<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":482354,"date":"2017-03-23T06:14:00","date_gmt":"2017-03-23T02:14:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=482354"},"modified":"2017-03-23T06:03:33","modified_gmt":"2017-03-23T04:03:33","slug":"hungersnot-in-afrika-zuerst-verenden-die-tiere","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/03\/hungersnot-in-afrika-zuerst-verenden-die-tiere\/","title":{"rendered":"Hungersnot in Afrika: &quot;Zuerst verenden die Tiere&#8230; &quot;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Viele Menschen in Somalia, S\u00fcdsudan, Nigeria und Jemen f\u00fchlen sich vergessen. Die Hungerkrisen dort versch\u00e4rfen sich, internationale Hilfe gibt es nur wenig. In vielen Fl\u00fcchtlingslagern musste die Nahrungsmittelhilfe sogar gek\u00fcrzt werden. Von Shafagh Laghai.<\/b> <br \/>Viele Menschen in Somalia, S\u00fcdsudan, Nigeria und Jemen f\u00fchlen sich vergessen. Die Hungerkrisen dort versch\u00e4rfen sich, internationale Hilfe gibt es nur wenig. In vielen Fl\u00fcchtlingslagern musste die Nahrungsmittelhilfe sogar gek\u00fcrzt werden.<br \/>Eigentlich sollte zu dieser Jahreszeit schon l\u00e4ngst der Regen gefallen sein, sagt Ahmed Khadar. Doch der Himmel \u00fcber Somalia ist strahlend blau &#8211; ohne ein W\u00f6lkchen. &#8222;Wir wissen nicht, wie wir das weiter durchstehen sollen. Seit zwei Jahren hat es hier nicht mehr geregnet&#8220;, sagt er.<br \/>Khadar ist Gesch\u00e4ftsmann in Hargeisa, der Hauptstadt Somalilands. Er hat ein kleines Transportunternehmen, verleiht Autos. Doch zurzeit ersetzt er eigentlich die Hilfsorganisationen. Gerade bef\u00fcllen er und einige seiner Mitstreiter wieder einen Tanker, der dringend ben\u00f6tigtes Wasser in eines der D\u00f6rfer fahren soll. Und etwas zu essen bringt. &#8222;Wir haben bisher etwa 70.000 Dollar f\u00fcr Nahrungsmittel und Wasser gesammelt. Das ist Geld, was jede Familie hier zusammenkratzt. Von den internationalen Organisationen kommt sehr wenig Hilfe. Ich wei\u00df nicht, warum das so ist. &#8222;<br \/>Dabei w\u00e4re Hilfe dringend n\u00f6tig. Die Welt steht vor der gr\u00f6\u00dften humanit\u00e4ren Katastrophe seit 1945. Mit diesem dramatischen Appell hatte sich der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Stephen O&#8217;Brien, vergangene Woche an die internationale Gemeinschaft gewandt. Rund 20 Millionen Menschen in den vier Krisenstaaten Somalia, S\u00fcdsudan, Nigeria und Jemen drohe der Hungertod. Die Vereinten Nationen w\u00fcrden bis Mitte dieses Jahres 4,4 Milliarden Dollar ben\u00f6tigen, um das Schlimmste zu verhindern. &#8222;Ansonsten werden die Menschen dort schlicht und einfach den Hungertod sterben. &#8222;<br \/>Doch das n\u00f6tige Geld kommt nicht zusammen. Das l\u00e4ge auch daran, dass mehrere gro\u00dfe Hungerkrisen gleichzeitig zu bew\u00e4ltigen seien &#8211; zus\u00e4tzlich zu anderen Krisen und Konflikten. Im laufenden Jahr haben die UN gerade mal sieben Prozent der geforderten Spenden erhalten.<br \/>F\u00fcr die Bed\u00fcrftigen bedeutet weniger Geld weniger Hilfe. In vielen Fl\u00fcchtlingslagern musste die Nahrungsmittelhilfe bereits gek\u00fcrzt werden. In einer Verteilstation in einem entlegenen Dorf in Somaliland kam es zu Tumulten unter den hungrigen und durstigen Menschen. Weil sie wussten, dass die Reiss\u00e4cke nicht f\u00fcr alle ausreichen werden. Weil viele von ihnen ein krankes, manche sogar ein sterbendes Kind in den Armen hielten.<br \/>Wenn weiter gek\u00fcrzt wird, dann k\u00f6nnten schwer zug\u00e4ngliche Gebiete in Krisenregionen sogar komplett von der Hilfe abgeschnitten werden, bef\u00fcrchten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen.<br \/>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Hungersn\u00f6te sind vielf\u00e4ltig. Zum einen gibt es die klimatischen Gr\u00fcnde, die Regenausf\u00e4lle, die D\u00fcrre. Nirgendwo sonst sind die Folgen des Klimawandels so sichtbar wie in der Sahelzone. Weite Teile sind versteppt, Nahrungsmittel werden knapper, Konflikte um sie h\u00e4ufiger. Diese Herausforderungen w\u00e4ren aber auch in Afrika l\u00f6sbar. W\u00e4ren da nicht die Kriege, die Terrorgruppen und die korrupten Eliten.<br \/>In Somalia beispielsweise herrschen seit fast 30 Jahren Krieg und Terror. Eine funktionierende Regierung konnte sich hier nie entwickeln, geschweige denn eine starke Wirtschaft. Ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung lebt seit jeher von der Viehzucht. Durch die D\u00fcrre sterben nun die Tiere. Und die Menschen wissen: Wenn die Tiere sterben, dauert es nicht mehr lange bis die Menschen folgen.<br \/>\u00c4hnlich sieht es im S\u00fcdsudan, im Jemen oder im Norden Nigerias aus. Und die Regierungen selbst k\u00f6nnen entweder nicht helfen, oder sie wollen es nicht. Den Politikern im S\u00fcdsudan beispielweise scheint mehr an ihrem Machterhalt gelegen als an der Bev\u00f6lkerung.<br \/>Was ihre Regierungen nicht leisten, versuchen Menschen wie Ahmed Khadir aufzufangen. &#8222;Doch unsere Mittel sind f\u00fcr eine Katastrophe von diesem Ausma\u00df nicht ausreichend&#8220;, so Khadir. &#8222;Ich kann nicht in Worte fassen, wie es sich anf\u00fchlt, die kleinen, abgemagerten Kinder zu sehen. Sowas kann man nicht in Worte fassen&#8220;, sagt er und schweigt.<br \/>Dann f\u00fcgt er hinzu: &#8222;Wir hoffen, dass die Au\u00dfenwelt unsere Not sieht, endlich reagiert und endlich hilft. &#8222;<\/p>\n<p><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika-hungersnot-101.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika-hungersnot-101.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Menschen in Somalia, S\u00fcdsudan, Nigeria und Jemen f\u00fchlen sich vergessen. Die Hungerkrisen dort versch\u00e4rfen sich, internationale Hilfe gibt es nur wenig. 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