<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1643307,"date":"2020-07-03T05:37:00","date_gmt":"2020-07-03T03:37:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1643307"},"modified":"2020-07-03T05:05:12","modified_gmt":"2020-07-03T03:05:12","slug":"elektrifizierter-falter-so-fahrt-sich-ein-e-klapprad","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2020\/07\/elektrifizierter-falter-so-fahrt-sich-ein-e-klapprad\/","title":{"rendered":"Elektrifizierter Falter: So f\u00e4hrt sich ein E-Klapprad"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Faltr\u00e4der sind nichts Neues &#8211; Elektro-Varianten schon eher.<\/b><br \/>\nBerlin (dpa\/tmn) &#8211; Erste Klappr\u00e4der gab es schon vor fast 150 Jahren. Bis in die 1980er allerdings galten ihre Rahmen als instabil und Sicherheitsrisiko. Seit die Hersteller stolz auf ihre Konstruktionen sind, sprechen sie lieber von Faltr\u00e4dern, um sich von den alten Wackelkandidaten abzusetzen.<br \/>Seit jeher aber sollen Faltr\u00e4der vor allem eines sein: transportabel, damit Radler sie mit in den Urlaub oder in die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel nehmen k\u00f6nnen. Einige Hersteller sind dazu \u00fcbergegangen, die Gattung zu elektrifizieren. Das spricht eine Kundschaft an, die im Klappfahrradfahren einen bequemen Vorgang sieht, der m\u00f6glichst nicht schwei\u00dftreibend sein soll.<br \/>Eine Marke, die ausschlie\u00dflich E-Faltr\u00e4der baut, ist GoCycle aus England.2009 stellte sie ihr erstes Rad vor. Das aktuelle Flaggschiff-Pedelec GXi besitzt ein f\u00fcr E-Bikes neuartiges Technik-Feature, das die Fahrsicherheit erh\u00f6hen soll.<br \/>&#8211; Der Einsatzzweck: Der Hersteller Karbon Kinetics Limited (KKL), der sich hinter der Marke verbirgt, bewirbt das GXi als \u00ab\u00a0Begleiter f\u00fcr Pendler oder Urlauber, die mit dem Auto oder Wohnmobil reisen\u00a0\u00bb. Zwar sei es zusammengeklappt mit einem Packma\u00df von 88,0 x 37,0 x 61,5 Zentimeter gr\u00f6\u00dfer als manches Konkurrenzmodell, r\u00e4umt der Hersteller ein, daf\u00fcr aber erm\u00f6gliche der patentierte Mechanismus ein sehr schnelles Zusammenklappen.<br \/>&#8211; Die Technik: Das Pedelec (bis 25 km\/h) l\u00e4sst sich tats\u00e4chlich mit wenigen Handgriffen in rund zehn Sekunden zusammenlegen. Anders als der Firmenname vermuten l\u00e4sst, ist der Rahmen nicht aus Carbon, sondern aus einer Alu-Legierung gefertigt.<br \/>Gr\u00fcnder von KKL ist Richard Thorpe, ein Ingenieur und zuletzt bei McLaren als Konstrukteur in Projekte wie dem Supersportwagen Mercedes SLR McLaren involviert. So schnell ist das Faltrad zwar nicht, doch es gibt augenscheinliche Anleihen.<br \/>Etwa die \u00ab\u00a0PitstopWheels\u00a0\u00bb. Die beiden 20-Zoll-R\u00e4der sind wie beim Auto mit sechs Schrauben montiert und k\u00f6nnen seitlich abgenommen werden &#8211; der Vordergabel fehlt dazu eine Zinke. Weil auch klassische Kettenstreben fehlen, kann der Reifen repariert werden, ohne das Laufrad abzunehmen. Der Antrieb ist wie beim Auto verkapselt: Die Kette l\u00e4uft gesch\u00fctzt und fast wartungsfrei in einem Magnesiumgeh\u00e4use. Ein interner Kettenspanner soll ein Abspringen verhindern.<br \/>Komfort verspricht auch die Shimano-Dreigang-Nabenschaltung Nexus. Beim Abbremsen schaltet sie die G\u00e4nge automatisch herunter, so dass man an der gr\u00fcnen Ampel im Ersten anfahren kann. Auch das Hochschalten geschieht per Automatik, per Drehgriff l\u00e4sst sich auch manuell schalten.<br \/>Wie \u00fcblich f\u00fcr Pedelecs, hat das GXi verschiedene Sensoren, die Drehmomente, Trittfrequenzen und die Geschwindigkeit \u00fcberwachen. \u00dcber sie wird der Motor gesteuert. Ungew\u00f6hnlich ist ein anderes Feature. Richard Thorpe sagt, das GXi sei \u00ab\u00a0wahrscheinlich das einzige E-Bike der Welt mit Traktionskontrolle am Vorderrad.\u00a0\u00bb Droht das Vorderrad, an dessen Nabe der Motor sitzt, durchzudrehen, wird die Motorleistung gedrosselt. Die Traktionskontrolle steigere die Sicherheit des Fahrers, sagt Thorpe, vor allem in Kurven.