<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1301520,"date":"2018-12-14T23:23:00","date_gmt":"2018-12-14T21:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1301520"},"modified":"2018-12-15T00:11:27","modified_gmt":"2018-12-14T22:11:27","slug":"hamburger-sv-ist-zweitliga-herbstmeister","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2018\/12\/hamburger-sv-ist-zweitliga-herbstmeister\/","title":{"rendered":"Hamburger SV ist Zweitliga-Herbstmeister"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Hamburger SV bleibt in der Zweiten Bundesliga ausw\u00e4rts ungeschlagen. Beim MSV Duisburg feierte der HSV einen 2:1-Erfolg und sicherte sich damit die Herbstmeisterschaft.<\/b><br \/>\nDas erste Zwischenziel hat der Hamburger SV erreicht. Der Bundesliga-Absteiger gewann am Freitagabend mit 2:1 (2:1) beim MSV Duisburg und sicherte sich damit die Herbstmeisterschaft in der zweiten Fu\u00dfball-Bundesliga. Die beeindruckende Bilanz der Mannschaft von Trainer Hannes Wolf auf fremden Pl\u00e4tzen zur Saisonhalbzeit: sieben Siege und ein Remis. \u00ab\u00a0Die Herbstmeisterschaft ist auf jeden Fall eine sch\u00f6ne Sache, vor allem f\u00fcr die Fans. Das k\u00f6nnen wir jetzt ein bis zwei Tage genie\u00dfen\u00a0\u00bb, sagte Kapit\u00e4n Aaron Hunt.<br \/>Auf dem extrem strapazierten Rasen im ehemaligen Wedaustadion best\u00e4tigten sich die Eindr\u00fccke der vergangenen Wochen: Unter Wolf hat sich der HSV taktisch verbessert, agiert souver\u00e4ner, aber keineswegs dominant. Oder in den Worten von Verteidiger Rick van Drongelen: \u00ab\u00a0Es ist mir egal, wie wir gewinnen. Die Hauptsache ist, dass wir gewinnen.\u00a0\u00bb Auch beim MSV kontrollierten die Hanseaten die Begegnung &#8211; dank ihrer fu\u00dfballerischen \u00dcberlegenheit und gr\u00f6\u00dferen individuellen Klasse. Ein Selbstl\u00e4ufer war jedoch auch diese Partie nicht, da einmal mehr deutlich wurde, dass der HSV in der Defensive anf\u00e4llig ist. Nach der schnellen F\u00fchrung durch Khaled Narey, der in der zw\u00f6lften Minute ein Zuspiel von Hee-chan Hwang verwertete, richteten sich viele Hamburger Fans wohl bereits auf einen entspannten Abend ein. Doch zwei Minuten sp\u00e4ter fiel der Ausgleich durch Gerrit Nauber, der bei einem Eckball vollkommen ungehindert aus elf Metern volley einschie\u00dfen durfte.<br \/>Es folgte Aaron Hunts gro\u00dfer Auftritt: Der Routinier legte sich den Ball 22 Meter vor dem MSV-Tor zum Freisto\u00df zurecht und schlenzte ihn zentimetergenau ins Tor. F\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter w\u00e4re ihm das gleiche Kunstst\u00fcck aus gr\u00f6\u00dferer Entfernung beinahe noch einmal gelungen. Dieses Mal segelte die Kugel knapp \u00fcber die Latte. Duisburg blieb allerdings gef\u00e4hrlich, eben weil die HSV-Defensive alles andere als ein Bollwerk ist. Moritz Stoppelkamp (29.) und Stanislav Iljutcenko (36.) hatten gute Chancen zum 2:2.