<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":429936,"date":"2017-01-27T02:21:00","date_gmt":"2017-01-26T22:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=429936"},"modified":"2017-01-27T06:03:03","modified_gmt":"2017-01-27T04:03:03","slug":"bmw-arbeiter-in-angst-vor-trump","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/01\/bmw-arbeiter-in-angst-vor-trump\/","title":{"rendered":"BMW-Arbeiter in Angst vor Trump"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/bilder.bild.de\/fotos-skaliert\/bild-in-mexiko-bmw-baustellen-arbeiter-200259143-49969456\/2,w=1280,c=0.bild.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>San Luis Potosi \u2013 Wenn Carlos (32) von der BMW-Baustelle in San Luis Potosi (Mexiko) nach Hause kommt, acht Stunden Arbeit f\u00fcr umgerechnet 80 Cent\/Stunde hinter sich, dann gibt es in diesen Tagen nur ein Thema: US-Pr\u00e4sident Donald Trump (70)! <br \/>\u201eNat\u00fcrlich verfolgen wir alle die Drohungen dieses Rassisten\u201c, sagt Carlos. <br \/>Er sitzt auf einer schmutzigen Matratze in einem 15 Quadratmeter-Zimmer, das er sich mit vier Kollegen teilt. Hier kochen sie nach der Arbeit zusammen, schlafen kurz, gehen dann fr\u00fch um sieben wieder auf die Baustelle. <br \/>Carlos&#8216; Arbeitskollege Juan (44) f\u00fcrchtet um seinen Job: \u201eEs sieht so aus, dass Trump wirklich wahr macht mit all den irren Dingen, die er gesagt hat. Wir k\u00f6nnen nur hoffen, dass die Autobauer nicht alle nach seiner Pfeife tanzen. BMW ist unabh\u00e4ngiger als US-Konzerne!\u201c <br \/>Die ersten Stahltr\u00e4ger der BMW-Fabrik stehen bereits, der Konzern will das Werk 2019 er\u00f6ffnen, so f\u00fcr mindestens 1 500 Menschen Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Das ist der Plan. Aber was ist noch planbar in Mexiko nach der Amts\u00fcbernahme von Trump im Nachbarland? <br \/>Seit Anfang Januar machen sich die Arbeiter hier auf der BMW-Baustelle gro\u00dfe Sorgen. Da k\u00fcndigte Ford an, ein bereits im Bau befindliches Werk in Potosi doch nicht fertig zu stellen, lieber in den USA zu investieren \u2013 aus Angst vor Konsequenzen! <br \/>Kurz danach gab der US-Pr\u00e4sident ein BILD-Interview , damit verbunden eine offene Drohung an BMW: \u201eIch w\u00fcrde BMW sagen, wenn sie eine Fabrik in Mexiko bauen und Autos in die USA verkaufen wollen ohne eine 35-Prozent-Steuer, dann k\u00f6nnen sie das vergessen.\u201c <br \/>Auch wenn BMW \u00f6ffentlich erkl\u00e4rte, an dem Bau festzuhalten, schlugen die S\u00e4tze von Trump in Potosi ein wie eine Bombe. <br \/>Die Autoindustrie hatte die 700 000 Einwohner-Stadt vor 15 Jahren als perfekten Standort entdeckt: Billige Arbeitskr\u00e4fte, niedrige Steuern, Freihandelsvertr\u00e4ge. Jetzt stehen alleine hier 50 000 Arbeitspl\u00e4tze auf dem Spiel. Nur ein paar Kilometer entfernt vom BMW-Gel\u00e4nde kann man schon besichtigen, was Trumps Politik f\u00fcr direkte Konsequenzen hat. <br \/>10 000 Arbeitspl\u00e4tze sollten auf dem riesigen Areal von Ford entstehen, jetzt wird nach neuen Investoren gesucht. Ein paar Bagger stehen noch auf dem Gel\u00e4nde, Jesus (57) ist damit besch\u00e4ftigt, sie weg zu transportieren. <br \/>Jesus: \u201eMeine Firma hat jetzt keine Arbeit mehr, seitdem Ford weg gezogen ist. Deshalb bezahlen sie auch mich nicht mehr.\u201c <br \/>Jesus hat als Bauarbeiter umgerechnet 60 Cent\/Stunde verdient, von der Schlie\u00dfung der Baustelle hat er aus dem Radio erfahren. \u201eVon einem Tag auf den anderen war es vorbei. Ich wei\u00df nicht, wo ich noch Arbeit finden soll.\u201c <br \/>Jesus glaubt, dass auch BMW am Ende abziehen k\u00f6nnte aus Potosi. \u201eTrump macht denen so viel Druck, dass sie einknicken, bei Ford hat sich es ja auch niemand vorstellen k\u00f6nnen.\u201c <br \/>Carlos von der BMW-Baustelle hat selbst sieben Jahre in den USA gearbeitet, kam dann zur\u00fcck, aus Heimweh. Auch wenn er sagt, dass er Trump hasst, so w\u00fcnscht er sich doch im eigenen Land jemanden wie den 45. US-Pr\u00e4sidenten. <br \/>Carlos: \u201eIch finde schlimm, was er \u00fcber unser Land sagt, dass er uns alle als Drogendealer und Kriminelle hinstellt. Aber er sch\u00fctzt gleichzeitig auch amerikanische Arbeiter. Das Problem ist, dass die mexikanische Elite dagegen nur sich selbst sch\u00fctzt, aber die Arbeiter ihnen egal sind. Ich verdiene weniger als einen Dollar in der Stunde und k\u00f6nnte jetzt trotzdem meinen Job verlieren. Ist das fair?\u201c <br \/>Carlos&#8216; Worte \u00fcber die Elite klingen wie Wahlkampfreden von Trump \u00fcber die amerikanische Elite. <br \/>Hier in San Luis Potosi, der Autostadt, haben die Arbeiter Angst vor den Konsequenzen der Politik des US-Pr\u00e4sidenten. Aber einen mexikanischen Trump w\u00fcrden wohl viele von ihnen am Ende selbst w\u00e4hlen&#8230; <br \/>PS: Sind Sie bei Facebook? 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