<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":468649,"date":"2017-03-06T05:53:00","date_gmt":"2017-03-06T01:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=468649"},"modified":"2017-03-06T06:05:53","modified_gmt":"2017-03-06T04:05:53","slug":"ebersberg-poetische-serenade","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/03\/ebersberg-poetische-serenade\/","title":{"rendered":"Ebersberg &#8211; Poetische Serenade"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>M\u00fcnchner Symphoniker spielen im ausverkauften Alten Speicher in Ebersberg als Premiere ein die Sinne bezauberndes Konzert mit \u00fcberwiegend heiteren Orchesterst\u00fccken<\/b> <br \/>M\u00fcnchner Symphoniker spielen im ausverkauften Alten Speicher in Ebersberg als Premiere ein die Sinne bezauberndes Konzert mit \u00fcberwiegend heiteren Orchesterst\u00fccken<br \/>Zu einem Antrittsbesuch Blumen mitzubringen, ist ein gern ge\u00fcbter und gesehener Brauch, der Sympathie weckt, freundlich und heiter stimmt. Daran halten auch die M\u00fcnchner Symphoniker bei ihrem ersten Konzert, der &#8222;Serenata Out of Town&#8220;, am Freitag im Alten Speicher fest. In dem, wie Intendantin Annette Josef es nannte, bunten Strau\u00df an Orchesterst\u00fccken, den die Musiker dem Publikum im ausverkauften Saal \u00fcberreichen, stecken bet\u00f6rend duftende Bl\u00fcten, zarte Gew\u00e4chse, Vergissmeinnicht und Schafgarbe, Fr\u00fchlingsbl\u00fcher und ein paar Zweige Immergr\u00fcn. Keine Disteln. <br \/>Mit einem eleganten Rokokogebinde \u00e0 la fran\u00e7aise er\u00f6ffnen die in reduzierter Besetzung angereisten Symphoniker den Abend &#8211; der B\u00fchnenmusik, die Gabriel Faur\u00e9 1918 f\u00fcr Prinz Albert I. von Monaco komponiert hat. Sein Auftrag war, in der viers\u00e4tzigen Orchestersuite die Atmosph\u00e4re der &#8222;Commedia dell&#8217;Arte&#8220; einzufangen. Annette Josef, die den Konzertabend moderiert und dabei den lebensgeschichtlichen Hintergrund der Komponisten samt ein paar Anekdoten zum Besten gibt, fordert die Zuh\u00f6rer auf, sich zu Faur\u00e9s Musik ein Gem\u00e4lde von Antoine Watteau vorzustellen, der in seiner Kunst das Genre der &#8222;f\u00eates galantes&#8220;, der &#8222;Sch\u00e4ferst\u00fcndchen&#8220; eingefangen hat, samt idyllischer Landschaft, verliebten P\u00e4rchen, eleganten Damen und Hirten. Und alle wiegen sie sich im fr\u00f6hlichen Takt sorglosen Vergn\u00fcgens. Olivier Tardy, h\u00e4ufig Gastdirigent der M\u00fcnchner Symphoniker, leitet das Werk schwungvoll, aber mit behutsamer K\u00f6rpersprache. Der Titel der Suite, &#8222;Masques et bergamasques&#8220;, bezieht sich auf den Beginn eines Gedichts von Paul Verlaine. &#8222;Bergamasque&#8220;, was auch an die Region Bergamo erinnert, ist der Name eines rustikalen Tanzes. Die Musiker lassen sich dabei ganz ein auf den l\u00e4ndlichen Reigen, auf das Wiegen und Drehen und Schreiten. <br \/>Den Titel dieses Gedichts von Verlaine, &#8222;Clair de Lune&#8220;, hat wiederum Claude Debussy \u00fcber den dritten Satz seiner ebenfalls &#8222;bergamasque&#8220; genannten poetischen Klaviersuite geschrieben. Die Orchesterfassung von Andreas Kowalewitz l\u00e4sst, wie es bei Verlaine hei\u00dft, V\u00f6gel tr\u00e4umen hoch in den B\u00e4umen. Und Menschen auf der Erde auch. Als Filmmusik, etwa in &#8222;Ocean&#8217;s Eleven&#8220; und &#8222;Twilight&#8220;, wird die Suite daher gerne genommen. <br \/>Zwar hatte sich Olivier Tardy schon zuvor auf die franz\u00f6sischen St\u00fccke des Programms gefreut; das Lieblingswerk des franz\u00f6sischen Dirigenten aber hat der