<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1228034,"date":"2018-10-23T21:33:00","date_gmt":"2018-10-23T19:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1228034"},"modified":"2018-10-23T23:11:46","modified_gmt":"2018-10-23T21:11:46","slug":"prasident-erdogan-als-aufklarer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2018\/10\/prasident-erdogan-als-aufklarer\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4sident Erdogan als Aufkl\u00e4rer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident gibt sich im Fall Khashoggi als Aufkl\u00e4rer. Er nennt die T\u00f6tung des Journalisten \u201ebarbarisch\u201c. Den Druck auf die Herrscher in Riad erh\u00f6ht er systematisch.<\/b><br \/>\nIstanbul Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident gibt sich im Fall Khashoggi als Aufkl\u00e4rer. Er nennt die T\u00f6tung des Journalisten \u201ebarbarisch\u201c. Den Druck auf die Herrscher in Riad erh\u00f6ht er systematisch.<br \/>Der t\u00fcrkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan erh\u00f6ht im Mordfall Khashoggi den Druck auf Saudi-Arabien. Die Verantwortlichen m\u00fcssten zur Rechenschaft gezogen werden, \u201ebis hinauf zur h\u00f6chsten Spitze\u201c, forderte Erdogan \u2013 eine Anspielung auf den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman.<br \/>Der Mord an dem saudischen Regimekritiker Jamal Khashoggi, der vor drei Wochen im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul verschwand, wurde offenbar Tage im Voraus sorgf\u00e4ltig geplant. \u201eDaf\u00fcr haben wir starke Beweise in H\u00e4nden\u201c, sagte Pr\u00e4sident Erdogan am Dienstag vor der Parlamentsfraktion seiner Regierungspartei AKP in Ankara. Erdogan widersprach damit der offiziellen Version der saudischen Regierung. Die hatte nach langem Leugnen Ende vergangener Woche einger\u00e4umt, Khashoggi sei im Konsulat bei einer Schl\u00e4gerei get\u00f6tet worden.<br \/>Demgegen\u00fcber sprach Erdogan von einem \u201ebarbarischen geplanten Mord\u201c. Einige Sicherheitsbeamte und Geheimdienstleute f\u00fcr den Tod des Journalisten verantwortlich zu machen, \u201ereicht weder uns, noch der internationalen Gemeinschaft\u201c, sagte Erdogan. Er zweifle aber nicht am Willen des saudischen K\u00f6nigs Salman, die Vorg\u00e4nge im Konsulat und die Hintergr\u00fcnde aufzukl\u00e4ren. Auf die m\u00f6gliche Rolle des Kronprinzen Mohammed bin Salman ging Erdogan nicht ein.<br \/>Auch zu den Ereignissen im Konsulat, die zum Tod Khashoggis f\u00fchrten, \u00e4u\u00dferte sich Erdogan nicht n\u00e4her. Regierungsnahe t\u00fcrkische Medien hatten in den vergangenen Wochen berichtet, der Regimekritiker und \u201eWashington Post\u201c-Kolumnist sei gefoltert und anschlie\u00dfend enthauptet worden. Die T\u00e4ter h\u00e4tten dann seine Leiche zerst\u00fcckelt und in Koffern aus dem Konsulat geschafft. Von dem Mord soll es laut t\u00fcrkischen Medien Ton- und Videoaufnahmen geben. Offenbar hatte der t\u00fcrkische Geheimdienst das Konsulat verwanzt.