<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":444621,"date":"2017-02-06T19:48:00","date_gmt":"2017-02-06T15:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=444621"},"modified":"2017-02-07T00:05:15","modified_gmt":"2017-02-06T22:05:15","slug":"ein-besuch-bei-anhangern-von-donald-trump","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/02\/ein-besuch-bei-anhangern-von-donald-trump\/","title":{"rendered":"Ein Besuch bei Anh\u00e4ngern von Donald Trump"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img style=\"float: left; padding: 5px;\" width=\"300px\" src=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/images\/people-salute-during-the-national-anthem-before-republican-presidential-nominee-donald-trump-speaks-at-a-campaign-event-in-dimondale\/19355484\/2-format530.jpg\" alt=\"NewsHub\" border=\"0\" \/>Kelly Anne Finn will eigentlich ihren Pilotenschein f\u00fcr Kleinflugzeuge machen, um ihren Lebensgef\u00e4hrten bei seinem Hobby begleiten zu k\u00f6nnen, aber sie kommt einfach nicht dazu. Seit dem Wahlsieg von Donald Trump im November gibt es zu viele Tage wie diesen hier. In der Kleinstadt Warrenton, etwa 80 Kilometer s\u00fcdwestlich von Washington im Bundesstaat Virginia, hat sich ein H\u00e4uflein Trump-Gegner zum Demonstrieren versammelt. Das l\u00e4sst Finn keine Ruhe, also hat sie ihren Hund Jack gepackt und ist zur Demo gegangen \u2013 und zwar, um den Pr\u00e4sidenten zu verteidigen. <br \/>\u201eDie Stadt hat einen neuen Sheriff, und sein Name ist Pr\u00e4sident Donald J. Trump\u201c, steht auf einem Schild aus rosa Karton, das sie mitgebracht hat. Neben Trumps Namen hat sie ein Herzchen gemalt. Es n\u00fctzt nicht viel. Trump sei ein Faschist, habe ihr jemand bei der Demo zugerufen, berichtet sie hinterher emp\u00f6rt. <br \/>Das Schild ist nicht mehr ganz taufrisch, denn es hat so einiges mitgemacht in den letzten Monaten. Schlie\u00dflich gibt es immer wieder Leute, die gegen den neuen Pr\u00e4sidenten auf die Stra\u00dfe gehen. Finn, 58, ehemalige Rechtsanw\u00e4ltin, Mutter einer Tochter und begeisterte Sammlerin von Barbie-Puppen, h\u00e4lt dagegen. Auch in Washington war sie schon, um Flagge zu zeigen. Denn Trump ist ihr Pr\u00e4sident. Finn hat Trumps Buch \u201eArt of the Deal\u201c gleich nach dessen Erscheinen in den 1980er Jahren verschlungen. Seitdem ist sie \u00fcberzeugt, dass der Immobilienmogul der Richtige f\u00fcr das Land ist. \u201e30 Jahre habe ich darauf gewartet, dass er endlich kandidiert.\u201c Als es so weit war, legte sie sich ein Twitter-Konto zu. \u201eDamit ich ihm bei der ersten Fernsehdebatte Tipps geben konnte.\u201c Inzwischen ist sie genauso Twitter-s\u00fcchtig wie ihr Pr\u00e4sident. <br \/>Zusammen mit anderen Trump-Freunden im Landkreis Fauquier um Warrenton zog Finn w\u00e4hrend des Wahlkampfs von T\u00fcr zu T\u00fcr, um die Republikaner an die Urnen zu bekommen. Bei vielen hier musste sie keine gro\u00dfe \u00dcberzeugungsarbeit leisten. Warrenton mag von der geografischen Entfernung her nicht weit weg sein vom linksliberalen Washington \u2013 vom Lebensgef\u00fchl her sind es Welten. Ein in der Gegend beliebter Radiosender unterbricht am Mittag sein Country-Programm aus Liedern um Suff, Liebe und Pick-up- Trucks und bringt die Nationalhymne. <br \/>Mehr Wohlstand, weniger Vorschriften, strengere Gesetze w\u00fcnscht sich Finn von Trump. \u201eEs ist ein Unding, dass jemand zehn Jahre warten muss, bis er auf den elektrischen Stuhl kommt.