<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1928491,"date":"2021-06-19T23:36:00","date_gmt":"2021-06-19T21:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1928491"},"modified":"2021-06-20T05:09:55","modified_gmt":"2021-06-20T03:09:55","slug":"coronavirus-mehr-als-30-prozent-der-bevolkerung-vollstandig-geimpft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/06\/coronavirus-mehr-als-30-prozent-der-bevolkerung-vollstandig-geimpft\/","title":{"rendered":"Coronavirus: Mehr als 30 Prozent der Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig geimpft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Das Coronavirus h\u00e4lt sich auch in Deutschland weiter. Immer mehr Menschen steckten sich mit der neuartigen Erkrankung an. Auch Todesopfer gibt es zu beklagen. | TAG24<\/b><br \/>\nDeutschland\/Welt &#8211; In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Doch macht die Delta-Mutante alles wieder kaputt? Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker. Laut Johns-Hopkins-Universit\u00e4t sind seit Beginn der Pandemie rund 3,7 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tats\u00e4chliche Gesamtzahl d\u00fcrfte allerdings deutlich h\u00f6her liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. 90.374 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 9,3 (Vortag: 10,3). Weltweit gibt es rund 177 Millionen best\u00e4tigte F\u00e4lle und inzwischen mehr als 3,8 Millionen Todesf\u00e4lle (alle Daten Stand: 19. Juni,7 Uhr). +++ \u00c4ltere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++ In ganz Brasilien sind Tausende Menschen gegen die Corona-Politik des rechten Pr\u00e4sidenten Jair Bolsonaro auf die Stra\u00dfen gegangen. In der Hauptstadt Bras\u00edlia sowie 14 Provinzhauptst\u00e4dten forderten sie am Samstag mehr Impfungen und wirtschaftliche Unterst\u00fctzung in der Corona-Krise, wie die Nachrichtenplattform \u00ab\u00a0G1\u00a0\u00bb berichtete. Die Demonstranten verlangten zudem den R\u00fccktritt Bolsonaros, mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger und die Umweltzerst\u00f6rung sowie die Achtung der Rechte indigener V\u00f6lker. Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt: \u00dcber 17,8 Millionen Menschen haben sich dort nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, fast eine halbe Million Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 bisher gestorben. Taiwan soll dem American Institute in Taiwan (AIT) zufolge rund 2,5 Millionen Dosen an Corona-Impfstoff aus einer Spende der USA erhalten. Die Lieferung des Moderna-Mittels werde f\u00fcr Sonntag erwartet, teilte das AIT am Samstag auf Facebook mit. Das Institut ist f\u00fcr die Umsetzung der US-Politik gegen\u00fcber Taiwan verantwortlich. Anfang Juni hatten die USA zun\u00e4chst angek\u00fcndigt,750.000 Corona-Impfdosen an das Land zu spenden. Die Lieferung umfasse 1,75 Millionen zus\u00e4tzliche Dosen, hie\u00df es nun. Seit Beginn der Pandemie hat Taiwan mit seinen knapp 24 Millionen Einwohnern nach Angaben der f\u00fcr Epidemien zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde CECC 13.896 Infektionen verzeichnet. Mindestens 538 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Taiwan hatte seit dem Pandemie-Ausbruch weltweit viel Lob f\u00fcr seine Strategie zur Bek\u00e4mpfung des Virus erhalten. Zu einem fr\u00fcheren Zeitpunkt hatte die Inselrepublik f\u00fcr 250 Tagen \u00fcberhaupt keine neuen Infektionen gemeldet. In mehreren afrikanischen L\u00e4ndern w\u00fctet Corona so schlimm wie nie zuvor. Schuld daran ist zum einen die sich ausbreitende Delta-Variante. Hinzu kommt der weiter andauernde Mangel an Impfstoffen. Mehr dazu hier: Delta sorgt f\u00fcr dritte Corona-Welle in Afrika: Menschen \u00ab\u00a0m\u00fcssen ihren Angeh\u00f6rigen beim Sterben zusehen\u00a0\u00bb Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Gro\u00dfbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte S\u00f6der am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching. Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante. \u00ab\u00a0Wer zu fr\u00fch aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren R\u00fcckschlag\u00a0\u00bb, sagte S\u00f6der. Die Wissenschaftler h\u00e4tten in fr\u00fcheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu gr\u00f6\u00dferem Infektionsgeschehen kommen wird. \u00ab\u00a0Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird\u00a0\u00bb, sagte der Regierungschef und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie. Wichtig sei es jetzt, das Impftempo &#8211; vor allem bei den Zweitimpfungen &#8211; zu erh\u00f6hen. \u00ab\u00a0Es kommt jetzt auf jeden Tag an.\u00a0\u00bb Die Menschen in Lissabon nehmen die zweieinhalbt\u00e4gige Corona-Abriegelung der portugiesischen Hauptstadt diszipliniert und gelassen hin. Nur sehr wenige versuchten, ohne triftigen Grund den Gro\u00dfraum der Metropole am Tejo zu verlassen, wie die Zeitung P\u00fablico am Samstag unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die f\u00fcr Samstag geplante Gaypride-Parade wurde am Freitag kurzfristig abgesagt. Ob die Abriegelung an den kommenden Wochenenden wiederholt wird, soll je nach Lage kurzfristig entschieden werden. Die geplanten Public Viewings bei den Olympischen Spielen in Tokio sind wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden. Stattdessen sollen einige der sechs daf\u00fcr vorgesehenen Schaupl\u00e4tze in Japans Hauptstadt als Impfzentren genutzt werden, wie Tokios Gouverneurin Yuriko Koike am Samstag verk\u00fcndete. Grund f\u00fcr die Entscheidung sind die anhaltenden Sorgen vor einer Verbreitung des Virus und seiner Mutationen w\u00e4hrend der Sommerspiele. Zuvor hatte sich Koike mit Japans Ministerpr\u00e4sident Yoshihide Suga beraten. Corona-Ma\u00dfnahmen in Schulen m\u00fcssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) noch eine l\u00e4ngere Zeit aufrechterhalten werden. \u00ab\u00a0Wir werden nicht v\u00f6llig ohne Schutzma\u00dfnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen k\u00f6nnen\u00a0\u00bb, sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing \u00fcber die Zeit nach den Sommerferien. Mehr dazu im Artikel \u00ab\u00a0Sommerzeit besser nutzen\u00a0\u00bb: Spahn will Schutzma\u00dfnahmen an Schulen l\u00e4nger aufrechterhalten. Der Vorsitzende der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat die politische Debatte um eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen vor dem neuen Schuljahr kritisiert. Grunds\u00e4tzlich sei bedauerlich, dass dies zu einem politischen Thema geworden sei, noch bevor es eine Zulassung f\u00fcr einen Impfstoff gegeben habe, sagte Mertens am Samstag auf dem Online-Kongress f\u00fcr Infektionskrankheiten und Tropenmedizin. \u00ab\u00a0Von diesen ganzen Aussagen war ja praktisch nichts wirklich evidenzbasiert, muss man fairerweise sagen. Und leider Gottes ist in dieser Phase die entscheidende Problematik, n\u00e4mlich brauchen Kinder und Jugendliche diese Impfung, \u00fcberhaupt nicht angesprochen worden.\u00a0\u00bb Infektionen bei dieser Altersgruppe verliefen bekanntlich sehr h\u00e4ufig asymptomatisch oder mild. Mertens sagte, es habe insgesamt 1849 F\u00e4lle gegeben, bei denen es Einweisungen ins Krankenhaus gegeben habe. Dies sei ein Prozent der schon geringen Zahl gemeldeter F\u00e4lle. Zum Teil seien Kinder auch wegen Blinddarmentz\u00fcndungen ins Krankenhaus gekommen und dann positiv getestet worden. Von den Hospitalisierungen sei dann ein Prozent intensivmedizinisch behandelt worden. Mehr als 30 Prozent der Bev\u00f6lkerung in Deutschland sind vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervor (Stand: 9.45 Uhr). Demnach wurden am Freitag 904.231 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 42 Millionen Menschen (50,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen,25,3 Millionen (30,4 Prozent) sind vollst\u00e4ndig geimpft. Unter den Bundesl\u00e4ndern verzeichnet Bremen mit 57,0 Prozent den h\u00f6chsten Anteil Erstgeimpfter. Neun weitere Bundesl\u00e4nder haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45 Prozent. Das Saarland z\u00e4hlt mit 36,5 Prozent den h\u00f6chsten Anteil an vollst\u00e4ndig geimpften Einwohnern. Hessen ist hier mit 28,2 Prozent am Ende der Rangliste. Russlands Hauptstadt hat erneut einen Rekordwert an Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die Beh\u00f6rden in Europas gr\u00f6\u00dfter Metropole registrierten am Samstag 9120 F\u00e4lle &#8211; so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der bisherige H\u00f6chststand war am Tag zuvor mit rund 9000 Infektionen erreicht worden. B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin zufolge sind mittlerweile fast 90 Prozent der Covid-Erkrankungen auf die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus zur\u00fcckzuf\u00fchren. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht in der Corona-Krise ein \u00ab\u00a0historisches Versagen\u00a0\u00bb reicher Staaten. \u00ab\u00a0Wir haben Impfkapazit\u00e4t aufgebaut, die genau zugeschnitten war auf das, was wir selbst brauchen\u00a0\u00bb, sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing. \u00ab\u00a0Wir haben keine zus\u00e4tzliche Impfstoff-Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr die \u00e4rmeren L\u00e4nder.\u00a0\u00bb Das habe nun zur Folge, dass die Menschen in S\u00fcdostasien, Afrika oder Lateinamerika weitgehend ungesch\u00fctzt einem immer gef\u00e4hrlicher werdenden Virus ausgesetzt seien. Denn je mehr Menschen geimpft seien, desto aggressiver m\u00fcsse das Virus werden, um sich weiter ausbreiten zu k\u00f6nnen. \u00ab\u00a0Das ist ein historisches Versagen der wohlhabenden L\u00e4nder.\u00a0\u00bb F\u00fcr Deutschland rechnet Lauterbach \u00ab\u00a0bis Mitte September\u00a0\u00bb mit einer Herdenimmunit\u00e4t. Insgesamt sei Deutschland mit einer \u00dcbersterblichkeit von rund vier Prozent deutlich besser durch die Krise gekommen als europ\u00e4ische Nachbarl\u00e4nder. Allerdings habe die Bundesrepublik in der zweiten Welle versagt: \u00ab\u00a0In der zweiten Welle sind unn\u00f6tigerweise viele Menschen gestorben\u00a0\u00bb, sagte Lauterbach. Rund 4000 Menschen haben in der Nacht zu Samstag im Hamburger Stadtpark gefeiert &#8211; dabei wurde gegen die Corona-Regeln versto\u00dfen. Mehrfach versuchte die Polizei, gro\u00dfe Gruppen von Menschen aufzul\u00f6sen, wie ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen sagte. Da dies jedoch nicht gelang, entschied sich die Polizei, das Gel\u00e4nde zu r\u00e4umen. Dabei kam es vereinzelt zu Flaschenw\u00fcrfen auf die Polizisten. Zwei von ihnen wurden leicht verletzt und kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Sie wurden kurze Zeit sp\u00e4ter wieder entlassen. Es sei unklar, ob auch Besucher verletzt worden seien. Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Tui eine Verl\u00e4ngerung der Reisesaison 2021 n\u00f6tig machen. Er sehe grunds\u00e4tzlich gute Chancen, die als aggressiv geltende Mutante unter Kontrolle zu bringen, sagte Finanzvorstand Sebastian Ebel den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. \u00ab\u00a0Wir gehen davon aus, dass es weiter einen hohen Schutz gibt\u00a0\u00bb\u00bb Insgesamt sei die Buchungsentwicklung derzeit solide. Unter anderem wegen noch vorsichtiger Kunden richtet sich der gr\u00f6\u00dfte Touristikkonzern aber auf \u00ab\u00a0Nachholeffekte\u00a0\u00bb ein, die sich bis zum Jahresende ziehen k\u00f6nnten. \u00ab\u00a0Ich w\u00fcrde mich nicht wundern, wenn zun\u00e4chst einmal auch die Sommersaison 2021 l\u00e4nger wird\u00a0\u00bb, sagte Ebel. Der Tui-Finanzchef rief Urlauber auf, in der Heimat vorsichtig zu bleiben, um \u00d6ffnungsschritte nicht zu gef\u00e4hrden. Er pers\u00f6nlich w\u00fcrde die Maske weiter anbehalten, wenn er in \u00f6ffentliche Innenr\u00e4ume gehe. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen London als Austragungsort der Fu\u00dfball-Europameisterschaft kritisiert. Es sei unvertretbar, dass in England Fu\u00dfballspiele mit Zuschauern stattf\u00e4nden, sagte der Politiker der Mediengruppe RTL\/ntv. \u00ab\u00a0Die Delta-Variante ist einfach zu gef\u00e4hrlich. Das ist eine Gef\u00e4hrdung der B\u00fcrger Englands und der B\u00fcrger Europas. Man m\u00fcsste die Spiele in ein anderes europ\u00e4isches Land verschieben\u00a0\u00bb, sagte Lauterbach. Allerdings sprach er sich dagegen aus, M\u00fcnchen als m\u00f6glichen Ersatzort ins Spiel zu bringen. \u00ab\u00a0Es w\u00e4re ungl\u00fccklich, wenn man einen Vorschlag macht, der das eigene Stadion und die eigenen Fans bevorzugt. Wir w\u00e4ren nicht glaubw\u00fcrdig, wenn wir England vorschlagen, dass die Spiele stattdessen bei uns stattfinden sollen\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte der Politiker. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1108 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1911 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 99 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 129 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90 369 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an und f\u00e4llt damit erstmal seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3). Das Institut z\u00e4hlte seit Beginn der Pandemie 3 721 139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 601 200 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,70 (Vortag: 0,72). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, fordert eine gerechte Verteilung der Corona-Kosten und einen besonderen Beitrag von Verm\u00f6genden und Profiteuren der Pandemie. \u00ab\u00a0Auf welchem Wege diejenigen, die besonders profitiert haben und mit Wohlstand besonders gesegnet sind, auch in besonderer Weise an den Kosten der Pandemie beteiligt werden, muss im politischen Diskurs gekl\u00e4rt werden. Dass sie in besonderer Weise verpflichtet sind, dazu beizutragen, ist aber klar\u00a0\u00bb, schreibt Bedford-Strohm in einem Gastbeitrag f\u00fcr den Mannheimer Morgen. \u00ab\u00a0Der Boom an den Aktienm\u00e4rkten, der die Verm\u00f6genszuw\u00e4chse ma\u00dfgeblich erm\u00f6glichte, verdankt sich nicht zuletzt den aus Steuergeldern finanzierten direkten Unternehmenshilfen\u00a0\u00bb, schreibt der Ratsvorsitzende. Es sei zwar richtig gewesen, dass der Staat die Wirtschaft so massiv gest\u00fctzt habe. Damit seien viele Arbeitspl\u00e4tze gerettet worden. \u00ab\u00a0Aber jetzt m\u00fcssen auch die Kosten gerecht verteilt werden\u00a0\u00bb, verlangte Bedford-Strohm. Dieser notwendige Diskurs sei keine Neiddebatte, \u00ab\u00a0sondern vielmehr ein entscheidender Beitrag zum sozialen Zusammenhalt\u00a0\u00bb. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sein Vorgehen bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken gegen Kritik verteidigt. \u00ab\u00a0Es w\u00e4re doch niemand auf die Idee gekommen, in China nicht-zertifizierte FFP-2-Masken zu bestellen, wenn es in Europa zertifizierte FFP-2-Masken gegeben h\u00e4tte\u00a0\u00bb, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND\/Samstag). Die ganze Welt habe in China gekauft. Spahn sagte: \u00ab\u00a0Manchmal f\u00fchle ich mich wie bei der Feuerwehr, die einen Gro\u00dfbrand gel\u00f6scht hat und die dann zu h\u00f6ren bekommt, dass dabei Wasser daneben gelaufen ist.\u00a0\u00bb F\u00fcr ihn z\u00e4hle am meisten, dass man die Pandemie gemeinsam unter Kontrolle gebracht habe. Spahn r\u00e4umte ein: \u00ab\u00a0Ich sage im Nachhinein nicht, dass wir alles richtig entschieden haben. Aber wir haben nach bestem Wissen und Gewissen entschieden.\u00a0\u00bb Die Beschaffung der Masken sei teuer gewesen. \u00ab\u00a0Aber keine Masken zu haben, w\u00e4re uns deutlich teurer zu stehen gekommen. Auf dem Markt herrschte damals eine Wildwest-Situation. In einem Jahr wird der Bundesrechnungshof \u00fcbrigens mit Sicherheit sagen, wir h\u00e4tten zu viel und zu teuer Impfstoff bestellt\u00a0\u00bb, sagte der Minister. Eine geplante Demonstration von Gegnern der Corona-Politik an diesem Samstag in Kassel bleibt verboten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) best\u00e4tigte am Freitag entsprechende Entscheidungen des Verwaltungsgerichts sowie der Stadt. Ein Eilantrag des Anmelders der Veranstaltung \u00ab\u00a0Mittsommer in Kassel \u2212 Bewahren \u2212 Vers\u00f6hnen \u2212 Sch\u00f6pfen\u00a0\u00bb wurde abgelehnt. Der Gerichtshof begr\u00fcndete seine Entscheidung vor allem mit den Erfahrungen vorheriger \u00ab\u00a0Querdenker\u00a0\u00bb-Versammlungen, insbesondere am 20. M\u00e4rz in Kassel. Damals waren bei einer Demonstration gegen die Corona-Ma\u00dfnahmen mehr als 20.000 Teilnehmer unterwegs, von denen sich viele nicht an gerichtliche Auflagen wie die Maskenpflicht hielten. Teils kam es zu gewaltt\u00e4tigen Auseinandersetzungen. Unabh\u00e4ngig von dem Verbot der \u00ab\u00a0Querdenker\u00a0\u00bb-Demo hat sich die Polizei auf einen gr\u00f6\u00dferen Einsatz eingestellt. Die Stadt hat f\u00fcr Teile Kassels Maskenpflicht auch im Freien angeordnet. Angesichts sinkender Coronavirus-Impfraten und des Vormarschs der aggressiven Delta-Variante hat US-Pr\u00e4sident Joe Biden (78) die Amerikaner eindringlich zur Impfung aufgerufen. \u00ab\u00a0Es ist eine Variante, die leichter \u00fcbertragbar, potenziell t\u00f6dlich und besonders f\u00fcr junge Menschen gef\u00e4hrlich ist\u00a0\u00bb, sagte Biden am Freitag im Wei\u00dfen Haus. \u00ab\u00a0Lassen Sie sich impfen.\u00a0\u00bb Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabh\u00e4ngigkeitstag am 4. Juli rund 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollen. Bisher liegt diese Rate bei etwas \u00fcber 65 Prozent. Biden sagte auf Nachfrage, angesichts der verbreiteten Impfungen gehe er nicht davon aus, dass es noch einmal zu einem Lockdown kommen werde. Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Coronavirus zu gro\u00dfer Vorsicht bei der Fu\u00dfball-EM gemahnt. \u00ab\u00a0Es ist sch\u00f6n, dass jetzt in M\u00fcnchen zum Beispiel wieder 14.000 Fans sein k\u00f6nnen. Aber wenn ich vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen L\u00e4ndern Europas, dann bin ich bisschen skeptisch, ob das jetzt schon die richtige Antwort auf die augenblickliche Situation ist\u00a0\u00bb, sagte Merkel am Freitag vor einem gemeinsamen Abendessen mit dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron (43) in Berlin. Merkel sagte, wegen sehr geringer Fallzahlen k\u00f6nnte man Corona-Ausbr\u00fcche in Deutschland derzeit sehr viel besser verfolgen und mit der Delta-Variante gut umgehen. \u00ab\u00a0Aber ich kann nur sagen: Wir k\u00f6nnen nicht so tun, als w\u00e4re Corona vorbei. Auch wenn an einem solchen Sommerabend das Gef\u00fchl ist, da ist nichts mehr.\u00a0\u00bb Auch weil es einen gro\u00dfen Teil nicht geimpfter Menschen gebe, die keinen vollen Schutz h\u00e4tten \u00ab\u00a0glaube ich, ist Vorsicht weiter notwendig, damit wir einen Sommer doch vieler Freiheiten haben, aber noch nicht aller Freiheiten\u00a0\u00bb. Dies gelte auch insbesondere f\u00fcr Gro\u00dfereignisse wie bei der Fu\u00dfball-EM. Nach Einsch\u00e4tzung des Charit\u00e9-Virologen Christian Drosten (49) muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen! Alle Infos hier: \u00a0\u00bb Wie gef\u00e4hrlich ist die Delta-Mutante jetzt schon f\u00fcr uns? Drosten redet Klartext! \u00a0\u00bb Veranstaltungen, bei denen kein Abstand eingehalten werden k\u00f6nne, seien m\u00f6glich, wenn Besucher einen Test- oder Impfbeweis vorweisen. Das gelte auch f\u00fcr Sportwettk\u00e4mpfe, Festivals, Gastst\u00e4tten oder Theater. Auch die Maskenpflicht werde fast vollst\u00e4ndig aufgehoben. Die Corona-Zahlen in Italien sinken. Deswegen geh\u00f6ren ab Montag alle Regionen in dem Mittelmeerland au\u00dfer dem kleinen Aostatal im Norden zur Wei\u00dfen Zone mit den lockersten Regeln. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag in Rom mit. Mit Wochenbeginn werde die Risikoeinstufung f\u00fcr sieben Regionen entsprechend abgeschw\u00e4cht: Darunter sind so beliebte Reisegebiete wie S\u00fcdtirol, die Toskana und Sizilien. Es gelten dann nur noch wenige Einschr\u00e4nkungen. Die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske im \u00f6ffentlichen Raum, auch drau\u00dfen, und die Abstandsregeln bleiben aber erhalten. Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte am Freitag knapp 1150 Neuinfektionen in 24 Stunden sowie 35 neue Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen ist in Italien laut Experten auf etwa 16,7 gesunken. Die meisten Touristen aus Deutschland m\u00fcssen ab Montag keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen, um in Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einzureisen &#8211; selbst wenn sie ungeimpft sind. Bis auf Baden-W\u00fcrttemberg und das Saarland wurden n\u00e4mlich alle deutschen Bundesl\u00e4nder wegen der niedrigen Infektionszahlen von der spanischen Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Die Neuregelung gilt vorerst f\u00fcr eine Woche, bis Mitternacht des 27. Juni. Die Liste der Risikogebiete wird von Spanien einmal w\u00f6chentlich aktualisiert. Die spanische Regierung hofft, dass die Zahl der ausl\u00e4ndischen Besucher bis Jahresende 60 bis 70 Prozent des Volumens von der Zeit vor der Pandemie erreichen wird. \u00ab\u00a0Der Tourismus wird die Erholung unserer Wirtschaft vorantreiben\u00a0\u00bb, versicherte Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez. Mit einem Anteil von rund zw\u00f6lf Prozent am Volkseinkommen war die Reisebranche vor Corona einer der wichtigsten Sektoren der spanischen Wirtschaft. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU) liegen die Gesch\u00e4fte in der Innenstadt am Herzen. Es ginge darum, Leerst\u00e4nde zu verhindern und eine digitale Ladenpr\u00e4senz aufzubauen. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen bereit sein, in den n\u00e4chsten Monaten schnell zu handeln\u00a0\u00bb, sagte er am Freitag bei einer Tagung der kommunalpolitischen Vereinigung der Unionsparteien. \u00ab\u00a0Denn wenn eine Innenstadt ihre Gesch\u00e4fte erstmal verloren hat, dann schwindet die Lebensqualit\u00e4t und irgendwann ziehen die Menschen sich zur\u00fcck.\u00a0\u00bb In der kommenden Woche werde ein von ihm ins Leben gerufener runder Tisch erste Vorschl\u00e4ge daf\u00fcr vorlegen. Dann m\u00fcssten Kommunen, Gewerbetreibende und die Politik in Berlin an einem Strang ziehen. \u00ab\u00a0Wir k\u00f6nnen den Wandel in unseren Innenst\u00e4dten nicht aufhalten, aber in erheblichen Teilen mitgestalten\u00a0\u00bb, sagte Altmaier. Die Herausforderungen durch ver\u00e4nderte Konsum- und Lebensgewohnheiten h\u00e4tten sich durch die Corona-Krise zuletzt noch einmal verst\u00e4rkt. Menschenleere Innenst\u00e4dte h\u00e4tten sich als Bilder der Pandemie in die K\u00f6pfe eingebrannt. Der Monarch hatte bei einem Treffen mit Fu\u00dfballfans in Den Haag H\u00e4nde gesch\u00fcttelt, wie die Bild berichtete. Das war nicht das erste Mal, dass Willem-Alexander sich nicht um die Corona-Ma\u00dfnahmen k\u00fcmmerte. Seine Untertanen nahmen ihm dies \u00fcbel: die Umfragewerte sanken. Jetzt zeigte der Niederl\u00e4nder Reue: Ministerpr\u00e4sident Mark Rutte lie\u00df ausrichten, das Missgeschick tue dem K\u00f6nig \u00ab\u00a0furchtbar leid\u00a0\u00bb. Name, Wohnort, Handynummer: Solche sensiblen Daten von Menschen, die sich in zwei bayerischen Testzentren f\u00fcr einen PCR-Test angemeldet hatten, waren zeitweise im Internet einsehbar. Man bedaure den Vorfall sehr, teilte der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern als Betreiber am Freitag mit. \u00ab\u00a0Der ASB hat die Datenl\u00fccke umgehend geschlossen und das Schutzniveau erh\u00f6ht.