<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1923799,"date":"2021-06-13T16:56:00","date_gmt":"2021-06-13T14:56:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1923799"},"modified":"2021-06-13T17:10:29","modified_gmt":"2021-06-13T15:10:29","slug":"endspurt-in-cornwall-g7-unterstutzt-armere-lander-mit-einer-milliarde-impfdosen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/06\/endspurt-in-cornwall-g7-unterstutzt-armere-lander-mit-einer-milliarde-impfdosen\/","title":{"rendered":"Endspurt in Cornwall: G7 unterst\u00fctzt \u00e4rmere L\u00e4nder mit einer Milliarde Impfdosen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Viel Harmonie, kaum Streit: Die G7 der westlichen Wirtschaftsm\u00e4chte pr\u00e4sentiert sich bei ihrem Gipfel in Cornwall wie neugeboren, nachdem sie in der \u00c4ra Trump kurz vor der Spaltung stand.<\/b><br \/>\nCarbis Bay (dpa) &#8211; Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die G7-Gruppe \u00e4rmeren L\u00e4ndern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verf\u00fcgung. Dies geschehe bis Juni 2022 sowohl \u00fcber Spenden als auch \u00fcber Zahlungen an das internationale Impfprogramm Covax, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag nach dem Abschluss des Treffens im englischen Carbis Bay. Im Abschlusskommuniqu\u00e9 hei\u00dft es, dass es Zusagen \u00fcber 870 Millionen Impfdosen gebe, die m\u00f6glichst schnell und zur H\u00e4lfte bis Jahresende vor allem \u00fcber die internationale Impfplattform Covax an die bed\u00fcrftigsten L\u00e4nder ausgeliefert werden sollen. Seit dem virtuellen G7-Treffen im Februar seien ferner Milliarden an Finanzzusagen zum Kauf von Impfdosen gemacht worden, hei\u00dft es weiter. Mit den direkten Spenden und den Finanzzusagen kommen laut Abschlusserkl\u00e4rung seit Beginn der Pandemie mehr als zwei Milliarden Impfdosen der G7 f\u00fcr die Verteilung zusammen. Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte am Vortag von 2,3 Milliarden Impfdosen gesprochen. Hingegen h\u00e4lt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) elf Milliarden f\u00fcr notwendig. Nach Angaben von Merkel zeichnet Deutschland f\u00fcr die Verteilung von 350 Millionen Dosen verantwortlich. Dazu geh\u00f6rten 30 Millionen Dosen, die Deutschland bestellt habe und weitergeben werde. \u00ab\u00a0Das werden vermutlich im Laufe der Zeit noch mehr\u00a0\u00bb, sagte Merkel. Sie verwies auf Lieferprobleme der Impfstoffhersteller. Da die reichen L\u00e4nder den Markt leergekauft haben und Indien wegen der schlimmen Infektionswelle im eigenen Land einen Exportstopp verh\u00e4ngt hat, kann die internationale Impfplattform Covax trotz der gemachten Finanzzusagen nicht genug Impfstoffe besorgen, um sie an arme L\u00e4nder zu verteilen. Covax hatte bis Sonntag erst 83 Millionen Impfdosen an 131 L\u00e4nder ausgeliefert. Zu den G7-Staaten geh\u00f6ren neben Gro\u00dfbritannien und den USA auch Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada. F\u00fcr die Staatengruppe markiert der Gipfel in Cornwall einen Neustart nach der \u00c4ra von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, in der dessen Abschottungspolitik die Gruppe an den Rand der Spaltung brachte. Nun wollen die USA und die anderen gro\u00dfen westlichen Demokratien wieder an einem Strang ziehen. US-Pr\u00e4sident Biden will die Staatengruppe vor allem durch eine harte Abgrenzung zu autorit\u00e4ren Staaten wie Russland und China zusammenschwei\u00dfen. \u00dcberraschend deutliche Kritik an China Merkel will einen Konfrontationskurs dagegen vermeiden. Im Entwurf f\u00fcr die Abschlusserkl\u00e4rung wird dieser Haltung entsprochen, indem auch gemeinsame Interessen an einer Kooperation mit China bei globalen Herausforderungen wie dem Klimaschutz und dem Erhalt der Biodiversit\u00e4t hervorgehoben wird. Es ist allerdings das erste Mal, dass die Kritik an China in einem Abschlusskommuniqu\u00e9 der G7 so deutlich formuliert wird. So wollen sich die G7-Staaten im Umgang mit der zweitgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft \u00ab\u00a0\u00fcber ein kollektives Vorgehen absprechen, um marktwidrige Politik und Praktiken anzufechten, die