<br \/>Entschieden war also noch lange nichts. Jedenfalls nicht, solange die Hamburger nicht das dritte Tor erzielen w\u00fcrden. Verteidiger David Bates (53.) h\u00e4tte es markieren k\u00f6nnen, Hwang (61.) erzielen m\u00fcssen. Der Koreaner hatte MSV-Schlussmann Daniel Mesenh\u00f6ler bereits ausgespielt, scheiterte mit seinem Schuss aber an Nauber, der kurz vor der Linie kl\u00e4rte. Der HSV machte es sich anschlie\u00dfend weiterhin unn\u00f6tig schwer. Duisburg bot eine Menge R\u00e4ume, doch der Tabellenf\u00fchrer spielte seine Angriffe schlecht aus. Es reichte trotzdem zum elften Saisonsieg. \u00ab\u00a0Es war das erwartet schwere Spiel\u00a0\u00bb, so Wolf. Ob der HSV auch als Tabellenf\u00fchrer \u00fcberwintert, entscheidet sich am 23. Dezember. Dann gastieren die Hamburger bei Holstein Kiel &#8211; jenem Team, das zum Saisonauftakt mit 3:0 im Volksparkstadion gewann.<br \/>Eine schwarz-wei\u00dfe Raute auf blauem Grund: Nicht nur in Hamburg ein echtes Markenzeichen. Der HSV geh\u00f6rt zu den renommiertesten Fu\u00dfball-Clubs in Deutschland und feierte schon vor knapp einhundert Jahren seine erste deutsche Meisterschaft.<br \/>Es folgten weitere Titel und bittere Entt\u00e4uschungen. Die Geschichte des Hamburger Sportvereins in Bildern.<br \/>Der Hamburger Sportverein entsteht durch einen Zusammenschluss der beiden Clubs Germania und HFC im Jahr 1919. Hier zu sehen: die Mannschaft des HFC im Jahr 1909. Germanias Gr\u00fcndungsjahr 1887 gilt auch als offizielles Jahr der HSV-Gr\u00fcndung.<br \/>In den 1920er-Jahren wird Otto \u00ab\u00a0Tull\u00a0\u00bb Harder zum ersten \u00fcberregionalen Star des HSV. Auch dank des Mittelst\u00fcrmers werden die Hamburger 1923 und 1928 Meister. 1922 wird das Endspiel gegen N\u00fcrnberg abgebrochen, weil der \u00ab\u00a0Club\u00a0\u00bb nach Platzverweisen und Verletzungen nur noch sieben Spieler auf dem Feld hat. Der HSV wird zum Sieger erkl\u00e4rt, vom DFB allerdings zum Verzicht gedr\u00e4ngt. So endet die Saison ohne offiziellen Meister. Harder w\u00e4hlt nach seiner Karriere einen \u00e4u\u00dferst unr\u00fchmlichen Lebensweg: Der \u00fcberzeugte Nationalsozialist macht in der SS Karriere und arbeitet in mehreren Konzentrationslagern.<br \/>Im Norden ist der Hamburger SV fast immer die Nummer eins, die deutsche Meisterschaft machen aber lange Zeit andere Teams unter sich aus. Ein HSV-Star der 1940er-Jahre ist Erwin Seeler, \u00ab\u00a0Vadder\u00a0\u00bb von Uwe Seeler.<br \/>\u00ab\u00a0Uns Uwe\u00a0\u00bb bei den Jungmannen: Seeler junior (3.v.r.) ist das gro\u00dfe Versprechen auf eine erfolgreiche Zukunft des Hamburger SV. Bereits mit 17 feiert er 1953 sein Deb\u00fct in der Herren-Mannschaft und wird f\u00fcr fast zwei Jahrzehnte der pr\u00e4gende Spieler des HSV sein.<br \/>In der Oberliga Nord sind die Hamburger eine Macht, vor allem am heimischen Rothenbaum. Von 1947 bis 1963 wird der HSV nur 1954 nicht Nordmeister. Doch die Sehnsucht nach einem gro\u00dfen Titel erf\u00fcllt sich zun\u00e4chst nicht. 1957 verliert der HSV das Endspiel um die Meisterschaft gegen Dortmund, eine Jahr sp\u00e4ter gegen Schalke 04.