\u00a0\u00bb Betroffen sind zwei Testzentren in Franken. \u00ab\u00a0Diese Daten geh\u00f6ren nicht f\u00fcr Unbefugte abrufbar gemacht. Das ist ganz klar\u00a0\u00bb, sagte Andreas Sachs, Vizepr\u00e4sident des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Datenschutzaufsicht, der Deutschen Presse-Agentur. Er schr\u00e4nkte aber ein, nach vorl\u00e4ufiger Einsch\u00e4tzung sehe man das Datenleck nicht als \u00ab\u00a0schweren Sicherheitsvorfall\u00a0\u00bb. Unklar ist, ob Unbefugte tats\u00e4chlich auf die Daten zugegriffen haben. Laut ASB sind 1600 Menschen betroffen. Ein kanadisches Paar hat sich in einer abgelegenen Indigenen-Siedlung im Norden des Landes seine Corona-Impfung ermogelt. Deswegen m\u00fcssen die beiden nun umgerechnet etwa 1500 Euro Strafe zahlen. Das berichteten kanadische Medien. \u00ab\u00a0Gl\u00fccklicherweise ist in diesem Fall physisch nichts passiert, niemand hat Covid bekommen\u00a0\u00bb, sagte Richter Michael Cozens. Das Paar hatte angegeben, bei einer lokalen \u00dcbernachtungseinrichtung zu arbeiten und so an die Impfungen gekommen zu sein. Der fr\u00fchere Chef einer Casino-Firma und die Schauspielerin hatten sich im Januar ein kleines Flugzeug gemietet und sich damit in den Ort Beaver Creek in der Region Yukon bringen lassen. Die rund 100 Menschen in Beaver Creek geh\u00f6rten zu denjenigen, die bei den Impfungen in Kanada Priorit\u00e4t bekommen hatten, unter anderem weil ihre Siedlung fernab jeglicher gut ausger\u00fcsteter medizinischer Versorgung liegt. Die Corona-Zahlen in Teilen Afrikas steigen rasant: In Uganda war die Zahl der Neuinfektionen laut der Gesundheitsbeh\u00f6rde der Afrikanischen Union (AU), mit 11 704 Neuinfektionem am Freitag im Wochenvergleich so hoch wie nie zuvor. \u00ab\u00a0Die F\u00e4lle steigen stetig. Wir versuchen, woher auch immer, Sauerstoffzylinder zu beziehen\u00a0\u00bb, sagte Gesundheitsministerin Munero. Insgesamt wurden bisher laut CDC rund 5,1 Millionen Infektionen in Afrika dokumentiert. Den Angaben zufolge sind rund 136 000 Menschen bisher an den Folgen gestorben. Laut der WHO sei das besorgniserregend und eine Folge der ungleichen Impfstoffverteilung. Nur ein ganz kleiner Teil der Bev\u00f6lkerung sei trotz aller Appelle der WHO bisher gesch\u00fctzt. \u00ab\u00a0Wir sind dabei, einen hohen Preis f\u00fcr diese Ungerechtigkeit zu zahlen\u00a0\u00bb, warnte der WHO-Krisenkoordinator Mike Ryan am Freitag in Genf. Die Signale aus Afrika deuteten auf einen m\u00f6glicherweise deutlichen generellen Anstieg hin. Der Leiter der Impfstoff-Studie von Curevac, Peter Kremser, sieht das T\u00fcbinger Unternehmen sogar noch in der Spitzengruppe der Covid-Vakzin-Hersteller. \u00ab\u00a0Mit Curevac sind wir nach wie vor in den Top Ten von 300 Impfstoffentwicklern\u00a0\u00bb, sagte Kremsner am Freitag dem Radiosender Bayern 2. \u00ab\u00a0Aber wir haben es halt nicht in die Medaillen-R\u00e4nge geschafft.\u00a0\u00bb Die EU-Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA entscheidet in den n\u00e4chsten Wochen, wie es jetzt mit dem Curevac-Impstoff weitergehe. \u00ab\u00a0Aus meiner Sicht wird das nicht in den n\u00e4chsten Wochen gelingen.\u00a0\u00bb, urteilte Kremser. \u00ab\u00a0Aber es wird m\u00f6glich sein, den Impfstoff so aufzubereiten, dass er sehr wirksam sein kann.\u00a0\u00bb Der WHO war dieser Ansatz nicht genug: \u00ab\u00a0Es war entt\u00e4uschend, die Ergebnisse von Curevac zu sehen\u00a0\u00bb, sagte WHO-Experte Soumya Swaminathan laut der Bild. Mit einer Wirksamkeit von 47 Prozent bleibt der Impfstoff deutlich hinter den Erwartungen. Seit rund einer Woche gibt es Spekulationen dar\u00fcber, ob Kliniken durch bewusst falsche Angaben bei Intensivbetten versucht haben k\u00f6nnten, Ausgleichszahlungen durch die Regierung zu erhalten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will dem Verdacht nun nachgehen. Er r\u00e4umte aber ein: \u00ab\u00a0Da ist auch viel Vermutung im Raum.\u00a0\u00bb Grundlage f\u00fcr die Vermutungen ist eine Datenbank. Die Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten waren laut WDR, NDR und S\u00fcddeutscher Zeitung dem Bundesrechungshof aufgefallen. RKI-Pr\u00e4sident Lothar Wieler hielt den Verdacht am Freitag f\u00fcr unbegr\u00fcndet. \u00ab\u00a0Die Daten sind v\u00f6llig nachvollziehbar. Und die Situation in Krankenh\u00e4usern ist in keiner Weise verzerrt &#8211; nach unseren Informationen.\u00a0\u00bb Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die Europ\u00e4ische Union zu liefern. Wenn der Lieferplan nicht eingehalten werde, drohen laut der dpa sogar Zwangsgelder. Die EU-Kommission hatte Astrazeneca verklagt, weil der Hersteller viel weniger Corona-Impfstoff geliefert hatte als vertraglich zugesagt. Bestellt waren 300 Millionen Dosen von Astrazeneca bis Ende Juni. Doch gingen im ersten Quartal nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten. Die Kommission verlangte per Eilverfahren Ende Mai zun\u00e4chst rasche Lieferung der ausstehenden 90 Millionen Dosen aus dem ersten Quartal. Das Gericht gestand der EU nun zumindest die rasche Lieferung von 50 Millionen Dosen zu. Nach dem Urteil des Gerichts muss Astrazeneca bis 26. Juli 15 Millionen Dosen liefern oder anderenfalls 10 Euro pro fehlender Dosis zahlen. Bis 23. August sind der Mitteilung des Gerichts zufolge weitere 20 Millionen Dosen f\u00e4llig, mit derselben Strafandrohung, bis 27. September dann noch einmal 15 Millionen Dosen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62, CDU) erkl\u00e4rte: \u00ab\u00a0Astrazeneca hat nicht die im Vertrag eingegangenen Verpflichtungen erf\u00fcllt.\u00a0\u00bb Astrazeneca stellte das Urteil jedoch anders da und sah seine eigene Position gest\u00e4rkt. Die beiden Parteien konnten den Rechtsstreit nicht sofort kl\u00e4ren. Nach der Impfung von Mitarbeitern einer italienischen Ferienanlage in Deutschland hat die Staatsanwaltschaft am Freitag mehrere Geb\u00e4ude in M\u00fcnchen durchsuchen lassen. Der Vorwurf: Die rund 120 Mitarbeiter seien nur wegen der Impfung gekommen! Am 21. Mai waren rund 120 Mitarbeiter des Ferien-Ressorts Forte Village nach M\u00fcnchen geflogen, um dort geimpft zu werden. Nach einem kurzen Aufenthalt flogen die Hotel-Besch\u00e4ftigten zur\u00fcck auf die Insel Sardinien. Sowohl das Bundesgesundheitsministerium als auch Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (54, CSU) hatten Aufkl\u00e4rung verlangt. \u00ab\u00a0Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland\u00a0\u00bb, sagte S\u00f6der. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass die Mitarbeiter des Hotels Impfstoff unterschlagen h\u00e4tten. Weitere Vorw\u00fcrfe sind Korruption und der Bestechlichkeit im Gesundheitswesen. Es wird gegen sieben Beschuldigte &#8211; einen Apotheker, \u00c4rzte und einen Rechtsanwalt &#8211; ermittelt. Ein W\u00fcrzburger Impfzentrum ist am Freitagnachmittag wegen Hitze vor\u00fcbergehend geschlossen worden. Die Menschen h\u00e4tten unter Raumtemperaturen von mehr als 40 Grad gelitten, hie\u00df es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Die \u00fcbrigen rund 700 f\u00fcr Freitag geplanten Impf-Termine sollten auf Sonntag verlegt werden, teilte die Stadt mit. Zudem sollten Termine vom Samstagnachmittag vorsorglich auf den fr\u00fchen Vormittag verlegt werden. F\u00fcr Reiser\u00fcckkehrer aus Frankreich, Griechenland, der Schweiz und weiteren L\u00e4ndern und Regionen werden ab Sonntag die Bestimmungen gelockert. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen werden sie von der Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Die Bundesregierung nimmt demnach auch Belgien, Norwegen und einzelne Regionen in D\u00e4nemark, den Niederlanden und Spanien von der Liste. Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss k\u00fcnftig keinerlei Einreisebeschr\u00e4nkungen wegen Corona mehr beachten. Die Regeln f\u00fcr Flugreisende bleiben allerdings bestehen: Jeder, der mit dem Flugzeug einreist, egal ob aus einem Risikogebiet oder nicht, muss vor dem Abflug ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Bei den Corona-Hilfen f\u00fcr Firmen, die besonders hart von der Pandemie getroffen sind, deutet sich eine Verl\u00e4ngerung an. Die Wirtschaftsminister der Bundesl\u00e4nder forderten am Freitag, die bisher bis Ende September geplanten Finanzmittel bis zum Jahresende fortzusetzen. Die bisherige \u00dcberbr\u00fcckungshilfe III zahlt der Bund. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) machte nach einem Treffen mit seinen L\u00e4nder-Ressortkollegen klar, dass er einer Verl\u00e4ngerung nicht abgeneigt ist. Man werde sich die Situation anschauen und die Hilfe gegebenfalls nach der Sommerpause verl\u00e4ngern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf eine z\u00fcgige Verst\u00e4ndigung f\u00fcr den Umgang mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen bei Reisen innerhalb der Europ\u00e4ischen Union. \u00ab\u00a0Leider haben wir dazu noch keine EU-einheitliche Vorgehensweise\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Dies sei ein Problem f\u00fcr einen Raum des freien Reisens. \u00ab\u00a0Wenn wir es nicht schaffen, es jetzt zeitnah auf EU-Ebene zu l\u00f6sen, werden wir f\u00fcr Deutschland eigene Definitionen vornehmen m\u00fcssen, welche Impfstoffe wir als gleichwertig anerkennen.\u00a0\u00bb Dabei gehe es neben dem Schutz vor Covid-19 um die Frage, wie sehr damit auch Infektionen reduziert w\u00fcrden. Zu kl\u00e4ren sei au\u00dferdem auch, inwiefern alle Mitgliedsstaaten davon ausgingen, dass man eine vollst\u00e4ndige zweite Impfung haben soll und nicht nur eine erste. Zudem gehe es darum, wann Nachimpfungen n\u00f6tig seien, damit ein Impfpass g\u00fcltig bleibe, erl\u00e4uterte Spahn. F\u00fcr Menschen aus Staaten au\u00dferhalb der EU soll bei der Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni laut Bundesinnenministerium gelten, dass nicht alle weltweit verf\u00fcgbaren Impfstoffe anerkannt werden. Spahn hob erneut die z\u00fcgige EU-weite Verst\u00e4ndigung auf digitale Impfnachweise hervor. In Deutschland seien inzwischen 18,3 Millionen Zertifikate erstellt worden. Er betonte, das beim Ausstellen und auch beim Vorzeigen auf dem Smartphone jeweils die Identit\u00e4t kontrolliert werden m\u00fcsse. Die Bundesregierung erleichtert ab dem Wochenende Einreisen f\u00fcr weitere B\u00fcrger aus Nicht-EU-L\u00e4ndern. Angesichts gesunkener Infektionszahlen w\u00fcrden Einreisen \u00ab\u00a0zu allen zul\u00e4ssigen Aufenthaltszwecken einschlie\u00dflich Tourismus\u00a0\u00bb aus den USA, Taiwan, Hongkong, Macau, Albanien, Serbien, Nordmazedonien und dem Libanon ab Sonntag zugelassen, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag mit. Damit werde die Liste der Drittstaaten, aus denen unbeschr\u00e4nkt nach Deutschland eingereist werden k\u00f6nne auf insgesamt 15 L\u00e4nder erweitert. Auf der Liste standen bereits Australien, Israel, Japan, Neuseeland, Singapur, S\u00fcdkorea und Thailand. Wer seinen Wohnsitz in einem dieser Staaten habe, d\u00fcrfe auch ohne wichtigen Reisegrund und unabh\u00e4ngig von seinem Impfstatus einreisen, hei\u00dft es weiter. Israel liefert nach eigenen Angaben rund eine Million Biontech\/Pfizer-Impfdosen an die Pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde im Westjordanland. Die Impfdosen gegen das Coronavirus w\u00fcrden sonst in K\u00fcrze ablaufen, hie\u00df es in einer Mitteilung der israelischen Regierung am Freitag. Im Gegenzug werde Israel den gleichen Umfang an Dosen aus einer Lieferung von Pfizer f\u00fcr die Pal\u00e4stinenserbeh\u00f6rde im Herbst erhalten. Die Autonomiebeh\u00f6rde best\u00e4tigte den Vorgang zun\u00e4chst nicht. Israels Regierung schrieb in der Mitteilung, es gebe der Autonomiebeh\u00f6rde die Dosen, weil sein eigener Vorrat den aktuellen Bedarf im Land abdecke. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich f\u00fcr einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen. \u00ab\u00a0Wir wollen nicht diese dauernden &lsquo;Rein und Raus in die Kartoffeln'\u00a0\u00bb, sagte Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz im brandenburgischen Sch\u00f6nefeld. Sie verwies auf Gro\u00dfbritannien, wo angek\u00fcndigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die sogenannte Delta-Variante des Virus ausbreitet. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen einfach Schritt f\u00fcr Schritt und vorsichtig vorgehen\u00a0\u00bb, sagte Merkel in einem \u00f6ffentlichen Video-Gespr\u00e4ch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Die Berliner Clubs kommen nach der langen Corona-Zwangspause wieder auf Touren: Es darf dort seit Freitag drau\u00dfen wieder getanzt werden. 250 Besucherinnen und Besucher sind m\u00f6glich, Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test. \u00ab\u00a0Der Sommer in Berlin ist nat\u00fcrlich etwas ganz Besonderes, auch f\u00fcr die Clubs\u00a0\u00bb, sagte Lutz Leichsenring von der Clubcommission, der Dachorganisation der Szene. Die Stimmung sei optimistisch. Mit Blick auf den Herbst sind demnach Pilotveranstaltungen mit wissenschaftlicher Begleitung in den Innenbereichen angedacht, so es die Entwicklung der Pandemie zul\u00e4sst. Der Berliner Senat hatte am Dienstag deutlich h\u00f6here Obergrenzen f\u00fcr Veranstaltungen beschlossen. Im sechsten Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland hat die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung mindestens eine erste Dosis erhalten. Die Quote der erstgeimpften B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag bei 50,1 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung oder 41,66 Millionen Menschen.29,6 Prozent hatten demnach bereits den vollen Schutz &#8211; knapp 25 Millionen Menschen. Kurz vor den K.o.-Spielen im Londoner Wembley-Stadion erh\u00f6ht die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union den Druck auf die englischen Beh\u00f6rden, Corona-Ausnahmeregelungen zu beschlie\u00dfen. Einen Bericht der britischen Times, wonach sogar die Verlegung von Halbfinals und Endspiel nach Budapest diskutiert werden k\u00f6nne, kommentierte die UEFA zur\u00fcckhaltend, aber auch mit dem Satz: \u00ab\u00a0Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die Finalwoche in London ausgerichtet wird.\u00a0\u00bb In Wembley sind in der kommenden Woche zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli das Endspiel steigen sollen. F\u00fcr die K.o.-Runde sollen bis zu 45.000 Zuschauer zugelassen werden, was 50 Prozent der Gesamtkapazit\u00e4t des Stadions entspricht. Die Times berichtet, in den Verhandlungen gehe es insbesondere um die VIP-G\u00e4ste, f\u00fcr die nicht dieselben, strikten Corona-Regeln bei der Einreise gelten sollen wie f\u00fcr normale R\u00fcckkehrer oder Einreisende. \u00ab\u00a0Im Moment sind wir in Gespr\u00e4chen mit den lokalen Beh\u00f6rden, um zu versuchen, den Fans der teilnehmenden Mannschaften die Teilnahme an den Spielen zu erm\u00f6glichen\u00a0\u00bb, teilte die UEFA mit und schrieb von \u00ab\u00a0strikten\u00a0\u00bb Test- und Coronablasen-Konzepten. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebek\u00e4mpfung gewarnt. Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, k\u00f6nne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Pr\u00e4sident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, erg\u00e4nzte er. Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenr\u00e4umen und Abstandhalten k\u00f6nnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Bei mangelnder Vorsicht k\u00f6nne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. \u00ab\u00a0Das d\u00fcrfen wir einfach nicht riskieren\u00a0\u00bb, sagte Wieler. Angesichts neuer Corona-H\u00f6chstwerte verh\u00e4ngt die russische Hauptstadt Moskau wieder eine Reihe von Beschr\u00e4nkungen. Veranstaltungen sollen auf maximal 1000 Menschen begrenzt werden, schrieb B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin am Freitag in seinem Blog. \u00ab\u00a0Theater und Kinos bleiben ge\u00f6ffnet.\u00a0\u00bb Geschlossen werde dagegen die Fanzone zur Fu\u00dfball-Europameisterschaft, erkl\u00e4rte der B\u00fcrgermeister. Spielpl\u00e4tze in Parks sollen weitere zehn Tage geschlossen bleiben, hie\u00df es. \u00ab\u00a0Danach schauen wir uns die Lage wieder an.\u00a0\u00bb In Europas gr\u00f6\u00dfter Metropole mit rund zw\u00f6lf Millionen Einwohnern sind den Beh\u00f6rden zufolge am Freitag 9000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Niedersachsen m\u00fcssen auf dem Pausenhof keine Masken mehr tragen. Die Maskenpflicht in den Au\u00dfenbereichen der Schulen sei aufgehoben worden, teilte das Kultusministerium in Hannover am Freitag mit. Auf Fluren, in Treppenh\u00e4usern oder auf Toiletten m\u00fcssten jedoch weiter Masken getragen werden, betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne. \u00ab\u00a0Mit Blick auf die inzwischen landesweit niedrigen Corona-Inzidenzwerte k\u00f6nnen wir die Schutzma\u00dfnahmen auch in den Schulen ein wenig lockern und so wieder ein St\u00fcck Normalit\u00e4t in die Schulen holen\u00a0\u00bb, sagte der SPD-Politiker. Zugleich appelliere er an die Schulen, nicht nachl\u00e4ssig zu werden. Der Schritt sei m\u00f6glich, weil Ma\u00dfnahmen wie die Pflicht zu regelm\u00e4\u00dfigen Corona-Selbsttests weiter gelten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der entspannteren Corona-Lage f\u00fcr weiter n\u00f6tige Vorsicht auch in der anstehenden Hauptreisezeit geworben. \u00ab\u00a0Das kann ein guter Sommer werden\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Es gebe Anlass zur Zuversicht, aber vor allem wenn alle dabei vorsichtig blieben. Spahn verwies auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus, die sich auch in Deutschland ausbreite. Dies geschehe auf niedrigem Niveau, aber eben schnell. In Gro\u00dfbritannien zeige sich, dass bei einer starken Ausbreitung auch vorgesehene \u00d6ffnungsschritte wieder in Frage gestellt werden k\u00f6nnten. Dies gelte es zu vermeiden. Masken k\u00f6nnten nun bei gutem Wetter vor allem drau\u00dfen wegbleiben, sagte der Minister. In Innenr\u00e4umen und etwa auch in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln sei das Masketragen aber weiterhin wichtig, um sich und andere zu sch\u00fctzen. Spahn rief Urlauber dazu auf, das inzwischen fl\u00e4chendeckend verf\u00fcgbare Netz von Schnellteststellen zu nutzen, um Infektionsketten bei Reiser\u00fcckkehrern zu durchbrechen. Das Bundesverfassungsgericht hat die Beschwerde eines ehemaligen Corona-Infizierten abgelehnt, dessen Ansteckung gem\u00e4\u00df der bundesweiten Ausnahmen f\u00fcr Genesene und Geimpfte zu lange zur\u00fcckliegt. Die Verfassungsbeschwerde sei unzul\u00e4ssig, entschieden die Karlsruher Richter laut Mitteilung vom Freitag (Az.: 1 BvR 1260\/21 vom 7. Juni). Der Mann hatte sich Ende M\u00e4rz 2020 mit Sars-CoV-2 infiziert und kann auch heute noch nachweisen, gen\u00fcgend Antik\u00f6rper im Blut zu haben, wie das Gericht erl\u00e4uterte. Als genesen gelten nach der Covid-19-Schutzma\u00dfnahmen-Ausnahmenverordnung aber nur Menschen, deren Infektion weniger als sechs Monate zur\u00fcckliegt. Der Mann habe sich auch dadurch benachteiligt gesehen, dass er nicht durch nur eine Impfung den Status Geimpfter bekomme, weil auch dies voraussetze, dass die Infektion maximal ein halbes Jahr her sei. Nach England hat auch die britische Provinz Wales geplante Corona-Lockerungen wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante um vier Wochen verschoben. \u00ab\u00a0Wir haben alle Daten \u00fcberpr\u00fcft und werden die \u00c4nderungen der Regeln um vier Wochen verschieben\u00a0\u00bb, twitterte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am sp\u00e4ten Donnerstagabend. Sein Land habe noch immer die h\u00f6chste Impfquote und die niedrigsten Corona-Zahlen im Vereinigten K\u00f6nigreich, aber es seien nun in allen Teilen Wales F\u00e4lle der Delta-Variante nachgewiesen worden. Mitte Juli sollen die Corona-Beschr\u00e4nkungen erneut \u00fcberpr\u00fcft werden. Wie auch in anderen Teilen Gro\u00dfbritanniens ist das Leben in Wales jedoch in vielen Bereichen ohnehin schon wieder fast zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckgekehrt &#8211; Pubs, Restaurants und Gesch\u00e4fte haben ge\u00f6ffnet, auch Hochzeiten und kleinere Kulturveranstaltungen k\u00f6nnen unter Auflagen stattfinden. D\u00e4mpfer f\u00fcr Deutschlands Gastwirte und Hoteliers: Nach der zaghaften Erholung in den Vormonaten sanken die Ums\u00e4tze im April wieder. Das Gastgewerbe verbuchte preisbereinigt 6,3 Prozent weniger Erl\u00f6se als im M\u00e4rz des laufenden Jahres. In nominaler Betrachtung gab es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ein Minus von 6,5 Prozent. \u00ab\u00a0Urs\u00e4chlich f\u00fcr den R\u00fcckgang d\u00fcrften die Bundesnotbremse und das Beherbergungsverbot zu touristischen Zwecken, auch \u00fcber Ostern, sein\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rten die Wiesbadener Statistiker am Freitag. Hotels und Pensionen verzeichneten nach Angaben des Bundesamtes binnen Monatsfrist einen Umsatzeinbruch um 10,8 Prozent. Auch die Gastronomie sei im April \u00ab\u00a0durch die weitreichenden Corona-Schutzma\u00dfnahmen ausgebremst\u00a0\u00bb worden: Der reale Umsatz fiel im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 5,5 Prozent. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus dem Virologen Hendrick Streeck recht gegeben. \u00ab\u00a0F\u00fcr den Einfluss der Saisonalit\u00e4t auf das Infektionsgeschehen r\u00e4ume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht\u00a0\u00bb, sagte er der Bild. Streeck hatte dem Portal web.de im Januar gesagt: \u00ab\u00a0Wie wir das im vergangenen Fr\u00fchjahr gesehen haben \u2013 gehen im M\u00e4rz, sp\u00e4testens April die Infektionszahlen nach unten. Das ist das typische Verhalten von Coronaviren, die sich \u00fcber die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten.\u00a0\u00bb Er gehe davon aus, dass es nur noch wenige F\u00e4lle geben werde. Die von der Pandemie schwer gebeutelte Messebranche fordert vom Bund die Fortsetzung von Coronahilfen bis zum Jahresende. \u00ab\u00a0Sollte die \u00dcberbr\u00fcckungshilfe schon Ende September auslaufen, br\u00e4chte das viele Dienstleister auf den letzten Metern der Coronakrise wom\u00f6glich noch ins Straucheln\u00a0\u00bb, sagt J\u00f6rn Holtmeier, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Messebranchen-Verbandes Auma. Seit M\u00e4rz 2020 sind die Ums\u00e4tze der Branche eingebrochen &#8211; nur im Sp\u00e4tsommer 2020 wurden einige Messen mit Publikum durchgef\u00fchrt, zudem brachten Online-Angebote nur wenig Geld in die Kassen. \u00ab\u00a0Die Lage ist katastrophal\u00a0\u00bb, sagt Holtmeier. Die Bundesregierung peilt eine Verl\u00e4ngerung der Ende Juni laufenden Coronahilfen um drei Monate an &#8211; mit dem Geld soll die Finanznot der Unternehmen gelindert werden. \u00ab\u00a0Wenn ein Messebauer endlich wieder einen Auftrag f\u00fcr seine erste Messe im November oder Dezember bekommt, dann im Oktober aber kein Geld mehr vom Staat bekommt, so kann das die ohnehin angespannte Finanzlage seines Unternehmens extrem verschlechtern.\u00a0\u00bb Dann seien Firmenpleiten m\u00f6glich &#8211; \u00ab\u00a0und das, nachdem man so lange durchgehalten hat und auch dank der Staatshilfen die Firma irgendwie \u00fcber Wasser gehalten hat\u00a0\u00bb, sagt Holtmeier. Er betont, dass eine Verl\u00e4ngerung der \u00dcberbr\u00fcckungshilfe nur eine Art Sicherheitsnetz f\u00fcr seine Branche w\u00e4re. Es geht vor allem um Messebauer, Caterer und um private Messeveranstalter. Kanzleramtschef Helge Braun r\u00e4t den deutschen Fu\u00dfball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab. \u00ab\u00a0Meine gro\u00dfe Sorge ist die sich ausbreitende Delta-Variante in Gro\u00dfbritannien \u2013 und London ist ein Austragungsort. Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Politiker in einem Interview dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). In der englischen Hauptstadt finden die beiden Halbfinals und das Endspiel der Fu\u00dfball-Europameisterschaft statt. Die Bundesregierung hatte Gro\u00dfbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Braun betonte in diesem Zusammenhang: \u00ab\u00a0Wer nach London f\u00e4hrt, muss zwei Wochen in Quarant\u00e4ne, wenn er nach Deutschland kommen m\u00f6chte.