<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":540072,"date":"2017-05-22T00:37:00","date_gmt":"2017-05-21T22:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=540072"},"modified":"2017-05-21T23:14:03","modified_gmt":"2017-05-21T21:14:03","slug":"schweizer-stimmen-fur-den-ausstieg-aus-der-atomkraft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2017\/05\/schweizer-stimmen-fur-den-ausstieg-aus-der-atomkraft\/","title":{"rendered":"Schweizer stimmen f\u00fcr den Ausstieg aus der Atomkraft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Schweizer haben am Sonntag mit einer klaren Mehrheit f\u00fcr eine Energiewende gestimmt.<\/b><br \/>\nDie Schweiz steigt aus der Atomenergie aus. Beim Volksentscheid am Sonntag sprach sich eine klare Mehrheit der Stimmberechtigen f\u00fcr die \u201eEnergiestrategie 2050\u201c aus. Nach dem vorl\u00e4ufigen Endergebnis stimmten 58,2 Prozent f\u00fcr die Pl\u00e4ne der Regierung. Das Ergebnis zeige, dass die Bev\u00f6lkerung eine neue Energiepolitik w\u00fcnsche und keine neuen Atomkraftwerke, sagte Energieministerin Doris Leuthard. Der Bau neuer Atomkraftwerke wird nun verboten, und der Verbrauch fossiler Brennstoffe soll einschr\u00e4nkt werden. Strom soll vermehrt aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Insgesamt soll der Energieverbrauch bis 2035 im Vergleich zum Jahr 2000 fast halbiert werden. Finanzielle Anreize erleichtern dabei den Umstieg.<br \/>Die NZZ erwartet nun eine Welle an Subventionen. Zun\u00e4chst werden die Erneuerbaren Energie-Tr\u00e4ger gef\u00f6rdert. Danach werden die Schweizer Steuerzahler f\u00fcr die Entsorgung des Atomm\u00fclls aufkommen m\u00fcssen. Wir man aus Deutschland wei\u00df, ist das ein teures Unterfangen. Die NZZ: \u201eSobald die zus\u00e4tzliche F\u00f6rderung der Wasserkraft und damit der konkursgef\u00e4hrdeten Stromkonzerne unter Dach und Fach ist, d\u00fcrfte die St\u00fctzung der Atomenergie aufs Tapet kommen. Obwohl dies f\u00fcr sie unappetitlich ist, sind hier selbst linke Politiker bereit, staatliche Mittel zu sprechen, wenn sich im Gegenzug die Besitzer der Kernkraftwerke zu einem verbindlichen Fahrplan zur Ausserbetriebnahme verpflichten.\u201c<br \/>Leuthard sagte, durch das Gesetz w\u00fcrden die heimischen erneuerbaren Energien gest\u00e4rkt und der Verbrauch fossiler Brennstoffe reduziert. Die Abh\u00e4ngigkeit vom Ausland werde verringert. Das Gesetz f\u00fchre die Schweiz in eine moderne Energiezukunft. Einige seiner Teile w\u00fcrden bereits Anfang 2018 in Kraft treten.<br \/>Die Schweizer folgen mit ihrer Entscheidung Deutschland, das den Umstieg auf erneuerbare Energien vor Jahren auf den Weg gebracht hat. Die Vorlage war von weiten Teilen der b\u00fcrgerlichen und linksgr\u00fcnen Parteien unterst\u00fctzt worden. Die Konservativen wie die Schweizerische Volkspartei (SVP) lehnten die Pl\u00e4ne dagegen ab.<br \/>Die Wirtschaft war gespalten. Gegner der Strategie hatten eine Gef\u00e4hrdung der Energieversorgung und ausufernde Kosten bef\u00fcrchtet und zudem kritisiert, dass die Energiewende vor allem von Kleinkunden gestemmt und Gro\u00dfabnehmer finanziell entlastet w\u00fcrden. Die Umstellung kostet nach Sch\u00e4tzungen der Regierung j\u00e4hrlich rund eine Milliarde Franken. Ein vierk\u00f6pfiger Haushalt m\u00fcsste demnach pro Jahr mit einer zus\u00e4tzlichen Belastung von etwa 40 Franken rechnen.<br \/>Derzeit erzeugt die Schweiz mehr als ein Drittel ihrer Elektrizit\u00e4t mit Atomkraft. Der \u00fcberwiegende Teil stammt mit rund 60 Prozent aus Wasserkraft. Lediglich vier Prozent kommen aus anderen erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind. Den Ausfall durch den Abschied von der Atomkraft will die Regierung durch den Ausbau erneuerbaren Energien und \u00fcber einen geringeren Stromverbrauch kompensieren. Deutschland ist der Schweiz voraus: Dort stammen bereits ein Drittel aus erneuerbaren Quellen.<br \/>Der Tagesanzeiger analysiert, dass der Staat k\u00fcnftig eine gr\u00f6\u00dfere Rolle beim Strom spielen werde: \u201eVoraussetzung f\u00fcr jedes Modell ist ein Gesetzesartikel, der die, Versorgungssicherheit \u2018zur Staatsaufgabe machen w\u00fcrde. Der Bund h\u00e4tte dann die Grundversorgung mit Elektrizit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten.\u201c Die Zeitung erwartet, dass sich die Schweiz vom internationalen Strommarkt abkoppeln will: \u201eJe h\u00f6her die Eigenversorgung, desto st\u00e4rker w\u00fcrde die inl\u00e4ndische Produktion vor billiger ausl\u00e4ndischer Konkurrenz gesch\u00fctzt. Es w\u00e4re faktisch eine Abschottung des Schweizer Markts vor ausl\u00e4ndischer Konkurrenz, was dem Wunsch von Schweizer Stromproduzenten entgegenk\u00e4me. Entsprechend h\u00f6her w\u00e4re aber wohl auch der Strompreis.\u201c<br \/>*** F\u00fcr PR, Gef\u00e4lligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verf\u00fcgung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gef\u00e4llt nat\u00fcrlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Beh\u00f6rden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kr\u00e4ften und attackieren unser Gesch\u00e4ftsmodell.<br \/>Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterst\u00fctzung: Sichern Sie die Existenz der DWN!<br \/>Hier k\u00f6nnen Sie sich f\u00fcr einen kostenlosen Gratismonat registrieren. 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