<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1302602,"date":"2018-12-15T15:16:00","date_gmt":"2018-12-15T13:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1302602"},"modified":"2018-12-15T18:03:27","modified_gmt":"2018-12-15T16:03:27","slug":"gelbwesten-setzen-proteste-in-frankreich-fort","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2018\/12\/gelbwesten-setzen-proteste-in-frankreich-fort\/","title":{"rendered":"\u00abGelbwesten\u00bb setzen Proteste in Frankreich fort"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>NZZ Nachrichten, Hintergr\u00fcnde, Meinungen aus der Schweiz, International, Sport, Digital, Wirtschaft, Auto &#038; mehr. Fundierte Berichterstattung rund um die Uhr.<\/b><br \/>\n(Agenturen) Mehrere hundert Demonstranten in gelben Westen sind am Samstagmorgen in Paris wieder auf die Strasse gegangen. Die Proteste fanden an verschiedenen Orten statt. Auf der Prachtstrasse Champs-\u00c9lys\u00e9es kam es zu Spannungen zwischen Sicherheitskr\u00e4ften und Demonstranten, wobei auch Tr\u00e4nengas eingesetzt wurde. Die Demonstrationen wurden von massiven Sicherheitsmassnahmen begleitet.<br \/>Allein in Paris waren 8000 Polizisten, 14 Panzerfahrzeuge und Reiterbrigaden im Einsatz. Landesweit waren 69 000 Sicherheitskr\u00e4fte im Dienst. Dem Aufruf, in Paris zu demonstrieren, folgten weit weniger Menschen als am vergangenen Samstag. Nach dem Terroranschlag von Strassburg am Dienstag hatte die franz\u00f6sische Regierung an die \u00abGelbwesten\u00bb appelliert, an diesem Wochenende nicht zu demonstrieren.<br \/>Vor der Oper Garnier organisierten die \u00abGelbwesten\u00bb ein Sit-in. Dabei knieten sie auf dem Boden, die H\u00e4nde hinter dem Kopf &#8211; eine Anspielung auf eine Massenfestnahme von Sch\u00fclern vor mehreren Tagen, die gegen Reformen im Bildungsbereich protestiert und ihre Bildungseinrichtung blockiert hatten.<br \/>Mehrere Frauen demonstrierten auf den Champs-\u00c9lys\u00e9es halbnackt als Marianne verkleidet und standen minutenlang stumm den Sicherheitskr\u00e4ften gegen\u00fcber. Marianne ist die Nationalfigur der franz\u00f6sischen Republik. Auf Bildern wird sie gew\u00f6hnlich mit einer phrygischen M\u00fctze bedeckt und mit unbedeckten Br\u00fcsten gezeigt.<br \/>Bereits am vergangenen Samstag hatten sich die Sicherheitskr\u00e4fte in Paris in \u00e4hnlichem Umfang gegen Gewalt und Krawalle gewappnet. Im ganzen Land waren etwa 2000 Menschen festgenommen worden, viele Gesch\u00e4fte und Sehensw\u00fcrdigkeiten blieben geschlossen.<br \/>Dieses Mal jedoch sollen der weltber\u00fchmte Louvre und andere Museen in der Hauptstadt offen bleiben. Paris solle nicht den Eindruck einer \u00abtoten\u00bb Stadt erwecken, lautete die Begr\u00fcndung des Pr\u00e4fekten. Mittlerweile ist es bereits das f\u00fcnfte Wochenende hintereinander, an denen die \u00abGelbwesten\u00bb &#8211; benannt nach den Warnwesten im Auto &#8211; protestieren.<br \/>Nach Einsch\u00e4tzung der franz\u00f6sischen Regierung haben die anhaltenden Strassenblockaden und Proteste sp\u00fcrbaren Einfluss auf das Wirtschaftswachstum des Landes. Die franz\u00f6sische Nationalbank hat die Wachstumserwartungen f\u00fcr das laufende Quartal von 0,4 auf 0,2 Prozent halbiert.<br \/>Urspr\u00fcnglich hatten die \u00abGelbwesten\u00bb gegen geplante Steuererh\u00f6hungen auf Sprit und Diesel demonstriert, diese wurden zwischenzeitlich auf Eis gelegt. Mittlerweile richten sich die Proteste vor allem gegen die Mitte-Regierung und den Staatschef Emmanuel Macron pers\u00f6nlich, der von Kritikern als \u00abPr\u00e4sident der Reichen\u00bb bezeichnet wird.<br \/>Um den Konflikt mit den \u00abGelbwesten\u00bb zu entsch\u00e4rfen, hatte Macron zu Wochenbeginn ein Paket mit Sofortmassnahmen im Sozialbereich versprochen, darunter eine Erh\u00f6hung des Mindestlohns um monatlich 100 Euro. Bis zu zehn Milliarden Euro sollen die Massnahmen kosten.<br \/>Nach dem Terroranschlag von Strassburg am Dienstag hatte die franz\u00f6sische Regierung an die \u00abGelbwesten\u00bb appelliert, an diesem Wochenende nicht zu demonstrieren. Einige Vertreter der Protestbewegung signalisierten aber, weiter auf die Strasse gehen zu wollen. Franz\u00f6sische Medien berichteten, gem\u00e4ssigte Vertreter der Protestbewegung riefen inzwischen zum Dialog auf.<br \/>Aus Br\u00fcssel vom EU-Gipfel richtete Macron am Freitag einen f\u00f6rmlichen Aufruf an die Demonstranten: \u00abUnser Land braucht heute Ruhe, es braucht Ordnung, es braucht ein normales Funktionieren.\u00bb<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NZZ Nachrichten, Hintergr\u00fcnde, Meinungen aus der Schweiz, International, Sport, Digital, Wirtschaft, Auto &#038; mehr. Fundierte Berichterstattung rund um die Uhr. (Agenturen) Mehrere hundert Demonstranten in gelben Westen sind am Samstagmorgen in Paris wieder auf die Strasse gegangen. 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