-Pr\u00e4sident seit fast 40 Jahren, der an diesem Zustand zu r\u00fctteln wagt und sich kurz nach seiner Wahl von der taiwanischen Pr\u00e4sidentin telefonisch gratulieren lie\u00df. <br \/>Trump zeigt sich unbeeindruckt von allen chinesischen Drohungen. Er lie\u00df die elfk\u00f6pfige Delegation aus Taiwan an seiner Feier teilnehmen. Eine Provokation. <br \/>Doch anstatt den Streit verbal noch st\u00e4rker eskalieren zu lassen, ist die chinesische F\u00fchrung \u00fcberraschend um vers\u00f6hnliche T\u00f6ne bem\u00fcht. Geradezu flehentlich bat Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Wochenende den neuen US-Pr\u00e4sidenten darum, die m\u00fchsam aufgebauten Beziehungen nicht einfach \u00fcber Bord zu werfen. \u201eZusammenarbeit ist die beste Option f\u00fcr das US-chinesische Verh\u00e4ltnis\u201c, hei\u00dft es darin. <br \/>So \u00fcberraschend diese Kehrtwende scheinen mag, verst\u00e4rkt sie den Eindruck, dass Chinas F\u00fchrung auf Trumps Angriffe keine Antwort mehr wei\u00df. Trump hatte schon im Wahlkampf die Volksrepublik heftig kritisiert. Er warf den Chinesen W\u00e4hrungsmanipulation vor, um sich auf dem Weltmarkt mit Billigexporten einen Handelsvorteil zu erschleichen. Als einer seiner ersten Amtshandlungen k\u00fcndigte er an, einen 45-prozentigen Strafzoll auf s\u00e4mtliche chinesische Einfuhren erheben zu wollen. <br \/>L\u00e4ngst d\u00e4mmert es der F\u00fchrung in Peking, dass es sich bei Trumps Attacken keineswegs nur um Wahlkampfgepl\u00e4rre handelt. Er will sich ernsthaft mit China anlegen. Er greift das Land nicht nur in Handelsfragen an. Er macht Peking auch verantwortlich f\u00fcr Nordkoreas nukleare Aufr\u00fcstung und weltweite Hacking-Angriffe \u2013 w\u00e4hrend er Russland in Schutz nimmt. Im Streit ums S\u00fcdchinesische Meer schlie\u00dft Trump sogar einen milit\u00e4rischen Konflikt nicht mehr aus. <br \/>Rein \u00f6konomisch gesehen k\u00f6nnte China die Anfeindungen locker sehen. Denn so leicht l\u00e4sst sich das komplexe US-chinesische Geflecht nicht aufl\u00f6sen. Zwar erwirtschaften die Chinesen auch weiterhin einen hohen \u00dcberschuss im Handel mit den USA. Doch der ist inzwischen deutlich gesunken. Vielmehr str\u00f6men angesichts sinkender Wachstumsraten im eigenen Land immer mehr chinesische Investoren ins Ausland. Die USA sind als eine der wenigen gro\u00dfen Volkswirtschaften, die kr\u00e4ftig w\u00e4chst, besonders attraktiv. 2016 haben chinesische Unternehmen mehr als 53,9 Milliarden US-Dollar in den USA investiert, so viel wie in keinem anderen Land. <br \/>Doch Trump geht es gar nicht um \u00f6konomische Wahrheiten. \u201eChina ist unser Feind. Es will uns zerst\u00f6ren\u201c, twitterte Trump schon im Juli 2011. Und es k\u00f6nnte bald noch schlimmer kommen. Denn je mehr sich abzeichnen sollte, dass er seine innenpolitischen Versprechungen nicht erf\u00fcllen kann, desto mehr k\u00f6nnte er auf au\u00dfenpolitische Feindbilder setzen. Trump w\u00e4re nicht der erste Staatschef, der mit einem Feindbild im Ausland gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung hinter sich zu scharen wei\u00df. Umgekehrt wird sich auch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping nicht ewig zur\u00fcckhalten. Schon mehren sich in Chinas sozialen Netzwerken die Stimmen, Xi m\u00fcsse eine h\u00e4rtere Gangart gegen Trump einschlagen. <br \/>Allerdings: Mit Trumps angek\u00fcndigtem R\u00fcckzug der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP mit 16 Pazifik-Anrainerstaaten scheint er der chinesischen F\u00fchrung auf den ersten Blick einen Gefallen zu tun. Immerhin hatte sein Vorg\u00e4nger TPP explizit als Gegengewicht zur immer m\u00e4chtigeren Volksrepublik konzipiert. Australien hat nun vorgeschlagen, dass China die L\u00fccke f\u00fcllen k\u00f6nnte. <br \/>Doch schon gibt es in Peking warnende Stimmen vor allzu viel Vorfreude. Denn Japan, ein weiterer Gegenspieler von China, hat angek\u00fcndigt, TPP ohne die USA aufzugeben. Zudem k\u00f6nnte Trump noch einige Joker in der Tasche haben, die China in der Pazifik-Region doch noch isolieren. <br \/>Experten empfehlen, dass sich Chinas Staatspr\u00e4sident Xi Jinping so schnell wie m\u00f6glich mit Trump pers\u00f6nlich trifft. Einem Egomanen wie Trump die Hand zu reichen, k\u00f6nnte sehr viel bewirken. Bisher ist allerdings nichts dergleichen geplant. Die n\u00e4chste Gelegenheit k\u00f6nnte sich erst beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg ergeben.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 6.5\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/ausland\/aussenpolitik\/5159385\/index?from=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/diepresse.com\/home\/ausland\/aussenpolitik\/5159385\/index?from=rss<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peking. 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