<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":502861,"date":"2017-04-12T20:45:00","date_gmt":"2017-04-12T18:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=502861"},"modified":"2017-04-12T23:07:07","modified_gmt":"2017-04-12T21:07:07","slug":"wie-die-bvb-profis-den-anschlag-verarbeiten-konnen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/04\/wie-die-bvb-profis-den-anschlag-verarbeiten-konnen\/","title":{"rendered":"Wie die BVB-Profis den Anschlag verarbeiten k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Sportpsychologe Martin Meichelbeck erkl\u00e4rt im SZ-Interview, warum Borussia Dortmund es den Spielern \u00fcberlassen sollte, ob sie gegen den AS Monaco antreten.<\/b> <br \/>Der Sportpsychologe Martin Meichelbeck erkl\u00e4rt im SZ-Interview, warum Borussia Dortmund es den Spielern \u00fcberlassen sollte, ob sie gegen den AS Monaco antreten.<br \/>Martin Meichelbeck kennt sich aus im Fu\u00dfball &#8211; er hat f\u00fcr den VfL Bochum in der ersten und zweiten Bundesliga gespielt. Parallel zu seiner aktiven Karriere studierte er Psychologie und Soziologie, seit sieben Jahren begleitet der heutige Direktor Sport beim Zweitligisten Greuther F\u00fcrth die Mannschaft auch psychologisch. Im Interview ordnet der 40-J\u00e4hrige die Explosionen im Dortmunder Mannschaftsbus ein und erkl\u00e4rt, warum der BVB es den Spielern selbst \u00fcberlassen sollte, am Tag danach zu spielen oder nicht. <br \/>SZ: Herr Meichelbeck, wenn Sie am Dienstagabend im Dortmunder Mannschaftsbus gesessen w\u00e4ren, k\u00f6nnten Sie am n\u00e4chsten Tag schon wieder spielen? <br \/>Martin Meichelbeck: Es ist jetzt schwierig, sich in die Situation reinzuversetzen. Wenn man von au\u00dfen drauf schaut, bewertet man das nat\u00fcrlich anders. Ich w\u00fcrde spielen, wenn ich das Gef\u00fchl der Sicherheit sp\u00fcren w\u00fcrde. Es ist wirklich au\u00dfergew\u00f6hnlich, was da im Bus passiert ist, gleichzeitig tut die Polizei nat\u00fcrlich alles M\u00f6gliche daf\u00fcr, um Sicherzeit zu garantieren. Diese Empfindung ist eine gute Voraussetzung daf\u00fcr, dass man auch auflaufen kann. <br \/>Die Bilder von schreienden und auf den Boden geduckten Mitspielern bekommen die Dortmunder Profis aber nicht so leicht wieder aus dem Kopf. <br \/>Was die Spieler im Bus erlebt haben, ist eine absolute Grenzsituation, ein traumatisches Erlebnis, mit dem jeder anders umgeht. Man muss deshalb im Gespr\u00e4ch mit jedem Einzelnen herausfinden, wie er damit klarkommt. Da kann ich nur empfehlen, sich psychologisch beraten zu lassen. Den einen l\u00e4hmt und blockiert so ein Erlebnis, der andere kann es einordnen und den Schock akzeptieren. Andere wiederum sind froh \u00fcber Ablenkung, um sich mit den Vorf\u00e4llen nicht mehr besch\u00e4ftigen zu m\u00fcssen. <br \/>Man sollte den Profis die Entscheidung selbst \u00fcberlassen? <br \/>Leider sieht sich der Fu\u00dfball als harter M\u00e4nnersport, in dem Schw\u00e4che nicht gerne gesehen und Sensibilit\u00e4t negativ ausgelegt wird. Aber bei einem Spieler nun mit H\u00e4rte zu reagieren, ist sicherlich der falsche Weg. Vonseiten des Vereins ist jetzt Empathie gefragt. Einen Menschen im Trauma allein zu lassen, halte ich f\u00fcr sehr schwierig. Es ist nun die Verantwortung und auch die Pflicht von Borussia Dortmund , diese Hilfe anzubieten. Es bringt nichts, jetzt den starken Mann zu fordern, der Spieler braucht den Raum f\u00fcr diese \u00c4ngste, er muss diesen Angriff verarbeiten &#8211; nur dann ist er auch leistungsf\u00e4hig. <br \/>Der Klub oder der Trainer sollte also niemanden zu einem Einsatz \u00fcberreden? <br \/>Auf keinen Fall. Aber durch das, was im Bus geschehen ist, kann auch eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Gruppendynamik entstehen, weil die Spieler ein Trauma erlebt haben, das mit sehr starken \u00c4ngsten verbunden ist und sie mit diesen nicht allein sind. Dies kann dazu f\u00fchren, dass sich ein besonderes Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl und eine Form der St\u00e4rke entfalten, womit sich gro\u00dfe Hindernisse \u00fcberwinden lassen. <br \/>Ist es richtig, dass die Uefa das Spiel gleich am n\u00e4chsten Tag neu ansetzt? <br \/>Ich glaube ja, dass die Entscheidung im Konsens gefallen ist, also nach enger Absprache zwischen Uefa, Borussia Dortmund und Monaco. Ich gehe nicht davon aus, dass die Uefa gegen den Willen der Vereine vorgegangen ist. Aber auch ein sp\u00e4terer Termin h\u00e4tte meiner Meinung nach nicht viel an der Situation ge\u00e4ndert. Wer sagt denn, dass ein Fu\u00dfballer sein Trauma nach drei Tagen besser verarbeitet h\u00e4tte?<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.3<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\njQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/interview-mit-sportpsychologen-wer-sagt-denn-dass-die-bvb-profis-das-trauma-in-drei-tagen-besser-verarbeiten-1.3462872?source=rss\" target=\"_blank\">http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/interview-mit-sportpsychologen-wer-sagt-denn-dass-die-bvb-profis-das-trauma-in-drei-tagen-besser-verarbeiten-1.3462872?source=rss<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sportpsychologe Martin Meichelbeck erkl\u00e4rt im SZ-Interview, warum Borussia Dortmund es den Spielern \u00fcberlassen sollte, ob sie gegen den AS Monaco antreten. 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