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Der amtierende Präsident hat ersten Wahldurchgang gewonnen. In zwei Wochen entscheidet sich, welchen Weg Tschechien einschlagen wird.
In zwei Wochen entscheidet sich, welche Richtung Tschechien in Zukunft einschlagen wird. Die Bevölkerung hat die Wahl zwischen einem pro-russischen und einem pro-europäischen Staatschef.
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Aus der ersten Runde der Präsidentenwahl in Tschechien ist am Wochenende Amtsinhaber Milos Zeman als Sieger hervorgegangen. Er muss sich Ende Januar in einer Stichwahl dem Chemieprofessor Jiri Drahos stellen. Zeman kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf knapp 39 Prozent, Drahos auf gut 26 Prozent. Laut einer Umfrage könnte der Proeuropäer Drahos den Amtsinhaber Zeman in der Stichwahl schlagen.
Die anderen sieben Mitbewerber lagen nach der zweitägigen ersten Wahlrunde bei zehn oder weniger Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag ähnlich wie bei der Präsidentenwahl 2013 bei geschätzt rund 60 Prozent, wie die Nachrichtenagentur CTK meldete.
Der ehemalige Kommunist Zeman setzt sich für gute Beziehungen zu Moskau und Peking ein und lehnt Einwanderer aus muslimischen Ländern ab. In der Vergangenheit sprach der 73-Jährige von einer « organisierten Invasion » und sagte, es sei « unmöglich, Muslime zu integrieren ». Seit 2013 steht er an der Spitze des tschechischen Staates und punktet vor allem bei der ländlichen Bevölkerung.
Der Ex-Kommunist war nach 1989 Chef der Sozialdemokratischen Partei, Parlamentspräsident und Regierungschef. Obwohl er antrat, die Benachteiligten zu vertreten, unterstützt er offen Milliardär Andrej Babis, den er im Dezember trotz Betrugsvorwürfen zum Regierungschef ernannte.

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