<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":426394,"date":"2017-01-24T23:30:00","date_gmt":"2017-01-24T19:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=426394"},"modified":"2017-01-25T00:14:04","modified_gmt":"2017-01-24T22:14:04","slug":"sigmar-gabriel-wird-nicht-kanzlerkandidat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/01\/sigmar-gabriel-wird-nicht-kanzlerkandidat\/","title":{"rendered":"Sigmar Gabriel wird nicht Kanzlerkandidat"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/bc01.rp-online.de\/polopoly_fs\/german-economy-minister-and-leader-of-1.6557217.1485278913!httpImage\/674534404.jpg_gen\/derivatives\/d950x950\/674534404.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Das Ruder konnte Sigmar Gabriel nicht herumrei\u00dfen. Die SPD steckt acht Jahre nach ihrer historischen Niederlage bei der Bundestagswahl erneut bei 20 Prozent fest. Wie betoniert. Gabriels Verzicht auf die Kanzlerkandidatur und den Parteivorsitz ist \u00fcberraschend, aber konsequent. Wenn man geht, dann richtig. <br \/>Erst das Land, dann die Partei, dann erst ich, mag Gabriel gedacht haben. Seine Umfragewerte sind seit Jahren unterirdisch, in der Partei wie im Rest der Republik. Martin Schulz dagegen steht etwas besser da. Und er segelt unter dem Wind des Neulings auf der Berliner B\u00fchne. <br \/>Gabriel hat sich stets gefragt, warum er nicht ankommt. Er hat es erkannt und seine Schl\u00fcsse daraus gezogen, was im politischen Berlin selten ist. Selbst die SPD hat ihn geduldet, nie geliebt. Dankbarkeit ist kein Kriterium bei Genossen. <br \/>Immerhin hatte sich der Lehrer aus Goslar in die Pflicht nehmen lassen. Er einte die Partei, verhandelte mit der Merkel-Union, die fast eine absolute Mehrheit erreicht hatte, hart und erfolgreich. Merkels zweite gro\u00dfe Koalition war ein Linksb\u00fcndnis. Mindestlohn, Rente mit 63, Lohngleichheit, Kita-Ausbau. Nie war eine 20-Prozent-Partei so m\u00e4chtig wie unter Gabriel. Aber an seinen eigenen F\u00fchrungsanspr\u00fcchen ist er immer wieder gescheitert. <br \/>Politik ist F\u00fchren und Sammeln, hat er selbst mal gesagt. Gabriel verga\u00df das Sammeln und f\u00fchrte in viele Richtungen, nicht in eine. Etwa in der Fl\u00fcchtlingspolitik. <br \/>Schon 2015 wollte Gabriel hinwerfen <br \/>Die Partei wollte dem kommunikativ unberechenbaren Gabriel nicht folgen. Sie strafte ihn beim Parteitag 2015 mit seinem schlechtesten Ergebnis ab. Schon damals wollte Gabriel hinwerfen. Nun geht er zwei Jahre sp\u00e4ter. Und er hat einen weiteren Grund: Es gibt Wichtigeres als Politik. Familie zum Beispiel. Der junge Vater will \u00f6fter zuhause sein. Das ist respektabel. Man muss es ihm abnehmen. <br \/>Und der Neue? Der kann der Union durchaus gef\u00e4hrlich werden. Entsprechend ged\u00e4mpft waren die Reaktionen bei CDU und CSU. Martin Schulz ist in jeder Faser seines K\u00f6rpers Politiker. Eine Rampensau, ein leidenschaftlicher Streiter. Schon als Linksverteidiger bei Rhenania 05 W\u00fcrselen war er der Spieler, der mit dem schmutzigsten Trikot vom Feld ging. So einer ist eine Chance f\u00fcr die SPD. <br \/>Schulz kann reden, seine Aufsteigervita &#8211; zweiter Bildungsweg, Verletzungen, Alkoholprobleme, Buchh\u00e4ndlerlehre, EU-Parlamentspr\u00e4sident &#8211; ist eine Geschichte wie aus dem sozialdemokratischen Lehrbuch. Der Mann der zweiten Chancen. <br \/>Was will Schulz in der Innenpolitik? <br \/>Mit Schulz&#8216; Nominierung hat die SPD f\u00fcr eine \u00dcberraschung gesorgt. Der Rheinl\u00e4nder wird dieses Momentum nutzen wollen. Dass er nicht in den Kulissen der Berliner Republik agierte, muss nicht entscheidend sein. Das Br\u00fcsseler Parkett ist auch rutschig. Sein Narrativ wird Europa sein, das gro\u00dfe Thema in einem Brexit-Trump-Le-Pen-Jahr. Damit h\u00e4tte die SPD schon mal mehr zu bieten als im Wahlkampf 2009 und 2013. <br \/>Was Schulz in der Innenpolitik will, wei\u00df indes keiner. Wie soll der Wohlstand gesichert werden? Digitale Bildung, Innovationskultur, nachhaltige Finanzpolitik. Dazu gibt es von Schulz selten ein Wort. <br \/>Gabriel wollte die Deutungshoheit \u00fcber eine starke, aber solidarische Gesellschaft zur\u00fcckgewinnen, und ist doch im Regierungsalltag in der Rolle des Klempners f\u00fcr den angestaubten Sozialstaat h\u00e4ngengeblieben. Verantwortung und Freiheit sind Begriffe, die kaum einer mit der SPD verbindet. Ein Blick nach Nordrhein-Westfalen reicht da aus. <br \/>Martin Schulz muss sich zu all dem erstmal positionieren. Auch zur Causa Rot-Rot-Gr\u00fcn nat\u00fcrlich. Paradox: Hannelore Kraft wollte ihn nicht, aber am Ende k\u00f6nnte die Wahlk\u00e4mpferin doch von der Wende profitieren. Ein Aachener als Kanzlerkandidat gibt der beladenen SPD an Rhein und Ruhr neuen Auftrieb.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 7.5\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-wird-nicht-kanzlerkandidat-ein-letzter-dienst-an-der-partei-aid-1.6556613\" target=\"_blank\">http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-wird-nicht-kanzlerkandidat-ein-letzter-dienst-an-der-partei-aid-1.6556613<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ruder konnte Sigmar Gabriel nicht herumrei\u00dfen. 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