<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1850012,"date":"2021-02-28T10:36:00","date_gmt":"2021-02-28T08:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1850012"},"modified":"2021-02-28T12:08:46","modified_gmt":"2021-02-28T10:08:46","slug":"corona-pandemie-lockern-trotz-steigender-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/02\/corona-pandemie-lockern-trotz-steigender-zahlen\/","title":{"rendered":"Corona-Pandemie: Lockern trotz steigender Zahlen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Als zwei ungebremst aufeinander zurasende Z\u00fcge beschreibt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die steigenden Corona-Inzidenzzahlen und die W\u00fcnsche nach Lockerungen. Wohl nicht nur er erwartet schwierige Bund-L\u00e4nder-Beratungen am Mittwoch.<\/b><br \/>\nBereits am Samstag stieg die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner um 1,2 auf 63,8. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). Die Inzidenz war infolge des Lockdowns bis Mitte Februar gesunken &#8211; auf 57,4 zum Ende der zweiten Februarwoche. Seit vergangenen Sonntag lag sie dann wieder bis auf einen Tag konstant \u00fcber 60. Auch der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert stieg laut RKI-Angaben vom Samstag erneut um 0,03 Punkte auf 1,11.100 Infizierte geben das Virus also rechnerisch an 111 weitere Menschen weiter. Der Wert bildet das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Unter eins flaut das Infektionsgeschehen ab &#8211; \u00fcber eins nimmt es zu. Die ansteckendere und wohl auch t\u00f6dlichere Mutation B.1.1.7 greift also weiter um sich. Der Mutations-Anteil stieg binnen zwei Wochen von knapp 6 auf mehr als 22 Prozent zum Ende der dritten Februarwoche. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder beraten an diesem Mittwoch \u00fcber das weitere Vorgehen in der Pandemie und zu m\u00f6glichen \u00d6ffnungsschritten. \u00ab\u00a0Ich glaube, dass wird eine besonders schwierige Woche werden\u00a0\u00bb, sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Samstag im Podcast von \u00ab\u00a0The Pioneer\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Da rasen zwei Z\u00fcge ungebremst aufeinander zu und wir wissen nicht, wie das noch zu l\u00f6sen ist.\u00a0\u00bb Auf der einen Seite stehe der Wunsch nach Lockerungen &#8211; was auch zum Teil angek\u00fcndigt wurde, so der Epidemiologe, auf der anderen Seite habe die dritte Welle begonnen. \u00ab\u00a0Die Gefahr ist eben, dass wir in die dritte Welle hinein lockern.\u00a0\u00bb Alle Beteiligten w\u00fcssten, dass die Situation ungef\u00e4hr so sei, wie er sie gerade beschrieben habe, sagte Lauterbach. \u00ab\u00a0Daher wird im Hintergrund fieberhaft daran gearbeitet, ein Konzept zu entwickeln, was zwar Lockerungen schon vorsieht, diese Lockerungen aber in einer Art und Weise gestaltet, dass also die dritte Welle nicht befeuert wird, sondern zumindest gestreckt wird, m\u00f6glicherweise auch verhindert wird.\u00a0\u00bb Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) forderte vor den Beratungen ein gemeinsames Vorgehen. \u00ab\u00a0Ich bestehe darauf, dass wir hier eine gemeinschaftliche F\u00fchrungsleistung in Deutschland zustande bringen\u00a0\u00bb, sagte Scholz dem Deutschlandfunk in einem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Es m\u00fcsse auch die Bereitschaft geben, dass bei steigenden Infektionszahlen vor Ort schnell gehandelt werde, damit es nicht wieder eine Ausbreitung des Virus auf ein ganzes Bundesland oder Deutschland gebe. Es sei bekannt, dass etwa der Einzelhandel in einer ganz schwierigen Lage sei. \u00ab\u00a0Aber niemand hat etwas davon, wenn wir Gesch\u00e4fte \u00f6ffnen und kurz danach wieder schlie\u00dfen\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte er. \u00ab\u00a0Deshalb sage ich, ich bin daf\u00fcr, dass es nicht bei vagen Aussagen bleibt, sondern dass wir sehr klare, pr\u00e4zise Festlegungen treffen, dass sie zwischen den L\u00e4ndern und mit der Bundesregierung besprochen werden und dass wir dann uns auch gemeinsam vorw\u00e4rts bewegen.\u00a0\u00bb Es m\u00fcsse einen Plan geben, den alle gut verstehen k\u00f6nnten &#8211; in Kombination mit dem gro\u00dffl\u00e4chigen Testen auf das Virus. \u00ab\u00a0Das muss eine L\u00f6sung aus einem Guss sein.\u00a0\u00bb Der Vize-Chef der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): \u00ab\u00a0Wir brauchen jetzt dringend neue Konzepte, die nicht an immer neue, immer niedriger gesetzte Inzidenzwerte gekn\u00fcpft werden d\u00fcrfen.\u00a0\u00bb Ein Dauerlockdown sei keine Option &#8211; daran \u00e4ndere auch das Auftreten von Mutationen nichts. \u00ab\u00a0Die Kollateralsch\u00e4den f\u00fcr die gesamte Gesellschaft, aber insbesondere f\u00fcr Kinder und Jugendliche und die Wirtschaft, sind inzwischen immens\u00a0\u00bb, sagte Hofmeister. \u00ab\u00a0Bei einer Therapie muss immer wieder diskutiert werden, ob Haupt- und Nebenwirkungen in einem gesunden Verh\u00e4ltnis zueinander stehen. Ist das nicht der Fall, dann muss die Therapie korrigiert werden.\u00a0\u00bb Insgesamt wird die dritte Welle der Corona-Pandemie nach Berechnungen des Saarbr\u00fccker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr \u00e4hnlich stark ausfallen wie die zweite. \u00ab\u00a0Ich gehe schon davon aus, dass wir wieder so Zust\u00e4nde wie vor Weihnachten bekommen werden\u00a0\u00bb, sagte der Experte f\u00fcr Corona-Prognosen der Deutschen Presse-Agentur in Saarbr\u00fccken. Er rechnete damit, dass in der ersten Aprilh\u00e4lfte wieder Sieben-Tage-Inzidenzen um 200 erreicht werden. Seit Mitte Februar h\u00e4tten mehr Kontakte zu h\u00f6heren Zahlen gef\u00fchrt. Es gebe eine Lockdown-M\u00fcdigkeit, in manchen Bereichen laufe das normale Leben wieder an, weitere \u00d6ffnungen st\u00fcnden bevor. Lehr: \u00ab\u00a0Auch wenn die Lockerungen moderat sind, werden sie sich auswirken.\u00a0\u00bb Lehr geht davon aus, dass es nach dem 7. M\u00e4rz rund 20 Prozent mehr Kontakte gebe. Die Kombination aus Lockerungen mit der Mutante werde zu einem relativ starken Anstieg f\u00fchren. Ohne jegliche Lockerung w\u00fcrde Anfang April die 100er-Inzidenz erreicht. In weiter Ferne sei die noch bei den letzten Beratungen angestrebte Inzidenz von 35. \u00a9 dpa-infocom, dpa:210227-99-619485\/4 Neueste Politik Videos<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als zwei ungebremst aufeinander zurasende Z\u00fcge beschreibt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die steigenden Corona-Inzidenzzahlen und die W\u00fcnsche nach Lockerungen. Wohl nicht nur er erwartet schwierige Bund-L\u00e4nder-Beratungen am Mittwoch. 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