In Hamburg gibt es nicht nur die Entscheidung um den CDU-Parteivorsitz – es sind auch andere wichtige Fragen zu klären.
Wenn die Delegierten des CDU-Parteitags an diesem Donnerstag in Hamburg ankommen, erwartet sie ein befremdlicher Moment: Der Teppichhandel fällt an entscheidender Stelle aus. Diese politische Sonderform des Basargeschäfts ist fester Bestandteil der Treffen von Landesverbänden und Vereinigungen am Vorabend jedes Parteitags. Dort kungeln üblicherweise die Nordrhein-Westfalen mit den Hessen und den Baden-Württembergern ein Präsidiums- gegen zwei Vorstandsmitglieder untereinander aus, und die Mittelstandsvereinigung MIT will sich mit den Südlichtern verbünden, um Antrag C 113 durchzudrücken, einen von aktuell 309 Anträgen. Am späten Abend steht der Ablauf des Parteitags dann normalerweise fest. Diesmal nicht. Beim wichtigsten Tagesordnungspunkt ist der Basar stillgelegt. Über Angela Merkels Nachfolge im Parteivorsitz entscheidet kein Regionalproporz, darüber entscheiden Positionen, Profil und Perspektiven der zwei aussichtsreichsten Kandidaten.

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