<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":520793,"date":"2017-05-05T09:49:00","date_gmt":"2017-05-05T07:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=520793"},"modified":"2017-05-05T11:13:49","modified_gmt":"2017-05-05T09:13:49","slug":"alles-was-ich-verlange-ist-ein-fairer-prozess","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/05\/alles-was-ich-verlange-ist-ein-fairer-prozess\/","title":{"rendered":"\u00bbAlles, was ich verlange, ist ein fairer Prozess"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der in der T\u00fcrkei inhaftierte \u201eWelt\u201c-Korrespondent Deniz Y\u00fccel hat \u201eVorverurteilungen\u201c durch Staatspr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan kritisiert und einen fairen Prozess gefordert. In einem Brief, den er<\/b><br \/>\nDer in der T\u00fcrkei inhaftierte \u201eWelt\u201c-Korrespondent Deniz Y\u00fccel hat \u201eVorverurteilungen\u201c durch Staatspr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan kritisiert und einen fairen Prozess gefordert.<br \/>In einem Brief, den er seinen Anw\u00e4lten im Gef\u00e4ngnis diktierte und den die \u201eWelt\u201c am Donnerstag ver\u00f6ffentlicht hat, schreibt Y\u00fccel: \u201eMir war bewusst, welchen Preis man immer schon in diesem Land f\u00fcr w\u00fcrdevollen Journalismus mitunter bezahlen musste.\u201c<br \/>Das habe er in Kauf genommen und deshalb k\u00f6nnte der Staatspr\u00e4sident auch beruhigt sein. \u201eIch m\u00f6chte nirgendwohin &#8218;ausgeliefert&#8216; werden und habe dergleichen niemals gew\u00fcnscht\u201c, betonte Y\u00fccel. \u201eDas einzige, was ich verlange, ist ein fairer Prozess.\u201c<br \/>Mitte April hatte Erdogan ausgeschlossen, dass Y\u00fccel an Deutschland \u00fcberstellt wird, \u201esolange ich in diesem Amt bin\u201c.<br \/>Vor Gericht m\u00fcssten die relevanten t\u00fcrkischen Gesetze und die universellen Menschenrechte zur Anwendung kommen \u201eund nicht mit F\u00fc\u00dfen getreten werden\u201c, fordert Y\u00fccel weiter.<br \/>Ein solcher Prozess k\u00f6nne \u201egar nicht anders enden als mit einem Freispruch\u201c, davon sei er restlos \u00fcberzeugt.<br \/>\u25ba\u201eIn L\u00e4ndern wie Aserbaidschan oder Wei\u00dfrussland\u201c m\u00f6ge es nat\u00fcrlich erscheinen, \u201edass die oberste Staatsf\u00fchrung pers\u00f6nlich eine inhaftierte Person \u00f6ffentlich vorverurteilt und den zust\u00e4ndigen Staatsanw\u00e4lten und Richtern quasi Anweisungen erteilt\u201c, schreibt Y\u00fccel. F\u00fcr die \u201ezivilisierte Welt\u201c sei ein solcher Vorgang aber befremdlich.<br \/>Y\u00fccel konnte den Bericht seinen Anw\u00e4lten im Gef\u00e4ngnis in Silivri diktieren. Erdogan hat den deutsch-t\u00fcrkischen Journalisten wiederholt beschuldigt, ein \u201eTerrorist\u201c und \u201eAgent\u201c zu sein.<br \/>Nach dem Protokoll der Verhandlung, bei der ein Gericht Ende Februar Untersuchungshaft gegen Y\u00fccel verh\u00e4ngt hatte, wird Y\u00fccel Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen. Eine Anklageschrift liegt weiterhin nicht vor.<br \/>\u25ba Y\u00fccel k\u00fcndigte an, er werde \u201edieses Gef\u00e4ngnis nicht durch eine Hintert\u00fcr verlassen, sondern durch jene Vordert\u00fcr, durch die ich es betreten habe. Und ich werde in diesem Land den Kampf um Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit, der mit der offensichtlich illegitimen Verfassungs\u00e4nderung mitnichten beendet ist, mit Gottes Hilfe auch in Zukunft aus n\u00e4chster N\u00e4he journalistisch begleiten.\u201c<br \/>Hier bezog sich Y\u00fccel auf das Referendum vom 16. April, das Erdogan knapp gewonnen hatte.<br \/>Die Inhaftierung Y\u00fccels hat zu schweren Spannungen zwischen Deutschland und der T\u00fcrkei gef\u00fchrt. Die Bundesregierung fordert die Freilassung des Journalisten.<br \/>Die \u201eWelt\u201c schrieb in Anmerkungen zu Y\u00fccels Bericht: \u201eEs geh\u00f6rt zu den g\u00e4ngigen Regeln des Medienbetriebs, dass sich Betroffene zu einem laufenden Verfahren nicht \u00e4u\u00dfern. Bei Deniz Y\u00fccel w\u00e4re das umso verst\u00e4ndlicher, als seine Strafsache von starken Spannungen zwischen Europa und der T\u00fcrkei \u00fcberschattet wird. Aber Deniz will sich \u00e4u\u00dfern und er hat ein Recht darauf. \u201c<br \/>PS: Sind Sie bei Facebook? 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