<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1455434,"date":"2019-03-20T03:53:00","date_gmt":"2019-03-20T01:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1455434"},"modified":"2019-03-20T06:06:26","modified_gmt":"2019-03-20T04:06:26","slug":"roundup-klagen-in-usa-niederlage-fur-monsanto-mutter-bayer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2019\/03\/roundup-klagen-in-usa-niederlage-fur-monsanto-mutter-bayer\/","title":{"rendered":"Roundup-Klagen in USA: Niederlage f\u00fcr Monsanto-Mutter Bayer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Zum zweiten Mal hat ein Gericht in den USA geurteilt, dass das Herbizid Roundup krebsverursachend ist. Auf den deutschen Chemie- und Pharmakonzern Bayer d\u00fcrften noch Tausende von Klagen zukommen.<\/b><br \/>\nEine neunk\u00f6pfige Jury am Bundesbezirksgericht f\u00fcr Nordkalifornien hat am Dienstag einstimmig geurteilt, dass der Unkrautvernichter Roundup, der auf der Chemikalie Glyphosat basiert, urs\u00e4chlich f\u00fcr die Krebserkrankung eines Mannes gewesen ist. Sie sahen es als erwiesen an, dass das Produkt der Firma Monsanto, die der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Bayer 2018 gekauft hatte, ein entscheidender Faktor daf\u00fcr war, dass der heute 70-j\u00e4hrige Kl\u00e4ger Edwin Hardeman Lymphdr\u00fcsenkrebs entwickelt hatte.<br \/>Hardeman hatte 26 Jahre lang t\u00e4glich Roundup auf seinem Grundst\u00fcck verspr\u00fcht, um gegen besonders aggressiven Giftefeu vorzugehen. 2015 wurde bei ihm ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert, 2016 reichte er Klage ein. Bayer argumentierte vergebens, dass nicht Roundup, sondern Hardemans Hepatitis-Erkrankung eine entscheidende Rolle f\u00fcr den Lymphdr\u00fcsenkrebs gespielt habe.<br \/>Die neun Geschworenen hatten sich vor der Entscheidung f\u00fcnf Tage zur\u00fcckgezogen um zu beraten und hatten an einem Tag eine erneute Zeugenaussage von Hardeman selbst verlangt, bevor sie zu ihrem Urteil kamen. Geschworene an Bundesgerichten in den USA m\u00fcssen ihren Entscheid einstimmig treffen.<br \/>Der Schuldspruch ist insofern \u00fcberraschend, als dass Beobachter davon ausgegangen waren, dass die Rahmenbedingungen des Prozesses in San Francisco g\u00fcnstig f\u00fcr Bayer seien. Der federf\u00fchrende Richter Vince Chhabria hatte vor Prozessbeginn Ende Februar entschieden, das Verfahren in zwei Phasen zu unterteilen: In einer ersten sollte m\u00f6glichst objektiv die wissenschaftliche Frage gekl\u00e4rt werden, ob Roundup urs\u00e4chlich f\u00fcr Hardemans Krebs war. Nur wenn die Geschworenen dies bejahten, d\u00fcrften die Kl\u00e4ger in einer zweiten Phase mutmassliche Beweise daf\u00fcr vorlegen, dass Monsanto versucht habe, Risiken zu verschweigen und die \u00f6ffentliche Meinung zu manipulieren.<br \/>Diese Zweiteilung wurde als positiv f\u00fcr Bayer bewertet. Die Anw\u00e4ltin des Kl\u00e4gers hatte jedoch beim Prozessauftakt am 25. Februar wiederholt gegen die Anweisung des Richters verstossen und den Geschworenen Informationen pr\u00e4sentiert, die eigentlich erst f\u00fcr die zweite Prozessphase zugelassen waren. Sie war daf\u00fcr heftig von Richter Chhabria ger\u00fcgt worden und musste eine Strafe von 500 $ entrichten.<br \/>Es ist die zweite Niederlage, die Bayer wegen Roundup vor Gericht einsteckt. Der erste Prozess im vergangenen Sommer war ebenfalls mit einem Schuldspruch f\u00fcr Bayer ausgegangen und der Richter hatte einen Schadensersatz von 289 Mio. $ verh\u00e4ngt. Dieser wurde inzwischen auf 78,6 Mio. $ reduziert und Bayer ist auch dagegen in Berufung gegangen. Der Ausgang ist noch offen.<br \/>Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme am Dienstag entt\u00e4uscht \u00fcber das Urteil. \u00abWir sind sicher, dass die Beweise in der zweiten Phase zeigen werden, dass das Verhalten von Monsanto angebracht war und dass die Firma nicht haftbar f\u00fcr die Krebserkrankung von Herrn Hardeman gemacht werden sollte\u00bb, hiess es darin.<br \/>Bereits vor dem zweiten Schuldspruch hatten mehr als 11 200 Privatpersonen, Landwirte und Landschaftsg\u00e4rtner in den USA Klage gegen Bayer wegen des Unkrautvernichters eingereicht, weil Roundup bei ihnen Lymphdr\u00fcsenkrebs und andere Krebsarten hervorgerufen haben soll. Mehr als 760 F\u00e4lle sind allein am Bundesbezirksgericht in San Francisco pendent. Richter Chhabria hatte deswegen eine Handvoll F\u00e4lle als Testf\u00e4lle ausgesucht \u2013 darunter auch den nun verhandelten Fall von Hardeman. Sogenannte \u00abbellwether trials\u00bb sind eine Eigenheit des amerikanischen Rechtssystems bei Produkthaftungsklagen. Sie gelten als Wegweiser f\u00fcr k\u00fcnftige F\u00e4lle, etwa mit Blick darauf, ob sich Kl\u00e4ger und Verteidiger besser aussergerichtlich einigen, welche Art von Beweisen zugelassen wird und wie hoch der Schadenersatz sein kann.<br \/>In der zweiten, voraussichtlich zwei Wochen dauernden Prozessphase wird es nun ab Mittwoch darum gehen festzulegen, welchen Schadenersatz Bayer leisten muss und inwiefern der Konzern versucht hat, die \u00f6ffentliche Meinung zu manipulieren. Den Anw\u00e4ltinnen des Kl\u00e4gers liegen offenbar E-Mails vor, die zeigen sollen, wie Monsanto versuchte, dies zu erreichen. Die Anw\u00e4ltinnen des Kl\u00e4gers sagten in einer Stellungnahme, sie freuten sich darauf, diese den Geschworenen zu pr\u00e4sentieren: \u00abNun k\u00f6nne wir uns auf die Beweise daf\u00fcr konzentrieren, dass Monsanto sich bei der Beurteilung der Sicherheit von Roundup nicht verantwortungsvoll und objektiv verhalten hat.\u00bb<br \/>Experten gehen davon aus, dass die Rechtsstreitigkeiten um Roundup den Bayer-Konzern mehr als 5 Mrd. $ kosten werden, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum zweiten Mal hat ein Gericht in den USA geurteilt, dass das Herbizid Roundup krebsverursachend ist. Auf den deutschen Chemie- und Pharmakonzern Bayer d\u00fcrften noch Tausende von Klagen zukommen. Eine neunk\u00f6pfige Jury am Bundesbezirksgericht f\u00fcr Nordkalifornien hat am Dienstag einstimmig geurteilt, dass der Unkrautvernichter Roundup, der auf der Chemikalie Glyphosat basiert, urs\u00e4chlich f\u00fcr die Krebserkrankung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1455433,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1455434"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1455434"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1455434\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1455435,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1455434\/revisions\/1455435"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1455433"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1455434"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1455434"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1455434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}