<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1765159,"date":"2020-11-01T11:52:00","date_gmt":"2020-11-01T09:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1765159"},"modified":"2020-11-01T12:10:55","modified_gmt":"2020-11-01T10:10:55","slug":"eingewanderte-arten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2020\/11\/eingewanderte-arten\/","title":{"rendered":"Eingewanderte Arten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Einwanderer aus Asien oder Amerika sind aus der Pelzzucht ausgeb\u00fcxt und breiten sich in Deutschland aus. J\u00e4ger w\u00fcrden gern mehr von ihnen schie\u00dfen, doch Natursch\u00fctzer sehen wenig Gefahr f\u00fcr die \u00d6kosysteme.<\/b><br \/>\nVon Mink bis Waschb\u00e4r: Nach der Statistik des Deutschen Jagdverbands (DJV) breiten sich Arten weiter aus, die in Deutschland nicht heimisch sind. Das geht aus einem bundesweiten Monitoring-System hervor, f\u00fcr das J\u00e4ger und Wissenschaftler 2019 die Best\u00e4nde in rund 26.000 Jagdrevieren beobachtet haben. W\u00e4hrend J\u00e4ger die Eindringlinge gern vermehrt abschie\u00dfen w\u00fcrden, lehnen Natursch\u00fctzer das bisher ab. Ihr Argument: Die zumeist nachtaktiven und scheuen Migranten seien gut integriert, sch\u00e4digten das \u00d6kosystem augenscheinlich nicht &#8211; und seien ohnehin nicht mehr auszurotten. Ein \u00dcberblick:Marderhund Er stammt aus Ostasien, hat es inzwischen aber bis an die Nordsee geschafft. Bundesweit leben Marderhunde heute bereits in mehr als zwei Dritteln (38 Prozent) der Jagdreviere, die am Monitoring teilnehmen. An der Einwanderung ist der Mensch nicht unschuldig: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind zahlreiche Marderhunde aus Pelzfarmen entkommen und nach Westen gewandert. Zuerst haben sie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern besiedelt. Das ist auch heute noch ihre Lieblingsregion. Besonders rasant verlief die Migration danach Richtung Schleswig-Holstein.2005 haben J\u00e4ger Marderhunde dort in rund einem F\u00fcnftel ihrer Reviere (18 Prozent) nachgewiesen,2016 bereits in 70 Prozent. Allerdings haben inzwischen neben der Jagd auch Krankheiten wie die Staupe Best\u00e4nde wieder reduziert. Dem Naturschutzbund Deutschland gilt der Marderhund inzwischen als heimische Art, die sich entgegen aller Bef\u00fcrchtungen zumeist ohne dramatische Folgen in die \u00d6kosysteme einf\u00fcge. Zu seinen nat\u00fcrlichen Feinden z\u00e4hlten Luchs und Wolf. Waschb\u00e4r Urspr\u00fcnglich sind die Kleinb\u00e4ren, die gern alles mit ihren Vorderpfoten ertasten, in Nordamerika zu Hause. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden sie zur Pelzgewinnung auch in Deutschland gez\u00fcchtet &#8211; und einige entwichen. In Hessen wurden in den Drei\u00dfigerjahren nach Angaben des Naturschutzbunds Deutschland Tiere auch absichtlich ausgesetzt,1945 gelangten \u00f6stlich von Berlin Waschb\u00e4ren in die Freiheit. Inzwischen kommen sie in mehr als der H\u00e4lfte (57 Prozent) der deutschen Jagdreviere vor. Das ist nach DJV-Angaben eine leichte Steigerung gegen\u00fcber 2017, aber mehr als eine Verdopplung im Vergleich zu 2006. Der Waschb\u00e4r hat zwei Lieblingsregionen: in Westdeutschland Hessen sowie im Osten Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem im Nordosten verlief die Ausbreitung rasant: von 2006 bis 2019 hat sich die Zahl der Reviere mit Vorkommen nahezu verf\u00fcnffacht. F\u00fcr Natursch\u00fctzer hat sich aber auch der Waschb\u00e4r in mehr als 50 Jahren gut in die deutsche Natur integriert. Er sch\u00e4dige keine anderen Arten nachhaltig. Die S\u00e4ugetiere k\u00f6nnen aber durchaus l\u00e4stig werden. Als Kulturfolger ziehen sie Menschen bis in die St\u00e4dte hinterher, r\u00e4umen M\u00fclltonnen aus und ernten Obstb\u00e4ume ab. Sie k\u00f6nnen auch in Dachb\u00f6den einziehen. Mink Auch er stammt aus Nordamerika und gilt als verwildertes Haustier. Der kleine R\u00e4uber ist an Gew\u00e4sser gebunden. Bundesweit gesehen kommt er auch deshalb nur in acht Prozent der Reviere vor &#8211; aber auch das sind zwei Drittel Sichtungen mehr als 2006. Besonders begehrt beim Mink ist augenscheinlich Sachsen-Anhalt. Knapp ein Viertel der Jagdreviere (24 Prozent) haben das Vorkommen gemeldet &#8211; das sind dreimal so viele wie im Bundesschnitt. Den gr\u00f6\u00dften Anstieg der Sichtungen seit 2006 aber hat Brandenburg verzeichnet &#8211; um weit mehr als die H\u00e4lfte (plus 58 Prozent). Die Tiere sind Fleischfresser und vertilgen unter anderem M\u00e4use, Krebse und Fr\u00f6sche. Manchmal erbeuten sie auch Wasserv\u00f6gel und Fische.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einwanderer aus Asien oder Amerika sind aus der Pelzzucht ausgeb\u00fcxt und breiten sich in Deutschland aus. J\u00e4ger w\u00fcrden gern mehr von ihnen schie\u00dfen, doch Natursch\u00fctzer sehen wenig Gefahr f\u00fcr die \u00d6kosysteme. Von Mink bis Waschb\u00e4r: Nach der Statistik des Deutschen Jagdverbands (DJV) breiten sich Arten weiter aus, die in Deutschland nicht heimisch sind. Das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1765158,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[99],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1765159"}],"collection":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1765159"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1765159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1765160,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1765159\/revisions\/1765160"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1765158"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1765159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1765159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/nhub.news\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1765159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}