<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1830740,"date":"2021-02-01T17:47:00","date_gmt":"2021-02-01T15:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1830740"},"modified":"2021-02-01T18:15:24","modified_gmt":"2021-02-01T16:15:24","slug":"kolner-stadtdechant-setzt-sich-von-kardinal-woelki-ab","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/02\/kolner-stadtdechant-setzt-sich-von-kardinal-woelki-ab\/","title":{"rendered":"K\u00f6lner Stadtdechant setzt sich von Kardinal Woelki ab"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Es wird einsam um Kardinal Woelki. Jetzt wendet sich auch ein hoher Geistlicher von ihm ab. Der Kirchenrechtler Thomas Sch\u00fcller sieht Parallelen zum Fall \u2026<\/b><br \/>\nEs wird einsam um Kardinal Woelki. Jetzt wendet sich auch ein hoher Geistlicher von ihm ab. Der Kirchenrechtler Thomas Sch\u00fcller sieht Parallelen zum Fall des Limburger \u00ab\u00a0Protzbischofs\u00a0\u00bb Tebartz-van Elst. Der K\u00f6lner Kardinal Rainer Maria Woelki ist in seinem eigenen Erzbistum zunehmend isoliert. Nach dem Di\u00f6zesanrat distanzierte sich nun auch Stadtdechant Robert Kleine von ihm, der oberste Repr\u00e4sentant der katholischen Kirche in der Stadt K\u00f6ln. Woelkis Anspruch als Aufkl\u00e4rer in der Missbrauchskrise sei \u00ab\u00a0desavouiert\u00a0\u00bb, sagte Kleine dem \u00ab\u00a0K\u00f6lner Stadt-Anzeiger\u00a0\u00bb. Kleine stellte sich hinter die Laiengremien des Erzbistums, die Woelki einen v\u00f6lligen Verlust von Glaubw\u00fcrdigkeit vorgeworfen hatten. \u00ab\u00a0Ich kann das sehr gut nachvollziehen\u00a0\u00bb, sagte Kleine. Viele Gl\u00e4ubige w\u00fcrden derzeit in Mithaftung genommen: \u00ab\u00a0Warum seid ihr denn immer noch in diesem Verein?\u00a0\u00bb, bek\u00e4men sie zu h\u00f6ren. \u00ab\u00a0Das ersch\u00fcttert die Menschen.\u00a0\u00bb Er k\u00f6nne derzeit niemandem einen Kirchenaustritt verdenken. Die April-Termine f\u00fcr Kirchenaustritte, die am Montag in K\u00f6ln freigeschaltet wurden, waren bis zum Nachmittag schon zu mehr als der H\u00e4lfte ausgebucht, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Ehemalige Mitarbeiter von Woelki gehen bisher aber nicht davon aus, dass der 64-J\u00e4hrige zur\u00fccktreten wird. Er wolle \u00ab\u00a0die Sache durchk\u00e4mpfen\u00a0\u00bb, hei\u00dft es. Andere katholische Bisch\u00f6fe wie der M\u00fcnchner Kardinal Reinhard Marx haben Woelki scharf kritisiert. Kleine \u00e4rgert sich dar\u00fcber, dass in der Missbrauchskrise immer noch kein Verantwortlicher aus eigenem Antrieb Konsequenzen gezogen hat. \u00ab\u00a0In vielen anderen Bereichen \u00fcbernehmen F\u00fchrungskr\u00e4fte sogar politische Verantwortung f\u00fcr Fehler, die sie sich pers\u00f6nlich nicht einmal zurechnen lassen m\u00fcssen\u00a0\u00bb, sagte er. \u00ab\u00a0Bei uns waren Verantwortliche auch pers\u00f6nlich involviert. Daher m\u00fcssten sie erst recht sagen: Daf\u00fcr stehe ich ein.\u00a0\u00bb Woelki verweigert seit Monaten die Ver\u00f6ffentlichung eines von ihm selbst in Auftrag gegebenen Gutachtens und f\u00fchrt daf\u00fcr rechtliche Bedenken an. In dem Gutachten wird untersucht, wie Verantwortungstr\u00e4ger des Erzbistums in der Vergangenheit reagiert haben, wenn Priester des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigt wurden. Bekannt geworden ist bereits, dass der fr\u00fchere K\u00f6lner Personalchef Stefan He\u00dfe, heute Erzbischof von Hamburg, kritisch beurteilt wird. Am 18. M\u00e4rz will Woelki ein neues Missbrauchsgutachten ver\u00f6ffentlichen lassen. Der Kirchenrechtler Thomas Sch\u00fcller sieht in der \u00f6ffentlichen Distanzierung des Stadtdechanten Parallelen zu den Vorkommnissen im Bistum Limburg rund um \u00ab\u00a0Protzbischof\u00a0\u00bb Franz-Peter Tebartz-van Elst. In dem Fall hatte der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz dem Bischof 2013 \u00f6ffentlich sein Misstrauen ausgesprochen. Bald darauf wurde Tebartz-van Elst beurlaubt. \u00ab\u00a0Von daher d\u00fcrfte es mit Kardinal Woelki m\u00f6glicherweise genau den gleichen Weg gehen. Wenn selbst die engsten priesterlichen Mitarbeiter sich von ihrem Erzbischof abwenden, kann auch ein Kardinal, der Erzbischof ist, nicht wirklich Erzbischof von K\u00f6ln bleiben.\u00a0\u00bb Kleine kritisierte in dem Interview auch den K\u00f6lner Weihbischof Ansgar Puff, der in einem Video die kritische Medienberichterstattung \u00fcber Bisch\u00f6fe als Kampagne dargestellt und Vergleiche zu Donald Trump und Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels gezogen hatte. Sp\u00e4ter folgte eine Entschuldigung. \u00ab\u00a0Die Nazi-Keule herauszuholen finde ich nie gut\u00a0\u00bb, sagte Kleine dazu. \u00ab\u00a0F\u00fcr das Desaster tragen diejenigen Verantwortung, die es anrichten, nicht die, die davon berichten.\u00a0\u00bb \u00a9 dpa-infocom, dpa:210201-99-257373\/2 (dpa) Interview Kleine im K\u00f6lner Stadt-Anzeiger Video von Weihbischoff Puff mit Goebbels-Vergleich<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wird einsam um Kardinal Woelki. Jetzt wendet sich auch ein hoher Geistlicher von ihm ab. Der Kirchenrechtler Thomas Sch\u00fcller sieht Parallelen zum Fall \u2026 Es wird einsam um Kardinal Woelki. 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