<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":441793,"date":"2017-02-04T14:20:00","date_gmt":"2017-02-04T10:20:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=441793"},"modified":"2017-02-04T20:14:35","modified_gmt":"2017-02-04T18:14:35","slug":"checks-and-balances-die-kurzfristige-macht-der-richter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/02\/checks-and-balances-die-kurzfristige-macht-der-richter\/","title":{"rendered":"Checks and Balances: Die kurzfristige Macht der Richter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/img.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-02\/usa-travel-ban-gerichtsentscheidungen\/wide__1300x731\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Das umstrittene Einreiseverbot von US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat eine schwere juristische Niederlage erlitten. Ein Bundesrichter in Washington folgte der Argumentation der Generalstaatsanwaltschaft, wonach f\u00fcr die B\u00fcrger aus dem Dekret ein &#8222;irreparabler Schaden&#8220; entstehen k\u00f6nnte. Was genau folgt daraus? <br \/>Richter James Robart hat<br \/>eine einstweilige Verf\u00fcgung erlassen , die sich auf zwei Teile von Trumps Dekret bezieht. Zum einen wird die<br \/>90-Tage-Regel ausgesetzt, nach der Menschen aus sieben Staaten \u2013 Iran, Irak,<br \/>Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen \u2013 nicht in die USA einreisen d\u00fcrfen.<br \/>Zum anderen gilt die Verf\u00fcgung auch f\u00fcr die Einreisebedingungen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, denen zufolge beispielsweise Syrer bis auf Weiteres gar nicht mehr ins Land kommen d\u00fcrfen. <br \/>Washington hatte als erster Bundesstaat gegen das Dekret geklagt. Minnesota hatte<br \/>sich dieser Klage angeschlossen. Die Entscheidung gilt landesweit. <br \/>Das Einreiseverbot besch\u00e4ftigt auch in anderen Staaten die Gerichte. Allerdings beziehen sich die Klagen und Urteile dort vor<br \/>allem auf Einzelf\u00e4lle. Das Urteil in Seattle ist das bisher weitreichendste, da<br \/>es die Frage nach der grunds\u00e4tzlichen Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit des Dekrets stellt. Laut New<br \/>York Times ist dadurch auch ein nur einige Stunden zuvor gefallenes Urteil in<br \/>Boston hinf\u00e4llig: Dort war der Einreisestopp best\u00e4tigt worden. Eine anderslautende einstweilige Verf\u00fcgung war am Freitagnachmittag von einem Richter nicht verl\u00e4ngert worden. <br \/>Das ist noch nicht absehbar. Das US-Au\u00dfenministerium hat angek\u00fcndigt, die Konsequenzen pr\u00fcfen zu m\u00fcssen. US-Medien berichten allerdings, dass die Regierung mehrere Fluglinien dar\u00fcber informiert hat, dass Reisende aus den vom Einreiseverbot betroffenen Staaten wieder von Bord gelassen werden sollen. <br \/>Nein. Juristen zufolge ist es schwierig, Trumps Anordnung langfristig<br \/>zu stoppen, da die Kompetenzen des Pr\u00e4sidenten in Fragen der Einwanderung<br \/>verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig weit reichen. Zudem handelt es sich bei der Entscheidung von Seattle um eine vor\u00fcbergehende einstweilige Verf\u00fcgung. Diese gilt meist f\u00fcr sieben bis<br \/>zehn Tage. Das Wei\u00dfe Haus hat bereits angek\u00fcndigt, einen Dringlichkeitsantrag<br \/>zu stellen, der die Entscheidung kippen k\u00f6nnte. Ansonsten gilt das Urteil<br \/>solange, bis Richter Robart final entscheidet, ob Trumps Dekret legal ist. <br \/>Nach Robarts abschlie\u00dfender Entscheidung k\u00f6nnen beide Seiten in Berufung gehen. Im amerikanischen<br \/>Rechtssystem besch\u00e4ftigen sich Gerichte auf drei Ebenen mit Verfassungsklagen:<br \/>Auf der untersten Ebene gibt es 94 Bundesbezirksgerichte. Entscheidungen der<br \/>Bundesrichter k\u00f6nnen auf der n\u00e4chsten Ebene von Berufungsgerichten r\u00fcckg\u00e4ngig<br \/>gemacht werden. Die oberste Ebene bildet der US Supreme Court. <br \/>Laut Wall Street Journal sind einstweilige Verf\u00fcgungen, die landesweit gelten, selten. Trotzdem ist es<br \/>nicht der erste Fall, in dem Bundesrichter in \u00e4hnlich weitreichenden Fragen<br \/>schnell gehandelt haben. Ein Gericht in Texas hatte beispielsweise Pr\u00e4sident<br \/>Obama blockiert, als dieser Einwanderer ohne Papiere legal in den USA arbeiten<br \/>lassen wollte. Richter Robart aus Seattle begr\u00fcndete seine Entscheidung, das<br \/>Dekret landesweit zu stoppen, explizit mit dem Fall unter Obama. Auch dort galt<br \/>die Entscheidung landesweit. <br \/>Das ist unklar, Experten sprechen bereits von drohendem Chaos. Letztlich muss die Rechtsprechung in der Angelegenheit wohl in jedem Fall geordnet werden. &#8222;Vermutlich wird das<br \/>Justizministerium den Fall vor das Berufungsgericht bringen, um einen Sinn in<br \/>die verschiedenen Urteile zu bringen&#8220;, sagt Juraprofessor Josh Blackman. Aber auch diese Gerichte k\u00f6nnen unterschiedlich entscheiden.<br \/>Das ist zuletzt zum Beispiel bei gro\u00dfen Themen wie der Homoehe passiert.<br \/>Dieser Fall landete am Ende vor dem Supreme Court.<br \/>Zun\u00e4chst einmal ist<br \/>fraglich, ob der Supreme Court sich des Themas \u00fcberhaupt annehmen w\u00fcrde.<br \/>Im Gegensatz zu den Berufungsgerichten auf der zweiten Ebene ist er dazu nicht<br \/>verpflichtet. Laut der Nachrichtenagentur AP w\u00fcrde der Fall auch nicht vor Herbst verhandelt werden.<br \/>Bis dahin w\u00fcrden die meisten Anweisungen der Gerichte auslaufen und m\u00fcssten verl\u00e4ngert werden. Zudem d\u00fcrfte bis dahin Trumps Kandidat f\u00fcr den vakanten Richterposten im Supreme Court, Neil Gorsuch , eingesetzt sein. Damit w\u00e4re eine konservative Mehrheit hergestellt.<br \/>Der Juraprofessor Adam Cox<br \/>erkl\u00e4rte dem Wall Street Journal dazu, dass der Supreme Court seit den 50er Jahren nicht explizit die Frage<br \/>beantwortet hat, ob die Regierung auf Basis von Ethnie und Religion<br \/>diskriminieren darf. Sein Kollege Peter Spiro erg\u00e4nzte, dass der Supreme Court<br \/>bisher die Meinung vertreten habe, dass die Sicherheit der Grenzen die Aufgabe<br \/>der Regierung sei und sich nie dagegen gestellt hat. In den vergangenen Jahren<br \/>seien die Richter aber skeptischer geworden und w\u00fcrden in Fragen der Einwanderung st\u00e4rker die Freiheitsrechte der B\u00fcrger gegen die Interessen der Regierung<br \/>abw\u00e4gen.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 5\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-02\/checks-balances-donald-trump-einreisedekret-bundesrichter\" target=\"_blank\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-02\/checks-balances-donald-trump-einreisedekret-bundesrichter<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das umstrittene Einreiseverbot von US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat eine schwere juristische Niederlage erlitten. 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