<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":831253,"date":"2018-01-10T16:29:00","date_gmt":"2018-01-10T14:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=831253"},"modified":"2018-01-10T18:07:06","modified_gmt":"2018-01-10T16:07:06","slug":"billigairline-als-luckenfuller-fur-niki","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/de\/2018\/01\/billigairline-als-luckenfuller-fur-niki\/","title":{"rendered":"Billigairline als L\u00fcckenf\u00fcller f\u00fcr Niki"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>W\u00e4hrend der Fortbestand von Niki und deren 1000 Jobs durch den Strudel der Rechtsstreitigkeiten bedroht sind, st\u00f6\u00dft die ungarische Billigairline Wizz in die L\u00fccke und er\u00f6ffnet in Wien eine Basis mit vorerst drei Fliegern.<\/b><br \/>\nWien. Die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki droht im heftig tobenden Kompetenzstreit der Gerichte, ob f\u00fcr das Insolvenzverfahren Berlin oder Wien zust\u00e4ndig ist, unterzugehen. Der vom vorl\u00e4ufigen deutschen Insolvenzverwalter Lukas Fl\u00f6ther get\u00e4tigte Notverkauf der Airline an die spanisch-britische IAG-Holding und die Eingliederung von Niki in deren Billigtochter Vueling, was die Rettung von Teilen der Airline und von 740 der 1000 Jobs bedeutete, ist zwar nicht zwangsl\u00e4ufig obsolet. Er h\u00e4ngt aber in der Luft.<br \/>Die L\u00fccke, die Air Berlin und Niki in Wien hinterlassen, bleibt indes nicht lange bestehen: Die ungarische Billigairline Wizz Air, eine der schnellstwachsenden Fluglinien Europas, macht Wien mit einer Investition von 331 Mio. Dollar zur ersten Basis in Westeuropa und stationiert hier ab 14. Juni drei Flugzeuge. Schon ab April werden heuer sukzessive 17 Flugziele angeboten, darunter die bisherigen Niki-Ziele Tel Aviv, Valencia, Larnaca und Dortmund. Wizz-General Jozsef Varadi will heuer ab Wien 450.000 Tickets verkaufen \u2013 sie sind ab sofort buchbar.<br \/>Zur\u00fcck zu Niki: Dort laufen die deutsche und die \u00f6sterreichische Rechtsmaschinerie parallel auf Hochtouren \u2013 mit noch ungewissem Ausgang. Vorige Woche brachte die auf Passagierrechte spezialisierte Firma Fairplane eine Beschwerde gegen das Insolvenzverfahren in Berlin ein \u2013 und stellte gleichzeitig einen Konkursantrag gegen Niki beim Landesgericht Korneuburg. Nur zwei Tage sp\u00e4ter wies das Amtsgericht Berlin die Beschwerde ab. Das Landgericht Berlin gab als Berufungsinstanz am Montag \u00fcberraschend den \u00d6sterreichern recht. Dagegen legte Fl\u00f6ther im Namen von Niki umgehend Berufung beim deutschen Bundesgerichtshof ein. Wie lang es bis zu dessen Entscheidung dauert, ist offen. Eine Sprecherin betonte, man werde z\u00fcgig arbeiten. Das H\u00f6chstgericht k\u00f6nnte freilich noch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof einschalten, womit die Entscheidung noch l\u00e4nger dauern w\u00fcrde.<br \/>Parallel dazu arbeitet das Landesgericht Korneuburg: Der zust\u00e4ndige Richter habe am Montag bei einer Tagsatzung den Beteiligten \u2013 Fairplane, Fl\u00f6ther und Vertretern von Niki \u2013 bis Donnerstagnacht die M\u00f6glichkeit einger\u00e4umt, weitere Antr\u00e4ge und Beweise einzubringen, erkl\u00e4rte Mediensprecher Gernot Braitenberg der \u201ePresse\u201c. Entschieden werde am Freitag oder Anfang n\u00e4chster Woche.