<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":518702,"date":"2017-05-03T23:03:00","date_gmt":"2017-05-03T21:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=518702"},"modified":"2017-05-03T23:07:25","modified_gmt":"2017-05-03T21:07:25","slug":"zum-tod-von-a-r-penck-herr-der-strichmannchen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/05\/zum-tod-von-a-r-penck-herr-der-strichmannchen\/","title":{"rendered":"Zum Tod von A. R. Penck: Herr der Strichm\u00e4nnchen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der deutsche Maler A. R. Penck ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren nach l\u00e4ngerer Krankheit in Z\u00fcrich. Ein Nachruf.<\/b><br \/>\nWie kaum ein anderer K\u00fcnstler war er ein Maler beider Deutschlands. Im Osten sehnte er sich mit seinen universalen Bildzeichen in die Freiheit des Westens. Dort 1980 nach Ausb\u00fcrgerung angekommen, verk\u00f6rperte er mit seiner expressiven Bildsprache die Malkultur des Ostens. Mit seiner Person, seinem kraftvollen Werk repr\u00e4sentierte A. R. Penck die deutsche Teilung. Als 1989 die Mauer fiel, wurde es prompt stiller um ihn. Der Maler, Bildhauer, Grafiker und Musiker war da bereits von K\u00f6ln aus nach London weiter gezogen. Und die gro\u00dfen Museen der Republik hatten l\u00e4ngst Werke von ihm in ihren Sammlungen, zumeist Gro\u00dfformate, in denen Strichm\u00e4nnchen in einer Art H\u00f6hlenmalerei miteinander in Kontakt zu treten suchten.<br \/>Penck geh\u00f6rte fortan zum Kanon der westdeutschen Kunst. Neben Sigmar Polke und Gerhard Richter war er einer der Protagonisten der 80er Jahre, die alle aus der DDR kamen. Mit ihrer Malerei bezeugten sie die besondere Qualit\u00e4t einer in Ostdeutschland gepflegten Malerei. Gleichwohl blieb Penck in seiner Renitenz, mit seinem Temperament immer eine Ausnahme. Nicht zuletzt deshalb gilt als \u201eVater der Neuen Wilden\u201c. Wild ging es auch in seiner arachaischen Zeichenwelt zu, in der Strichm\u00e4nnchen mit eregierten Penissen und bei\u00dfende Hunde auftraten. Ebenso geh\u00f6rten Totenk\u00f6pfe und Kreuze zum Repertoire.<br \/>Bereits als 14-J\u00e4hriger nahm Penck in Dresden Zeichenunterricht bei J\u00fcrgen B\u00f6ttcher, Strawalde genannt, jenem f\u00fcr die dortige Szene so wichtigen Zeichner und Filmemacher, der auch den jungen Ralf Winkler unter seine Fittiche nahm. Das Peudonym A. R. Penck legte er sich erst sp\u00e4ter zu, um allen Widerst\u00e4nden zum Trotz doch noch Mitglied im Berufsverband Bildender K\u00fcnstler der DDR zu werden. Der Geologe und Eiszeitforscher Albrecht Penck stand ihm daf\u00fcr Pate. Welch passender Patron f\u00fcr einen jungen K\u00fcnstler, der sich darauf verlegt hatte, in Zeiten des Kalten Krieges mit Zeichen und K\u00fcrzeln die Suche des Individuums nach einer freien Gesellschaft darzustellen.<br \/>Das war auch A. R. Pencks eigener Weg, der als junger K\u00fcnstler von Anfang an mit der Staatsmacht der DDR kollidierte. Als Mitglied der kompromisslos freiheitlich denkenden Gruppe Nedserd wurde ihm gleich vier Mal die Aufnahme in den Akademien in Dresden und Ost-Berlin verwehrt. Mit Jobs als Heizer, Nachtw\u00e4chter, Brieftr\u00e4ger hielt er sich in dieser Zeit \u00fcber Wasser. 1969, drei Jahre nach der gegl\u00fcckten Aufnahme im Verband Bildender K\u00fcnstler der DDR, warf man ihn wieder raus, seine Bilder wurden konfisziert.<br \/>Penck machte trotzdem weiter, sein Publikum fand er auch im Westen. So waren seine Bilder in der Abteilung \u201eIndividuelle Mythologien\u201c 1972 auf der Documenta 5 zu sehen. Als ihm 1975 der Will-Grohmann-Preis der West-Berliner Akademie der K\u00fcnster zuerkannt wurde, stand er endg\u00fcltig unter Stasi-Beobachtung. Die 1976 beginnende Freundschaft mit J\u00f6rg Immendorff \u00fcber die deutsch-deutsche Grenze hinweg erh\u00f6hte nur den Verdacht gegen ihn. 1980 schlie\u00dflich warf man ihn heraus. Im Westen nahm sich der K\u00f6lner Kunsth\u00e4ndler Wolfgang Werner seiner an und machte ihn zu einem gefeierten K\u00fcnstler, der mit seinen Werken sogleich gro\u00df ins Museum Ludwig einzog. Dort war er anl\u00e4sslich des Museumsjubil\u00e4ums zum 40-j\u00e4hrigen Bestehen nun wieder zu sehen, wie einst im sogenannten Heldensaal. Nach schwerer Krankheit ist A. R. Penck in Z\u00fcrich am Dienstag im Alter von 77 Jahren verstorben.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 3.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/zum-tod-von-a-r-penck-herr-der-strichmaennchen\/19752800.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/zum-tod-von-a-r-penck-herr-der-strichmaennchen\/19752800.html<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsche Maler A. 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