<br \/>1960 gelingt endlich der ersehnte Sieg: Als Au\u00dfenseiter schl\u00e4gt der HSV den 1. FC K\u00f6ln im Finale um die deutsche Meisterschaft mit 3:2. Seeler (2) und Charly D\u00f6rfel erzielen die Treffer. Die beiden Torsch\u00fctzen lassen sich gemeinsam mit Spielmacher Klaus St\u00fcrmer (r.) im Stadion am Rothenbaum von den Fans feiern.<br \/>Als Meister nimmt der HSV in der Saison 1960\/61 erstmals am Europacup teil. Es folgen unvergessene Partien. Im Viertelfinale schalten die Norddeutschen Englands Champion FC Burnley aus. Das 4:1 im R\u00fcckspiel nach einer 1:3-Hinspielniederlage gilt als eine der besten Partien der Vereinsgeschichte. Im Halbfinale fehlen nur Sekunden zum Einzug ins Endspiel. Sandor Kocsic k\u00f6pft in Hamburg das 1:2 f\u00fcr den FC Barcelona, der so ein Entscheidungsspiel erzwingt und dort den HSV ausschaltet.<br \/>Und immer wieder Seeler: Der Mittelst\u00fcrmer erzielt 1963 im DFB-Pokalfinale beim 3:0-Sieg gegen Borussia Dortmund alle Treffer. Die Partie in Hannover wird am 14. August ausgetragen&#8230;<br \/>&#8230;zehn Tage sp\u00e4ter beginnt im deutschen Fu\u00dfball eine neue Zeitrechnung. Die Oberligen haben ausgedient, ab sofort wird landesweit in der Bundesliga gekickt. Der HSV geh\u00f6rt als Dauermeister im Norden nat\u00fcrlich zu den 16 Gr\u00fcndungsmitgliedern. Die erste Partie bei Preu\u00dfen M\u00fcnster endet 1:1. Seeler wird am Saisonende erster Torsch\u00fctzenk\u00f6nig der neuen Liga.<br \/>Tsch\u00fcs, Uwe: 1972 beendet Seeler mit einem Spiel gegen eine Weltauswahl im Volksparkstadion seine Karriere. Beim HSV endet eine \u00c4ra, die in der Bundesliga jedoch nicht mehr besonders erfolgreich ist. Bis zu Seelers Abschied ist ein f\u00fcnfter Platz die beste Platzierung einer meistens nur noch mittelm\u00e4\u00dfigen Mannschaft.<br \/>Neuanfang in rosa: 1973 wird Peter Krohn (links im Bild) HSV-Pr\u00e4sident und krempelt den Verein geh\u00f6rig um. Er ist einer der ersten, der Fu\u00dfball auch als Show-Veranstaltung sieht, vom \u00ab\u00a0Zirkus Krohn\u00a0\u00bb schreiben die Zeitungen. Das f\u00fchrt zu unter anderem dazu, dass die Mannschaft in rosafarbenen Trikots aufl\u00e4uft. Sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg geben Krohn, der sp\u00e4ter als \u00ab\u00a0Generalmanager\u00a0\u00bb die Geschicke des Clubs lenkt, recht. Der HSV findet wieder Anschluss an die deutschen Topteams.<br \/>Im Juni 1976 gewinnt der HSV durch einen 2:0-Sieg gegen Kaiserslautern den DFB-Pokal. Es ist der erste Titel der Nach-Uwe-Seeler-\u00c4ra. Ein Jahr sp\u00e4ter triumphieren die Hamburger auch im Europacup der Pokalsieger. Das 2:0 gegen den RSC Anderlecht ist das Abschiedsspiel von Trainer Kuno Kl\u00f6tzer, der in Krohns Augen trotz aller Erfolge nur ein biederer \u00ab\u00a0Turnlehrer\u00a0\u00bb ist und nicht in das Bild des neuen \u00ab\u00a0glamour\u00f6sen\u00a0\u00bb HSV passt.