<br \/>Fl\u00f6ther will indes den ausgehandelten Kaufvertrag mit der IAG \u00fcber zwei parallele Insolvenzverfahren in Berlin und Wien retten, wie er am Dienstag erkl\u00e4rte. Noch diese Woche will er dazu ein Sekund\u00e4r-Insolvenzverfahren in \u00d6sterreich beantragen.<br \/>Fl\u00f6ther und der Air-Berlin-Generalbevollm\u00e4chtigte Frank Kebekus m\u00fcssen sich von Niki Lauda und Thomas Limberger (PrivatAir), die f\u00fcr Niki geboten hatten, aber abgeblitzt waren, vorwerfen lassen, sie h\u00e4tten Niki einen B\u00e4rendienst erwiesen. \u201eDas Verfahren h\u00e4tte von Anfang an hier stattfinden m\u00fcssen\u201c, meint Lauda im Gespr\u00e4ch mit der \u201ePresse\u201c. Der Rechtsstreit koste viel Zeit \u2013 \u201edie hat Niki nicht\u201c. Jetzt stelle sich nicht nur die Frage, ob die IAG wie geplant mit 16,5 Mio. Euro den Gesch\u00e4ftsbetrieb und die Geh\u00e4lter der Niki-Mitarbeiter finanziere. \u201eJetzt beginnt die Buchungszeit f\u00fcr Fr\u00fchling und Sommer\u201c, erkl\u00e4rt Lauda. \u201eWer soll wo buchen?\u201c<br \/>Was Lauda und Limberger zus\u00e4tzlich aufst\u00f6\u00dft, sind die hohen Honorare f\u00fcr den in die deutschen Verfahren um Air Berlin und Niki eingebundenen Berater Roland Berger. Die Rede ist von einem zweistelligen Millionenbetrag. Ein Sprecher Fl\u00f6thers dementiert dies, der Betrag sei deutlich niedriger.<br \/>Niki habe man sich angesehen, aber Abstand genommen, sagte Varadi am Dienstag vor Medienvertretern in Wien. Die 2004 gegr\u00fcndete, an der Londoner B\u00f6rse gelistete Fluglinie wolle und k\u00f6nne aus eigener Kraft wachsen. Im Gesch\u00e4ftsjahr 2016\/17 (Ende M\u00e4rz) wurde mit 3500 Mitarbeitern bei einem Umsatz von 1,6 Mrd. Euro ein Nettogewinn von 246 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Zahl der Passagiere lag bei 23,8 Millionen, was mehr als einer Verdoppelung seit 2010 entspricht. Im laufenden Gesch\u00e4ftsjahr werden 30 Millionen Flugg\u00e4ste angepeilt.<br \/>So soll es weitergehen: Die reine Airbus-Flotte wird heuer von 88 auf 100 Flieger aufgestockt, 280 Maschinen sind bestellt. \u201eWir wollen ein gesamteurop\u00e4ischer Player werden\u201c, sagte Varadi und setzte nach: \u201eLow cost bedeutet inzwischen hohe Qualit\u00e4t.\u201c Die Wizz-Basis in Wien schafft 120 Arbeitspl\u00e4tze. F\u00fcr Piloten gibt es am Freitag und Samstag eine Jobb\u00f6rse.<br \/>Was f\u00fcr die AUA und deren Mutter, Lufthansa, neue Konkurrenz bedeutet, ist f\u00fcr den Flughafen ein Volltreffer. \u201eWizz hat auf die Niki-Pleite rasch reagiert, das Timing ist perfekt\u201c, sagte Flughafen-Vorstand Julian J\u00e4ger. Mit Wizz werde die Position Wiens als Ost-West-Drehscheibe aufgewertet. 2019 soll Wizz rund eine Million zus\u00e4tzliche Passagiere bringen.<br \/>(&#8222;Die Presse&#8220;, Print-Ausgabe, 10.01.2018)<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 2.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/unternehmen\/5350672\/Billigairline-als-Lueckenfueller-fuer-Niki?from=rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/unternehmen\/5350672\/Billigairline-als-Lueckenfueller-fuer-Niki?from=rss<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Fortbestand von Niki und deren 1000 Jobs durch den Strudel der Rechtsstreitigkeiten bedroht sind, st\u00f6\u00dft die ungarische Billigairline Wizz in die L\u00fccke und er\u00f6ffnet in Wien eine Basis mit vorerst drei Fliegern. 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