Ungar Zolt\u00e1n Kod\u00e1ly komponiert: die &#8222;T\u00e4nze aus Gal\u00e1ntha&#8220;. In dem kleinen Dorf hat Kodaly seine Kindheit verbracht. Dort lebte zu jener Zeit auch eine Zigeunerkapelle, die mit ihren Liedern und Melodien der Sinti und Roma den musikalischen Grundstein in der Seele des Buben legte. Da ist ein sehnsuchtsvolles Klarinettenmotiv, das gleich einer fl\u00fcchtigen, aber intensiven Erinnerung immer wieder auflebt. Da erklingt eine gef\u00fchlvolle Tanzweise, gefolgt von einem Klanggewebe aus modernen Harmonien und schnellen Motivwechseln. In faszinierender Geschlossenheit und mit ganzer Seele entwickeln Dirigent, Solist und Orchester den Zauber dieser Komposition. Tardy dirigiert mit Herzblut, mit dem ganzen K\u00f6rper zelebriert er diese Klangsprache, die, so wie Kindheitserinnerungen oft, an tiefe Empfindungen r\u00fchrt. <br \/>Begeisternd auch die Leistung der aus dem Orchester stammenden Solisten: Das gilt f\u00fcr Ulrike Kraew und Makoto Arokawa, die Bachs sehr anspruchsvolles Konzert f\u00fcr zwei Violinen in d-Moll, BWV 1043, spielen. Vor allem in dem zweiten, sehr langsamen Satz, in dem die Violinstimmen eng nebeneinander schweben, gelingt es den beiden jungen Instrumentalisten, ihre Stimmen durchsichtig zu gestalten. <br \/>Ein weiterer H\u00f6hepunkt und eine Entdeckung: das Concertino f\u00fcr Fl\u00f6te und Orchester von C\u00e9cile Chaminade, das man im Kalender der Konzerts\u00e4le selten findet. Dabei hat die 1857 in Paris geborene Komponistin, welche die seltene Ehre hatte, einmal bei Queen Victoria zu Gast zu sein, ein inniges, an Fr\u00fchling und Vogelsang erinnerndes St\u00fcck geschaffen. Piet de Boer interpretiert den Solopart mit weichem, unter die Haut gehenden Ton. <br \/>Auch die immergr\u00fcnen, mit frischem Schwung gespielten Werke wie Chatschaturians ber\u00fchmter Walzer &#8222;Maskerade&#8220; sowie die &#8222;Serenata&#8220; des US-Amerikaners Leroy Anderson geh\u00f6ren zum Strau\u00df. Mit diesem Bukett haben sich die M\u00fcnchner Symphoniker mehr als Sympathie und Wertsch\u00e4tzung der Ebersberger gesichert. Und das nicht blo\u00df f\u00fcr einen Konzertabend.<\/p>\n<p><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/ebersberg\/ebersberg-poetische-serenade-1.3406076?source=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/ebersberg\/ebersberg-poetische-serenade-1.3406076?source=rss<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchner Symphoniker spielen im ausverkauften Alten Speicher in Ebersberg als Premiere ein die Sinne bezauberndes Konzert mit \u00fcberwiegend heiteren Orchesterst\u00fccken M\u00fcnchner Symphoniker spielen im ausverkauften Alten Speicher in Ebersberg als Premiere ein die Sinne bezauberndes Konzert mit \u00fcberwiegend heiteren Orchesterst\u00fcckenZu einem Antrittsbesuch Blumen mitzubringen, ist ein gern ge\u00fcbter und gesehener Brauch, der Sympathie weckt, freundlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":468648,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468649"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=468649"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468649\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":468650,"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/468649\/revisions\/468650"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/468648"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=468649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=468649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=468649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}