<br \/>Er passt hingegen perfekt: Kevin Keegan kommt im Sommer 1977 vom Europacup-Sieger FC Liverpool an die Elbe &#8211; ein spektakul\u00e4rer Transfer, den sich der HSV 2,2 Millionen D-Mark kosten l\u00e4sst. Doch der englische Fl\u00fcgelflitzer erf\u00fcllt die Erwartungen zun\u00e4chst nicht. Er f\u00fchlt sich nicht wohl beim HSV, der unter den Trainern Rudi Gutendorf und Arkoc \u00d6zcan wieder nur Mittelma\u00df ist.<br \/>Um tats\u00e4chlich wieder in die Bundesliga-Spitze vorzusto\u00dfen, sind gravierende Ver\u00e4nderungen n\u00f6tig. Die gibt es 1978. Anfang des Jahres l\u00f6st G\u00fcnter Netzer (r.) \u00fcberraschend Krohn als Manager ab. Dabei wollte der umtriebige Ex-Nationalspieler beim HSV eigentlich nur die Stadionzeitung verlegen. Netzers erster Gl\u00fccksgriff ist die Verpflichtung von Trainer Branco Zebec (l.) f\u00fcr die Spielzeit 1978\/79.<br \/>Der jugoslawischen \u00ab\u00a0Schleifer\u00a0\u00bb f\u00fchrt sein Team mit harter Hand &#8211; und formt es zur Meistermannschaft. Publikumsliebling Keegan bl\u00fcht auf und erzielt 17 Treffer. Der neue Mittelst\u00fcrmer Horst Hrubesch ist der perfekte Abnehmer f\u00fcr Manfred Kaltz&rsquo; \u00ab\u00a0Bananenflanken\u00a0\u00bb und erweist sich neben Mittelfeldmotor Jimmy Hartwig als entscheidender Neuzugang. Schon einen Spieltag vor Saisonende steht der HSV als Meister fest.<br \/>Die letzte Partie gegen Bayern M\u00fcnchen soll ein Festtag werden, es wird jedoch ein schwarzer Sonnabend. Nach dem Schlusspfiff brechen die Zuschauermassen durch die Gitter der Westkurve. Randalierer zerlegen anschlie\u00dfend die Tore. Die traurige Bilanz: 71 Menschen werden verletzt, etliche von ihnen schwer.<br \/>Erfolgstrio mit Troph\u00e4e: Keegan (l.), Hrubesch (M.) und Kaltz pr\u00e4sentieren auf dem Hamburger Rathausmarkt die Meisterschale. Die erfolgreichste Zeit der HSV-Geschichte hat begonnen: Von 1979 bis 1984 werden die Hamburger dreimal Meister und dreimal Zweiter. Au\u00dferdem erreichen sie insgesamt drei Europapokal-Endspiele.<br \/>\u00ab\u00a0Das Tollste und Beste, was ich je vom HSV gesehen habe.\u00a0\u00bb Manager G\u00fcnter Netzer ist am 23. April 1980 restlos begeistert von seiner Mannschaft. Die Hamburger schlagen nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel Real Madrid im Volksparkstadion mit 5:1 und ziehen ins Europacup-Finale ein. Dort sind sie Favorit, verlieren aber mit 0:1 gegen Nottingham Forrest.<br \/>Der \u00ab\u00a0Kaiser\u00a0\u00bb in Hamburg: Im Oktober 1980 vermeldet der HSV eine Transfersensation. Franz Beckenbauer kommt nach vier Jahren in New York zur\u00fcck in die Bundesliga. Doch 18 Jahre Profi-Fu\u00dfball haben Spuren hinterlassen. Beckenbauer kommt nur sporadisch zum Einsatz und sagt am Ende der Saison 1981\/82 endg\u00fcltig \u00ab\u00a0servus\u00a0\u00bb.<br \/>Ein Gl\u00fccksfall ist 1981 die Verpflichtung von Ernst Happel. Das \u00f6sterreichische Trainergenie pr\u00e4gt den HSV wie kein anderer Coach. Er f\u00fchrt in Hamburg Pressing und Abseitsfalle ein. Aus einer sehr guten Mannschaft wird eines der besten Teams der Bundesliga-Historie.