\u00a0\u00bb Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.270 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6). Das Institut z\u00e4hlte seit Beginn der Pandemie 3.720.031 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.598.100 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,71). Die vorl\u00e4ufig geringe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac steht nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Franz-Werner Haas zu Unrecht in der Kritik. Kein anderes Vakzin sei an so vielen Virusvarianten getestet worden, sagte Haas im Gespr\u00e4ch mit der Deutschen Presse-Agentur. Mehr dazu im Artikel Curevac-Chef sieht Wirksamkeit des Impfstoffs zu Unrecht in Kritik. Der Vorsitzende des Welt\u00e4rztebundes, Frank Ulrich Montgomery, bef\u00fcrchtet eine rasche Ausbreitung der als besonders infekti\u00f6s geltenden Delta-Variante des Coronavirus und sieht Handlungsbedarf bei der Politik. Es sei zu erwarten, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreite als die bisherigen Varianten, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). \u00ab\u00a0Das T\u00fcckische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken k\u00f6nnen, bevor sie \u00fcberhaupt merken, dass sie sich infiziert haben\u00a0\u00bb, sagte Montgomery. Solange noch nicht gen\u00fcgend Menschen geimpft seien, m\u00fcssten vor allem die Ansteckungsrisiken im Alltag reduziert werden, mahnte der \u00c4rztevertreter. \u00ab\u00a0Im \u00f6ffentlichen Nahverkehr, in Gesch\u00e4ften und anderen Innenr\u00e4umen sollten deswegen unbedingt weiterhin FFP2-Masken getragen werden.\u00a0\u00bb Die L\u00e4nder sollten pr\u00fcfen, ob die angek\u00fcndigten Lockerungen nicht zu weit gingen. \u00a0\u00bb Sie sollten au\u00dferdem die politische Gr\u00f6\u00dfe haben, angek\u00fcndigte Lockerungen wieder zur\u00fcckzunehmen, wenn die Infektionszahlen durch die Delta-Variante wieder steigen sollten. So, wie es die britische Regierung jetzt getan hat\u00a0\u00bb, betonte der Mediziner. Rechtsextremismus und Verschw\u00f6rungstheorien haben nach Einsch\u00e4tzung von Kanzleramtschef Helge Braun w\u00e4hrend der Corona-Pandemie zugenommen und d\u00fcrften nach deren Ende auch nicht wieder deutlich zur\u00fcckgehen. Die Pandemie sei ein N\u00e4hrboden f\u00fcr Rechtsextremisten, Demokratiefeinde und Verschw\u00f6rungsanh\u00e4nger, sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND\/Freitag). \u00ab\u00a0Wir haben eine Zunahme von Rechtsextremismus und Verschw\u00f6rung erlebt und ein gro\u00dfer Teil davon wird bleiben, auch wenn Corona vorbei ist.\u00a0\u00bb Das sei neben den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer der Sch\u00e4den dieser Pandemie. Braun mahnte: \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen als Gesellschaft klar machen, dass das Randph\u00e4nomene sind, die in unserer Mitte keinen Platz haben, damit sie nicht hoff\u00e4hig werden.\u00a0\u00bb Der Staat m\u00fcsse transparent handeln, um Verschw\u00f6rern den Boden zu entziehen und konsequent einschreiten, wenn das Recht verletzt werde. Der R\u00fcckschlag beim Markteinstieg eines Corona-Impfstoffs des Unternehmens Curevac wird nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach das Impfversprechen der Regierung, bis Ende des Sommers allen Erwachsenen ein Impfangebot zu machen, nicht gef\u00e4hrden. \u00ab\u00a0Wir werden die Herdenimmunit\u00e4t Mitte September erreichen\u00a0\u00bb, sagte Lauterbach am Donnerstagabend in den ARD-Tagesthemen. Er verwies auf die stabilen Lieferungen anderer Hersteller und die niedrigen Reproduktionswerte f\u00fcr das Virus im Sommer. Mitte, sp\u00e4testens Ende September d\u00fcrften alle Erwachsenen, die dies wollen, vollst\u00e4ndig geimpft sein. Das seien sch\u00e4tzungsweise 80 Prozent. Die Kinder fehlten allerdings. Lauterbach verwies darauf, dass das Curevac-Serum das \u00ab\u00a0noble\u00a0\u00bb Anliegen gehabt habe, ein preiswerter und sehr wirksamer Impfstoff zu sein. Er w\u00e4re damit gerade f\u00fcr \u00e4rmere L\u00e4nder pr\u00e4destiniert gewesen. \u00ab\u00a0Das ist in der Tat eine Trag\u00f6die\u00a0\u00bb, bewertete der SPD-Politiker die negativen Nachrichten in Bezug auf den Curevac-Impfstoff. Zum Abschluss seiner Westafrikareise hat Entwicklungsminister Gerd M\u00fcller dem Institut Pasteur im Senegal 20 Millionen Euro zur Produktion von Corona-Impfstoffen zugesagt. Das Geld solle bis April 2022 zur Verf\u00fcgung gestellt werden, sagte der Minister am Donnerstag in der Hauptstadt Dakar. Der Betrag sei als \u00ab\u00a0Initialz\u00fcndung\u00a0\u00bb f\u00fcr eine Impfstoffproduktion \u00ab\u00a0f\u00fcr Afrika in Afrika\u00a0\u00bb gemeint. Man hoffe, dass andere europ\u00e4ische L\u00e4nder dem Beispiel folgen w\u00fcrden, hie\u00df es. Die Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC, erwartet, dass Afrika Impfstoffe schon Ende des Jahres selbst produzieren k\u00f6nnte, mit dem Institut Pasteur als einem der wichtigsten Labore auf dem Kontinent. In Gro\u00dfbritannien sind inzwischen 80 Prozent aller Erwachsenen mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das Ziel, allen Menschen \u00fcber 18 Jahren bis zum 19. Juli ein Impfangebot zu machen, sei damit in Reichweite. Der Anteil der Erwachsenen, die beide Impfungen erhalten haben, liegt den Angaben zufolge bei knapp 60 Prozent. Noch in dieser Woche soll laut Gesundheitsminister Matt Hancock die Impfpriorisierung enden. Alle \u00fcber 18-J\u00e4hrigen k\u00f6nnen dann einen Termin buchen &#8211; bislang war die Impfreihenfolge streng nach Risikogruppen gegliedert. Lissabon wird wegen einer besorgniserregenden Zunahme der Corona-Infektionsf\u00e4lle f\u00fcr rund zweieinhalb Tage abgeriegelt. Von Freitagnachmittag (1600 MESZ) bis Montagmorgen (0600 MESZ) d\u00fcrfen die 2,8 Millionen Bewohner der portugiesischen Hauptstadt den Gro\u00dfraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Ausw\u00e4rtige werden nur in Ausnahmef\u00e4llen einreisen d\u00fcrfen. Mit 928 neuen Infektionen binnen 24 Stunden verzeichnete Lissabon am Donnerstag den h\u00f6chsten Wert seit dem 19. Februar. Das waren rund 75 Prozent aller in Portugal registrierten F\u00e4lle (1233). In der \u00ab\u00a0Area Metropolitana\u00a0\u00bb Lissabons wohnen aber lediglich rund 27 Prozent aller 10,3 Millionen B\u00fcrger Portugals. In Lissabon breite sich derzeit die zun\u00e4chst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus relativ stark aus, sagte Pr\u00e4sidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva. F\u00fcr Menschen aus Staaten au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union soll die Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni grunds\u00e4tzlich wieder m\u00f6glich sein, wenn sie vollst\u00e4ndig gegen Covid-19 geimpft sind. Das soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unabh\u00e4ngig davon sein, ob sie als Gesch\u00e4ftsreisende, Touristen, Studenten oder f\u00fcr einen Besuch kommen wollen. Aktuell d\u00fcrfen B\u00fcrger aus sogenannten Drittstaaten nur in eng umrissenen Ausnahmef\u00e4llen einreisen. Um F\u00e4lschung und Betrug zu vermeiden, legt die neue Regelung genau fest, wie der Impfnachweis aussehen muss. Neben der Bundespolizei sollen auch Fluggesellschaften diesen Nachweis pr\u00fcfen. Au\u00dferdem werden nicht alle weltweit verf\u00fcgbaren Impfstoffe anerkannt. Ausschlaggebend sind jene Substanzen, die das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Internetseite aufz\u00e4hlt, derzeit die Produkte von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Janssen. Das Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in \u00d6sterreich erh\u00e4lt f\u00fcr seinen Einsatz in der Corona-Pandemie einen einmaligen Bonus von 500 Euro. Das hat der Nationalrat am Donnerstag beschlossen. Dank eines in der Debatte eingebrachten Ab\u00e4nderungsantrags wurden auch Reinigungskr\u00e4fte mit einbezogen, nicht aber Haustechniker. Vorgesehen ist, dass im Durchschnitt 500 Euro netto gezahlt werden. Den Bundesl\u00e4ndern und den Einrichtungen wird aber auch die M\u00f6glichkeit einger\u00e4umt, nach Schwere des Einsatzes zu unterscheiden. F\u00fcr T\u00e4tigkeiten auf Covid- oder Intensivstationen kann also mehr bezahlt werden. Insgesamt koste die Anerkennung rund 100 Millionen Euro. Kritik kam von der oppositionelle SP\u00d6, weil Rettungskr\u00e4fte oder etwa Menschen in der Praxis-Assistenz nicht ber\u00fccksichtigt seien. Italien hat den Weg f\u00fcr das EU-weit g\u00fcltige Corona-Zertifikat frei gemacht. Regierungschef Mario Draghi habe dazu eine Verordnung unterzeichnet, die festlege, wie die \u00ab\u00a0Gr\u00fcnen P\u00e4sse\u00a0\u00bb ab sofort ausgegeben werden, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Der Pass erleichtere es den Menschen, an \u00f6ffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten teilzunehmen oder Altenheime zu betreten. Die italienische Regierung setzte nach eigenen angaben die EU-Regeln f\u00fcr den \u00ab\u00a0Gr\u00fcnen Pass\u00a0\u00bb um. Damit sei garantiert, dass das Zertifikat in allen EU-L\u00e4ndern genutzt werden k\u00f6nne und dass Reisende sich in der EU frei bewegen k\u00f6nnten. Menschen, die vollst\u00e4ndig geimpft sind, eine Corona-Infektion \u00fcberstanden haben oder negativ auf das Virus getestet wurden, k\u00f6nnen sich das Zertifikat herunterladen. Beim Reisen k\u00f6nnen so etwa Quarant\u00e4nevorgaben umgangen werden. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus steigt die Zahl der Neuinfektionen in England wieder stark an. Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent. Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta \u00fcberein, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen. Daten von 110.000 Schnelltests zwischen 20. Mai und 7. Juni h\u00e4tten ergeben, dass die Zahl der F\u00e4lle sich alle elf Tage verdoppelt, hie\u00df es weiter. Schwerpunkt ist Nordwestengland. Am Donnerstag meldeten die Beh\u00f6rden mehr als 11.000 neue F\u00e4lle, fast 2000 mehr als am Vortag und fast 4000 mehr als am Donnerstag der Vorwoche. Experten setzen allerdings darauf, dass wegen der Impfkampagne die Ausbreitung des Virus wieder verlangsamt wird. Angesichts der noch immer unklaren Regeln f\u00fcr Reisen im Sommer w\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien der \u00c4rger \u00fcber die Regierung &#8211; und der Neid auf deutsche Urlauber. Der Flughafenbetreiber Manchester Airport Group (MAG) und die irische Airline Ryanair reichten deswegen Klage ein, wie MAG am Donnerstag mitteilte. Ziel sei, die Regierung in London zu mehr Transparenz bei der Kategorisierung von Reisel\u00e4ndern zu zwingen, hie\u00df es. In Gro\u00dfbritannien gib es ein Ampelsystem f\u00fcr Reisel\u00e4nder, doch die beliebtesten Urlaubsziele der Briten wie Spanien, Italien und Griechenland sind &#8211; neben Deutschland und allen anderen EU-L\u00e4ndern &#8211; noch immer auf gelb, was mit aufwendigen Test- und Quarant\u00e4nevorschriften bei der R\u00fcckkehr verbunden ist. Dabei haben einige dieser L\u00e4nder inzwischen niedrigere Corona-Fallzahlen als das Vereinigte K\u00f6nigreich. Eine Neubewertung soll sp\u00e4testens am 28. Juni erfolgen. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Einstufung seien nicht nachvollziehbar, kritisierte MAG-Chef Charlie Cornish der Mitteilung zufolge. Nach Moskau haben weitere Regionen in Russland auf die gestiegenen Corona-Zahlen mit einer verpflichtenden Impfquote in Unternehmen reagiert. Auch auf der Halbinsel Sachalin im \u00e4u\u00dfersten Osten Russlands sind zahlreiche Arbeitgeber angehalten, bis September mindestens 60 Prozent ihrer Angestellten impfen zu lassen, wie die regionale Leiterin der Verbraucherschutzbeh\u00f6rde Rospotrebnadsor, Olga Funtusowa, am Donnerstag erkl\u00e4rte. Von der Regelung betroffen seien unter anderen Besch\u00e4ftigte im Bildungs- und Gesundheitswesen, in Sch\u00f6nheitssalons, Fitnessstudios sowie im \u00f6ffentlichen Nahverkehr, sagte Funtusowa der Agentur Interfax zufolge. Am Mittwoch hatte Moskaus oberste Amts\u00e4rztin eine vergleichbare Impfquote f\u00fcr eine Reihe von Unternehmen angeordnet. Dem Beispiel der Hauptstadt folgten auch das Moskauer Umland sowie die sibirische Region Kemerowo. Kritiker bem\u00e4ngeln, dass f\u00fcr eine solche Impfanweisung durch Arbeitgeber die gesetzliche Grundlage fehle. Weil diesen aber Strafen drohen, wenn ihre Unternehmen die Quote nicht erf\u00fcllen, sei vorprogrammiert, dass sie ihre Angestellten \u00ab\u00a0mit legalen und illegalen Ma\u00dfnahmen\u00a0\u00bb zum Impfen bewegen w\u00fcrden, sagte etwa eine Rechtsanw\u00e4ltin dem kremlkritischen Portal Meduza. Der B\u00f6rsenwert der T\u00fcbinger Biotechfirma Curevac ist am Donnerstag nach einer Mitteilung \u00fcber verfehlte Wirksamkeitsziele des Corona-Impfstoffkandidaten abgest\u00fcrzt. Das Unternehmen musste am sp\u00e4ten Mittwochabend einr\u00e4umen, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorl\u00e4ufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung \u00ab\u00a0jeglichen Schweregrades\u00a0\u00bb erzielt habe. Der R\u00fcckschlag hat den Aktion\u00e4ren eine Kurshalbierung mit einem B\u00f6rsenwertverlust von rechnerisch etwa sieben Milliarden Euro eingebrockt. Curevac-Papiere brachen zeitweise um gut 52 Prozent auf 39,10 Euro ein &#8211; der gr\u00f6\u00dfte Kurzsturz seit dem B\u00f6rsengang im Sommer 2020. Am sp\u00e4ten Nachmittag notierten sie bei rund 40 Euro. Im Herbst vergangenen Jahres hatten Spekulationen um den Impfstoff von Curevac den Aktienkurs der T\u00fcbinger binnen f\u00fcnf Wochen von gut 40 auf mehr als 120 Euro nach oben schie\u00dfen lassen. Etwa zu dieser Zeit hatte Curevac die Zulassung in der EU und in Lateinamerika ins Auge gefasst &#8211; aus der bisher aber nichts wurde. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in Hamburg m\u00fcssen zumindest zum Start des kommenden Schuljahrs in den Klassenzimmern weiter Maske tragen. Zudem sollen sie auch nach den in der kommenden Woche beginnenden Sommerferien zwei Mal pro Woche getestet werden, k\u00fcndigte die Schulbeh\u00f6rde am Donnerstag an. Auch die L\u00fcftungs- und Hygieneregeln bleiben demnach vorerst in Kraft. \u00ab\u00a0Immer neue Virusvarianten und die Probleme bei der Beschaffung des Impfstoffes bleiben ein Risiko. Deshalb gilt: Lieber testen und l\u00fcften als Schulen schlie\u00dfen\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte Schulsenator Ties Rabe (SPD). Es solle nach den Ferien ab 5. August an allen Schulen der Hansestadt vollen Pr\u00e4senzunterricht unter Beibehaltung der geltenden Corona-Sicherheitsma\u00dfnahmen geben. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (63, SPD) erwartet von den bald anlaufenden europ\u00e4ischen Corona-Hilfen einen Schub f\u00fcr die wirtschaftliche Erholung. Schon jetzt zeige die gemeinsame europ\u00e4ische Aktion Wirkung, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Man sei jetzt in der Phase, die nationalen Aufbaupl\u00e4ne zu genehmigen. Es sei wichtig, dass dies z\u00fcgig gehe. Bei leichten Atemwegserkrankungen k\u00f6nnen sich Versicherte auch weiterhin telefonisch krankschreiben lassen. Der daf\u00fcr zust\u00e4ndige Gemeinsame Bundesausschuss hat die w\u00e4hrend der Corona-Pandemie getroffene Sonderregelung zur Feststellung der Arbeitsunf\u00e4higkeit am Donnerstag bis 30. September verl\u00e4ngert, wie das Gremium von \u00c4rzten, Krankenkassen und Kliniken in Berlin mitteilte. Grund ist ein nach wie vor \u00ab\u00a0relevantes COVID-19-Infektionsgeschehen\u00a0\u00bb. Ma\u00dfnahmen zur Pandemiebek\u00e4mpfung seien daher weiter notwendig. Mit der Sonderregelung k\u00f6nnen Versicherte, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu sieben Tage krankgeschrieben werden. F\u00fcr weitere sieben Kalendertage k\u00f6nnen niedergelassene \u00c4rztinnen und \u00c4rzte eine Folgebescheinigung der Arbeitsunf\u00e4higkeit telefonisch ausstellen. Ein L\u00f6we ist in einem indischen Zoo gestorben, nachdem er zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Bereits Anfang Monat war in dem gleichen Zoo in der Stadt Chennai eine L\u00f6win nach einen positiven Test gestorben, und weitere L\u00f6wen waren infiziert worden. Der gestorbene L\u00f6we Pathbanathan habe zun\u00e4chst etwas gehustet, sp\u00e4ter habe er aufgeh\u00f6rt zu fressen, sagte der Zoo-Vizechef der Zeitung \u00ab\u00a0The New Indian Express\u00a0\u00bb. Sein Zustand habe sich trotz aller Anstrengungen der Tier\u00e4rzte schnell verschlechtert. Am Dienstag habe das zw\u00f6lf Jahre alte Tier M\u00fche beim Atmen gehabt, am Mittwoch sei es dann gestorben. Nach dem Tod der L\u00f6win Anfang Juni hatte der Arignar Anna Zoological Park mitgeteilt, Tierpfleger seien gegen Corona geimpft und tr\u00fcgen Schutzanz\u00fcge. In D\u00e4nemark sollen auch Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren gegen Covid-19 geimpft werden. Ihnen soll im Rahmen der nationalen Impfkampagne eine Corona-Impfung angeboten werden, nachdem alle anderen Impfgruppen im Alter ab 16 Jahren an der Reihe gewesen sind. Das empfehl die d\u00e4nische Gesundheitsverwaltung (SST) am Donnerstag. Das bedeutet, dass es f\u00fcr die J\u00fcngeren gem\u00e4\u00df dem derzeitigen Impfkalender voraussichtlich ab September soweit ist. SST-Direktor S\u00f8ren Brostr\u00f8m sagte auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen, dies geschehe in erster Linie aus einem Wunsch heraus, den Grad der Immunit\u00e4t innerhalb der Bev\u00f6lkerung zu erh\u00f6hen. Das werde auch eine Auswirkung darauf haben, die Pandemie im Winter unter Kontrolle zu behalten. Das Ganze sei vollkommen freiwillig. In Indonesien haben sich Hunderte \u00c4rzte und Mitarbeiter des Gesundheitswesens trotz vollst\u00e4ndiger Impfung mit dem Coronavirus infiziert. Die Betroffenen arbeiteten alle in der Region Kudus in Zentral-Java und seien mit dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac geimpft worden, sagte Siti Nadia Tarmizi, eine Sprecherin des indonesischen Impfprogramms, am Donnerstag. Alle zeigten jedoch nur milde Symptome. \u00ab\u00a0Sinovac ist wirksam gegen die neuen Varianten\u00a0\u00bb, betonte Tarmizi. Um eine pers\u00f6nliche Weltklimakonferenz im November in Glasgow zu erm\u00f6glichen, will Gro\u00dfbritannien als Gastgeber Teilnehmern im Zweifelsfall Corona-Impfungen erm\u00f6glichen. \u00ab\u00a0Das Vereinigte K\u00f6nigreich wird Impfungen f\u00fcr Delegationen zur Verf\u00fcgung stellen, die andernfalls nicht in der Lage sein w\u00fcrden, dabei zu sein\u00a0\u00bb, k\u00fcndigte der designierte Pr\u00e4sident der Konferenz COP26, Alok Sharma, am Donnerstag an. Wie genau dieser Prozess ablaufen und wo die Menschen geimpft werden sollten, soll in K\u00fcrze bekanntgegeben werden. Die britische Regierung will als Gastgeberin die Konferenz im November unbedingt als Pr\u00e4senzveranstaltung durchf\u00fchren. Die Weltklimakonferenz COP26 soll im November im schottischen Glasgow stattfinden. Das Treffen gilt als wichtiger Meilenstein, um Vereinbarungen \u00fcber die konkrete weitere Umsetzung des Abkommens von Paris zu treffen. Auch von Covid-19 Genesene sollen ihren Status ab Ende Juni in der Corona-Warn-App und der CovPass-App als neuem digitalem Impfnachweis hinterlegen k\u00f6nnen. Die Funktionen w\u00fcrden mit der n\u00e4chsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt, erkl\u00e4rte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Auch das Austellungssystem f\u00fcr die Zertifikate in Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen soll dann diesen Fall abbilden k\u00f6nnen &#8211; wie bisher schon den Nachweis, dass man zwei Impfungen hat. Aktuell k\u00f6nnen Genesene mit der f\u00fcr sie vorgesehenen einen Impfung noch nicht auf regul\u00e4rem Weg an einen digitalen Nachweis kommen. Grund daf\u00fcr sind nach Ministeriumsangaben zun\u00e4chst einmal technische Fragen. Genesene mit Impfung seien bei der europ\u00e4ischen L\u00f6sung von Anfang an mitbedacht worden, erkl\u00e4rte ein Sprecher. Es sei aber noch nicht gekl\u00e4rt, auf welche Art in diesem Fall ein Nachweis erbracht werden kann. Japan hebt einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio den Corona-Notstand f\u00fcr die Millionen-Hauptstadt Tokio auf. Nach Ende des wochenlangen Notstands an diesem Sonntag werde man jedoch manche Restriktion aufrechterhalten, beschloss die Regierung von Ministerpr\u00e4sident Yoshihide Suga am Donnerstag. Der Quasi-Notstand soll vorl\u00e4ufig bis zum 11. Juli gelten. So darf zwar Alkohol wieder ausgeschenkt werden, aber nur bis 19 Uhr. Zudem sind Restaurants weiter aufgerufen, schon um 20 Uhr zu schlie\u00dfen. Angesichts landesweit gesunkener Infektionszahlen will die Regierung eine begrenzte Zahl an heimischen Zuschauern in den Olympia-Wettkampfst\u00e4tten zulassen. Die von der Regierung beschlossene Regel, bis zu 10.000 Zuschauer bei gro\u00dfen Sport- und Kulturveranstaltungen wie Konzerten zuzulassen, solange nicht 50 Prozent der Sitzkapazit\u00e4ten \u00fcberschritten werden, d\u00fcrfte auch f\u00fcr die Olympischen Spiele angewendet werden, sagte Suga. Zuschauer bei Olympia m\u00fcssten allerdings Masken tragen und d\u00fcrften nicht jubeln. Die Corona-Impfungen n\u00e4hern sich der Schwelle, dass jeder zweite Bundesb\u00fcrger mindestens eine Spritze bekommen hat. Inzwischen erhielten 41,2 Millionen Menschen oder 49,6 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag eine erste Dosis. Vollst\u00e4ndig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 23,9 Millionen Menschen, was 28,8 Prozent der Bev\u00f6lkerung entspricht. Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass am Mittwoch knapp 1,3 Millionen Impfungen gemacht worden seien. Das sei der bisher dritth\u00f6chste Wert f\u00fcr einen Tag. Bei den Erstimpfungen haben den Angaben zufolge inzwischen 7 der 16 Bundesl\u00e4nder die Schwelle von 50 Prozent der Bev\u00f6lkerung erreicht oder liegen dar\u00fcber: An der Spitze liegt Bremen mit 55,6 Prozent gefolgt von Schleswig-Holstein (53,1), dem Saarland (53,0), Nordrhein-Westfalen (52,1), Mecklenburg-Vorpommern (50,9), Niedersachsen (50,6) und Berlin (50,0). Spahn sagte, bei einer wohl anzunehmenden Impfbereitschaft von etwa 75 Prozent der Erwachsenen seien bundesweit nun etwa vier von f\u00fcnf Erwachsenen mindestens einmal geimpft. Allein mit den zugesagten Impfstofflieferungen von Biontech\/Pfizer und Moderna sei es Stand heute m\u00f6glich, bis Ende Juli\/Anfang August allen Erwachsenen, die wollen, ein Angebot f\u00fcr eine erste Impfungen zu machen. Italiens Regierung steuert wegen der niedrigeren Corona-Zahlen auf eine Abschaffung der Maskenpflicht im Freien zu. Wann genau die seit Herbst 2020 geltende Pflicht zum Tragen der Corona-Schutzmasken f\u00fcr den Au\u00dfenbereich f\u00e4llt, war am Donnerstag noch offen. Au\u00dfenminister Luigi Di Maio schrieb auf Facebook: \u00ab\u00a0Die Maske drau\u00dfen ab dem Sommer abnehmen zu k\u00f6nnen, ist das Ziel der Regierung, und es ist nahe.\u00a0\u00bb Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie l\u00e4dt die Bundesregierung in diesem Sommer nicht zum Tag der offenen T\u00fcr. Zwar seien die Infektionszahlen stark r\u00fcckl\u00e4ufig und immer mehr Menschen geimpft, erkl\u00e4rte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag. \u00ab\u00a0Dennoch ist die Pandemie noch nicht \u00fcberwunden und wird es auch im August noch nicht sein.\u00a0\u00bb Der Tag der offenen T\u00fcr lebe vom Austausch vieler B\u00fcrger mit Politikerinnen und Politikern und von der nahen Begegnung. \u00ab\u00a0Eine solche Veranstaltung mit an die 100.000 Besucherinnen und Besuchern kommt daher f\u00fcr diesen Sommer zu fr\u00fch\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte Seibert. Die niedrige Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac ergibt sich laut dem Virenexperten Peter Kremsner daraus, dass das Vakzin nicht hoch genug dosiert werden konnte. Das wiederum habe daran gelegen, dass die einzelnen Bestandteile nicht chemisch modifiziert worden seien, sagte der Leiter der Impfstoff-Studie des T\u00fcbinger Biotech-Unternehmens dem SWR am Donnerstag. Eigentlich sei dies immer als Vorteil gepriesen worden, wahrscheinlich sei das jetzt der Hauptnachteil: \u00ab\u00a0Das hei\u00dft, wir konnten nicht hoch genug dosieren wie das die anderen gemacht haben.\u00a0\u00bb Die anderen Impfstoffhersteller h\u00e4tten 30 und 100 Mikrogramm verabreicht. \u00ab\u00a0Mit der Curevac-Impfung konnten wir nur 12 Mikrogramm geben. Dann wurde es zu unvertr\u00e4glich, wenn man weiter h\u00f6her dosiert hat.