<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":439045,"date":"2017-02-02T14:21:00","date_gmt":"2017-02-02T10:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=439045"},"modified":"2017-02-02T20:14:35","modified_gmt":"2017-02-02T18:14:35","slug":"deutsche-bank-ja-sie-lebt-noch-und-nun","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/02\/deutsche-bank-ja-sie-lebt-noch-und-nun\/","title":{"rendered":"Deutsche Bank: Ja, sie lebt noch &#8211; und nun?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/deustschebank-103~_v-videowebm.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Die Deutsche Bank &#8211; im Herbst fast totgesagt &#8211; freut sich trotz neuer Verluste von rund 1,4 Milliarden \u00fcber eine Verdopplung ihres Aktienkurses und dar\u00fcber, dass sie ihre gr\u00f6\u00dften Rechtsrisiken los ist. Eine Frage bleibt: Hat die Bank eine Strategie?<br \/>B\u00f6rsenkurse sind erratische Wesen, wobei man nicht einmal die vielzitierte &#8222;Trump-Rallye&#8220; bem\u00fchen muss, um einen aktuellen Beleg f\u00fcr diese These zu finden. Die Deutsche-Bank-Aktie tut es auch: Vier Monate ist es her, dass die Anteilsscheine des gr\u00f6\u00dften hiesigen Geldinstituts erstmals unter die Marke von zehn Euro rutschten. Auguren wie der angesehene US-Investor Jeff Gundlach hatten f\u00fcr diesen Fall nicht weniger als eine Panik vorhergesagt.<br \/>Stattdessen passierte das Gegenteil: Die Aktie erholte sich nicht nur, sondern explodierte irgendwann regelrecht. Ende Januar notierte sie schlie\u00dflich bei knapp 20 Euro. Eine Verdopplung binnen 18 Wochen &#8211; Wahnsinn! Dabei liegt hinter der Deutsche Bank eigentlich das vielleicht schlimmste Jahr ihrer Nachkriegsgeschichte &#8211; schlimmer noch als das Finanzkrisenjahr 2008.<br \/>Alles begann vor ziemlich genau zw\u00f6lf Monaten, als der frisch installierte Vorstandschef John Cryan einen Horrorverlust von 6,8 Milliarden Euro vermelden musste. Es folgten bange Wochen, in denen Spekulanten offensichtlich auf den Ausfall spezieller Deutsche-Bank-Anleihen wetteten. Selbst Wolfgang Sch\u00e4uble, der deutsche Finanzminister, meldete sich zu Wort, um die Investoren zu beschwichtigen.<br \/>\u00dcber den Sommer schien es dann tats\u00e4chlich, als f\u00e4nde das Institut ein wenig zur Ruhe. Bis die Meldung kam, das US-Justizministerium verlange von der Deutschen Bank f\u00fcr deren Verfehlungen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt eine Zahlung in H\u00f6he von 14 Milliarden Dollar. Das war nicht nur deutlich mehr Geld, als man in Frankfurt f\u00fcr die Beilegung dieses seit Jahren schwelenden Rechtsstreits beiseite gelegt hatte. Es war &#8211; vereinfacht ausgedr\u00fcckt &#8211; sogar mehr Geld, als die Bank \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung hatte. Das Undenkbare schien pl\u00f6tzlich wieder denkbar. N\u00e4mlich, dass der Bund die Deutsche Bank st\u00fctzen muss. Und nun? Soll pl\u00f6tzlich alles wieder gut sein?<br \/>Nein, nat\u00fcrlich nicht &#8211; was man allein daran erkennt, dass die Deutsche Bank auch 2016 wieder einen Verlust von immerhin rund 1,4 Milliarden Euro erlitten hat, wie heute fr\u00fch mitgeteilt wurde. Trotzdem kommt die Aktienrallye der vergangenen Woche nicht von ungef\u00e4hr. Die im Herbst auch von seri\u00f6sen Beobachtern f\u00fcr m\u00f6glich gehaltenen Worst-Case-Szenarien sind allesamt ausgeblieben. Mag sein, dass die Deutsche Bank immer noch auf der Krankenstation liegt. In Lebensgefahr aber ist sie nicht mehr.<br \/>Das liegt vor allem an dem Vergleich, den das Geldinstitut kurz vor Weihnachten mit dem US-Justizministerium schloss. Statt der urspr\u00fcnglich aufgerufenen 14 Milliarden Dollar begn\u00fcgten sich die amerikanischen Beh\u00f6rden mit einer Zahlung von 3,1 Milliarden. Daneben musste sich die Bank zwar verpflichten, ihren Kunden in den kommenden Jahren als Wiedergutmachung f\u00fcr die einstigen Hypotheken-Exzesse diverse Erleichterungen einzur\u00e4umen &#8211; etwa in Form niedrigerer Zinsen. Analysten bezweifeln allerdings, dass sich daraus wirklich eine Gesamtbelastung von weiteren gut vier Milliarden Dollar ergeben wird, wie es offiziell hie\u00df. De facto sei die Summe merklich niedriger.