<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":537212,"date":"2017-05-19T23:22:00","date_gmt":"2017-05-19T21:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=537212"},"modified":"2017-05-19T23:14:00","modified_gmt":"2017-05-19T21:14:00","slug":"julian-assange-der-beruhmteste-gefangene-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/05\/julian-assange-der-beruhmteste-gefangene-der-welt\/","title":{"rendered":"Julian Assange: Der ber\u00fchmteste Gefangene der Welt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Er hatte lange \u00fcberlegt, wie er sich r\u00e4chen w\u00fcrde. Als Julian Assange erschien, um die Weltpresse \u00fcber seine Pl\u00e4ne zu unterrichten, war unsere Autorin hautnah dabei.<\/b><br \/>\nAm fr\u00fchen Nachmittag hatte Julian Assange schonmal seine Katze vor die T\u00fcr geschickt, um die Stimmung zu testen. Aus seinem Zimmer im Erdgeschoss h\u00f6rte er die Kameras der Fotografen klicken. Vorsichtig sp\u00e4hte er durch den Vorhang: Auf der Stra\u00dfe gegen\u00fcber der Botschaft standen dutzende Reporter und Kameraleute. Der Londoner Himmel war grau, das w\u00fcrde auf den Bildern bestimmt nicht gut aussehen. Er entschied sich, noch ein wenig zu warten und schoss zwischenzeitlich ein paar Selfies. Chelsea kam auf ihrem gestern ziemlich gut r\u00fcber, das musste er ihr schon lassen. Aber was sie konnte, konnte er schon lange.<br \/>Er zog sich ein wei\u00dfes T-Shirt an, legte seinen rechten Arm hinters Ohr und lachte in die Kamera. Obwohl er das Opfer einer globalen Verschw\u00f6rung war, blickte er der Zukunft fr\u00f6hlich und entspannt entgegen. Das sollte die Welt wissen.<br \/>Um kurz nach halb f\u00fcnf schob er den Vorhang zur Seite und \u00f6ffnete die Balkont\u00fcr. Er trat ins Freie, die Journalistenmenge war nun auf mehrere hundert angewachsen. Von oben schaute er auf ihre K\u00f6pfe, Kameras und Mikrofone herab. Einige johlten, klatschten und riefen seinen Namen; einige warteten seit f\u00fcnf Stunden hier. Ihre Redaktionen hatten sie ausgesandt, um herauszufinden, ob Assange nun, da die schwedische Staatsanw\u00e4ltin ihre Ermittlungen gegen ihn eingestellt hatte, die ecuadorianische Botschaft verlassen w\u00fcrde. Ob er nach f\u00fcnf Jahren Hausarrest wieder die Stra\u00dfen von London betreten und die Stadt verlassen w\u00fcrde. Stimmte es, dass die Ecuadorianer die Briten dazu \u00fcberreden wollten, ihm freies Geleit bis zum Flughafen zu geben? Wollte er wirklich versuchen, in Frankreich Asyl zu bekommen? Oder war ihm ein Deal mit Trump doch lieber?<br \/>Schweigend lie\u00df Assange seinen Blick \u00fcber die Menschenmenge schweifen. Er war es gewohnt, dass alle um ihn herum wissen wollten, was er als n\u00e4chstes vorhatte. Das war der Preis, den er als digitales Mastermind zu zahlen hatte. Einsamkeit, Verfolgung, \u00d6ffentlichkeit \u2013 all das waren die Dinge, die er im Namen der Transparenz-Revolution seit Jahren erlitt. Er strich sich \u00fcber die dunkle Lederjacke. Dann ballte er seine rechte Hand zur Faust. &#8222;Heute&#8220;, sagte er langsam, &#8222;ist ein wichtiger Sieg. Ein Sieg f\u00fcr mich und f\u00fcr das UN-Menschenrechtssystem.&#8220; Ein k\u00fchler Wind strich ihm um das Gesicht, doch er sp\u00fcrte ihn nicht. Er wandte seinen Kopf nach rechts, er wandte ihn nach links. Wieder klickten die Kameras.<br \/>In seinen langen Tagen in der Botschaft hatte er oft dar\u00fcber nachgedacht: An wem w\u00fcrde er sich zuerst r\u00e4chen? Und wie? Weil er die Welt \u00fcber ihre schlimmsten Verbrechen aufgekl\u00e4rt hatte, k\u00e4mpften die korruptesten und m\u00e4chtigsten Organisationen des Globus gegen ihn. Aber er w\u00fcrde sich nicht einsch\u00fcchtern lassen, niemals!<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 3.2<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/2017-05\/julian-assange-rede-botschaft-ecuador-london-schweden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.zeit.de\/digital\/2017-05\/julian-assange-rede-botschaft-ecuador-london-schweden<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er hatte lange \u00fcberlegt, wie er sich r\u00e4chen w\u00fcrde. 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