\u00a0\u00bb Der Bund h\u00e4lt auch nach dem R\u00fcckschlag der T\u00fcbinger Biopharmafirma Curevac bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs an seiner Beteiligung an dem Unternehmen fest. \u00ab\u00a0Mit der Beteiligung an Curevac verfolgte und verfolgt die Bundesregierung gesundheits- und industriepolitische Ziele\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag. Es gehe nicht nur darum, mehr Impfstoffproduktion in Deutschland und Europa anzusiedeln, sondern auch um Forschungsaktivit\u00e4ten. F\u00fcr die mRNA-Technologie, die auch bei den Impfstoffen von Biontech\/Pfizer und Moderna zum Einsatz kommt, gebe es vielf\u00e4ltige Anwendungsbereiche, etwa in der Krebsbek\u00e4mpfung, betonte eine Sprecherin. Angesichts der F\u00e4lle von gef\u00e4lschten Impfp\u00e4ssen und Testzertifikaten dringen die Justizminister der L\u00e4nder auf eine rasche Versch\u00e4rfung des Strafrechts f\u00fcr solche Taten. Die F\u00e4lschung von Gesundheitszeugnissen sollte nach Auffassung der L\u00e4nderminister der Urkundenf\u00e4lschung bei anderen Dokumenten gleichgestellt werden, f\u00fcr die h\u00e4rtere Strafen gelten, wie sie nach einem Online-Treffen am Donnerstag bekanntgaben. Die Bundesjustizministerin wird in einem Beschluss gebeten, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu erarbeiten. Reisende mit vollst\u00e4ndigem Impfschutz gegen Covid-19 oder \u00fcberstandener Corona-Infektion sollten nach Angaben f\u00fchrender EU-Beh\u00f6rden von Test- und Quarant\u00e4nepflichten ausgenommen werden. Eine Ausnahme von dieser Empfehlung gelte f\u00fcr Menschen aus Gebieten mit besonders hohem Corona-Risiko oder grassierenden Coronavirus-Varianten, teilten die EU-Luftsicherheitsbeh\u00f6rde EASA und die EU-Gesundheitsbeh\u00f6rde ECDC am Donnerstag in ihren aktualisierten Flugreiserichtlinien mit. F\u00fcr Reisen aus diesen Gebieten k\u00f6nne die Anforderung eines negativen Corona-Tests in Erw\u00e4gung gezogen werden. Mit den Richtlinien liefern die in K\u00f6ln und Stockholm ans\u00e4ssigen Beh\u00f6rden risikobasierte Empfehlungen f\u00fcr den Flugverkehr in der EU. Der R\u00fcckschlag der T\u00fcbinger Biopharmafirma Curevac bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs bringt die Impfkampagne in Deutschland laut Bundesregierung nicht durcheinander. \u00ab\u00a0Eine Auswirkung auf das Tempo unserer Impfkampagne hat diese Mitteilung nicht\u00a0\u00bb, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Donnerstag in Berlin. Die Nachrichten \u00fcber vorl\u00e4ufige Studienergebnisse k\u00f6nne das Ministerium nicht kommentieren. Die Bundesregierung hatte den Curevac-Impfstoff urspr\u00fcnglich in der Impfkampagne eingeplant. Nach den damaligen Lieferprognosen erwartete das Gesundheitsressort im M\u00e4rz f\u00fcr das gesamte Jahr 323,7 Millionen Impfdosen. Davon sollten 24,5 Millionen von Curevac kommen. Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus steigt die Zahl der Neuinfektionen in England wieder stark an. Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent. Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta \u00fcberein, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen. Daten von 110.000 Schnelltests zwischen 20. Mai und 7. Juni h\u00e4tten ergeben, dass die Zahl der F\u00e4lle sich alle elf Tage verdoppelt, hie\u00df es weiter. Schwerpunkt ist Nordwestengland. Experten setzen allerdings darauf, dass wegen der Impfkampagne die Ausbreitung des Virus wieder verlangsamt wird. Unternehmen in Deutschland haben bisher viel weniger Corona-Hilfen abgerufen als von der Bundesregierung geplant. \u00ab\u00a0Nur ein Bruchteil der veranschlagten Hilfsmittel wurde an die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen ausgezahlt\u00a0\u00bb, sagte Selina Schulze-Sp\u00fcntrup, Forscherin am Ifo-Institut am Donnerstag. \u00ab\u00a0Das hat auch damit zu tun, dass die Anspruchsvoraussetzungen zum Teil recht streng gefasst wurden, um Missbrauch auszuschlie\u00dfen.\u00a0\u00bb Der Bund hatte den Angaben nach in Zuschussprogrammen 150 Milliarden Euro bereitgestellt. Davon seien bislang 24 Prozent abgerufen worden. F\u00fcr die Soforthilfen des Bundes wurden 50 Milliarden Euro veranschlagt, laut Ifo wurde weniger als ein Drittel davon in Anspruch genommen. Auch bei den anschlie\u00dfenden \u00dcberbr\u00fcckungshilfen lagen die ausgezahlten Gelder deutlich unter den veranschlagten Summen. Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist wieder ein Kreuzfahrtschiff in Palma auf Mallorca vor Anker gegangen. Die \u00ab\u00a0Mein Schiff 2\u00a0\u00bb der deutschen Reederei Tui Cruises kam am fr\u00fchen Donnerstagmorgen in Mallorca an. F\u00fcr die meisten der haupts\u00e4chlich deutschen Passagiere war die beliebte Urlauberinsel Endpunkt ihrer Kreuzfahrt. Die Fahrt f\u00fchrte \u00fcber M\u00e1laga nach Palma. Bis Ende August sollen mehr als 20 Kreuzfahrtschiffe den Hafen von Palma ansteuern. Wie Flugreisende m\u00fcssen auch Kreuzfahrtpassagiere bei der Ankunft in Palma einen negativen Corona-Test, ein Impfzertifikat oder den Nachweis einer \u00fcberstandenen Corona-Erkrankung vorlegen. Die Welt ist nach einem aktuellen Bericht in Zeiten der Pandemie konfliktreicher geworden. Das ist das zentrale Ergebnis des j\u00e4hrlichen Global Peace Index, den das Institute for Economics and Peace am Donnerstag in London f\u00fcr 2020 ver\u00f6ffentlichte. Damit hat sich die Friedenssituation im Schnitt zum neunten Mal in zw\u00f6lf Jahren verschlechtert. Der Gr\u00fcnder des Instituts, Steve Killelea, macht die Corona-Pandemie f\u00fcr eine Versch\u00e4rfung der Lage verantwortlich: \u00ab\u00a0Obwohl das Niveau von Konflikten und Terrorismus im Jahr 2020 insgesamt gesunken ist, haben politische Instabilit\u00e4t und gewaltt\u00e4tige Demonstrationen zugenommen\u00a0\u00bb, so Killelea. \u00ab\u00a0Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie werden weitere Unsicherheiten schaffen, insbesondere f\u00fcr L\u00e4nder, die bereits vor der Pandemie Probleme hatten.\u00a0\u00bb Voraussichtlich werde die Erholung auch sehr unterschiedlich verlaufen. Das k\u00f6nnte das Risiko f\u00fcr eine weitere Vertiefung der Gr\u00e4ben bergen. Insgesamt registrierte der Global Peace Index zwischen Januar 2020 und April diesen Jahres weltweit mehr als 5000 gewaltsame Ereignisse im Zusammenhang mit der Pandemie. 25 L\u00e4nder verschlechterten sich in der Kategorie gewaltsame Demonstrationen, w\u00e4hrend sich nur acht Staaten verbesserten. Am verheerendsten war die Lage in Belarus, Myanmar und Russland, wo Demonstrierende bei Protesten gewaltsam bek\u00e4mpft wurden. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1330 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3187 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 105 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 94 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.179 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 11,6 an (Vortag: 13,2; Vorwoche: 19,3). Das Institut z\u00e4hlte seit Beginn der Pandemie 3.718.955 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.594.700 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,71 (Vortag: 0,72). Zahlreiche Eltern haben sich in der dritten Corona-Welle wegen geschlossener Kitas und Schulen krankschreiben lassen. Aktuelle Zahlen der gr\u00f6\u00dften deutschen Krankenkassen zeigen, dass zwischen Januar und Mai dieses Jahres mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage von Eltern genommen wurden, weil die Einrichtungen nicht oder nur eingeschr\u00e4nkt in Betrieb waren. Mehr als 600.000 Mal wurde pandemiebedingtes Kinderkrankengeld in dieser Zeit beantragt, wie der AOK-Bundesverband, die Techniker Krankenkasse (TK), die Barmer und die DAK-Gesundheit auf dpa-Anfrage mitteilten. Den Daten der Kassen zufolge nutzten Eltern das Angebot besonders stark im Februar. Die Zahlen sanken dann in den Folgemonaten mit zunehmender \u00d6ffnung des Schul- und Kitabetriebs immer weiter. Laut Barmer nahmen Eltern im Schnitt zwei bis drei Kinderkrankentage im Monat. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert auch mit Blick auf m\u00f6gliche Corona-Folgeimpfungen eine weitere Finanzierung der regionalen Impfzentren durch den Bund. Voraussichtlich ab Herbst st\u00fcnden Auffrischungsimpfungen f\u00fcr die 900.000 Pflegeheimbewohner an, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Die aufsuchenden Impfungen in den 12.000 Pflegeeinrichtungen k\u00f6nnten aber nur mit den mobilen Teams der Impfzentren realisiert werden. \u00ab\u00a0Das gilt auch f\u00fcr Impfaktionen in Corona-Hotspots. Zudem hat nicht jeder einen Hausarzt, um einen Impftermin zu vereinbaren.\u00a0\u00bb Deshalb sei es richtig, jetzt ein Konzept f\u00fcr den Fortgang der Impfkampagne zu erarbeiten, sagte Brysch. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will die deutsche Corona-Politik nicht als Vorbild f\u00fcr k\u00fcnftiges Regierungshandeln nehmen. \u00ab\u00a0Die Methode Corona, bei der Staat bis in den letzten Lebensbereich hinein alles regelt, ist kein Rezept f\u00fcr die Zukunft\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Chef. \u00ab\u00a0Und es ist auch kein Rezept f\u00fcr die Zukunft, dass der Staat mit immer noch mehr Milliarden jedes Problem zusch\u00fcttet.\u00a0\u00bb Es m\u00fcsse nun darum gehen, die Defizite der Pandemie aufzuarbeiten, erkl\u00e4rte der nordrhein-westf\u00e4lische Ministerpr\u00e4sident. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen \u00fcberall da besser werden, wo wir sehen, dass etwas nicht funktioniert hat.\u00a0\u00bb Laschet sprach sich daf\u00fcr aus, die Maskenpflicht zu \u00fcberpr\u00fcfen. \u00ab\u00a0Wenn wir in den Landkreisen Zahlen nahe null haben, stellt sich in der Tat die Frage, ob wir die Maske noch brauchen.\u00a0\u00bb Die Maske sei kein Selbstzweck. \u00ab\u00a0Wir sollten stufenweise beginnen: Erst drau\u00dfen die Maskenpflicht zur\u00fcckfahren, bei weiterem Erfolg auch drinnen.\u00a0\u00bb Die neue nordrhein-westf\u00e4lische Coronaschutz-Verordnung hebt die Maskenpflicht im Freien ab Montag kommender Woche weitgehend auf. In der am Mittwochabend ver\u00f6ffentlichten Verordnung hei\u00dft es, dass man in Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz &#8211; unter 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner &#8211; im Freien nur noch bei bestimmten Gelegenheiten eine Maske tragen muss, zum Beispiel in Warteschlangen. Die besagte Inzidenzstufe 1 gilt f\u00fcr die allermeisten Regionen in NRW. In der Verordnung wird betont, dass die Maskenpflicht in geschlossenen R\u00e4umen von der neuen Regelung unber\u00fchrt bleibt. Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet (CDU) hatte am Mittwoch im Landtag bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht angek\u00fcndigt. Nach Einsch\u00e4tzung der UN-Entwicklungsorganisation UNDP bremsen Deutschland und andere L\u00e4nder die Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie, indem sie eine Freigabe von Patenten f\u00fcr Impfstoffe blockieren. \u00ab\u00a0Rechte an geistigem Eigentum sind ein Hindernis f\u00fcr eine beschleunigte Verbreitung und Produktion von Impfstoffen\u00a0\u00bb, sagte UNDP-Chef Achim Steiner der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe bei Vorst\u00f6\u00dfen wie jenem zur Patent-Freigabe zwar immer Bedenken, doch \u00ab\u00a0Risiko ist kein Grund, jetzt nicht zu handeln\u00a0\u00bb. Die Freigabe von Patenten m\u00fcsse als eine von mehreren Ma\u00dfnahmen in Betracht gezogen werden, um der eklatanten Ungleichheit beim Verteilen der Vakzine zu begegnen. Der Bundesrechnungshof hat die zentrale Beschaffung damals knapper Corona-Schutzmasken in der Fr\u00fchphase der Pandemie durch das Bundesgesundheitsministerium kritisiert. Anzuerkennen sei, unter welch hohem Einsatz es im Fr\u00fchjahr 2020 half, eine Notlage bei der Versorgung im Gesundheitswesen abzuwenden, hei\u00dft es in einem Pr\u00fcfbericht an den Bundestag. Ger\u00fcgt wird darin aber das \u00ab\u00a0Fehlen einer systematischen Mengensteuerung\u00a0\u00bb. Die aus einer \u00ab\u00a0massiven \u00dcberbeschaffung resultierenden Lagerbest\u00e4nde\u00a0\u00bb und die aufgewendeten Haushaltsmittel und Personalkapazit\u00e4ten seien \u00ab\u00a0nicht wirtschaftlich f\u00fcr eine wirksame Pandemiebek\u00e4mpfung eingesetzt\u00a0\u00bb worden. Die kontrahierte Gesamtmenge aus allen Beschaffungswegen \u00fcbersteige mit 5,8 Milliarden Schutzmasken selbst einen vom Ministerium \u00ab\u00a0auf der Grundlage sachfremder Annahmen\u00a0\u00bb berechneten Jahresbedarf von 4,7 Milliarden Masken noch um 23 Prozent, hei\u00dft es in dem Bericht. Die zu den Beschaffungsausgaben von 6,3 Milliarden Euro hinzukommenden Kosten von bislang 320 Millionen Euro etwa f\u00fcr Transport, Lagerung, Qualit\u00e4tspr\u00fcfungen und externe Beratung k\u00f6nnten durch Rechtsstreitigkeiten und Entsorgungskosten weiter ansteigen. Im Bem\u00fchen um die Markteinf\u00fchrung eines hochwirksamen Corona-Impfstoffs hat das T\u00fcbinger Pharma-Unternehmen Curevac einen R\u00fcckschlag erlitten. Der Curevac-Impfstoffkandidat CVnCoV habe einer Zwischenanalyse zufolge nur eine vorl\u00e4ufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung \u00ab\u00a0jeglichen Schweregrades\u00a0\u00bb erzielt und damit nicht die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien erreicht, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in einer Pflichtmitteilung mit. Wegen einer Panne in der K\u00fchlkette sind in Niedersachsen im Landkreis Friesland kurzfristig 600 Impfdosen zus\u00e4tzlich verabreicht worden. Der Kreis hatte am Mittwochnachmittag Friesl\u00e4nderinnen und Friesl\u00e4nder ohne Impftermin aufgerufen, sich schnellstm\u00f6glich bis zum fr\u00fchen Abend auf den Weg ins Impfzentrum nach Schortens zu machen. \u00ab\u00a0Es gab einen gro\u00dfen Andrang\u00a0\u00bb, sagte eine Kreissprecherin. Rund 1000 Menschen kamen nach dem Aufruf. Wegen der Hitze versorgten Hilfskr\u00e4fte die Wartenden mit Wasserflaschen. Da nicht f\u00fcr alle ausreichend Impfdosen verf\u00fcgbar waren, habe vielen wieder abgesagt werden m\u00fcssen, sagte die Sprecherin. Diese h\u00e4tten aber verst\u00e4ndnisvoll reagiert. Beim Eintreffen der Impfdosen des Herstellers Biontech\/Pfizer am Impfzentrum sei festgestellt worden, dass die K\u00fchltemperatur nicht durchgehend eingehalten worden sei, sagte die Sprecherin. Warum es dazu kam, war zun\u00e4chst unklar. Nach R\u00fccksprache mit dem Landesgesundheitsamt musste der Stoff daher komplett und sofort verabreicht werden. Von den insgesamt 1200 Dosen war die H\u00e4lfte ohnehin f\u00fcr Impfungen am Mittwoch verplant. Wegen der zus\u00e4tzlichen Impfungen am Mittwoch sollen an den folgenden Tagen keine bereits vergebenen Impftermine ausfallen. Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta hat ihren Anteil an den Sars-CoV-2-Neuinfektionen in Deutschland binnen einer Woche deutlich gesteigert. Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, hei\u00dft es im j\u00fcngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend. In der Woche zuvor (KW 21) hatte der Anteil der Delta-Variante an den untersuchten Proben demnach noch bei 3,7 Prozent gelegen. Mit einem Anteil von gut 86 Prozent an den untersuchten Proben l\u00f6ste die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Gro\u00dfbritannien) in der ersten Juniwoche bundesweit weiter den Gro\u00dfteil der Infektionen aus. Ihr Anteil sinkt allerdings langsam. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Die Delta-Variante des Coronavirus treibt die Zahl der Neuinfektionen in Gro\u00dfbritannien weiter deutlich in die H\u00f6he. Am Mittwoch meldeten die Beh\u00f6rden 9055 neue F\u00e4lle &#8211; das waren etwa 1380 mehr als am Vortag und der h\u00f6chste Tageswert seit Februar. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die noch Anfang Mai unter 20 lag, stieg mittlerweile wieder auf deutlich mehr als 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Wie schnell sich das Virus derzeit ausbreitet, zeigt die Gesamtzahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage: 55.216 F\u00e4lle zwischen dem 10. und 16. Juni bedeuten ein Plus von fast einem Drittel im Vergleich zur Vorwoche. Experten gehen zudem von einer Dunkelziffer in etwa gleicher H\u00f6he aus. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen nahm im Wochenvergleich sogar um 40 Prozent zu. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) bef\u00fcrwortet es, wenn im Schulunterricht vorerst noch eine Corona-Maskenpflicht beibehalten wird. Er habe \u00ab\u00a0gro\u00dfes Verst\u00e4ndnis\u00a0\u00bb f\u00fcr die Bundesl\u00e4nder, die zumindest bis in die Sommerferien hinein dieses Ma\u00df an Sicherheit geben wollten, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in M\u00fcnchen nach Beratungen mit seinen L\u00e4nderkollegen. \u00dcber das Vorgehen nach den Sommerferien w\u00fcrden die Kultusminister im Lichte der Entwicklung und der Impfungen beraten. In Schulen seien naturgem\u00e4\u00df viele Menschen in einem geschlossenen Raum, auch wenn man Fenster \u00f6ffnen k\u00f6nne. Masken seien nervig, aber im Vergleich zu allem anderen eine einfach und ertr\u00e4glich umzusetzende Ma\u00dfnahme, sagte Spahn. Wenn alle in einem Raum sie tr\u00fcgen, gebe dies viel Schutz und Sicherheit. Der Minister verwies auch darauf, dass es Impfungen f\u00fcr Kinder unter 12 Jahre nicht gebe. Ab 12 Jahre seien sie gerade erst m\u00f6glich geworden und au\u00dferdem eine Abw\u00e4gungsfrage. In Deutschland sollen \u00fcber den Sommer hinaus Impfzentren in Bereitschaft gehalten werden. Bund und L\u00e4nder vereinbarten, dass die L\u00e4nder ein entsprechendes Konzept entwickeln, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) nach turnusm\u00e4\u00dfigen Beratungen mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen in M\u00fcnchen mitteilte. Gew\u00e4hrleistet werden soll demnach ein Mindestbetrieb der Zentren. Bei Bedarf sollten sie auch schnell wieder hochgefahren werden. Der Bund sei weiter bereit, die Zentren mit zu finanzieren. Die Finanzierung der regionalen Impfzentren der L\u00e4nder durch den Bund ist bisher nur bis Ende September vereinbart. Kinobetreiber hoffen bundesweit auf einen Neustart und appellieren an die Politik, m\u00f6glichst bald \u00ab\u00a0faire\u00a0\u00bb Vorgaben zu schaffen. Aktuell seien Kinos \u00ab\u00a0mit einem f\u00f6deralen Flickenteppich von Auflagen\u00a0\u00bb konfrontiert, kritisierte die AG Kino &#8211; Gilde am Mittwoch. Der Verband vertritt Programmkinos in Deutschland. \u00ab\u00a0Die Stimmung ist ziemlich genervt\u00a0\u00bb, sagte Verbandschef Christian Br\u00e4uer aus Berlin. Einige Kinos haben bereits ge\u00f6ffnet &#8211; etliche Betreiber peilen einen Neustart zum 1. Juli an. Mehrere Kinoverb\u00e4nde hatten sich dazu mit Filmverleihern abgesprochen, damit neue Filme in m\u00f6glichst vielen H\u00e4usern anlaufen k\u00f6nnen. Die Vorgaben, zu denen Kinos wieder \u00f6ffnen k\u00f6nnen, sind laut Verband aber unterschiedlich. Der Verband kritisiert, es fehlten in mehreren Bundesl\u00e4ndern noch \u00ab\u00a0verbindliche Planungsparameter\u00a0\u00bb. Zudem gebe es unterschiedliche Ideen bei Abst\u00e4nden, Test- und Maskenpflicht, L\u00fcftungsanlagen sowie Besucherobergrenzen. \u00ab\u00a0Unser Appell geht daher an die Politik, jetzt Auflagen f\u00fcr die Kinos zum 1. Juli zu benennen, die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, sinnvoll und bundesweit vergleichbar sind.\u00a0\u00bb Die Gesundheitsminister und -ministerinnen von Bund und L\u00e4ndern setzen trotz sinkender Corona-Zahlen weiter auf eine Absicherung \u00fcber breit angelegte Tests &#8211; auch mit Blick auf die Sommerreisezeit. Mehr Infos unter: \u00a0\u00bb Keine Experimente! Gesundheits-Minister halten bis mindestens Herbst an breit angelegten Corona-Tests fest \u00ab\u00a0. Die Verkehrsminister der L\u00e4nder haben sich daf\u00fcr ausgesprochen, trotz der stark gesunkenen Corona-Inzidenzwerte die Maskenpflicht im \u00d6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV) beizubehalten. In einer Videokonferenz sprach sich die Ministerrunde am Mittwoch f\u00fcr eine bundeseinheitliche Regelung aus. \u00ab\u00a0Das verbindliche Tragen einer medizinischen Maske ist ein wesentlicher Grund daf\u00fcr, den \u00d6PNV bei Beachtung der Corona-Regeln nutzen zu k\u00f6nnen\u00a0\u00bb, sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Bremer Senatorin Maike Schaefer (50, Gr\u00fcne). Die L\u00e4nder seien \u00fcbereinstimmend der Auffassung gewesen, dass f\u00fcr das Sicherheitsempfinden der Fahrg\u00e4ste und deren Vertrauen in den \u00d6PNV sowie zum Schutz vor Infektionen weiterhin die Notwendigkeit zum Tragen medizinischer Masken bestehe. Arbeitgeber m\u00fcssen ab Juli aller Voraussicht nach kein Homeoffice mehr anbieten. Die entsprechende Pflicht l\u00e4uft zum Monatsende aus, und Absichten sie zu verl\u00e4ngern gibt es nach Angaben aus der Bundesregierung nicht. \u00ab\u00a0Die gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist Teil des Infektionsschutzgesetzes, besser bekannt als Notbremse, und wird Ende Juni auslaufen\u00a0\u00bb, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) der Wirtschaftswoche. Dass eine Verl\u00e4ngerung der sogenannten Bundesnotbremse, die konkrete bundesweite Corona-Regeln vorschreibt, nicht geplant ist, hatte die Regierung schon Ende Mai angek\u00fcndigt. Arbeitgeber mussten der Vorgabe zufolge Homeoffice anbieten, \u00ab\u00a0wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gr\u00fcnde entgegenstehen\u00a0\u00bb. Die n\u00e4chtliche Ausgangssperre ab 23.00 Uhr entf\u00e4llt demnach ab Sonntag. Eigentlich sollte die Regelung noch bis Ende des Monats gelten. Castex sagte, die Situation habe sich schneller als erwartet verbessert. In keinem D\u00e9partement auf dem Festland gebe es eine besorgniserregende Entwicklung. Auch in den \u00dcberseegebieten verbessere sich die Lage. Einen Neustart im deutschen Sport hat der Parlamentarische Staatssekret\u00e4r im Bundesinnenministerium f\u00fcr die Zeit nach der Corona-Pandemie gefordert. Daf\u00fcr brauche es allerdings \u00ab\u00a0einen Kraftakt, bei dem sowohl der organisierte Sport als auch alle staatlichen Ebenen mitmachen m\u00fcssen\u00a0\u00bb, sagte der CSU-Politiker Stephan Mayer am Mittwoch im Podcast des Informationsdienstleisters Sponsors. Seit M\u00e4rz 2020 lag der Breitensport meistens still, was zu einem weiter voranschreitenden Mitgliederschwund in den Sportvereinen gef\u00fchrt hat. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte angegeben, bis Ende 2020 \u00fcber eine Million Mitglieder verloren zu haben. Mit einem solchen Neustart-Programm soll laut Mayer vor allem das Ziel verfolgt werden, das ehrenamtliche Engagement zu st\u00e4rken und das Interesse am gemeinn\u00fctzigen Arbeiten wieder zu erwecken. Das sei nach der Pandemie dringend erforderlich als \u00ab\u00a0Revitalisierungsprogramm f\u00fcr unsere Sportvereine\u00a0\u00bb, sagte er. Der Impfstoffhersteller Biontech wird seine Impfstofflieferungen f\u00fcr Deutschland nach einer \u00dcbererf\u00fcllung im Juni im kommenden Monat wieder auf das vereinbarte Ma\u00df bringen. \u00ab\u00a0Biontech hat im zweiten Quartal mehr als 50 Millionen Dosen an Deutschland ausgeliefert und damit den Vertrag \u00fcbererf\u00fcllt\u00a0\u00bb, sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. \u00ab\u00a0Wir werden im Juni mehr Dosen liefern als urspr\u00fcnglich vereinbart war, um die Impfkampagnen in Europa und damit auch in Deutschland zu unterst\u00fctzen und zu beschleunigen.\u00a0\u00bb Im dritten Quartal und damit auch im Juli werde die Dosenanzahl wie vertraglich vereinbart geliefert. Das Bundesgesundheitsministerium betonte: \u00ab\u00a0Biontech hat durch eine vorgezogene Lieferung aus den Folgequartalen erm\u00f6glicht, dass im zweiten Quartal und insbesondere im Juni deutlich mehr Impfdosen geliefert werden k\u00f6nnen.