<br \/>In dieser Woche konnte die Deutsche Bank zudem einen weiteren Rechtsstreit zumindest teilweise zu den Akten legen. Im Gegenzug f\u00fcr eine Strafzahlung in H\u00f6he von rund 600 Millionen Euro stellten Aufsichtsbeh\u00f6rden in Gro\u00dfbritannien und den USA ihre Ermittlungen in der &#8222;Russland-Aff\u00e4re&#8220; ein: Es ging dabei um Geldw\u00e4sche-Aktivit\u00e4ten der Moskauer Dependance des Instituts. Diese Causa galt, neben dem Skandal auf dem US-Hypothekenmarkt, als gr\u00f6\u00dftes verbliebenes juristisches Risiko f\u00fcr die Deutsche Bank. Nun hoffen sie in den Frankfurter Doppelt\u00fcrmen, zumindest die schwierigsten Rechtsf\u00e4lle abgearbeitet zu haben und sich wieder aufs eigentliche Bankgesch\u00e4ft konzentrieren zu k\u00f6nnen.<br \/>Die Sache ist nun allerdings, dass die strategischen Probleme, die angesichts der existenziell wichtigen Verhandlungen mit den Strafverfolgungsbeh\u00f6rden monatelang in den Hintergrund r\u00fcckten, nun wieder zum Vorschein kommen &#8211; und zwar ungel\u00f6st. Zur Erinnerung: Nach der Finanzkrise hatte der zwischenzeitlich zum Vorstandschef aufgestiegene Starbanker Anshu Jain die Losung ausgegeben, die Deutsche Bank unter die f\u00fcnf f\u00fchrenden Investmentbanken weltweit zu f\u00fchren. Diese Strategie allerdings scheiterte krachend, weshalb Jain seinen Platz 2015 f\u00fcr den eher bodenst\u00e4ndigen Briten John Cryan r\u00e4umen musste.<br \/>Der darf nun zwar von sich behaupten, die Bank vor einer drohenden Schieflage bewahrt zu haben. Zudem hat das Institut unter Cryans F\u00fchrung zumindest ein wenig Reputation zur\u00fcckgewonnen &#8211; unter anderem, weil er einen teilweisen Boni-Verzicht durchsetzte, was vor allem im politischen Berlin gut ankam. Trotzdem ist auch nach mittlerweile anderthalb Jahren immer noch unklar, was der gar nicht mehr so neue Vorstandsvorsitzende mit der Bank eigentlich vorhat. Erwartungen an einen Strategiewechsel d\u00e4mpfte Cryan heute: &#8222;Was wir sind, wird sich nicht grunds\u00e4tzlich \u00e4ndern&#8220;. Die Bank werde ihren Kurs fortsetzen. &#8222;Unsere Strategie ist, eine erfolgreiche Bank zu sein&#8220;, sagte er.<br \/>Doch was mit der Postbank passiert, ist zum Beispiel immer noch offen. Eigentlich hatte die Deutsche Bank die ungeliebte Tochter zum Verkauf angeboten, inzwischen sieht es allerdings so aus, als bleibe das in Bonn beheimatete Geldhaus &#8211; mangels Interessenten? &#8211; doch unter dem Dach der Frankfurter Mutter. Wirklich toll findet man diese Perspektive allerdings weder am Rhein noch am Main.<br \/>Daf\u00fcr hei\u00dft es in letzter Zeit immer wieder, die Deutsche Bank, deren Kapitaldecke weiterhin d\u00fcnn ist, wolle ihre Verm\u00f6gensverwaltung abspalten und teilweise \u00fcber die B\u00f6rse verkaufen. Der Vorteil einer solchen Transaktion: Dank der Erl\u00f6se bliebe Cryan wom\u00f6glich die Schmach erspart, die eigenen Aktion\u00e4re um frisches Kapital anpumpen zu m\u00fcssen. Der Nachteil: Die Ertr\u00e4ge aus der Verm\u00f6gensverwaltung m\u00fcsste man sich k\u00fcnftig teilen. Zu den Spekulationen sagte Konzernchef Cryan heute: &#8222;Verm\u00f6gensverwaltung ist ein Kerngesch\u00e4ft f\u00fcr uns. &#8220; Und ungeachtet der politischen Turbulenzen in den USA stehe die Deutsche Bank ungemindert zu ihrem dortigen Gesch\u00e4ft.<br \/>So oder so: Die Aussichten bleiben vage. Gut m\u00f6glich, dass die j\u00fcngste Kursrallye nicht nur sensationell war, sondern auch von kurzer Dauer.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 8.9\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-233.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/deutsche-bank-233.html<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Bank &#8211; im Herbst fast totgesagt &#8211; freut sich trotz neuer Verluste von rund 1,4 Milliarden \u00fcber eine Verdopplung ihres Aktienkurses und dar\u00fcber, dass sie ihre gr\u00f6\u00dften Rechtsrisiken los ist. 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