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Mehr als 2000 Pädagogen könnten wegen Vorerkrankungen fehlen

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Bildungssenatorin Scheeres präsentiert Eckzahlen zum neuen Schuljahr: „größter Einstellungsbedarf seit dem Mauerfall“. 400 Lehrer haben gekündigt.
Corona-bedingt verschärft sich Berlins Lehrermangel erheblich. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) rechnet damit, dass drei Prozent der Lehrer wegen Vorerkrankungen ein Attest beantragen werden. Damit würden rund 2000 Pädagogen im Unterricht fehlen, könnten allerdings anderweitig eingesetzt werden, betonte Scheeres. Darüber hinaus seien von den über 2.500 Stellen, die zum neuen Schuljahr besetzt werden sollten, noch mindestens 300 offen, wovon aber 200 „im Einstellungsprozess“ seien. Um den Schulen dabei zu helfen, die Lücken zumindest ansatzweise zu füllen, die durch die Lehrer mit Vorerkrankungen entstehen, verhandelt Scheeres nach eigenen Angaben mit dem Finanzsenator über einen „Pool“ von 100 Lehrkräften. Darüber hinaus habe jede Schule wie immer die Möglichkeit, ihr Vertretungsbudget zu nutzen. Dieses sogenannte Personalkostenbudget (PKB) wird allerdings sowieso – unabhängig von Corona – benötigt, um Erkrankte oder Schwangere zu vertreten und reicht nur für drei Prozent des Personals. „Ich sage ja, dass das Schuljahr nicht einfach wird“, kommentierte Scheeres die Diskrepanz. Die Quote der Quer- und Seiteneinsteiger bei den Neueinstellungen ist dieses Jahr schwer festzustellen: Anders als in den Vorjahren tauchen die meisten Seiteneinsteiger unter den gelieferten Einstellungszahlen nicht auf. „Um sich an der Statistik der Kultusministerkonferenz zu orientieren, wurden befristet beschäftigte sonstige Lehrkräfte nicht mehr eigens statistisch ausgewiesen“, begründet die Bildungsverwaltung diese Änderung, die Einstellungszahlen besser aussehen lässt als im Vorjahr.

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