\u00a0\u00bb Es sei aber immer klar gewesen, dass die Gesamtmenge, die Biontech liefere, im dritten Quartal sinken und insgesamt bei 40,2 Millionen liegen werde im Vergleich zu \u00fcber 50 Millionen im zweiten Quartal. Das Bundesministerium geht f\u00fcr das dritte Quartal von durchschnittlich rund 3,3 Millionen Biontech-Impfdosen pro Woche aus. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verpflichtet Russlands Hauptstadt Moskau eine Reihe von Unternehmen, mindestens 60 Prozent ihrer Mitarbeiter impfen zu lassen. Unter anderem im Handel, in der Gastronomie sowie im Bildungs-, Kultur- und Sportbereich soll diese Impfquote bis Mitte August erf\u00fcllt sein, wie aus einer Anordnung der obersten Amts\u00e4rztin Moskaus, Jelena Andrejewa, hervorgeht. Die neue Regelung gilt auch f\u00fcr staatliche und kommunale Einrichtungen. Auch rund ein halbes Jahr nach dem Start der Massenimpfungen z\u00f6gern viele Menschen weiterhin, sich mit einem der russischen Pr\u00e4parate immunisieren zu lassen. Moskaus B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin zufolge sind bislang erst 1,8 Millionen Menschen in seiner Stadt gegen Corona geimpft &#8211; das entspricht etwa 15 Prozent der Bev\u00f6lkerung in der Metropole mit zw\u00f6lf Millionen Einwohnern. Seit dem Start der kostenlosen B\u00fcrgertests gegen Corona in Deutschland hat der Bund daf\u00fcr rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Bundesamts f\u00fcr Soziale Sicherung und des Gesundheitsministeriums hervor. Damit bewegen sich die Ausgaben in der zuvor angenommenen Gr\u00f6\u00dfenordnung. Erwartet hatte die Regierung im Februar auf vier Monate gerechnet zwischen 1,7 und 2,6 Milliarden Euro. Allein von Mitte Mai bis Mitte Juni wurden laut den neuen Angaben 1,2 Milliarden Euro f\u00fcr Corona-Tests ausgegeben, darin sind etwa PCR-Tests f\u00fcr Kontaktpersonen enthalten. Indiens ber\u00fchmteste Sehensw\u00fcrdigkeit, das Taj Mahal, ist nach zwei Monaten Corona-Zwangspause wieder ge\u00f6ffnet. Angesichts sinkender Infektionszahlen d\u00fcrften ab Mittwoch t\u00e4glich 650 Besucherinnen und Besucher auf das Gel\u00e4nde des Marmormonuments und Unesco-Weltkulturerbes, wo an gut besuchten Tagen vor der Corona-Krise um die 25.000 gewesen seien, sagte ein Sprecher der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde der Deutschen Presse-Agentur. Die G\u00e4ste m\u00fcssten dabei immer Masken tragen, Abstand halten, ihre Temperatur messen sowie ihre H\u00e4nde desinfizieren lassen und sie d\u00fcrften keine Oberfl\u00e4chen ber\u00fchren. Tickets m\u00fcssen online erworben werden. Eine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Corona-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Mehr dazu erfahrt Ihr hier: Corona-Variante Lambda sorgt f\u00fcr Bedenken: Ausbreitung in Lateinamerika Trotz aller Belastungen in der Pandemie und der verbreiteten Corona-M\u00fcdigkeit blicken fast zwei Drittel der jungen Menschen in Europa optimistisch in die Zukunft. Die aktuelle Gef\u00fchlslage beschrieb allerdings jeder zweite Befragte eher als negativ &#8211; n\u00e4mlich mit \u00ab\u00a0m\u00fcde\u00a0\u00bb, \u00ab\u00a0unsicher\u00a0\u00bb, \u00ab\u00a0genervt\u00a0\u00bb oder \u00ab\u00a0gestresst\u00a0\u00bb, wie die am Mittwoch vorgestellte Jugendstudie der TUI-Stiftung ergab. 52 Prozent sagten, ihre Lebenssituation habe sich verschlechtert, in Deutschland waren es 46 Prozent. Fast vier von zehn Menschen zwischen 16 und 26 verloren demnach in den vergangenen Monaten den Job oder verdienten weniger &#8211; in Deutschland waren es 29 Prozent, in Griechenland 58 Prozent. In den USA sinkt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter. Mit 10.334 neuen F\u00e4llen am Dienstag meldeten die Beh\u00f6rden rund 2680 weniger als vor genau einer Woche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universit\u00e4t (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MESZ) hervorging. Fast 44 Prozent der Bev\u00f6lkerung sind nach Angaben der Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC bisher vollst\u00e4ndig geimpft. Auch die Zahl der Toten mit einer best\u00e4tigten Corona-Infektion sank laut JHU im Wochenvergleich von 407 auf 335. Die bisherigen H\u00f6chstwerte wurden am 2. Januar mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4475 Toten verzeichnet. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang knapp 33,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 600.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen &#8211; aber nicht relativ zur Bev\u00f6lkerung &#8211; sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Corona-Pandemie wirkt sich nach Ansicht von Gr\u00e4fin Sophie auch auf die Trauer der britischen K\u00f6nigsfamilie um den im April gestorbenen Prinz Philip aus. \u00ab\u00a0Immer wenn man normale Dinge macht, die man sonst mit ihnen gemacht h\u00e4tte, realisiert man pl\u00f6tzlich, dass sie nicht mehr da sind, und man hat einen \u00ab\u00a0Oh mein Gott\u00a0\u00bb-Moment\u00a0\u00bb, sagte die Gr\u00e4fin von Wessex (56) in einem am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten BBC-Interview mit Blick auf jene Menschen, die gestorben sind. Der Herzog von Edinburgh, wie Prinz Philip mit offiziellem Titel hie\u00df, war im April im Alter von 99 Jahren gestorben. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3254 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 137 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 107 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.074 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 13,2 an (Vortag: 15,5; Vorwoche: 20,8). Zwei Tage nach dem Auftakt der Copa Am\u00e9rica gibt es bei dem s\u00fcdamerikanischen Kontinentalturnier bereits Dutzende Corona-F\u00e4lle. 52 Fu\u00dfballspieler und Mitarbeiter seien positiv getestet worden, berichtete die Sportzeitung \u00ab\u00a0Lance\u00a0\u00bb am Dienstag unter Berufung auf das brasilianische Gesundheitsministerium. Allein in der venezolanischen Delegation hatten sich zuletzt rund ein Dutzend Spieler und Mitarbeiter infiziert. Die Gesundheitsminister von Bund und L\u00e4ndern beraten an diesem Mittwoch \u00fcber verschiedene Corona-Themen. Im Zentrum der Videoschalte sollen unter anderem Probleme von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie stehen. N\u00e4here Festlegungen werden zur Zukunft der Impfzentren erwartet. Beraten werde auch \u00fcber Long Covid, also Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung, wie der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz und bayerische Ressortchef Klaus Holetschek (56, CSU) angek\u00fcndigte. Holetschek forderte, der Bund m\u00fcsse Impfzentren bis Ende des Jahres finanzieren. Konzeptionelle \u00c4nderungen etwa hin zu mehr mobilen Teams seien denkbar. Die Party-Insel Mallorca n\u00e4hert sich im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer mehr der Normalit\u00e4t. Die Sperrstunde f\u00fcr Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstagabend auf der spanischen Insel und den anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt. Die neuen Regeln wolle man am Freitag offiziell beschlie\u00dfen, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela, am Dienstagabend vor Journalisten in Palma. Zudem werden ab Samstag andere Einschr\u00e4nkungen gelockert: In den Au\u00dfenbereichen von Restaurants, Bars und Caf\u00e9s d\u00fcrfen statt wie bisher zehn k\u00fcnftig zw\u00f6lf Personen an einem Tisch Platz nehmen. F\u00fcr die Innenbereiche gilt weiterhin die Regelung, dass maximal 50 Prozent der Pl\u00e4tze besetzt werden und maximal sechs Personen an einem Tisch sitzen d\u00fcrfen. Wirte d\u00fcrfen ihre G\u00e4ste aber wieder auch am Tresen bedienen. Dort sind allerdings neben anderen Auflagen vorerst nur Gruppen von h\u00f6chstens zwei Personen gestattet. Diskotheken bleiben auf den Balearen noch mindestens bis Mitte Juli geschlossen. Als Reaktion auf ein deutliches Anziehen der Corona-Infektionszahlen versch\u00e4rft S\u00fcdafrika erneut seine Restriktionen. Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa (68) k\u00fcndigte am Dienstagabend in einer TV-Rede an die Nation eine Heraufstufung auf die Alarmstufe drei an. Sie sieht Beschr\u00e4nkungen bei Versammlungen, beim Alkoholverkauf sowie n\u00e4chtliche Ausgangsbeschr\u00e4nkungen vor. Am schwersten betroffen sei die Region um das Wirtschaftszentrum des Landes in Johannesburg und Pretoria, die rund zwei Drittel aller landesweiten t\u00e4glichen Neuinfektionen registriert. Dort befindet sich laut Ramaphosa die Gesundheitsinfrastruktur an der Kapazit\u00e4tsgrenze. Europa will auf k\u00fcnftige Pandemien deutlich besser vorbereitet sein &#8211; entsprechende Vorschl\u00e4ge wie das gehen soll, hat die EU-Kommission am Dienstagabend vorgestellt. Als eine der Lehren aus der Corona-Pandemie soll es ab Ende des Jahres einen europ\u00e4ischen Chef-Epidemiologen geben. Damit soll unter anderem die Kommunikation in einer Pandemie verbessert werden. Zudem ist geplant, noch in diesem Jahr ein neues und verbessertes Informationssystem einzuf\u00fchren. Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 600.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Dienstag aus Daten der Universit\u00e4t Johns Hopkins (JHU) in der US-Stadt Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt sind so viele Tote im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 erfasst worden. In den USA leben rund 330 Millionen Einwohner. Die Vereinigten Staaten sind in absoluten Zahlen auch mit Blick auf die nachgewiesenen Infektionen &#8211; mittlerweile knapp 33,5 Millionen &#8211; das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land. Ende Februar hatte die Zahl der Toten in den USA die Marke von einer halben Million \u00fcberschritten. Aufgrund des Impffortschritts waren die t\u00e4glich registrierten Todeszahlen in den vergangenen Monaten deutlich zur\u00fcckgegangen. Pro Tag sterben jedoch noch immer mehrere Hundert Menschen in den USA infolge einer Corona-Infektion. Sorge bereitet zunehmend zudem die hochansteckende Delta-Variante. F\u00fcr die europ\u00e4ischen Corona-Hilfen hat die EU-Kommission die ersten 20 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Daf\u00fcr wurden zehnj\u00e4hrige Anleihen platziert, wie EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen (62) am Dienstagabend mitteilte. \u00ab\u00a0Ich freue mich, dass dies sehr gro\u00dfes Interesse geweckt hat. Die Anleihe war sieben Mal \u00fcberzeichnet.\u00a0\u00bb Die Konditionen seien mit weniger als 0,1 Prozent Zinsen sehr g\u00fcnstig. Insgesamt w\u00fcrden dieses Jahr 100 Milliarden Euro aufgenommen. Die EU hatte im vergangenen Jahr ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro beschlossen &#8211; 800 Milliarden in an die Inflation angepassten Preisen, wie von der Leyen erkl\u00e4rte. Das Geld soll helfen, die wirtschaftlichen Sch\u00e4den durch die Pandemie zu bew\u00e4ltigen. Lettland hat die coronabedingten Einreisebeschr\u00e4nkungen f\u00fcr nachweislich Geimpfte und Genese gelockert. Wer bei Einreise in das baltische EU-Land ein digitales Covid-19-Zertifikat vorlegt, muss sich von Mittwoch an nicht mehr testen lassen und nicht mehr f\u00fcr 10 Tage in Quarant\u00e4ne. Auch darf jeder k\u00fcnftig wieder ohne triftigen Grund in den Ostseestaat im Nordosten Europas einreisen. Angesichts weiter sinkender Ansteckungszahlen nehmen die Bundesl\u00e4nder immer mehr Corona-Einschr\u00e4nkungen zur\u00fcck. Am Dienstag k\u00fcndigten mehrere L\u00e4nder weitreichende Lockerungen an. Mehr dazu im TAG24-Artikel Weniger Maskenpflicht, mehr Kontakte und Partys: So lockern die Bundesl\u00e4nder! Wie in England m\u00fcssen sich auch die Menschen in Schottland wohl noch l\u00e4nger gedulden, bis weitere Corona-Ma\u00dfnahmen gelockert werden. Regierungschefin Nicola Sturgeon (50) sagte am Dienstag in Edinburgh, es sei sehr unwahrscheinlich, dass am 28. Juni weiter gelockert werden k\u00f6nne. Urspr\u00fcnglich sollte an diesem Datum das gesamte Land wieder weitgehend zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehren. Eine endg\u00fcltige Entscheidung soll kommende Woche getroffen werden. Premierminister Boris Johnson (56) hatte am Montag f\u00fcr England eine Verl\u00e4ngerung der noch geltenden Corona-Ma\u00dfnahmen bis voraussichtlich zum 19. Juli angek\u00fcndigt. Gro\u00dfer Andrang auf den neuen digitalen Corona-Impfnachweis hat am Dienstag zwischenzeitlich zu einzelnen technischen Verz\u00f6gerungen gef\u00fchrt. Das System sei wegen des Ansturms zeitweise \u00fcberlastet gewesen, teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage in Berlin mit. Insgesamt seien aber bis zum Nachmittag inzwischen 6,6 Millionen Zertifikate von Impfzentren, mobilen Diensten, Arztpraxen und Apotheken ausgegeben worden. Bayerns Sch\u00fcler k\u00f6nnen unter freiem Himmel k\u00fcnftig wieder ihre Corona-Schutzmasken ablegen. In den Pausen bestehe keine Maskenpflicht mehr, gleiches gelte etwa bei Wandertagen oder Exkursionen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in M\u00fcnchen. Er betonte aber, dass die bestehende Infektionsschutzverordnung daf\u00fcr nicht ge\u00e4ndert werde, vielmehr werde sie nur pr\u00e4zisiert. Nach der erneuten Absage des Heavy-Metal-Festival ist im schleswig-holsteinischen Wacken vom 16. bis 18. September unter dem Titel \u00ab\u00a0Bullhead City\u00a0\u00bb eine kleinere Ausgabe geplant. Mehr dazu im TAG24-Artikel Wacken findet statt! Aber nicht, wie Ihr es kennt. Im Saarland m\u00fcssen Sch\u00fcler ab diesem Donnerstag im Unterricht keine Maske mehr tragen. Das habe der Ministerrat am Dienstag angesichts gesunkener Corona-Zahlen entschieden, teilte das Bildungsministerium in Saarbr\u00fccken mit. Im Schulgeb\u00e4ude und auf dem Schulweg bei der Bef\u00f6rderung im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV) bleibt es aber weiterhin bei der Pflicht zum Tragen einer Maske. Nach dem deutlichen Abflauen der Corona-Pandemie lockert der Hamburger Senat die Maskenpflicht. Mehr dazu im TAG24-Artikel Hamburg hebt Maskenpflicht im Freien auf. In Namibia verschiebt sich die parlamentarische Debatte \u00fcber das unterschriftsreife Abkommen zur Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit. Wegen der Corona-Pandemie w\u00fcrden alle Sitzungen in dieser Woche ausgesetzt, gab die Parlamentsverwaltung am Dienstag in der Haupstadt Windhuk bekannt. \u00ab\u00a0Die Aussetzung ist begr\u00fcndet in der zunehmenden Zahl von Mitarbeitern und Abgeordneten, die positiv auf Covid 19 getestet wurden.\u00a0\u00bb Das Parlamentsgeb\u00e4ude m\u00fcsse umfangreich desinfiziert werden. Die Folgen der Corona-Pandemie bringen viele Verbraucher finanziell in Bedr\u00e4ngnis. Wie eine am Dienstag ver\u00f6ffentlichte Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ergab, beklagen 39 Prozent coronabedingte Einkommenseinbu\u00dfen. Hochgerechnet auf die Bev\u00f6lkerung hatten der repr\u00e4sentativen Erhebung zufolge 16,4 Millionen Haushalte weniger Geld zur Verf\u00fcgung als zuvor. Das waren 1,7 Millionen Haushalte mehr als in der Herbst-Befragung (35 Prozent). Kurzarbeiter, Minijobber und Solo-Selbstst\u00e4ndige sind besonders betroffen.29 Prozent der Befragten gehen davon aus, in den kommenden zw\u00f6lf Monaten gewisse Kosten nicht mehr tragen zu k\u00f6nnen, ob Stromrechnung oder Miete. An allen Schulen in Rheinland-Pfalz wird ab kommendem Montag die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben. Das teilte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Auf dem Weg zum Platz im Klassenzimmer solle die Schutzmaske weiter getragen werden, sagte Hubig. Die Regelung gelte solange, wie die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen unter einem Wert von 35 bleibe. Am Montag waren es landesweit 16,0. Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt will die Corona-Regelungen noch vor dem Wochenende lockern. Die Regierung habe \u00ab\u00a0in vielen Bereichen zentrale Lockerungen\u00a0\u00bb beschlossen, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Magdeburg. So sollen die bislang geltenden Kontaktbeschr\u00e4nkungen in Kontaktempfehlungen umgewandelt werden. Bislang darf jeder bis zu zehn andere Menschen treffen, egal aus welchem Haushalt. Au\u00dferdem muss im \u00f6ffentlichen Personennahverkehr und in Gesch\u00e4ften k\u00fcnftig nur noch ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske f\u00e4llt dort damit k\u00fcnftig weg. Das sei angesichts des warmen Wetters eine Erleichterung, so Grimm-Benne weiter. Auch f\u00fcr den Gastronomiebereich und die Schulen wurden Lockerungen beschlossen. Der Pr\u00e4sident der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, fordert ein Ende des \u00ab\u00a0pandemischen Denkens\u00a0\u00bb in Bezug auf das Coronavirus. Man werde in den kommenden Wochen und Monaten aus der pandemischen Phase herauskommen, k\u00fcnftig werde Covid eine Erkrankung des Klinikalltags werden und den Schrecken einer in Wellen verlaufenden Pandemie verlieren, sagte Karagiannidis bei einer digitalen Pressekonferenz des Verbands am Dienstag. \u00ab\u00a0Wir werden in den kommenden Tagen die magische Grenze von 1000 Patienten unterschreiten.\u00a0\u00bb Nun sei die Zeit gekommen, \u00ab\u00a0in eine chronische Phase\u00a0\u00bb \u00fcberzugehen, sagte Karagiannidis. Corona werde den Klinikalltag in den n\u00e4chsten Jahren \u00ab\u00a0wie die j\u00e4hrliche Grippewelle\u00a0\u00bb begleiten. Bis zum Herbst sei dann nicht nur mit Corona-Infektionen zu rechnen, sondern auch mit vielen anderen Krankheiten sowie verschobenen Operationen. Die Verl\u00e4ngerung der geltenden Corona-Ma\u00dfnahmen in England stellt viele heiratswillige Paare vor Herausforderungen. Mehr dazu im TAG24-Artikel Corona-Wahnsinn! Mehr als 30 G\u00e4ste bei Hochzeit erlaubt, tanzen verboten. Berlin hebt die Maskenpflicht nicht auf, aber es gibt zumindest Lockerungen. Mehr dazu im TAG24-Artikel Berlin lockert Corona-Maskenpflicht: Was jetzt wieder erlaubt ist und was weiter nicht. Nach dem Andrang auf das digitale Corona-Impfzertifikat wird nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn bereits an diesem Dienstag die Marke von f\u00fcnf Millionen Exemplaren geknackt. Diese Zahl nannte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg, bei dem das europ\u00e4ische Zertifikat Thema sein sollte. \u00ab\u00a0Gerade jetzt auch zu Beginn des Sommers, der Reisezeit, (ist es) f\u00fcr viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sehr, sehr wichtig, dass wir eine Einheitlichkeit haben, dass ein digitaler Impfpass, der in Deutschland oder Spanien oder Finnland ausgestellt wird, eben auch dann in allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern genutzt werden kann und g\u00fcltig ist\u00a0\u00bb, sagte Spahn. Von Mittwoch an k\u00f6nnen sich in Griechenland alle Erwachsenen im Alter ab 18 Jahren impfen lassen. Die Impfpriorisierung nach Altersgruppen wird damit aufgehoben, wie das griechische Impfkomitee am Montagabend mitteilte. Zudem wurde der Einsatz des Impfstoffs Astrazeneca erneut eingeschr\u00e4nkt &#8211; er soll k\u00fcnftig nur noch Menschen \u00fcber 60 verabreicht werden. Begr\u00fcndet wird die Entscheidung mit den niedrigen Fallzahlen in Griechenland. Den Impfexperten zufolge ist es f\u00fcr j\u00fcngere Menschen derzeit unwahrscheinlicher, sich mit Corona zu infizieren, als durch Astrazeneca ein lebensgef\u00e4hrliches Blutgerinnsel zu entwickeln. Immer mehr Menschen in Deutschland sind vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft. 22,3 Millionen Menschen haben den vollst\u00e4ndigen Impfschutz, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand: 9.55 Uhr) hervorgeht. Das sind 26,8 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung. Knapp 40,5 Millionen Menschen (48,7 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Am Montag wurden 590.529 Millionen Impfdosen verabreicht.407.728 davon f\u00fchrten zur vollst\u00e4ndigen Impfung. Unter den Bundesl\u00e4ndern verzeichnet Bremen mit 54,0 Prozent den h\u00f6chsten Anteil Erstgeimpfter. Auch das Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben die 50-Prozent-Marke geschafft, Mecklenburg-Vorpommern steht kurz davor. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 43,5 Prozent. Das Saarland z\u00e4hlt mit 31,9 Prozent den h\u00f6chsten Anteil an Einwohnern mit vollst\u00e4ndigem Impfschutz. Hessen ist hier mit 24,5 Prozent am Ende der Rangliste. Israel hebt wegen der anhaltend niedrigen Zahl von Corona-Neuinfizierten die Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf. Ab Dienstag m\u00fcssen etwa nur noch ungeimpfte Besucher und Mitarbeiter in Krankenh\u00e4usern und Pflegeeinrichtungen Masken tragen. Hintergrund ist das erh\u00f6hte Risiko der Patienten und Senioren, krank zu werden. Auch Personen, die sich auf dem Weg in ihre Quarant\u00e4ne befinden, sowie Passagiere und Personal in Flugzeugen m\u00fcssen weiter Masken tragen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit. Die Maskenpflicht kann nach Ansicht des Bonner Infektiologen Peter Walger im Freien \u00fcberall entfallen. Dagegen m\u00fcsse es f\u00fcr Innenr\u00e4ume eine differenzierte Diskussion geben, etwa die Abh\u00e4ngigkeit von der Personenzahl, sagte der Experte von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Krankenhaushygiene am Dienstag im ZDF-\u00ab\u00a0Morgenmagazin\u00a0\u00bb. Die Maske sei eine der effektivsten Ma\u00dfnahmen zum Schutz vor Infektionen. Mit Blick auf die Schulen h\u00e4lt Walger eine sofortige Beendigung der Maskenpflicht bei allen Kindern unter zehn Jahren f\u00fcr machbar. Bei \u00e4lteren Kindern m\u00fcsse man differenzierter schauen. Daten belegten, dass die Dominanz der \u00dcbertragung des Coronavirus auf Kinder eindeutig von Erwachsenen ausgehe. \u00ab\u00a0Die Schule ist insgesamt ein relativ sicherer Ort f\u00fcr Kinder, sicherer als das private Milieu. Und dem sollten wir endlich Rechnung tragen\u00a0\u00bb, sagte der Infektiologe. Japan hat sich weitere 20.000 Impfdosen f\u00fcr Mitarbeiter bei den Olympischen Spielen in Tokio gesichert. Wie Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa am Dienstag bekanntgab, hat die Regierung eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-Konzern Pfizer getroffen. Damit erh\u00e4lt Japan f\u00fcr Olympia-Mitarbeiter nun insgesamt 40.000 Impfdosen, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) zuvor mit Pfizer bereits eine Vereinbarung \u00fcber die Bereitstellung von 20.000 Dosen getroffen hatte. So sollen nun auch Freiwillige, die im Olympischen Dorf eingesetzt werden, Mitarbeiter des Organisationskomitees sowie einheimische Journalisten das Angebot einer Corona-Impfung erhalten. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 652 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1204 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 15,5 an (Vortag: 16,6; Vorwoche: 22,9). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 140 Tote gewesen. In den vergangenen zw\u00f6lf Monaten sind rund 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt worden. Die Summe nannte das Deutsche Studentenwerk (DSW) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Durchschnitt h\u00e4tten die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat bekommen. Die sogenannte \u00dcberbr\u00fcckungshilfe kann seit einem Jahr (16. Juni 2020) online beantragt werden. F\u00fcr die kommenden Monate ist eine entspanntere Corona-Lage zu erwarten. \u00ab\u00a0F\u00fcr den aktuellen Sommer rechnen wir nach den aktuellen Daten \u00e4hnlich wie im letzten Jahr mit einem m\u00e4\u00dfigen Infektionsgeschehen\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte Jan Fuhrmann vom Forschungszentrum J\u00fclich, der m\u00f6gliche Pandemieverl\u00e4ufe berechnet. \u00ab\u00a0Einerseits sind die mittlerweile vorherrschenden Virusvarianten ansteckender als im vergangenen Sommer, andererseits ist ein zunehmender Anteil potenziell infizierbarer Personen durch Impfung gesch\u00fctzt.