den fairen und transparenten Ablauf der Weltwirtschaft untergraben\u00a0\u00bb, hei\u00dft es in dem Entwurf, der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. \u00dcber die China-Passage gibt es nach dpa-Informationen bereits eine abschlie\u00dfende Einigung. Die gesamte Erkl\u00e4rung soll am Nachmittag verabschiedet werden. China soll Menschenrechte achten Auch wollen die G7-Staaten \u00ab\u00a0unsere gemeinsamen Werte f\u00f6rdern\u00a0\u00bb. Dazu geh\u00f6re, dass China aufgefordert werde, Menschenrechte und fundamentale Freiheiten zu achten, \u00ab\u00a0besonders hinsichtlich Xinjiang und jenen Rechten, Freiheiten und dem hohen Ma\u00df an Autonomie, das f\u00fcr Hongkong in den gemeinsamen Erkl\u00e4rung zwischen China und Gro\u00dfbritannien und dem Grundgesetz festgeschrieben ist\u00a0\u00bb. Damit bezieht sich die G7 auf die Vereinbarungen f\u00fcr die R\u00fcckgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie 1997 an China, die der heutigen chinesischen Sonderverwaltungsregion eigentlich Autonomie und Freiheiten nach dem Motto \u00ab\u00a0ein Land, zwei Systeme\u00a0\u00bb garantieren. Nach anhaltenden Demonstrationen f\u00fcr mehr Demokratie in Hongkong hat Peking vor einem Jahr aber die Z\u00fcgel enger gezogen und geht heute mit einem neuen Sicherheitsgesetz scharf gegen Oppositionskr\u00e4fte vor. Der Hinweis auf Xinjiang in dem G7-Papier bezieht sich auf den Vorwurf der Verfolgung der Minderheiten in der Nordwestregion, insbesondere der Uiguren. Menschenrechtsgruppen sch\u00e4tzen, dass Hunderttausende Uiguren, Kasachen, Hui oder Mitglieder anderer Minorit\u00e4ten in Umerziehungslager gesteckt worden sind. China weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck und spricht von Fortbildungszentren. Mit ihren Beratungen zum Klimaschutz bereiteten sich die Staats- und Regierungschefs auf die UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow im November vor. Sie stellten neue Anstrengungen in Aussicht, konnten sich aber nicht auf ein spezifisches Datum zum Ausstieg aus der Kohle einigen, wie Kanzlerin Merkel sagte. Das habe nicht an Deutschland gelegen, \u00ab\u00a0andere haben da noch die Pl\u00e4ne nicht so weit verifiziert\u00a0\u00bb. Die Beschl\u00fcsse nannte sie trotzdem ein \u00ab\u00a0starkes Bekenntnis\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Konkrete Ma\u00dfnahmen\u00a0\u00bb gegen Klimawandel Die G7-Staaten bekr\u00e4ftigten die Ziele im Pariser Klimaschutzabkommen, den Aussto\u00df von Kohlendioxid bis 2030 um etwa die H\u00e4lfte gegen\u00fcber 2010 zu verringern. Alle G7-Staaten bekannten sich auch erstmals dazu, die Klimaneutralit\u00e4t bis sp\u00e4testens 2050 zu erreichen. Das bedeutet, dass kein Kohlendioxid ausgesto\u00dfen wird oder CO2-Emissionen vollst\u00e4ndig kompensiert werden. Neue direkte Subventionen f\u00fcr fossile Energie sollen zudem auslaufen &#8211; damit wiederholten sie fr\u00fcher gemachte Zusagen. Hier sollen aber begrenzte Ausnahmen erlaubt werden. Auch Investitionen in Kohlekraftwerke sollen enden. Die G7-Staaten bekr\u00e4ftigten ferner ihre alte Zusage, f\u00fcr arme L\u00e4ndern 100 Milliarden US-Dollar j\u00e4hrlich zu mobilisieren. Damit sollen \u00e4rmere Staaten ihren Klimaschutz ausbauen und sich widerstandsf\u00e4higer gegen Auswirkungen wie Wetterextreme machen. Die Klimahilfen erreichen laut Oxfam bisher nur 39 Milliarden US-Dollar. Das Pariser Klimaabkommen will die Erderw\u00e4rmung auf 1,5 Grad begrenzen. Doch schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt. Die fatalen Folgen: Je nach Region gibt es mehr Hitzewellen und D\u00fcrren sowie starken Regen, St\u00fcrme, Unwetter und \u00dcberschwemmungen.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viel Harmonie, kaum Streit: Die G7 der westlichen Wirtschaftsm\u00e4chte pr\u00e4sentiert sich bei ihrem Gipfel in Cornwall wie neugeboren, nachdem sie in der \u00c4ra Trump kurz vor der Spaltung stand. Carbis Bay (dpa) &#8211; Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die G7-Gruppe \u00e4rmeren L\u00e4ndern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verf\u00fcgung. 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