<br \/>Ein dunkles Kapitel der HSV-Geschichte: Vor dem Pokalspiel gegen Werder Bremen am 17. Oktober 1982 werden G\u00e4ste-Fans von Hamburger Hooligans \u00fcberfallen. Den 16 Jahre alte Adrian Maleika trifft ein Stein am Kopf. Einen Tag sp\u00e4ter stirbt er an den Folgen eines Sch\u00e4delbasisbruchs und schwerer Gehirnblutungen. Im \u00ab\u00a0Friedensgipfel von Schee\u00dfel\u00a0\u00bb vereinbaren im Januar 1983 Werder- und HSV-Fans, auf Racheaktionen zu verzichten. Die extrem aufgeheizte Stimmung zwischen den Fan-Lagern beruhigt sich anschlie\u00dfend.<br \/>Sportlich befindet sich der HSV in der Spielzeit 1981\/1982 in der wohl besten Phase seiner Vereinsgeschichte. In Happels erster Saison erzielt das Team sagenhafte 95 Tore und wird souver\u00e4n Meister. Auch im folgenden Jahr sichern sich die Hanseaten den Titel &#8211; mit knappem Vorsprung vor Werder Bremen. Zwischen Januar 1982 und Januar 1983 bleibt die Happel-Elf 36 Partien in Folge ungeschlagen. Ein Rekord, den Bayern M\u00fcnchen erst 30 Jahre sp\u00e4ter knackt.<br \/>Das wichtigste Tor der HSV-Geschichte: Am 25. Mai 1983 trifft der HSV im Landesmeister-Endspiel in Athen auf Juventus Turin. Die Italiener sind klarer Favorit, sie haben die halbe Weltmeister-Elf von 1982 in ihren Reihen, au\u00dferdem den gro\u00dfartigen franz\u00f6sischen Spielmacher Michel Platini und dessen Adjutanten Zbigniew Boniek. Doch Happel stellt seine Mannschaft wieder einmal perfekt ein. Die Entscheidung f\u00e4llt schon in Minute acht: Felix Magath schnappt sich den Ball und schie\u00dft ihn vom linken Strafraumeck ins Tor &#8211; der HSV ist die beste Mannschaft Europas.<br \/>Der \u00ab\u00a0Henkelpott\u00a0\u00bb in Hamburg: Co-Trainer Aleksandar Ristic (l.) Magath, Happel und Netzer pr\u00e4sentieren den Europacup der Landesmeister. Die ganz gro\u00dfe Zeit der Happel-\u00c4ra ist mit dem wichtigsten Sieg der Vereinsgeschichte vorbei. Beim anschlie\u00dfenden Umbau der Mannschaft unterlaufen dem HSV Fehler. Das Sturmduo Hrubesch\/Lars Bastrup durch Dieter Schatzschneider und Wolfram Wuttke zu ersetzen, ist dabei der gr\u00f6\u00dfte Irrtum. Trotzdem reicht es 1984 zur Vize-Meisterschaft hinter dem VfB Stuttgart.<br \/>Uli Stein mit dem DFB-Pokal. 1987 feiert der HSV seinen bislang letzten Titelgewinn. Happel hat nach zwei schwierigen Jahren noch einmal eine junge Mannschaft aufgebaut, die in der Liga hinter Bayern M\u00fcnchen Platz zwei belegt und im Pokal-Endspiel die Stuttgarter Kickers schl\u00e4gt &#8211; es ist Happels letztes Spiel. Der Erfolgscoach geht zur\u00fcck nach \u00d6sterreich. Der HSV ger\u00e4t anschlie\u00dfend aus der Bahn&#8230;<br \/>&#8230; und das hat ma\u00dfgeblich mit Stein zu tun. Im sportlich eigentlich unbedeutenden Supercup rastet der Keeper aus und schl\u00e4gt Bayern-St\u00fcrmer J\u00fcrgen Wegmann ins Gesicht. Der HSV feuert Stein und holt als Nachfolger den Jugoslawen Mladen Pralija, der als einer der gr\u00f6\u00dften Transferflops der Clubgeschichte gilt.