\u00a0\u00bb Der rasche R\u00fcckgang der Inzidenzwerte der vergangenen Wochen werde sich aber notgedrungen verlangsamen, selbst wenn es noch eine Weile bei exponentiell fallenden Zahlen bleibt. Ein exponentieller Abfall beginne rasant und werde immer langsamer. Der Chef der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert von Bund und L\u00e4ndern Schritte f\u00fcr steigendes Tempo beim Impfen und f\u00fcr eine R\u00fcckkehr zu mehr Freiheiten. Er erwarte entsprechende \u00ab\u00a0klare Signale\u00a0\u00bb von der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Mittwoch, sagte Gassen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. \u00ab\u00a0Es m\u00fcssen mehr Impfstoffe in die Praxen\u00a0\u00bb, sagte Gassen. \u00ab\u00a0Solange Impfstoffe leider immer noch knapp sind, appelliere ich an die Patientinnen und Patienten, Geduld zu haben.\u00a0\u00bb Jeder werde geimpft werden, der geimpft werden m\u00f6chte &#8211; aber nicht sofort und gleich alle auf einmal. \u00ab\u00a0Trotzdem ist schon jetzt klar: Die niedergelassenen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte machen aus dem Impffortschritt erst einen Impfturbo\u00a0\u00bb. sagte Gassen. In diesem Zusammenhang sei auch zu kl\u00e4ren, wie lange es Sinn mache, die teuren Impfzentren noch aufrecht zu erhalten. \u00ab\u00a0Die n\u00e4chsten Wochen sollten wir zwar noch an allen Fronten impfen, aber es ist klar, dass wir die Impfzentren dauerhaft nicht brauchen werden.\u00a0\u00bb Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Gro\u00dfbritannien bei mehreren gro\u00dfen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So d\u00fcrfen beim Finale der Fu\u00dfball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte. Auch die finalen Wimbledon-Matches am 10. und 11. Juli d\u00fcrfen vor einem mit 15.000 Zuschauern voll besetzten Centre Court stattfinden. Vorherige Spiele der Turniere werden den Berichten zufolge noch bei halber Zuschauerkapazit\u00e4t stattfinden. Die Gro\u00dfevents sind Teil einer Testreihe der britischen Regierung, mit denen diese Erkenntnisse \u00fcber die Sicherheit von Gro\u00dfveranstaltungen in Zeiten der Pandemie sammeln will. Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante m\u00fcssen sich die Menschen in England f\u00fcr weitere Corona-Lockerungen noch l\u00e4nger gedulden. Der britische Premierminister Boris Johnson (56) verl\u00e4ngerte am Montag die noch geltenden Corona-Ma\u00dfnahmen bis zum 19. Juli, wie er bei einer Pressekonferenz in London erkl\u00e4rte. Das Impfprogramm soll nun nochmals beschleunigt werden. Der bislang f\u00fcr den 21. Juni geplante \u00ab\u00a0Tag der Freiheit\u00a0\u00bb soll damit um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden. Mehr dazu im TAG24-Artikel. Die globale w\u00f6chentliche Zahl an Covid-F\u00e4llen ist sieben Wochen in Folgen gefallen &#8211; der l\u00e4ngste R\u00fcckgang seit Beginn der Pandemie. Dieser Trend verdecke jedoch die beunruhigende Zunahme von Krankheits- und Todesf\u00e4llen in vielen einzelnen L\u00e4ndern, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf. Der Anstieg in Afrika sei besonders alarmierend, da diese Region weltweit am wenigsten Impfdosen, Tests und Sauerstoff f\u00fcr Patienten zur Verf\u00fcgung habe, sagte Tedros. Er nannte keine konkreten globalen oder regionalen Zahlen. Die WHO legt ihre Corona-Wochenstatistik meist am Dienstag oder Mittwoch vor. Beim G7-Gipfel gaben f\u00fchrende Industrienationen am Wochenende Zusagen \u00fcber 870 Millionen Impfdosen bekannt, die m\u00f6glichst schnell und zur H\u00e4lfte bis Jahresende an die bed\u00fcrftigsten L\u00e4nder ausgeliefert werden sollen. Tedros forderte am Montag erneut noch raschere Hilfe in noch h\u00f6heren Mengen. \u00ab\u00a0Die Ausbreitung des Virus ist derzeit schneller als die globale Auslieferung von Impfstoffen\u00a0\u00bb, sagte er. Laut Tedros sterben t\u00e4glich mehr als 10.000 Menschen an Covid-19. Genauere Infos hier: \u00a0\u00bb EU-Staaten erzielen Einigung: Das sind die neuen Corona-Reisebedingungen \u00a0\u00bb Die zun\u00e4chst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta kann bei Patienten anscheinend etwas andere Symptome als fr\u00fchere Corona-Typen verursachen. Mehr Infos unter: \u00a0\u00bb Delta-Mutante: In Indien entdeckte Variante ruft andere Symptome hervor \u00ab\u00a0. Im Fall der Corona-Impfungen f\u00fcr Mitarbeiter eines italienischen Ferien-Ressorts in M\u00fcnchen hat das Hotel eine Beteiligung der Bundesregierung dementiert. Mehr Infos unter: \u00a0\u00bb &lsquo;Impftourismus&rsquo; aus Italien: Hotel mit Klartext zu Beteiligung der Bundesregierung \u00ab\u00a0. Ein Impfstoff-Kandidat des US-Herstellers Novavax bietet nach Unternehmensangaben einen hohen Schutz vor Covid-19. Die Wirksamkeit des Impfstoffs NVX-CoV2373, der zweimal gespritzt werden muss, liege nach den Ergebnissen einer Phase-3-Studie bei 90,4 Prozent, teilte Novavax am Montag mit. Alle Infos unter: \u00a0\u00bb Neuer Impfstoff von Novavax mit hoher Wirksamkeit: Was kann das Vakzin, was ist das Besondere daran? \u00a0\u00bb Nach der Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland hat sich der bayerische Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) gegen einen \u00abImpftourismus\u00bb ausgesprochen und Aufkl\u00e4rung verlangt. \u00ab\u00a0Ich habe da gro\u00dfe Bauschmerzen, wenn so was stattfindet\u00a0\u00bb, sagte S\u00f6der am Montag in M\u00fcnchen. \u00ab\u00a0Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland.\u00a0\u00bb Hintergrund war eine Kurzreise von etwa 100 Hotel-Mitarbeitern im Mai von Sardinien nach Bayern. Nach Medienberichten wurden die Besch\u00e4ftigten einer Ferienanlage eingeflogen und am M\u00fcnchner Flughafen geimpft. Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Gruppe dann wieder zur\u00fcck. Ein M\u00fcnchner Arzt best\u00e4tigte sp\u00e4ter, an der Impfaktion beteiligt gewesen zu sein. S\u00f6der sagte, solche F\u00e4lle d\u00fcrften sich nicht h\u00e4ufen. Es gebe genug Menschen, die nach wie vor auf eine Impfung warten. \u00ab\u00a0Das muss gekl\u00e4rt werden und auch mit Regeln versehen werden, dass es nicht wieder passiert\u00a0\u00bb, sagte der Ministerpr\u00e4sident. Die Menschen auf der Nordatlantik-Insel Island k\u00f6nnen sich auf weitere gelockerte Corona-Ma\u00dfnahmen und eine weniger strikte Maskenpflicht einstellen. Ab Dienstag sind nach Angaben der Regierung in Reykjavik wieder Zusammenk\u00fcnfte mit bis zu 300 Menschen erlaubt, Restaurants und Kneipen d\u00fcrfen bis Mitternacht offen bleiben. Einen Mund-Nasen-Schutz m\u00fcssen die Isl\u00e4nderinnen und Isl\u00e4nder dann nur noch bei Veranstaltungen tragen, bei denen sie sitzen, also zum Beispiel im Theater, bei Gottesdiensten und Sportveranstaltungen. Die Abstandsregel wird von zwei auf einen Meter verringert. F\u00fcr SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kommt ein eigener Urlaub mit der Familie erst dann in Frage, wenn alle Beteiligten doppelt geimpft sind. \u00ab\u00a0Bei uns wird es so sein, dass zu dem Zeitpunkt, wo wir fahren, die gesamte Familie vollst\u00e4ndig geimpft ist\u00a0\u00bb, sagte Lauterbach dem Nachrichtensender Welt. \u00ab\u00a0Wenn man vollst\u00e4ndig geimpft in eine Region f\u00e4hrt, wo dar\u00fcber hinaus die Inzidenz niedrig ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich selbst infiziert und dann die Infektion mit zur\u00fcckbringt, sehr niedrig.\u00a0\u00bb Das sei vertretbar und das empfehle er auch anderen. n der Debatte um Lockerungen der Maskenpflicht angesichts sinkender Corona-Zahlen mahnt die Bundesregierung zur Vorsicht. Man sollte sie nicht zu schnell lockern, vor allem in Innenr\u00e4umen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Montag in Berlin. \u00ab\u00a0Wir haben alle mehr davon, wenn wir uns noch ein wenig disziplinieren und vorsichtig sind.\u00a0\u00bb Es gelte im Blick zu behalten, dass es neue Virusvarianten gebe, die gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnten. Generell sei es zu begr\u00fc\u00dfen, dass die Neuinfektionen zur\u00fcckgingen. Nat\u00fcrlich m\u00fcssten \u00ab\u00a0peu \u00e0 peu\u00a0\u00bb dann auch Schutzma\u00dfnahmen aufgehoben werden, machte Fietz deutlich. Etwa die H\u00e4lfte der Menschen \u00fcber 60 Jahre hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus erhalten. \u00dcber 80 Prozent dieser Gruppe hat mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, wie Spahn am Montag via Twitter mitteilte. Der Anteil der Erstgeimpften an der Gesamtbev\u00f6lkerung n\u00e4hert sich der 50-Prozent-Marke.48,4 Prozent (40,2 Millionen Menschen) haben bislang mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 10.20 Uhr) hervorgeht. Den vollst\u00e4ndigen Impfschutz haben nun 26,2 Prozent (21,8 Millionen Menschen). Insgesamt wurden laut RKI bislang 60,7 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht. Die Online-Suche nach Apotheken, die den digitalen Impfnachweis ausstellen, war am Montagvormittag phasenweise nicht erreichbar. Das liege am gro\u00dfen Andrang auf \u00ab\u00a0mein-apothekenmanager.de\u00a0\u00bb, sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb\u00e4nde (ABDA). Es werde sich aber kurzfristig einpendeln. Grunds\u00e4tzlich sei das System erfolgreich gestartet. \u00ab\u00a0Bereits in den ersten Morgenstunden wurden etliche tausend Zertifikate ausgestellt\u00a0\u00bb, so der Sprecher. Seit Montag k\u00f6nnen sich alle Menschen mit vollst\u00e4ndigem Impfschutz ihren digitalen Impfnachweis in Apotheken abholen. Laut ABDA sind bereits mehr als 13.000 der insgesamt knapp 19.000 Apotheken in Deutschland daf\u00fcr gelistet. In der Debatte um ein m\u00f6gliches Ende der Maskenpflicht hat Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil zur Vorsicht gemahnt. \u00ab\u00a0Wir sollten nicht den Eindruck vermitteln, die Pandemie sei vorbei\u00a0\u00bb, sagte der SPD-Politiker der Hannoverschen Allgemeine Zeitung. Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie hatte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht am Sonntag die L\u00e4nder aufgefordert, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu \u00fcberpr\u00fcfen. \u00ab\u00a0Gleichzeitig m\u00fcssen wir vorsichtig bleiben, das Virus ist weiterhin auch in Deutschland pr\u00e4sent und wir wissen nicht, was in den n\u00e4chsten Wochen noch f\u00fcr Herausforderungen auf uns zukommen\u00a0\u00bb, sagte der Regierungschef dem Blatt. Skeptischer sieht Weil Lockerungen in geschlossenen R\u00e4umen und vor allem im \u00f6ffentlichen Personen-Nahverkehr (\u00d6PNV). \u00ab\u00a0Dort d\u00fcrfte eine Aufhebung der Maskenpflicht als letztes in Betracht kommen\u00a0\u00bb, betonte Weil NDR Niedersachsen. Der Deutsche Lehrerverband ist gegen eine schnelle Aufhebung der Maskenpflicht an den Schulen. Verbandspr\u00e4sident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin, er rate insbesondere w\u00e4hrend des Unterrichts zu \u00ab\u00a0gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Vorsicht\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Das Virus ist ja noch nicht von der Bildfl\u00e4che verschwunden.\u00a0\u00bb Maskenpflicht und auch regelm\u00e4\u00dfige Tests sollten im auslaufenden Schuljahr bleiben. Wegen der stark gesunkenen Corona-Zahlen wird in Deutschland verst\u00e4rkt \u00fcber die Maskenpflicht diskutiert, insbesondere auch an Schulen. Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Ma\u00dfnahmen in England wegen der Ausbreitung der zun\u00e4chst in Indien entdeckten Delta-Variante verl\u00e4ngern. Der bislang f\u00fcr den 21. Juni geplante \u00ab\u00a0Tag der Freiheit\u00a0\u00bb solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten verschiedene britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ank\u00fcndigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet. Geplant war bislang, dass am Montag n\u00e4chster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschr\u00e4nkungen aufgehoben werden. Gesch\u00e4fte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder ge\u00f6ffnet. Die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden in St. Petersburg haben aufgrund der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie Massenevents mit \u00fcber 3000 Menschen verboten. Dies teilte die Stadtverwaltung am Montag nach dem ersten Wochenende der Fu\u00dfball-EM mit. In der n\u00f6rdlichsten Millionenstadt der Welt war am Wochenende an der Blutskirche das gro\u00dfe Public Viewing gestartet, wo tausende Menschen das Russland-Spiel gegen Belgien (0:3) verfolgten. Zu gro\u00dfe Ansammlungen sollen nun zun\u00e4chst ausbleiben. Die D\u00e4ninnen und D\u00e4nen m\u00fcssen von nun an kaum noch Mund-Nasen-Schutz tragen. Die seit Monaten im Kampf gegen das Coronavirus geltende Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers ist zum Montag f\u00fcr fast alle Bereiche des \u00f6ffentlichen Lebens aufgehoben worden. Einen solchen Corona-Schutz muss man in D\u00e4nemark jetzt nur noch im \u00f6ffentlichen Nahverkehr tragen, wenn man dort nicht sitzt. Bis zum 1. September soll die Maske dann g\u00e4nzlich verschwinden. Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie forderte am Wochenende auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht die L\u00e4nder auf, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht hierzulande zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die L\u00e4nder m\u00fcssten kl\u00e4ren, \u00ab\u00a0ob und wo eine Maskenpflicht noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken\u00a0\u00bb, sagte die SPD-Politikerin der Bild am Sonntag. \u00ab\u00a0Das gilt auch f\u00fcr die Schulen, denn Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sind von der Maskenpflicht besonders betroffen.\u00a0\u00bb Bundestags-Vizepr\u00e4sident Wolfgang Kubicki (FDP) forderte gar ein komplettes Ende der Maskenpflicht. \u00ab\u00a0Bei einer klaren Inzidenz unter 35 darf der Staat gar keine Grundrechte pauschal f\u00fcr alle B\u00fcrger einschr\u00e4nken. Die allgemeine Maskenpflicht m\u00fcsste daher bei strenger Auslegung des Infektionsschutzgesetzes aufgehoben werden, erst recht drau\u00dfen\u00a0\u00bb, sagte Kubicki dem Blatt. Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 549 neue F\u00e4lle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wieder, nachtr\u00e4gliche \u00c4nderungen oder Erg\u00e4nzungen des RKI sind m\u00f6glich. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 10 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Ein Jahr nach der Vorstellung der offiziellen Corona-Warn-App k\u00f6nnen sich immer mehr Menschen in Deutschland vorstellen, der Anwendung auch ein positives Testergebnis anzuvertrauen. Das ergab eine repr\u00e4sentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 72 Prozent derjenigen, die App installiert haben oder dies planen, w\u00fcrden ein positives Ergebnis in der App teilen. Im Januar 2021 waren es nur 62 Prozent.33 Prozent hatten zum Jahresbeginn einger\u00e4umt, andere App-Anwender im Falle einer eigenen Infektion trotz der durch die App gesicherten Anonymit\u00e4t nicht warnen zu wollen. Dieser Anteil sank nun auf nur noch 22 Prozent. Eine Mehrheit derjenigen, die ein positives Ergebnis nicht teilen w\u00fcrden, sorgt sich, dass die eigenen Daten nicht anonym sind (79 Prozent).35 Prozent aus dieser Gruppe wollen grunds\u00e4tzlich keine Gesundheitsdaten teilen. F\u00fcnf Prozent sehen sich technisch au\u00dferstande. Der Spielerberater Dirk Hebel hat vor gravierenden Folgen der Corona-Pandemie f\u00fcr kommende Fu\u00dfballer-Generationen gewarnt. \u00ab\u00a0Dieses Problem ist in Deutschland gr\u00f6\u00dfer als in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, in denen der Nachwuchs weniger eingeschr\u00e4nkt wurde, w\u00e4hrend bei uns die Junioren-Bundesliga seit der Pandemie quasi ruht und auch der Trainingsbetrieb eingestellt wurde\u00a0\u00bb, sagte der 48-J\u00e4hrige dem \u00ab\u00a0Kicker\u00a0\u00bb (Montag). \u00ab\u00a0Die Kinder und Jugendlichen sind die ganz gro\u00dfen Verlierer der Pandemie\u00a0\u00bb, sagte er. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) h\u00e4lt angesichts der stark sinkenden Corona-Infektionszahlen ein schrittweises Ende der Maskenpflicht f\u00fcr denkbar &#8211; r\u00e4t aber im Zweifel, weiter Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Mehr dazu im Artikel: \u00a0\u00bb Spahn macht Hoffnung: &lsquo;Maskenpflicht drau\u00dfen kann grunds\u00e4tzlich entfallen \u00a0\u00bb Nach Venezuela und Bolivien sind bei Kolumbien als drittem Teilnehmer der Copa Am\u00e9rica in Brasilien zwei Delegationsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei den positiv Getesteten handelt es sich um einen Assistenten und einen Physiotherapeuten, wie aus einer Mitteilung des Kolumbianischen Fu\u00dfballverbandes FCF am Sonntag hervorging. Demnach haben beide keine Symptome. Sie m\u00fcssten jedoch in Quarant\u00e4ne bleiben. Die Copa Am\u00e9rica ist das s\u00fcdamerikanische \u00c4quivalent zur Europameisterschaft. In der aufflammenden Diskussion \u00fcber ein Ende der Maskenpflicht hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) zur Vorsicht gemahnt. Richtig sei, dass die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit von Corona-Ma\u00dfnahmen immer wieder \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcsse, sagte Dobrindt am Sonntag in der ZDF-Sendung \u00ab\u00a0Berlin direkt\u00a0\u00bb. Hier m\u00fcsse man auch zwischen drinnen und drau\u00dfen unterscheiden. \u00ab\u00a0Ich kann mir gut vorstellen, dass wir die Maskenpflicht da, wo sie \u00fcberhaupt noch besteht drau\u00dfen, entfallen lassen\u00a0\u00bb, betonte Dobrindt. Diese Entscheidung werde von den L\u00e4ndern getroffen. F\u00fcr Innenr\u00e4ume rate er aber zur Vorsicht, auch mit Blick auf ansteckendere Virusmutationen. Deshalb sollte man hier nicht unvorsichtig werden. Entwicklungsorganisationen haben die Ergebnisse des Gipfels der reichen Industrienationen (G7) scharf kritisiert. Nach dem Abschluss des dreit\u00e4gigen Treffens am Sonntag im englischen Carbis Bay wurde bem\u00e4ngelt, dass nicht genug f\u00fcr die Impfkampagne im Kampf gegen die Corona-Pandemie in armen L\u00e4ndern getan worden sei. Auch im Klimaschutz dr\u00fcckten sich die sieben Wirtschaftsm\u00e4chte weiter um ihre Verantwortung. \u00ab\u00a0Eine kolossale Entt\u00e4uschung\u00a0\u00bb, sagte J\u00f6rn Kalinski von Oxfam International. \u00ab\u00a0Angesichts des gr\u00f6\u00dften Gesundheitsnotstands seit einem Jahrhundert und einer Klimakatastrophe, die unseren Planeten zerst\u00f6rt, ist die G7 den Herausforderungen in keiner Weise gerecht geworden\u00a0\u00bb, sagte Kalinski. \u00ab\u00a0Noch nie in der Geschichte der G7 war die Kluft zwischen dem, was die Welt braucht, und dem, was beschlossen wurde, so gro\u00df.\u00a0\u00bb Der Schutz der Patente von Pharmaunternehmen sei ihnen wichtiger als der Schutz der Menschen. Es m\u00fcsse Know-how transferiert und eine Produktion in \u00e4rmeren L\u00e4ndern aufgebaut werden. Die Impfallianz Gavi in Genf hat das Versprechen der reichen G7-Industriestaaten begr\u00fc\u00dft, \u00e4rmeren L\u00e4ndern viel mehr Impfdosen zu verschaffen &#8211; aber zugleich Nachbesserungen angemahnt. \u00ab\u00a0Wir brauchen mehr, und wir brauchen es schneller\u00a0\u00bb, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus (56), am Sonntag. Die G7 hat versprochen, mindestens 870 Millionen Impfdosen zu spenden, die H\u00e4lfte davon bis Ende dieses Jahres. Gavi hofft, dass sie so schnell wie m\u00f6glich verteilt werden k\u00f6nnen. S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa (68) hat die G7-Staaten aufgefordert, ihr Versprechen einzuhalten, \u00e4rmeren L\u00e4ndern verst\u00e4rkt bei der Finanzierung von Corona-Impfstoffen zu helfen. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen die betr\u00e4chtliche Finanzierungsl\u00fccke f\u00fcr Tests, Behandlungen, kritische Versorgung wie Sauerstoff und die Gesundheitssysteme schlie\u00dfen\u00a0\u00bb, sagte Ramaphosa, der auch der Afrikanischen Union vorsitzt, w\u00e4hrend des Spitzentreffens in Carbis Bay im englischen Cornwall. Die Finanzierungsl\u00fccke von 16,8 Milliarden US-Dollar (13,87 Milliarden Euro) des Programms ACT Accelerator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Corona-Impfstoffe, Diagnostika und Tests f\u00f6rdert, m\u00fcsse schnellstens geschlossen werden, teilte die s\u00fcdafrikanische Regierung in einer Mitteilung am Sonntag mit. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Frankreich doppelt so viele Impfdosen f\u00fcr \u00e4rmere L\u00e4nder zur Verf\u00fcgung stellen als urspr\u00fcnglich vorgesehen. \u00ab\u00a0Frankreich hat seine eigenen Zusagen in diesem Zusammenhang verdoppelt und erh\u00f6ht ganz konkret von 30 auf 60 Millionen Dosen, die bis Ende des Jahres verteilt werden\u00a0\u00bb, sagte Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron am Sonntag nach dem dreit\u00e4gigen G7-Gipfel im englischen Cornwall. \u00ab\u00a0Aber wir m\u00fcssen auch in der Lage sein, jetzt in allen L\u00e4ndern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mehr zu produzieren, um die Selbstversorgung aufzubauen\u00a0\u00bb, sagte Macron weiter. Ziel sei es daher nun auch eine Einigung in der Frage der Patente und des geistigen Eigentums zu erzielen. Dies d\u00fcrfe kein Hindernis f\u00fcr den allgemeinen Zugang zu Impfstoffen sein. Impfstoffe m\u00fcssten ein \u00ab\u00a0globales \u00f6ffentliches Gut\u00a0\u00bb sein. Der britische Premierminister Boris Johnson (56) lehnt eine Aufhebung von Patenten f\u00fcr die Herstellung von Corona-Impfstoffen weiterhin ab. Zentral sei, weltweit Produktionsst\u00e4tten aufzubauen, vor allem in Afrika, sagte Johnson zum Abschluss des G7-Gipfels im s\u00fcdwestenglischen Cornwall. Auch Know-how m\u00fcsse geteilt werden. Aber zugleich m\u00fcssten Anreize f\u00fcr Innovationen gesch\u00fctzt werden, mahnte Johnson. Der richtige Weg sei es, Impfstoffe zum Selbstkostenpreis zu verteilen, wie es der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca tut. Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag um lediglich einen Fall gestiegen. Das seien neun weniger als am Samstag und zehn weniger als vor einer Woche, teilte das Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Soziales mit. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank am Sonntag um 0,1 auf 4,8. Vor einer Woche hatte sie noch bei 8,6 gelegen. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die G7-Gruppe \u00e4rmeren L\u00e4ndern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verf\u00fcgung. Dies geschehe sowohl \u00fcber Spenden als auch \u00fcber Zahlungen an das Impfprogramm Covax, sagte der britische Premierminister Boris Johnson (56) am Sonntag nach dem Abschluss des Treffens in Carbis Bay. Wie sich die Zahl genau zusammensetzt, sagte Johnson zun\u00e4chst nicht. Das Bundesgesundheitsministerium fordert vom Impfstoffhersteller Johnson &amp; Johnson eine Nachlieferung fehlender Corona-Impfdosen im Juli. Johnson &amp; Johnson werde nach neuestem Stand im zweiten Quartal &#8211; also bis Ende Juni &#8211; etwa 6,5 Millionen Dosen weniger liefern als geplant, hie\u00df es von einer Ministeriumssprecherin. \u00ab\u00a0Das ist bedauerlich, denn jede Impfdose z\u00e4hlt. Daher erwarten wir von Johnson &amp; Johnson, dass diese Menge im Juli schnellstm\u00f6glich nachgeliefert wird.\u00a0\u00bb Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) hat einen \u00ab\u00a0erheblichen Beitrag\u00a0\u00bb aus Deutschland bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen zugesichert. \u00ab\u00a0Deutschland zeichnet verantwortlich f\u00fcr 350 Millionen Dosen\u00a0\u00bb, sagte Merkel am Sonntag zum Abschluss des G7-Gipfels im s\u00fcdwestenglischen Cornwall. Dazu geh\u00f6rten 30 Millionen Dosen, die Deutschland bestellt habe und weitergeben werde. \u00ab\u00a0Das werden vermutlich im Laufe der Zeit noch mehr\u00a0\u00bb, sagte Merkel. Sie verwies auf Lieferprobleme der Impfstoffhersteller. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des deutschen Beitrags laufe \u00fcber das Impfprogramm Covax. Dort sei Deutschland der zweitgr\u00f6\u00dfte Geber. Covax finanziert mit dem Geld etwa die Herstellung von Impfstoffen und den Aufbau von Produktionsst\u00e4tten. Fast 20 Millionen Masken in den Best\u00e4nden des Landes Baden-W\u00fcrttemberg sind einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht nutzbar, weil sie nicht ganz den Normen entsprechen. \u00ab\u00a0Insgesamt sind 15,2 Millionen Masken aus Landesbeschaffungen aus den Jahren 2020 und 2021 im Lager gesperrt\u00a0\u00bb, teilte das Sozialministerium den Stuttgarter Nachrichten (Montag) mit. Hinzu k\u00e4men rund 4,6 Millionen vom Bund gelieferte mangelhafte Masken. \u00ab\u00a0Trotz sorgf\u00e4ltiger Auswahl der Lieferanten und der Vorgabe einer Herstellung in Deutschland waren zum Teil Masken nicht normentsprechend\u00a0\u00bb, hie\u00df es. Entwicklungsorganisationen haben \u00ab\u00a0mehr Klarheit\u00a0\u00bb \u00fcber die versprochenen Impfstoffspenden der G7 f\u00fcr \u00e4rmere L\u00e4nder gefordert. Auf dem Gipfel der gro\u00dfen Industrienationen (G7) im englischen Carbis Bay sprach Romilly Greenhill von der Organisation One am Sonntag von einem \u00ab\u00a0geheimnisvollen Nebel\u00a0\u00bb, der die genannten Zahlen umh\u00fclle. \u00ab\u00a0Die Welt muss einen klaren Fahrplan sehen.\u00a0\u00bb Fraglich sei, wo die Impfstoffe herkommen sollen. Auch sei unklar, was wirklich neu oder von fr\u00fcheren Zusagen erneuert worden sei. Greenhill fragte auch, wie die G7 die Versorgungskrise durch den Exportstopp Indiens auffangen wolle, das als Hauptlieferant f\u00fcr die Impfplattform Covax dienen sollte. Angesichts drastisch steigender Corona-Zahlen in der russischen Hauptstadt Moskau wollen die Beh\u00f6rden mehr Anreize f\u00fcr eine Impfung schaffen. Bis Mitte Juli werden unter Leuten, die sich erstmals impfen lassen, jede Woche f\u00fcnf Autos verlost, wie B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag in seinem Blog schrieb. \u00ab\u00a0Der Hauptgewinn f\u00fcr diejenigen, die sich impfen lassen, ist nat\u00fcrlich nicht mit einem Auto gleichzusetzen &#8211; es ist Ihre eigene Gesundheit.\u00a0\u00bb F\u00fcr \u00e4ltere Menschen in Moskau gibt es bereits Geschenkgutscheine nach einer Immunisierung. Am Sonntag meldeten die Beh\u00f6rden rund 7700 Neuinfektionen in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole &#8211; so viele wie seit Ende Dezember nicht mehr. Der britische Ex-Premierminister Gordon Brown (70) hat die Ank\u00fcndigung der G7-Gruppe scharf kritisiert, mindestens eine Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus zu spenden. \u00ab\u00a0Dieser Gipfel wird als unverzeihliches moralisches Versagen in die Geschichte eingehen\u00a0\u00bb, sagte Brown am Sonntag dem Sender Sky News. \u00ab\u00a0Als wir elf Milliarden Impfdosen brauchten, haben wir einen Plan f\u00fcr eine Milliarde angeboten bekommen.\u00a0\u00bb Dabei h\u00e4tten die reichsten L\u00e4nder die Macht, etwas zu ver\u00e4ndern. Es fehle zudem ein verst\u00e4ndlicher Plan, wie die Impfmittel verteilt werden &#8211; kurzum, der Gipfel sei eine verpasste Gelegenheit, sagte Brown. Der portugiesische Verteidiger Jo\u00e3o Cancelo (27) ist kurz vor dem EM-Deb\u00fct der Mannschaft von Superstar Cristiano Ronaldo am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem 27-J\u00e4hrigen, der bei Manchester City unter Vertrag steht, gehe es soweit gut und er habe sich in Budapest in Isolation begeben, teilte der portugiesische Fu\u00dfballverband FPF am Sonntag mit. F\u00fcr Cancelo r\u00fccke U21-Nationalspieler Diogo Dalot (22) vom AC Mailand nach. Im brasilianischen Kanuslalom-Team hat es beim Weltcup in Prag zwei positive Corona-Tests gegeben. Das Team befinde sich derzeit in Isolation im Hotel. Die \u00dcberlegungen der reichen Industrienationen (G7) f\u00fcr eine Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen an \u00e4rmere L\u00e4nder bis Ende n\u00e4chsten Jahres sind als \u00ab\u00a0Ablenkungsman\u00f6ver\u00a0\u00bb und unzureichend kritisiert worden. Entwicklungsorganisationen sprachen am Sonntag auf dem G7-Gipfel im englischen Carbis Bay in Cornwall von einem \u00ab\u00a0Verwirrspiel mit Zahlen\u00a0\u00bb. Auch die neuen Pl\u00e4ne gingen angesichts der ben\u00f6tigten elf Milliarden Impfdosen nicht weit genug. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1489 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.58 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 17,3 an (Vortag: 18,3; Vorwoche: 24,7). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 18 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 74 Tote gewesen. Das RKI z\u00e4hlte seit Beginn der Pandemie 3.714.969 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tats\u00e4chliche Gesamtzahl d\u00fcrfte aber deutlich h\u00f6her liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.576.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.834 angegeben. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 0,85 (Vortag: 0,83). Im Abwasser l\u00e4sst sich nach Einsch\u00e4tzung des europaweit t\u00e4tigen Referenzlabors zuverl\u00e4ssig die Entwicklung der Corona-Pandemie verfolgen. Susanne Lackner, Professorin f\u00fcr Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt, kann nicht verstehen, warum diese M\u00f6glichkeit nicht fl\u00e4chendeckend genutzt wird. \u00ab\u00a0Die Technik ist ausgereift, die Methoden stehen &#8211; das System k\u00f6nnte jederzeit etabliert werden. Es fehlt eigentlich nur am politischen Willen\u00a0\u00bb, sagte Lackner der Deutschen Presse-Agentur. Weltweit h\u00e4tten Forscher bewiesen, dass es m\u00f6glich ist, Kl\u00e4ranlagen als Fr\u00fchwarnsystem zu nutzen, sagte Lackner. \u00ab\u00a0Grunds\u00e4tzlich sieht man im Abwasser die Entwicklung fr\u00fcher als im medizinischen Bereich. Der Vorsprung betr\u00e4gt je nach Technik zwischen vier und zehn Tagen.\u00a0\u00bb Coronabedingt verschobene Operationen haben nach Einsch\u00e4tzung von Experten zu einem Anstieg der Amputationen bei Patienten mit einem sogenannten Raucherbein gef\u00fchrt. Menschen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) &#8211; umgangssprachlich als Raucherbein bezeichnet &#8211; wurden w\u00e4hrend der ersten Welle der Corona-Pandemie im Fr\u00fchjahr 2020 seltener als zuvor in Krankenh\u00e4usern vorstellig, wie der Vizepr\u00e4sident der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Chirurgie, Thomas Schmitz-Rixen, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dies geht auch aus einer Studie auf Grundlage von Daten des Krankenversicherers Barmer hervor. Schmitz-Rixen schlussfolgert, dass die Zahl der Extremit\u00e4ten-Amputationen bei pAVK-Patienten deshalb zugenommen hat. Nach positiven Corona-Tests von rund einem Dutzend seiner Delegationsmitglieder f\u00fcr die Copa Am\u00e9rica in Brasilien hat Venezuela 15 neue Spieler berufen. Dies geht aus einer Mitteilung des Venezolanischen Fu\u00dfballverbandes FVF am Samstagabend (Ortszeit) hervor. Unter den positiv getesteten seien acht Spieler, die sofort isoliert worden seien. Der s\u00fcdamerikanische Fu\u00dfballverband Conmebol hatte zuvor das Limit von Spielern aufgehoben, die wegen Covid-19 ersetzt werden k\u00f6nnen. Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie fordert Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (55) die L\u00e4nder auf, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die L\u00e4nder m\u00fcssten kl\u00e4ren, \u00ab\u00a0ob und wo eine Maskenpflicht noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken\u00a0\u00bb, sagte die SPD-Politikerin der \u00ab\u00a0Bild am Sonntag\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Das gilt auch f\u00fcr die Schulen, denn Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sind von der Maskenpflicht besonders betroffen.\u00a0\u00bb Der brasilianische Pr\u00e4sident Jair Bolsonaro (66) ist wegen der Teilnahme an einer Veranstaltung ohne Maske erneut von der Landesregierung eines politischen Widersachers mit einer Geldbu\u00dfe bestraft worden. Auch gegen Eduardo Bolsonaro (36), Abgeordneter und Sohn des Pr\u00e4sidenten, sowie Infrastrukturminister Tarc\u00edsio Gomes (45), seien Geldstrafen von jeweils 552,71 Reais, umgerechnet 90 Euro, verh\u00e4ngt worden, wie die Zeitung \u00ab\u00a0Folha de S. Paulo\u00a0\u00bb am Samstag berichtete. Demnach trugen die drei bei einer Motorradrallye mit Tausenden Anh\u00e4ngern in der Millionenmetropole S\u00e3o Paulo keine Maske und verstie\u00dfen damit gegen die Gesundheitsvorschriften des Bundesstaates. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und der fr\u00fchere Unionsfraktionschef Friedrich Merz haben gemeinsam f\u00fcr eine st\u00e4rkere Innovations- und Gr\u00fcnderkultur als Konsequenz aus der Corona-Pandemie geworben. Man werde nach der Pandemie sehen, welche Sch\u00e4den durch die notwendigen Ma\u00dfnahmen angerichtet worden seien, sagte Laschet am Samstag beim Abschluss der Beteiligungskampagne f\u00fcr das CDU-Wahlprogramm. Man wisse noch nicht, wie sich die Wirtschaft danach entwickele. Ziel der CDU sei es, die 20er Jahre des Jahrhunderts zum \u00ab\u00a0Modernisierungsjahrzehnt\u00a0\u00bb zu machen &#8211; \u00ab\u00a0auf dem Weg zum klimaneutralen Industrieland\u00a0\u00bb, betonte er. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen. Dieses Ziel solle bis zum n\u00e4chsten G7-Gipfel in Deutschland 2022 erreicht werden, sagte der WHO-Chef beim Treffen der f\u00fchrenden westlichen Wirtschaftsm\u00e4chte im englischen Cornwall bei einer virtuellen Pressekonferenz am Samstag. Dazu seien jedoch weit gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen notwendig als bislang geplant. Er sei aber \u00fcberzeugt, dass dieses Ziel erreichbar sei, so Tedros weiter. Die Produktionskapazit\u00e4ten k\u00f6nnten bis dahin entsprechend erh\u00f6ht werden. Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis 2022 die Verteilung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff an Entwicklungsl\u00e4nder erm\u00f6glichen. Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im s\u00fcdwestenglischen Carbis Bay. Ein finaler Beschluss des Gipfels lag aber zun\u00e4chst noch nicht vor. Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird am Sonntag deutlich k\u00fcrzer. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei \u00f6sterreichischen Bundesl\u00e4nder Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss k\u00fcnftig keinerlei Einreisebeschr\u00e4nkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere m\u00fcssen noch einen negativen Test vorweisen. Auch die Urlaubsinseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zw\u00f6lf weitere L\u00e4nder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika werden von der Risikoliste gestrichen, darunter die USA und Kanada. In Kroatien sind ab Sonntag nur noch zwei Regionen im Landesinneren auf der Risikoliste, alle Urlaubsgebiete an der Adria-K\u00fcste sind \u00ab\u00a0risikofrei\u00a0\u00bb. In Griechenland werden die Peloponnes und die Inseln der n\u00f6rdlichen \u00c4g\u00e4is &#8211; dazu z\u00e4hlen unter anderen Lesbos und Samos &#8211; von der Risikoliste gestrichen. F\u00fcr alle diese L\u00e4nder und Regionen entf\u00e4llt auch die Reisewarnung des Ausw\u00e4rtigen Amts. Wegen deutlich steigender Corona-Zahlen gelten in der russischen Hauptstadt Moskau mindestens eine Woche lang Einschr\u00e4nkungen &#8211; die Fanmeile zur Fu\u00dfball-Europameisterschaft ist davon aber nicht betroffen. Auf ihr werde wie geplant weitergearbeitet, teilten die Beh\u00f6rden der Staatsagentur Ria Nowosti zufolge am Samstag mit. Dort sei ohnehin die Anzahl der Menschen auf 5000 begrenzt. Reingelassen werde nur, wer sich vorher online angemeldet hat. Die Zuschauer m\u00fcssten zudem Masken tragen und Abstand halten. Au\u00dferdem werde am Eingang die Temperatur gemessen. Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat die Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V ausgezeichnet. Im Kreml wurde am Samstag unter anderem der Chef des Gamaleja-Forschungszentrums f\u00fcr Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, geehrt, wie das Pr\u00e4sidialb\u00fcro mitteilte. Der Impfstoff wurde vor zehn Monaten als weltweit erster f\u00fcr eine breite Anwendung in der Bev\u00f6lkerung freigegeben. Putin zufolge haben 18 Millionen Russen mindestens eine Impfung erhalten. In Russland stieg die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder. Der britische Premierminister Boris Johnson hat Zweifel an der f\u00fcr den 21. Juni geplanten Aufhebung aller restlichen Corona-Beschr\u00e4nkungen in England erkennen lassen. Auf die Frage, ob er nun weniger optimistisch sei als noch Ende Mai, sagte Johnson am Samstag dem Sender Sky News: \u00ab\u00a0Ja, das ist sicherlich angemessen.\u00a0\u00bb Die Ausbreitung der zun\u00e4chst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus sei sehr beunruhigend. Diese Variante werde leichter \u00fcbertragen. Es stimme auch, dass Fallzahlen und Zahl der Krankenhausaufenthalte stiegen. Inwieweit sich das auf die Zahl der Todesopfer auswirke, lasse sich noch nicht sagen. Johnson will am Montag bekanntgeben, wie sein weiterer Fahrplan aussieht. Auf der Party-Insel Mallorca wird das Leben immer normaler: Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen gegen Mitte Juli im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage sowohl auf der liebsten Insel der Deutschen als auch auf den anderen Balearen wieder \u00f6ffnen d\u00fcrfen. Dies berichtete die Zeitung \u00ab\u00a0Diario de Mallorca\u00a0\u00bb am Samstag unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma. Die Wiederer\u00f6ffnung der Vergn\u00fcgungslokale solle nach den Pl\u00e4nen Palmas um den 17. Juli herum passieren. Die endg\u00fcltige Entscheidung solle aber erst nach einem siebent\u00e4gigen Pilotprojekt Anfang Juli fallen. Die russische Hauptstadt Moskau verh\u00e4ngt aus Sorge vor weiter steigenden Corona-Zahlen neue Beschr\u00e4nkungen. Am Samstag meldeten die Beh\u00f6rden 6700 Neuinfektionen &#8211; der h\u00f6chste in diesem Jahr gemessene Wert binnen eines Tages. B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin (62) erwartet den H\u00f6hepunkt sp\u00e4testens im Juli. Auf eine solche Situation m\u00fcsse in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole reagiert werden, sagte er. Die kommende Woche solle deshalb f\u00fcr arbeitsfrei erkl\u00e4rt werden. Zudem m\u00fcssten Bars, Restaurants und Diskotheken um 23.00 Uhr schlie\u00dfen. In Parks w\u00fcrden etwa Spiel- und Sportpl\u00e4tze geschlossen. Das Land Niedersachsen will 17 Millionen Corona-Masken wegen unrichtiger Angaben wieder an den Bund zur\u00fcckgeben. Dabei handelt es sich um 12 Millionen OP-Masken und f\u00fcnf Millionen FFP2-Masken, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Samstag. Am Freitag war in einem NDR-Bericht zun\u00e4chst von vier Millionen Masken die Rede gewesen. Der Vize-Vorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki (69), hat einen von der FDP beantragten Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt. \u00ab\u00a0Es bedarf einer parlamentarischen Aufarbeitung dazu nach der Wahl\u00a0\u00bb, sagte Kubicki am Samstag auf einem Parteitag der Th\u00fcringer FDP in Erfurt. \u00ab\u00a0Das war die Ank\u00fcndigung eines Untersuchungsausschusses\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte der FDP-Politiker nach seiner Rede auf Anfrage. F\u00fcr die Corona-Impfungen \u00fcber Betriebs\u00e4rzte soll erstmals das Pr\u00e4parat von Johnson &amp; Johnson als zweiter Impfstoff zur Verf\u00fcgung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hie\u00df. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, sodass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen. Zum Start hatten die Betriebs\u00e4rzte in der ersten Woche ab 7. Juni zun\u00e4chst 702.000 Dosen von Biontech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602.550 sein. Mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland haben bislang mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das entspricht 48,1 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.10 Uhr) hervorgeht. Den vollst\u00e4ndigen Impfschutz hat nun demnach mehr als jeder Vierte (21,35 Millionen Menschen oder 25,7 Prozent). Insgesamt wurden laut RKI bislang 60,1 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht,965.478 davon am Freitag. Deutschlands Teamarzt Tim Meyer (53) hat nach den Corona-F\u00e4llen bei der Fu\u00dfball-Europameisterschaft zur erh\u00f6hten Wachsamkeit im Umgang mit dem Virus aufgerufen. \u00ab\u00a0Diese F\u00e4lle sind eine Erinnerung daran, dass das Coronavirus trotz der bei uns in Deutschland zum Gl\u00fcck g\u00fcnstigen Entwicklung nicht verschwunden ist. Sie sind eine Mahnung, sich weiter an alle immer noch n\u00f6tigen Ma\u00dfnahmen zu halten\u00a0\u00bb, sagte Meyer in einem am Samstag auf der Homepage des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes ver\u00f6ffentlichten Interview. Vor dem EM-Auftakt hatte es in den Teams von Spanien, Schweden und Russland positive Corona-F\u00e4lle gegeben. Konkrete Auswirkungen auf die DFB-Auswahl sieht Meyer dadurch nicht. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen nach diesen F\u00e4llen nun nicht umsteuern und unsere Ma\u00dfnahmen versch\u00e4rfen, denn wir haben sie vor Monaten unter der Pr\u00e4misse der Infektvermeidung abgestimmt und setzen sie wie geplant um\u00a0\u00bb, sagte der 53-J\u00e4hrige. Zugleich betonte Meyer: \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen aber wachsam bleiben.\u00a0\u00bb An einer Kunsthochschule in Stra\u00dfburg sind mehrere F\u00e4lle der besonders ansteckenden Coronavirus-Variante Delta entdeckt worden. Die regionale Gesundheitsbeh\u00f6rde erlie\u00df am Samstag eine Reihe von Notfallma\u00dfnahmen, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Demnach haben sich im Umfeld der Kunst- und Musikhochschule Haute \u00e9cole des arts du Rhin in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze mehrere Menschen mit der Corona-Variante infiziert, die zun\u00e4chst in Indien bekannt wurde. Um wie viele Infektionen es sich handelt, wurde zun\u00e4chst nicht bekannt. In Indien ist die Zahl der offiziell registrierten Corona-Neuinfektionen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten zur\u00fcckgegangen. In dem von der Pandemie stark betroffenen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern steckten sich innerhalb von 24 Stunden mindestens 84.332 Menschen mit dem Virus an, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Neu Delhi mitteilte. Die Zahl der Toten lag den Angaben zufolge mit 4002 vergleichsweise hoch. Mit einem \u00ab\u00a0offenen Impftag\u00a0\u00bb f\u00fcr Corona-Schutzimpfungen hat ein Hausarzt im hessischen Babenhausen einen Ansturm ausgel\u00f6st. Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8 Uhr h\u00e4tten sich rund 1500 bis 2000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der B\u00fcrgermeister der s\u00fcdhessischen Stadt, Dominik Stadler (parteilos), der Deutschen Presse-Agentur. Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und h\u00e4tten vor der Praxis campiert. Nach den Worten Stadlers hatte der Hausarzt etwa eine Woche zuvor bekanntgegeben, dass er 1000 Impfdosen bestellt habe und diese am Samstag ohne vorherige Registrierung vergeben werde. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) fordert als Lehre aus der Corona-Pandemie, eine zu gro\u00dfe Abh\u00e4ngigkeit von China zu verringern. Die Europ\u00e4ische Union m\u00fcsse zudem souver\u00e4ner werden und d\u00fcrfe auch nicht auf Digitalkonzerne und die in dieser Branche entstehenden neuen Monopole angewiesen sein, sagte der CDU-Politiker am Samstag beim \u00ab\u00a0Tag des deutschen Familienunternehmens\u00a0\u00bb in Berlin. \u00ab\u00a0Und das gilt noch viel mehr mit Blick auf China. Also wenn wir eines wirklich schmerzhaft erlebt haben in dieser Pandemie (&#8230;), dann die viel zu gro\u00dfe Abh\u00e4ngigkeit von China\u00a0\u00bb, sagte Spahn. \u00ab\u00a0Wir sind zu abh\u00e4ngig von China als Hersteller bestimmter Produkte, die f\u00fcr uns lebensnotwendig sind, im wahrsten Sinne des Wortes: Wirkstoffe f\u00fcr Medikamente\u00a0\u00bb, sagte er. \u00ab\u00a0Aber wir sind auch zu abh\u00e4ngig von China als Absatzmarkt, und das ist eine sehr viel schmerzhaftere Debatte fast noch. Wenn in China keine Autos gekauft werden, stehen in Wolfsburg die B\u00e4nder still.\u00a0\u00bb Eine hohe Impfquote im Land kann offenbar das Risiko f\u00fcr ungeimpfte Jugendliche vermindern, sich mit Corona anzustecken. Das zeigen Gesundheitsdaten aus Israel, die im Fachjournal \u00ab\u00a0Nature Medicine\u00a0\u00bb vorgestellt werden. Mit zunehmender Zahl geimpfter Erwachsener wurden demnach immer weniger unter 16-J\u00e4hrige positiv auf Corona getestet &#8211; im Mittel halbierte sich der Anteil positiv Getesteter in der noch ungeimpften Bev\u00f6lkerung mit jedem Anstieg um 20 Prozentpunkte beim Anteil Geimpfter. Die Daten st\u00fctzen die Hoffnung, dass die Kinder in Deutschland im Herbst vor gr\u00f6\u00dferen Ansteckungswellen gesch\u00fctzt sein k\u00f6nnten, wenn bis dahin ein Gro\u00dfteil der Erwachsenen den vollen Impfschutz hat. Der ehemalige Bundesliga-Profi Tom\u00e1s Rinc\u00f3n (33) vom FC Turin reist nicht mit der venezolanischen Nationalmannschaft nach Brasilien, wo am Sonntag die Copa Am\u00e9rica beginnt. Der Kapit\u00e4n habe sich unwohl gef\u00fchlt und Symptome einer Viruserkrankung gezeigt, hie\u00df es in einer Mitteilung der Nationalmannschaft auf Twitter am Freitag (Ortszeit). Die medizinische Abteilung und der Trainerstab seien \u00fcbereingekommen, den Spieler vorbeugend in Isolierung in Caracas zu behalten und seine Entwicklung abzuwarten. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2294 Corona-Neuinfektionen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 18,3 an (Vortag: 18,6; Vorwoche: 26,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 129 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 122 Tote. Das RKI z\u00e4hlte seit Beginn der Pandemie 3.713.480 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tats\u00e4chliche Gesamtzahl d\u00fcrfte deutlich h\u00f6her liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.573.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.816 angegeben. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,83 (Vortag: 0,79). Die Corona-Impfzentren sollten aus Sicht des Deutschen St\u00e4dtetags l\u00e4ngerfristig weiter betrieben werden. \u00ab\u00a0Bei dem zu erwartenden Andrang sind die Impfzentren mit ihren gro\u00dfen Kapazit\u00e4ten, etwa in Messehallen, zu wichtig, um sie einfach abzuwickeln\u00a0\u00bb, sagte Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Helmut Dedy (63) der \u00ab\u00a0Passauer Neuen Presse\u00a0\u00bb (Samstag) mit Blick auf steigende Impfstofflieferungen. Der Chef des Haus\u00e4rzteverbandes Ulrich Weigeldt argumentierte hingegen mit zu hohen Kosten. Es sei \u00ab\u00a0mehr als fraglich, Strukturen aufrechtzuerhalten, von denen man immer wieder h\u00f6rt, dass die Kosten pro Impfung etwa zehnmal so teuer sind wie in den Praxen\u00a0\u00bb, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND\/Samstag). \u00ab\u00a0Anstatt die Impfzentren k\u00fcnstlich am Leben zu erhalten, sollte die Politik ihre Energie lieber in eine sinnvolle Planung der Impfstoffbereitstellung f\u00fcr die Auffrischungsimpfungen stecken.\u00a0\u00bb Der AfD-Vorsitzende J\u00f6rg Meuthen (59) hat sich gegen Covid-19 impfen lassen. Eine Empfehlung an Parteifreunde, dies ebenso zu tun, will der 59-J\u00e4hrige aber nicht aussprechen. Er habe sich \u00ab\u00a0nach reiflicher Abw\u00e4gung\u00a0\u00bb entschlossen, sich mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen zu lassen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Seine erste Impfung liege noch nicht lange zur\u00fcck. Meuthen sagte: \u00ab\u00a0Ich lege sehr gro\u00dfen Wert darauf, dass weder ein Druck in die eine noch in die andere Richtung ausge\u00fcbt wird. Das m\u00fcssen die Menschen frei selbst entscheiden k\u00f6nnen.