\u201c Auch k\u00f6nne sich Amerika beim besten Willen nicht noch mehr Fl\u00fcchtlinge leisten. Den Einwand der Trump-Gegner, wei\u00dfe Amerikaner stammten ebenfalls von Fl\u00fcchtlingen ab, l\u00e4sst sie nicht gelten. Ihre Vorfahren seien vor mehreren hundert Jahren aus Wales hergekommen, da sei sie ja wohl kein Fl\u00fcchtling mehr. <br \/>Etwas mehr als 59 Prozent der Stimmen strich Trump im November im Kreis Fauquier ein. Hillary Clinton kam nur auf knapp 35 Prozent. Wie in anderen Landesteilen war Trumps Sieg hier das Ergebnis einer Protestwahl, eines Aufstands gegen den als abgehoben und arrogant verschrienen Politbetrieb in Washington. Einer der B\u00e4lle zu Ehren von Trumps Amtseinf\u00fchrung hie\u00df der \u201eBall der Beklagenswerten\u201c, benannt nach Clintons herablassender Beschreibung der Trump-W\u00e4hler. <br \/>Trump hat den \u201eBeklagenswerten\u201c einen gro\u00dfen Triumph beschert, und doch ist Aktivistin Finn mit ihrem \u00f6ffentlichen Auftreten f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten eine Ausnahme in Warrenton. Kein Wunder, sagt sie. \u201eDie verpr\u00fcgeln dich, die klauen dir die Trump-Kappe und verbrennen sie, so wie sie die Flagge verbrennen.\u201c <br \/>Die \u2013 das sind die Demonstranten auf dem Marktplatz, die anderen, die Anh\u00e4nger von Clinton, die Vertreter des liberalen Establishments, die Medien. \u00dcber \u201edie\u201c h\u00f6rt man nichts Gutes in Warrenton. \u201eEine Freundin von mir verschweigt auf ihrer Arbeitsstelle, dass sie Trump gew\u00e4hlt hat, weil sie Angst hat, gefeuert zu werden\u201c, sagt die Kellnerin im \u201eSunny Hill American Grill\u201c, in dem der \u201eAll American Burger\u201c zu den Spezialit\u00e4ten z\u00e4hlt. Klar sei es verboten, jemanden wegen seiner Wahlentscheidung vor die T\u00fcr zu setzen. \u201eAber es passiert trotzdem.\u201c Ein paar Schritte weiter pr\u00fcft ein Kunde im Waffengesch\u00e4ft \u201eHighflyer Arms\u201c eine automatische Pistole. Mehrere Dutzend automatische Waffen h\u00e4ngen an der Wand. Hinter dem Tresen stehen Papier-Zielscheiben mit aufgemalten Silhouetten. <br \/>Gerne sage er etwas \u00fcber die Stimmung im Landkreis, sagt der st\u00e4mmige Verk\u00e4ufer \u2013 aber seinen Namen wolle er nicht in der Zeitung sehen. Als Sohn eines US-Soldaten ist er in Kaiserslautern zur Schule gegangen und kennt sich deshalb mit Deutschland aus. \u201eIhr habt ja den Sozialismus bei euch\u201c, aber in Amerika sei das nun einmal anders. Noch jedenfalls. Die Spannungen im Land? \u201eWenn die Linke verliert, gibt es gleich Revolution.\u201c Die Einreiseschranken f\u00fcr Muslime? \u201eDamit habe ich kein Problem.\u201c Die Kritik an Trumps Amtsf\u00fchrung? \u201eReine Hysterie.\u201c <br \/>Die Leute in Warrenton k\u00f6nnen sich noch gut an die Aufbruchstimmung der Linken zu Beginn der Amtszeit von Barack Obama vor acht Jahren und an das Versprechen eines fundamentalen Wandels erinnern. \u201eWenn Trump heute dasselbe sagt, wird er mit Adolf Hitler verglichen\u201c, schnaubt der Waffenverk\u00e4ufer. Linksliberale Amerikaner \u201ehaben f\u00fcr Leute, die anderer Meinung sind, nichts als Verachtung \u00fcbrig.