<br \/>Dazu sagte Erdogan nichts. M\u00f6glicherweise will er sich weitere Enth\u00fcllungen f\u00fcr sp\u00e4ter aufheben. Erdogan zeichnete aber im Detail nach, was t\u00fcrkische Ermittler \u00fcber die Vorgeschichte wissen. Danach hat Khashoggi bereits am 28. September ein erstes Mal am Konsulat wegen einer Bescheinigung f\u00fcr seine geplante Hochzeit vorgesprochen. Mit diesem Besuch startete die Planung f\u00fcr den Mord, sagte Erdogan. Am Tag vor Khashoggis Verschwinden seien drei Teams, insgesamt 15 Personen, aus Riad nach Istanbul geflogen. Sie h\u00e4tten vor dem Mord \u00d6rtlichkeiten im Belgrader Forst bei Istanbul und in der Ortschaft Yalova am Marmarameer ausgekundschaftet. Nach t\u00fcrkischen Medienberichten vermuten die Fahnder, dass Khashoggis Leiche an einem dieser beiden Orte \u201eentsorgt\u201c wurde. Nach den Ortsbesichtigungen h\u00e4tten sich die Teams am sp\u00e4ten Vormittag im Konsulat getroffen und dort die saudischen Sicherheitskameras deaktiviert, bevor Khashoggi wenig sp\u00e4ter das Geb\u00e4ude betrat.<br \/>Die T\u00fcrkei werde ihre Ermittlungen fortsetzen, \u201ebis alle Fragen beantwortet sind\u201c, sagte Erdogan. \u201eEs w\u00e4re ein Affront gegen das Gewissen der Menschheit, eine solche Gr\u00e4ueltat zu vertuschen\u201c, so der Pr\u00e4sident. \u201eWer hat diese 15 M\u00e4nner beauftragt? Wo ist die Leiche des Ermordeten? Wir brauchen Antworten\u201c, sagte Erdogan. Saudi-Arabien hat die Mitglieder des mutma\u00dflichen Killerkommandos und drei Konsulatsangeh\u00f6rige inzwischen festnehmen lassen. Erdogan forderte die Regierung in Riad auf, sie an die T\u00fcrkei auszuliefern, damit sie in Istanbul vor Gericht gestellt werden k\u00f6nnten, \u201edenn hier ist das Verbrechen begangen worden\u201c.<br \/>Am Dienstag untersuchten t\u00fcrkische Sicherheitskr\u00e4fte eine Villa in der N\u00e4he von Istanbul. 40 Polizisten seien zwei Stunden lang in dem dreist\u00f6ckigen Haus in der Yalova-Provinz gewesen, berichtete die Zeitung \u201eH\u00fcrriyet\u201c. Demnach soll das Geb\u00e4ude einem Mitglied des 15-k\u00f6pfigen Spzialkommandos geh\u00f6ren, das Khashoggi get\u00f6tet haben soll.<br \/>Ankara hat in den vergangenen drei Wochen im Fall Khashoggi systematisch den Druck auf die Herrscher in Riad erh\u00f6ht \u2013 zun\u00e4chst mit Geheimdiensterkenntnissen, die regierungsnahen Medien zugespielt wurden, und jetzt mit Erdogans Rede. Die T\u00fcrkei und Saudi-Arabien sind alte Rivalen in der Nahostregion. Offenbar sieht Erdogan jetzt die Chance, mit immer neuen Enth\u00fcllungen im Fall Khashoggi das Regime in Riad international in Misskredit zu bringen.<br \/>K\u00f6nig Salman und Kronprinz bin Salman empfingen am Dienstag Khashoggis Bruder und seinen Sohn. Laut staatlicher Nachrichtenagentur kondolierten die beiden.<\/p>\n<div id=\"td_post_ranks_tmp\" class=\"td-post-comments\" style=\"vertical-align: middle;display:none;\">\n<div style=\"float: left;\">Similarity rank: 3.1<\/div>\n<\/div>\n<p><script>\n\/*jQuery(function() {\nvar mainContentMetaInfo = '.td-post-header .meta-info';\nvar tdPostRanks = '#td_post_ranks';\nif (jQuery(tdPostRanks).length) {\n    var tdPostRanksHtml = jQuery(tdPostRanks).get(0).outerHTML;\n    if (typeof tdPostRanksHtml != 'undefined') {\n        jQuery(tdPostRanks).remove();\n        jQuery(mainContentMetaInfo).append(tdPostRanksHtml);\n    }\n}\n});*\/\n<\/script><span>\u00a9 Source: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/ausland\/fall-khashoggi-praesident-erdogan-als-aufklaerer_aid-34047937\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/rp-online.de\/politik\/ausland\/fall-khashoggi-praesident-erdogan-als-aufklaerer_aid-34047937<\/a><br \/>\nAll rights are reserved and belongs to a source media.<\/span><\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").remove();});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident gibt sich im Fall Khashoggi als Aufkl\u00e4rer. 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