<br \/>Bonjour tristesse: So sieht es beim HSV Ende der 1980er-, Anfang der 1990er-Jahre aus:<br \/>Obwohl die gro\u00dfe Zeit erst wenige Jahre zur\u00fcckliegt, scheint sie doch ewig weit entfernt zu sein. Die Mannschaft d\u00fcmpelt meistens im Mittelfeld, das unwirtliche Volksparkstadion ist h\u00e4ufig g\u00e4hnend leer. 1988\/89 sinkt der Zuschauerschnitt auf das Rekordtief von 14.934.<br \/>Auch finanziell steht es nicht gut um den Hamburger SV. Doch 1991 ist der Club auf einen Schlag saniert. Thomas Doll kommt nach dem Zusammenbruch der DDR vom BFC Dynamo zum HSV und wird in nur einer Saison zur Legende. Er st\u00fcrmt \u00fcber das Feld wie niemand mehr seit Kevin Keegan &#8211; und wechselt nach zw\u00f6lf Monaten f\u00fcr 17 Millionen D-Mark zu Lazio Rom. Die Hamburger Finanzprobleme sind (vorerst) gel\u00f6st. Sportlich hinterl\u00e4sst Doll jedoch eine L\u00fccke, die lange Zeit nicht geschlossen wird.<br \/>Ein Hoffnungstr\u00e4ger muss her: 1995 l\u00e4sst sich Seeler \u00fcberreden, das Amt des Pr\u00e4sidenten beim HSV zu \u00fcbernehmen. \u00ab\u00a0Mein zweiter gro\u00dfer Fehler\u00a0\u00bb, sagt er sp\u00e4ter: \u00ab\u00a0Der erste war, mir ein Schwimmbad im Haus einbauen zu lassen.\u00a0\u00bb Seelers Pr\u00e4sidiumsmitglieder sorgen f\u00fcr viele Skandale, das Club-Idol tritt 1998 entnervt zur\u00fcck. Immerhin hilft Seelers guter Name, endlich den ersehnten Umbau der Arena auf den Weg zu bringen.<br \/>Neues Stadion, neues Gl\u00fcck: Das Volksparkstadion wird St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck zu einer modernen Arena umgebaut. Der HSV bekommt ganz neue finanzielle M\u00f6glichkeiten &#8211; unter anderem weil er als erster deutscher Club die Namensrechte verkauft. Unter Trainer Frank Pagelsdorf gelingt 2000 der erstmalige Einzug in die Champions League. Die Hamburger mischen wieder ganz oben mit in der Bundesliga.<br \/>Das K\u00f6nigsklassen-Deb\u00fct reiht sich in die ganz gro\u00dfen Europacup-Partien der Vereinsgeschichte ein. Gegen Juventus Turin holt der HSV ein 1:3 auf und geht kurz vor Schluss durch Niko Kovac in F\u00fchrung. Wohl nie zuvor und auch nicht danach ist die Stimmung besser in der Hamburger Arena, daran \u00e4ndert auch der 4:4-Ausgleichstreffer nichts.<br \/>Abschied einer Legende: Nach 26 Jahren beim Hamburger SV quittiert Masseur Hermann Rieger 2004 seinen Dienst. Er ist die gute Seele im Verein, so beliebt wie kaum ein Spieler und hat sogar einen eigenen Fan-Club. Rieger stirbt 2014, zu einer Gedenkstunde kommen 3.000 Menschen. Der HSV ehrt ihn mit einer Statue am Volksparkstadion.<br \/>\u00ab\u00a0Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu\u00a0\u00bb, scheint Sergej Barbarez (l.) Schiedsrichter Robert Hoyzer zu sagen. Tut es auch nicht. Der HSV verliert am 21. August 2004 im DFB-Pokal beim Drittligisten SC Paderborn mit 2:4. Hoyzer gibt sp\u00e4ter zu, dass er die Partie manipuliert hat. Die Hamburger erhalten deshalb eine finanzielle Entsch\u00e4digung vom DFB.