\u201c <br \/>Drau\u00dfen auf der Stra\u00dfe spricht auch Kelly Anne Finn von einer unheiligen Allianz aus \u00f6ffentlichen Schulen, Medien und Politikern, die Amerika manipuliere. Sie hat es bei ihrer eigenen Tochter erlebt. Fr\u00fcher nahm sie das M\u00e4dchen an Wahltagen mit in die Kabine und lie\u00df sie an der Wahlmaschine den Hebel bet\u00e4tigen \u2013 stets f\u00fcr republikanische Pr\u00e4sidentschaftskandidaten, versteht sich. Jetzt ist das M\u00e4dchen vollj\u00e4hrig, geht zum Studium nach New York \u2013 und was passiert? \u201eSie hat mir gesagt, dass sie Bernie Sanders gew\u00e4hlt hat\u201c, ruft Finn aus, als k\u00f6nne sie es immer noch nicht fassen, dass ihre eigene Tochter den Linksausleger der Demokratischen Partei unterst\u00fctzt. \u201eDas ist doch Gehirnw\u00e4sche.\u201c <br \/>So weit will Jim nicht gehen, auch wenn er den Groll der Trump-W\u00e4hler auf das Establishment sehr gut verstehen kann. Jim ist Verk\u00e4ufer in einem Weingesch\u00e4ft in Culpeper, einem St\u00e4dtchen s\u00fcdlich von Warrenton, und redet jeden Tag mit vielen Leuten. \u201eEs gibt keine Verbindung mehr zwischen dem wahren Amerika und den Gro\u00dfst\u00e4dten an den K\u00fcsten\u201c, hat er beobachtet. Culpeper w\u00fcrde er nat\u00fcrlich zum \u201ewahren Amerika\u201c z\u00e4hlen. \u201eDie Leute wollen Jobs, aber die Politiker reden dar\u00fcber, wer welches Klo benutzen darf\u201c, sagt er \u00fcber die Transgender-Debatte. <br \/>An der Stra\u00dfe zwischen Warrenton und Culpeper sitzt Jim Driver in seinem Tante-Emma-Laden und versteht viele seiner Nachbarn und Kunden nicht mehr. Seit 31 Jahren f\u00fchrt der massige Mann das Gesch\u00e4ft an der Landstra\u00dfe; er wohnt im ersten Stock des einsamen Hauses und schlurft zur Kasse, um den Leuten aus der Umgebung Dosensuppen und Bier zu verkaufen. Anders als die meisten anderen hier hat er, der republikanische Stammw\u00e4hler, Trump die Gefolgschaft verweigert. Driver kann sich nicht mit einem Politiker anfreunden, der damit prahlt, Frauen zu begrapschen. Aber als Driver das vor ein paar Wochen gegen\u00fcber einer Trump-Anh\u00e4ngerin in seinem Laden erw\u00e4hnte, erlebte er sein blaues Wunder. \u201eSie wurde richtig sauer und sagte, sie werde nie mehr bei mir einkaufen.\u201c <br \/>Auch die Hoffnung vieler Leute hier auf neue Arbeitspl\u00e4tze durch Trumps Politik kann er nicht verstehen. Die Modernisierung fresse eben immer mehr Jobs. Trump k\u00f6nne die Unternehmen mit Sondersteuern zwar zwingen, ihre Fabriken aus Mexiko wieder in die USA zu verlegen, doch diese neuen Fabriken w\u00fcrden dann hochautomatisiert sein, meint Driver. \u201eDie Jobs kommen nicht zur\u00fcck.\u201c <br \/>Solche zweiflerische Gedanken sind der Trump-Aktivistin Finn in Warrenton v\u00f6llig fremd. Sie hat auch an diesem Tag ihre Aufgabe erf\u00fcllt und bei der Demo die Fahne des Pr\u00e4sidenten hochgehalten. Jetzt macht sie sich mit ihrem Schild und ihrem Hund auf den Heimweg. Die Leute sollen Trump zumindest eine Chance geben, sagt sie. Finn ist \u00fcberzeugt, dass der Pr\u00e4sident diese Chance nutzen wird: \u201eEr wird Amerika wieder gro\u00df machen.\u201c<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">\nSimilarity rank: 2.1\n<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>&copy; Source: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/usa-ein-besuch-bei-anhaengern-von-donald-trump\/19355290.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/usa-ein-besuch-bei-anhaengern-von-donald-trump\/19355290.html<\/a><br \/>All rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kelly Anne Finn will eigentlich ihren Pilotenschein f\u00fcr Kleinflugzeuge machen, um ihren Lebensgef\u00e4hrten bei seinem Hobby begleiten zu k\u00f6nnen, aber sie kommt einfach nicht dazu. 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