<br \/>Faltr\u00e4der gibt es in der Regel nicht in verschiedenen Rahmengr\u00f6\u00dfen, auch das GXi nicht. Weil das Sitzrohr aber schr\u00e4g steht, wird der Abstand zum Lenker gr\u00f6\u00dfer, wenn man es ausf\u00e4hrt. Auch das Steuerrohr kann h\u00f6henjustiert werden.<br \/>&#8211; Der Fahreindruck: Die Wendigkeit dank steilem Lenkrohr geht zu Lasten der Fahrstabilit\u00e4t, auch das ist faltrad-typisch. Dennoch macht das GXi einen robusten Fahreindruck. Einzig das lange Steuerrohr neigt auf unseren Testfahrten unter Zug zum Verwinden. Ansonsten erweist sich das Bike mit den breiten Rahmenelementen als stabil und komfortabel. Am Hinterbau ist ein D\u00e4mpfer integriert, der Federweg liegt bei immerhin 2,5 Zentimetern. Die Ballonreifen versprechen noch mehr D\u00e4mpfung.<br \/>Je nach Trittfrequenz und Druck auf die Pedale kann es an Steigungen passieren, dass die Motorunterst\u00fctzung sp\u00e4t einsetzt &#8211; man ist geneigt, in den f\u00fcr ein Faltrad unangemessenen Wiegetritt zu gehen. In solchen Fahrsituationen scheint das Zusammenspiel der Sensoren noch an Feintuning vertragen zu k\u00f6nnen.<br \/>Der teils abrupt einsetzende und vor allem im Boost-Modus kr\u00e4ftige Frontmotor ist recht laut. Die automatische Schaltung ist ausgereift, wenn auch eher eine Halbautomatik: Denn erst bei kurzem Innehalten an der Kurbel agiert die Nexus und erh\u00f6ht die \u00dcbersetzung. Das erweist sich gegen\u00fcber vollautomatischen Schaltungen als Vorteil, denn diese agieren oft ohne Ank\u00fcndigung und unter Pedaldruck lautstark.<br \/>Ein Klapprad muss man gut heben k\u00f6nnen &#8211; in den Autokofferraum, in den Bahnwaggon oder Bus. Beim GoCycle f\u00e4llt das schwer; es wiegt 17,5 Kilo und l\u00e4sst sich nirgends richtig gut packen.<br \/>Ausstattung, Zubeh\u00f6r, Peripherie: Der Lithium-Ionen-Akku bietet einen Energiegehalt von 375 Wattstunden (Wh). Das soll bis zu 80 Kilometer Reichweite erm\u00f6glichen. Die Ladezeit gibt der Hersteller mit vier Stunden an; der Akku kann im Rad aufgefrischt, dazu aber auch entnommen werden.<br \/>Interessant ist das Display, das sich mit etlichen LEDs \u00fcber fast die ganze Lenkerbreite erstreckt und bei Systemstart mit wischendem Aufleuchten begr\u00fc\u00dft, als eifere es dem intelligenten Auto \u00ab\u00a0K. I. T. T.\u00a0\u00bb aus \u00ab\u00a0Knight Rider\u00a0\u00bb nach. Anhand der LEDs lassen sich etwa das Fahrtempo und der Ladezustand absch\u00e4tzen. Schon von weitem sichtbar ist das Tagfahrlicht, als glei\u00dfende Leiste vorn am Lenker.<br \/>Gesetzeskonforme Beleuchtung kostet allerdings 130 Euro extra. Im Zubeh\u00f6rshop gibt es au\u00dferdem: Schutzbleche (je 50 Euro), Fronttasche (180 Euro) oder Gep\u00e4cktr\u00e4ger (300 Euro). Viel Gep\u00e4ck kann alleridngs nicht mit, denn das GoCycle ist f\u00fcr eine Gesamtgewicht von 100 Kilo empfohlen &#8211; samt Fahrer und Zuladung.<br \/>Und nat\u00fcrlich ist das GXi als modernes E-Bike vernetzt. \u00dcber die GoCycle-App k\u00f6nnen etwa der Charakter der Motorunterst\u00fctzung ver\u00e4ndert, der Ladezustand des Akkus sowie das Tempo oder auch die Trittfrequenz und der Kalorienverbrauch \u00fcberwacht werden. Dazu kann das Telefon am Lenker mittels beiliegenden Halterungsgummis justiert werden.<br \/>Wer das m\u00f6chte, kann Log-Daten hochladen, die dem Supportteam von GoCycle eine Ferndiagnose erlauben &#8211; falls es mit dem Antrieb Probleme geben sollte. Einen GPS-Tracker besitzt das GXi nicht. Sollte es gestohlen werden, kann es so zwar nicht aufgesp\u00fcrt werden. Doch will der Dieb das Ladeger\u00e4t nachkaufen, geht das nur anhand der Rahmennummer, die dem Besitzer zugeordnet ist.<br \/>&#8211; Der Preis: F\u00fcr ein Faltrad rangiert das GoCycle im Premium-Bereich &#8211; abzulesen auch am saftigen Preis von 4200 Euro. Wer 1000 Euro sparen m\u00f6chte, greift zum g\u00fcnstigeren GX-Modell mit weniger Ausstattung.<br \/>&#8211; Das Fazit: Das GoCycle GXi ist ein robustes Faltrad, das zwar leichte Schw\u00e4chen bei der Motorsteuerung zeigt, aber in seiner Kernkompetenz, dem schnellen Faltmechanismus, gl\u00e4nzt. Haken: der hohe Preis.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Faltr\u00e4der sind nichts Neues &#8211; Elektro-Varianten schon eher. 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