Im autoritär regierten Kasachstan zeichnet sich ein hoher Wahlsieg für Übergangspräsident Kassym-Schomart Tokajew ab. Die Polizei nahm 500 Demonstrierende fest.
Am Rande der Präsidentschaftswahl im autoritär regierten Kasachstan haben Sicherheitskräfte hunderte Demonstrierende festgenommen. Auf
Twitter wurden Bilder und Videos verbreitet, auf denen zu sehen ist, wie
ein massives Polizeiaufgebot gegen die Protestierenden vorgeht. Das
Innenministerium des zentralasiatischen Landes sprach von insgesamt 500 Festnahmen, wie die
kasachische Agentur Tengrinews meldete. Sowohl in der Hauptstadt Nur-Sultan (früher Astana) als auch in Almaty soll es nicht genehmigte Proteste gegeben haben, nachdem der aus Kasachstan geflohene Banker Muchtar Abljasow, ein bekannter Regimekritiker, dazu aufgerufen hatte.
Mehreren Prognosen zufolge zeichnete sich ein hoher Wahlsieg von Kassym-Schomart Tokajew ab. Der
Übergangspräsident erhält den Hochrechnungen zufolge etwa 70 Prozent der Stimmen, wie die Staatsagentur Kazinform auf Basis
von Nachwahlbefragungen zweier Forschungsinstitute meldete. Mit einem offiziellen Endergebnis wird am Montag gerechnet.
Der 66-Jährige hatte im März die
Nachfolge von Nursultan Nasarbajew angetreten, der nach fast 30 Jahren
an der Macht sein Amt niedergelegt hatte.

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