<br \/>Der HSV hat in dieser Phase immer wieder ein gutes Auge f\u00fcr Talente und entwicklungsf\u00e4hige Spieler. Der beste von ihnen ist Rafael van der Vaart. Er kommt 2005 von Ajax Amsterdam nach Hamburg und pr\u00e4gt bis zu seinem Abschied drei Jahre sp\u00e4ter das Team. Auch die Boulevardpresse kommt auf ihre Kosten: Van der Vaart und seine Frau Sylvie sind das vielleicht prominenteste Paar der Hansestadt.<br \/>Die Derbys zwischen dem HSV und Werder sind in den 2000er-Jahren Bundesliga-Spitzenspiele. Am 7. Mai 2008 sehen die Zuschauer im Volkspark eines der spektakul\u00e4rsten Fouls der Bundesliga-Geschichte: Werder-Keeper Tim Wiese trifft Ivica Olic mit den Stollen im Gesicht. Unverst\u00e4ndlicherweise sieht der Torwart nur Gelb.<br \/>Ein Jahr sp\u00e4ter kommt es zu einer legend\u00e4ren \u00ab\u00a0Vierer-Serie\u00a0\u00bb zwischen dem HSV und Werder. Sie endet bitter f\u00fcr die Hamburger. Zun\u00e4chst wird Wiese im Elfmeterschie\u00dfen des DFB-Pokal-Halbfinals zum Bremer Helden: Er pariert dreimal. Auch im UEFA-Cup verpasst der HSV gegen Werder das Endspiel. Die bitteren 19 Tage enden mit einer 0:2-Bundesliga-Niederlage im Weser-Stadion &#8211; dahin ist auch die letzte kleine Chance auf die Meisterschaft. Anschlie\u00dfend geht es erst langsam, sp\u00e4ter immer schneller sportlich bergab.<br \/>Dem HSV fehlt ein modernes Konzept. Er setzt immer noch auf vermeintlich gro\u00dfe Namen. So holt der Club 2012 f\u00fcr 13 Millionen Euro van der Vaart zur\u00fcck an die Elbe. Den Transfer finanziert Milliard\u00e4r Klaus-Michael K\u00fchne, der in den kommenden Jahren insgesamt rund 60 Millionen Euro investiert. Die finanzielle Abh\u00e4ngigkeit des Vereins von K\u00fchne wird von Jahr zu Jahr gr\u00f6\u00dfer.<br \/>Jubel ohne Fu\u00dfball: 2014 beschlie\u00dfen die Mitglieder die Ausgliederung der Profi-Fu\u00dfballer in eine AG, Dietmar Beiersdorfer wird ihr erster Vorsitzender. So soll frisches Geld generiert werden. Das kommt fast ausschlie\u00dflich von K\u00fchne. Doch besser wird es nicht. F\u00fchrungskr\u00e4fte und Trainer wechseln in immer schnellerer Reihenfolge. Sportlich und finanziell ist der HSV zunehmend ein Sanierungsfall.<br \/>Der HSV k\u00e4mpft fast nur noch gegen den Abstieg. 2014 gelingt die Rettung in der Relegation, 2015 geht es erneut in die Entscheidungsspiele. In Karlsruhe sind die Hamburger fast schon abgestiegen, dann trifft Marcelo Diaz in letzter Sekunde. Es gibt Verl\u00e4ngerung, Nicolai M\u00fcller gelingt f\u00fcr den HSV der Siegtreffer. Es ist noch einmal gutgegangen. Vorbei ist das Zittern um den Verbleib in der Bundesliga damit aber noch lange nicht.<br \/>2017 verhindert der HSV am letzten Spieltag den erneuten Gang in die Relegation. Doch 2018 erwischt es den Dino. Dieses Mal gelingt die Rettung in letzter Minute nicht. Am 12. Mai ist es amtlich: Zum ersten Mal in seiner Geschichte steigt der HSV ab.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hamburger SV bleibt in der Zweiten Bundesliga ausw\u00e4rts ungeschlagen. Beim MSV Duisburg feierte der HSV einen 2:1-Erfolg und sicherte sich damit die Herbstmeisterschaft. Das erste Zwischenziel hat der Hamburger SV erreicht. 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