\u00a0\u00bb Der magische 19. Juni sollte der Tag werden, an dem in Gro\u00dfbritannien alle Corona-Regeln eingestellt werden. Nun scheint dieser Plan aufgrund der Delta-Mutante gescheitert zu sein. Diese sorgt im Vereinigten K\u00f6nigreich derzeit offiziellen Angaben zufolge f\u00fcr rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie lie\u00df die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen. Die Sun berichtet am Freitag exklusiv, dass die Regierung unter F\u00fchrung von Premierminister Boris Johnson (56) eine Verschiebung des \u00ab\u00a0Freedom Days\u00a0\u00bb um einen Monat plane. Demnach soll erst am 19. Juli das \u00ab\u00a0normale Leben\u00a0\u00bb wieder zur\u00fcckkehren. Eine bittere Niederlage f\u00fcr Johnson, eine entt\u00e4uschende Nachricht f\u00fcr die Briten insgesamt. DFB-Direktor Oliver Bierhoff (53) hat sich insgesamt zufrieden mit dem Stand der Corona-Impfungen rings um die deutsche Fu\u00dfball-Nationalmannschaft vor dem EM-Start ge\u00e4u\u00dfert. Von den Spielern ist allerdings bislang noch keiner zweimal geimpft, wie Bierhoff am Freitagabend bei Magenta TV sagte. Teilweise seien die Spieler einmal geimpft, bei einigen Genesenen sei keine Impfung mehr notwendig. Viele Betreuer seien zweimal geimpft worden. Im Koalitionsstreit um m\u00f6glicherweise minderwertige Corona-Schutzmasken hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD) Teilen der Union ein Ablenkungsman\u00f6ver vorgeworfen. \u00ab\u00a0Man muss aufpassen, dass eine Sachdebatte nicht vernebelt wird. Und ich erlebe schon, dass einige auf Unionsseite versuchen, das Ganze zu einer rein parteipolitischen Auseinandersetzung zu erkl\u00e4ren, um nicht \u00fcber die Sache sprechen zu m\u00fcssen\u00a0\u00bb, sagte Heil dem Spiegel. \u00ab\u00a0Und es gibt den Versuch, \u00fcber technische Fragen die \u00d6ffentlichkeit so zu verwirren, dass die Leute nicht mehr verstehen, worum es wirklich geht.\u00a0\u00bb Die zun\u00e4chst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta ist Analysen zufolge wesentlich ansteckender als der in Gro\u00dfbritannien entdeckte Alpha-Typ. Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta sch\u00e4tzungsweise 60 Prozent h\u00f6her als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbeh\u00f6rde Public Health England am Freitag mit. Au\u00dferdem soll sich Delta st\u00e4rker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen k\u00f6nnen &#8211; das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollst\u00e4ndig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante &#8211; auch B.1.617.2 genannt &#8211; gesch\u00fctzt. Die Delta-Variante sorgt im Vereinigten K\u00f6nigreich derzeit offiziellen Angaben zufolge f\u00fcr rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie lie\u00df die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen und k\u00f6nnte die geplanten weiteren Corona-Lockerungen gef\u00e4hrden. Am Freitag meldeten die Beh\u00f6rden mit 8125 F\u00e4llen &#8211; fast 1000 mehr als am Vortag &#8211; die h\u00f6chste Zahl an Neuinfektionen seit Ende Februar. Die Bundesregierung hat Gro\u00dfbritannien wegen der Mutante wieder als Virusvariantengebiet mit extrem strengen Einreise- und Quarant\u00e4neregeln eingestuft. Das teilte die Regierung am Freitag in Den Haag mit. Besucher m\u00fcssten dann auch nicht mehr 1,5 Meter Abstand halten. Damit w\u00e4ren ab Ende Juni auch wieder volle Stadien f\u00fcr Konzerte oder Fu\u00dfballspiele m\u00f6glich. US-Pr\u00e4sident Joe Biden (78) hat die Pl\u00e4ne der G7-Gruppe zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen f\u00fcr \u00e4rmere L\u00e4nder nach Angaben des Wei\u00dfen Hauses als historisch begr\u00fc\u00dft. Diese Verpflichtung bilde die Grundlage f\u00fcr ein umfassendes Paket von G7-Ma\u00dfnahmen zur Beendigung der Pandemie im n\u00e4chsten Jahr, teilte das Wei\u00dfe Haus am Freitag zum Auftakt des Gipfels sieben f\u00fchrender Industriestaaten im s\u00fcdwestenglischen Cornwall mit. Die britische Regierung als Gipfel-Gastgeber hatte davor mitgeteilt, dass die G7 \u00e4rmeren Staaten mit einer Milliarde Impfdosen helfen wolle. Die bis n\u00e4chstes Jahr geplante Unterst\u00fctzung solle sowohl durch Verteilung als auch durch Finanzierung von Impfstoff m\u00f6glich werden. Das Wei\u00dfe Haus teilte mit, der Aktionsplan, der bei dem dreit\u00e4gigen Treffen beschlossen werde, umfasse die Impfung der weltweit am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdeten Menschen, die Bereitstellung von Notvorr\u00e4ten und die Unterst\u00fctzung des weltweiten wirtschaftlichen Aufschwungs. Bestandteil seien auch Ma\u00dfnahmen, damit sich die internationale Gemeinschaft auf k\u00fcnftige Pandemien vorbereiten und diese verhindern, erkennen sowie darauf reagieren k\u00f6nne. Die USA &#8211; die eine Spende von einer halben Milliarde Impfdosen angek\u00fcndigt haben &#8211; w\u00fcrden die G7-Staaten in einer globalen Impfkampagne anf\u00fchren. Zum Auftakt des G7-Gipfels hat der britische Premierminister Boris Johnson (56) die Bedeutung der Zusammenkunft unterstrichen. \u00ab\u00a0Dieses Treffen muss unbedingt stattfinden\u00a0\u00bb, sagte Johnson vor Beginn der ersten Arbeitsgespr\u00e4che im s\u00fcdwestenglischen Badeort Carbis Bay. Die Staats- und Regierungschefs m\u00fcssten sicherstellen, dass sie die Lektionen aus der Corona-Pandemie gelernt haben und dass die Volkswirtschaften wieder anspr\u00e4ngen, sagte der Regierungschef. Es sei entscheidend, dass die Welt gemeinsam auf die Krise reagiere. Johnson ist in diesem Jahr Gastgeber des Treffens finanzstarker Demokratien, da Gro\u00dfbritannien den Vorsitz inne hat. Es ist die erste Zusammenkunft in diesem Format seit Beginn der Pandemie. \u00ab\u00a0Es ist wirklich wunderbar, alle pers\u00f6nlich zu sehen\u00a0\u00bb, sagte Johnson. Dies bedeute einen deutlichen Unterschied zu Online-Formaten wie Videokonferenzen. Wenn die G7 bei den Impfstoffspenden nicht deutlich zulegten, setzten sie ihre eigenen B\u00fcrger Gefahren aus, etwa, weil sich neue, gef\u00e4hrlichere Virusvarianten entwickeln und neue Corona-Ausbr\u00fcche die Lieferketten unterbrechen k\u00f6nnten, teilte der Verband mit Sitz in Paris am Freitag mit. Er vertritt 45 Millionen Unternehmen weltweit. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat den Vorwurf zur\u00fcckgewiesen, die Zahl der freien Intensivbetten sei w\u00e4hrend der Corona-Pandemie falsch angegeben worden. \u00ab\u00a0Krankenh\u00e4user haben die Zahl der Intensivbetten nicht manipuliert, diesen Verdacht \u00e4u\u00dfert auch der Bundesrechnungshof nicht. Intensivbettenzahlen zu manipulieren ist auch gar nicht m\u00f6glich, da die Ausgleichszahlungen an Bedingungen gekn\u00fcpft sind, die Krankenh\u00e4user nicht beeinflussen k\u00f6nnen\u00a0\u00bb, sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Ga\u00df, der Rheinischen Post (Samstag). Laut einer Mitteilung der DKG vom Freitag z\u00e4hlen zu den Bedingungen, dass das Krankenhaus bestimmten Notfallversorgungsstufen angeh\u00f6rt, die Inzidenz im gesamten Landkreis bei mindestens 50 F\u00e4llen liegt und dass im gesamten Landkreis weniger als 25 Prozent der Intensivbehandlungspl\u00e4tze frei sind. \u00ab\u00a0Es geht eben ausdr\u00fccklich nicht um die Quote freier Betten in einzelnen Krankenh\u00e4usern, die dann daraus theoretisch ein Vorteil erzielen k\u00f6nnten. Zudem haben wir mit dem Intensivregister eine transparente Datenbank, die uns aktuell und verl\u00e4sslich die Zahl der Intensivbetten meldet\u00a0\u00bb, sagte Ga\u00df der Zeitung. Der Bundestag hat die \u00ab\u00a0epidemische Lage von nationaler Tragweite\u00a0\u00bb wegen der Corona-Pandemie verl\u00e4ngert. Sie dient als rechtliche Grundlage f\u00fcr Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten. N\u00e4heres, siehe Update von 15.07 Uhr. \u00ab\u00a0Da sich sicher viele in Europa auf die EURO 2020 freuen und ihre Nationalmannschaften in den Stadien auf dem ganzen Kontinent beobachten, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Pandemie noch nicht vor\u00fcber ist.\u00a0\u00bb Das ECDC wolle w\u00e4hrend der gesamten EM-Zeit umfassende Daten sammeln und die epidemiologische Lage genau beobachten. Abgeordnete der Koalition haben f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung der Pandemie-Notlage nationaler Tragweite in Deutschland geworben. Abgeordneten von FDP und AfD sowie der Linke wandten sich am Freitag im Bundestag gegen eine Verl\u00e4ngerung. Die Gr\u00fcnen wollten trotz Kritik zustimmen. Die Abgeordneten stimmten am Nachmittag namentlich ab. Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Der Bundestag hatte die \u00ab\u00a0epidemische Lage\u00a0\u00bb erstmals am 25. M\u00e4rz 2020 festgestellt. Ohne Verl\u00e4ngerung w\u00fcrde die epidemische Notlage nationaler Tragweite Ende Juni auslaufen. Nun soll sie maximal f\u00fcr drei Monate verl\u00e4ngert werden. Im September soll es vor der Bundestagswahl noch eine Bundestagssitzung geben. Beraten werden soll \u00fcber das erwartete Ende der Pandemie-Notlage, wie es in Fraktionskreisen hie\u00df. Spieler der spanischen Fu\u00dfball-Nationalmannschaft sind drei Tage vor ihrem ersten EM-Spiel am Montagabend gegen Schweden gegen das Coronavirus geimpft worden. Die nach zwei positiven Befunden kurzfristig beschlossene Aktion fand am Freitag im Trainingszentrum der \u00ab\u00a0La Roja\u00a0\u00bb in Las Rozas bei Madrid statt, wie der Verband mitteilte. Es wurde den Profis freigestellt, welchen Impfstoff sie nehmen. \u00ab\u00a0Wir hatten das Privileg und das Gl\u00fcck, dass die Regierung entschieden hat, dass wir geimpft werden sollen\u00a0\u00bb, sagte der fr\u00fchere Bayern-Profi Thiago. Ob alle Profis, die bisher noch gar kein Vakzin bekommen hatten oder auch keine Corona-Infektionen hatten, tats\u00e4chlich geimpft wurden, wurde nicht mitgeteilt. Vor allem die vor einer Woche gemeldete Ansteckung von Kapit\u00e4n Sergio Busquets (32) hatte f\u00fcr Aufregung bei den Spaniern gesorgt. Anschlie\u00dfend wurde auch Diego Llorente positiv getestet. Ob beide Profis im endg\u00fcltigen Kader bleiben werden, stand vorerst nicht fest. Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die generelle Reisewarnung f\u00fcr touristische Reisen in Corona-Risikogebiete ab 1. Juli auf. \u00ab\u00a0Nach langen Monaten des Lockdowns d\u00fcrfen wir uns auf mehr Normalit\u00e4t freuen, das gilt auch f\u00fcr das Reisen\u00a0\u00bb, sagte Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (54) am Freitag zu diesem Schritt. Mehrere Bundesl\u00e4nder haben Medienberichten zufolge Millionen Corona-Masken aus dem Verkehr gezogen, die ihnen der Bund im vergangenen Jahr zur Verf\u00fcgung gestellt hatte. Der NDR berichtete am Freitag nach einer eigenen Umfrage unter den L\u00e4ndern, dass etwa Schleswig-Holstein vier Millionen Schutzmasken zur\u00fcckgeschickt habe, die der Bund von Mai bis August 2020 geliefert habe. Sie h\u00e4tten die FFP2-Norm nicht erf\u00fcllt, habe das Sozialministerium in Kiel auf Anfrage des Senders mitgeteilt. Niedersachsen will dem Bericht zufolge jetzt ebenfalls vier Millionen Masken an den Bund zur\u00fcckgeben. In Rheinland-Pfalz lagerten laut dem zust\u00e4ndigen Landesamt \u00ab\u00a0mehr als eine Million nicht verkehrsf\u00e4hige FFP2 und FFP2-analoge Masken des Bundes\u00a0\u00bb, wie der NDR berichtete. Das Magazin \u00ab\u00a0Der Spiegel\u00a0\u00bb berichtete am Freitag nach einer Umfrage in den L\u00e4ndern ebenfalls von Millionen zur\u00fcckgeschickter Masken. So habe nach Tests Baden-W\u00fcrttemberg 4,6 Millionen aus dem Verkehr gezogen und Bayern 72.000 gesperrt. Der neue digitale Corona-Impfnachweis wird vom kommenden Mittwoch an auch in der Luca-App angezeigt werden k\u00f6nnen. Das teilten die Betreiber der App am Freitag in Berlin mit. Damit stehen mit der App CovPass, der Corona-Warn-App des Bundes und der Luca-App nun drei unterschiedliche L\u00f6sungen zur Verf\u00fcgung, um einen Impfnachweis auf dem Smartphone pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen. F\u00fcr den russischen Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi ist die Fu\u00dfball-Europameisterschaft noch vor Beginn des Turniers vorbei. Der 23-J\u00e4hrige von Zenit St. Petersburg wurde am Freitag im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus dem Kader der russischen Nationalmannschaft gestrichen. Das Team sprach im Kurznachrichtendienst Twitter von einem \u00ab\u00a0ung\u00fcnstigen Ergebnis von PCR-Tests\u00a0\u00bb, ohne Einzelheiten zu nennen. Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte f\u00fcr Corona-Reisebeschr\u00e4nkungen verst\u00e4ndigt. Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen k\u00fcnftig erst bei deutlich h\u00f6heren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu f\u00fchren, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarant\u00e4neauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschr\u00e4nkungen zu bef\u00fcrchten haben. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz \u00d6sterreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss k\u00fcnftig keinerlei Einreisebeschr\u00e4nkungen wegen Corona mehr beachten. Die Co-Vorsitzende des Covax-Programms, mit dem \u00e4rmeren L\u00e4ndern Zugang zu Corona-Impfstoffen erm\u00f6glicht werden soll, hat sich hoffnungsvoll zu den Gespr\u00e4chen beim G7-Gipfel in Cornwall ge\u00e4u\u00dfert. Insgesamt hatten sich die Staats- und Regierungschefs der sieben f\u00fchrenden westlichen Wirtschaftsm\u00e4chte f\u00fcr den von Freitag bis Samstag andauernden Gipfel zum Ziel gesetzt, Zusagen von einer Milliarde Dosen zu machen. Jane Halton (61) begr\u00fc\u00dfte die Ank\u00fcndigung des britischen Premierministers Boris Johnson (56), bis zum kommenden Jahr 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden. US-Pr\u00e4sident Joe Biden (78) hatte gar 500 Millionen Dosen f\u00fcr L\u00e4nder mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus versprochen. Sie sei \u00ab\u00a0erfreut und aufgeregt\u00a0\u00bb sagte Halton dem britischen Radiosender \u00ab\u00a0Times Radio\u00a0\u00bb am Freitag und f\u00fcgte hinzu: \u00ab\u00a0Lassen Sie uns annehmen, wir kommen auf eine Milliarde bis zum Schluss, das w\u00e4re au\u00dferordentlich willkommen.\u00a0\u00bb Rund eine halbe Million Jugendliche sollten sich wegen besonderer Risiken gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus Berechnungen des Zentralinstituts f\u00fcr die kassen\u00e4rztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland hervor. Die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung bei 12- bis 17-J\u00e4hrigen nur bei besonderen Vorerkrankungen. Die Liste umfasst zw\u00f6lf Krankheiten, darunter Adipositas, Diabetes, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21. Eine Auswertung des Zentralinstituts zeigt, dass etwa elf Prozent aller Jugendlichen in Deutschland in der fraglichen Altersgruppe mindestens eines dieser Risikomerkmale aufweisen. In Deutschland ist nahezu jeder vierte Mensch vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.10 Uhr) sind 24,8 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung (20,6 Millionen Menschen) bereits vollst\u00e4ndig geimpft,47,5 Prozent (39,5 Millionen Menschen) haben mindestens eine Impfung erhalten. Insgesamt wurden laut RKI bislang 59 Millionen Impfdosen verabreicht. In der Corona-Pandemie haben einer Umfrage zufolge 38 Prozent der Technologie-Start-ups in Deutschland Hilfen erhalten. Weitere 4 Prozent warten noch auf beantragte finanzielle Unterst\u00fctzung, bei noch einmal 4 Prozent wurden die Antr\u00e4ge abgelehnt, wie der Digitalverband Bitkom am Freitag berichtete. Dabei habe gut jedes f\u00fcnfte Start-up keine Hilfen ben\u00f6tigt. Knapp jedes Dritte hatte den Angaben nach keine beantragt, da es die Voraussetzungen daf\u00fcr nicht erf\u00fcllt h\u00e4tten. Zugleich sind der Umfrage zufolge nur 5 Prozent der Start-ups zufrieden mit den staatlichen Hilfsangeboten. Neun von zehn Gr\u00fcndern kritisierten, dass sich die Ma\u00dfnahmen zu sehr an den Bed\u00fcrfnissen der Konzerne und Mittelst\u00e4ndler orientierten. Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sch\u00fctzt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 sch\u00fctze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal \u00ab\u00a0Nature\u00a0\u00bb. F\u00fcr die Studie untersuchten die Forscher 20 Blutproben von 15 Menschen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffes von Biontech\/Pfizer erhalten hatten, und testeten die Reaktion auf die verschiedenen Corona-Varianten. Die Wirksamkeit der Antik\u00f6rper sei bei den Varianten zwar niedriger ausgefallen als bei einem im Januar 2020 isolierten Coronavirus-Typ, sie sei jedoch immer noch \u00ab\u00a0robust\u00a0\u00bb, hie\u00df es. Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten \u00e4hnliche Ergebnisse erbracht. Nach dem Corona-Ausbruch in einem Hotel beim G7-Gipfel in Cornwall hat sich ein Sicherheitsmann der deutschen Vorausdelegation von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) vorsorglich in Quarant\u00e4ne begeben. Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Nach Corona-Ausbruch bei G7-Gipfel: Deutscher Sicherheitsmann in Quarant\u00e4ne. Trotz der deutlich sinkenden Inzidenzen in Brandenburg bleiben Schnelltests aus Sicht von Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (59, SPD) weiterhin ein wichtiges Instrument gegen die Pandemie. \u00ab\u00a0Es w\u00e4re jetzt fatal, die Tests fl\u00e4chendeckend mehr oder weniger abzuschaffen\u00a0\u00bb, sagte Woidke am Freitagmorgen im RBB-Inforadio. \u00ab\u00a0Wir haben mit den Tests ein deutlich besseres Handwerkszeug als noch vor einem Jahr.\u00a0\u00bb \u00ab\u00a0Ich wei\u00df, das ist unbequem\u00a0\u00bb, sagte Woidke. \u00ab\u00a0Aber auf der anderen Seite sind wir gut beraten, vorsichtig zu sein, gerade wenn wir jetzt den Blick aus Deutschland raus nach Gro\u00dfbritannien schweifen lassen.\u00a0\u00bb Dort k\u00e4mpft das Land aktuell mit der Ausbreitung der sogenannten Delta-Variante des Coronavirus, obwohl dort die Impfquote deutlich h\u00f6her liegt als in Deutschland. Entwicklungsorganisationen haben die Pl\u00e4ne der gro\u00dfen Industrienationen (G7), bed\u00fcrftigen L\u00e4ndern mit einer Milliarde Impfdosen helfen zu wollen, als unzureichend kritisiert. Zum Beginn des G7-Gipfels an diesem Freitag im englischen Carbis Bay forderten sie dar\u00fcber hinaus eine Aufhebung des Patentschutzes f\u00fcr Impfstoffe, die Weitergabe von Technologie zur Impfstoffproduktion und Investitionen in regionale Produktion weltweit. \u00ab\u00a0Eine sofortige Weitergabe von Impfdosen ist momentan dringend erforderlich und die Milliarde Impfdosen sind daher willkommen\u00a0\u00bb, sagte J\u00f6rn Kalinski von Oxfam. Aber wenn das alles sei, \u00ab\u00a0muss dies als Fehlschlag gewertet werden\u00a0\u00bb. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) halte 11 Milliarden Impfdosen f\u00fcr n\u00f6tig &#8211; oder zumindest acht Milliarden, um f\u00fcr eine Herdenimmunit\u00e4t 80 Prozent der Bev\u00f6lkerung in L\u00e4ndern mit geringem oder mittleren Einkommen zu impfen. Experte Hans-Georg Predel (62) sieht Impfungen kurz vor der Fu\u00dfball-Europameisterschaft als nicht zielf\u00fchrend an. \u00ab\u00a0Es kann zu Impfreaktionen kommen, die Leistung einschr\u00e4nken\u00a0\u00bb, sagte der Universit\u00e4tsprofessor der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln der Deutschen Presse-Agentur. \u00ab\u00a0Eine Impfung auf den letzten Dr\u00fccker halte ich nicht f\u00fcr sinnvoll, weil das Nutzenverh\u00e4ltnis wirklich nicht g\u00fcnstig ist\u00a0\u00bb, sagte er mit Blick auf m\u00f6gliche Impfungen mit Vakzinen, die zweimal verabreicht werden m\u00fcssen. Dabei komme hinzu, dass die zweite Dosis w\u00e4hrend des laufenden paneurop\u00e4ischen Turniers gespritzt werden m\u00fcsste. In solchen F\u00e4llen gebe es die positiven Effekte erst nach der EM. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3165 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 18,6 an (Vortag: 19,3; Vorwoche: 29,7). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 102 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 86 Tote gewesen. Das RKI z\u00e4hlte seit Beginn der Pandemie 3.711.569 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.569.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, betr\u00e4gt nun 89.687. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,74). Bundesentwicklungsminister Gerd M\u00fcller (CSU) hat die G7-Staaten dazu aufgefordert,16 Milliarden Euro f\u00fcr die Impflogistik in \u00e4rmeren L\u00e4ndern bereitzustellen. Die sieben Industriestaaten wollen bei ihrem Gipfel im englischen Cornwall ab Freitag eine Spende von mindestens einer Milliarde Impfdosen zusagen, wie die britische Regierung ank\u00fcndigte. \u00ab\u00a0Die Impfdosen m\u00fcssen aber auch zu den Menschen kommen\u00a0\u00bb, sagte M\u00fcller der \u00ab\u00a0Augsburger Allgemeinen\u00a0\u00bb (Freitag). \u00ab\u00a0Daf\u00fcr fehlen weiterhin 16 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr &#8211; etwa f\u00fcr K\u00fchlketten, Tests und Medikamente zur Behandlung der Folgen einer Infektion.\u00a0\u00bb Die G7 solle diese Finanzl\u00fccke schnell schlie\u00dfen, forderte M\u00fcller. Deutschland sei vorangegangen und habe 2,2 Milliarden Euro bereitgestellt. Kommunen haben entt\u00e4uscht darauf reagiert, dass sich die Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz nicht auf einheitliche Corona-Regeln f\u00fcr Gro\u00dfveranstaltungen verst\u00e4ndigen konnte. Sollten sich Infektionsgeschehen und Impfkampagne weiter so positiv entwickeln, m\u00fcssten auch bei den Veranstaltungen m\u00f6glichst rasch klare \u00d6ffnungsperspektiven aufgezeigt werden, unter Beachtung klarer Hygienekonzepte, sagte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen St\u00e4dte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg (69), der \u00ab\u00a0Rheinischen Post\u00a0\u00bb (Freitag). Hier m\u00fcssten die Bundesl\u00e4nder bald zu einer m\u00f6glichst einheitlichen Linie kommen. Bei einem m\u00f6glichen Zusammenhang zwischen sehr seltenen Herzmuskelentz\u00fcndungen (Myokarditis) und einer Corona-Impfung insbesondere bei jungen M\u00e4nnern ab 16 Jahren hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bislang kein klares Bild. Zwar habe man in den vergangenen Wochen \u00ab\u00a0zunehmend Meldungen \u00fcber den Verdacht einer Myokarditis oder Perimyokarditis im zeitlichen Zusammenhang mit der Verabreichung von Covid-19-mRNA-Impfstoffen erhalten\u00a0\u00bb, hei\u00dft es in einem am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Sicherheitsbericht des PEI. Andererseits weise es bezogen auf alle Altersgruppen nicht auf ein Risikosignal hin, wenn man die gemeldeten F\u00e4lle zu der Myokarditis-Quote ins Verh\u00e4ltnis setze, die auch ohne Impfung zu erwarten w\u00e4re. Dennoch falle bei den mRNA-Impfstoffen von Moderna und Biontech\/Pfizer auf, \u00ab\u00a0dass vorwiegend j\u00fcngere Menschen betroffen sind, die jedoch vermutlich aufgrund der Impfpriorisierung nicht die prozentual gr\u00f6\u00dfte Impfgruppe ausmachen.\u00a0\u00bb Bislang gehe es um 92 F\u00e4lle. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten mindestens eine Milliarde Impfdosen f\u00fcr andere L\u00e4nder zur Verf\u00fcgung stellen. Dazu sollen sowohl bereits hergestellte Impfdosen verteilt als auch die Herstellung weiterer finanziert werden, teilte die britische Regierung in der Nacht zum Freitag mit. Die Staats- und Regierungschefs wollen demnach auch einen Plan ausarbeiten, um die Impfstoffproduktion auszuweiten. In der Corona-Pandemie wird auch das Empire State Building in New York zum Impfzentrum. Vorerst von diesem Freitag an bis Sonntag k\u00f6nnten sich Menschen in dem ber\u00fchmten Hochhaus mitten in Manhattan impfen lassen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag mit. Die ersten 100 Geimpften d\u00fcrfen danach kostenlos die Aussichtsplattformen des Wolkenkratzers besuchen. Spaniens EM-Team wird kurz vor dem Start des Turniers noch gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfungen sollen am Freitag ab 10 Uhr im Teamquartier von Las Rozas durch das Milit\u00e4r vorgenommen werden, teilte der spanische Fu\u00dfballverband mit. Zuvor hatte es wegen der positiven Coronatests bei Kapit\u00e4n Sergio Busquets und Diego Llorente eine heftige Debatte um Impfungen f\u00fcr die Mannschaft gegeben. Nationaltrainer Luis Enrique dr\u00e4ngte auf eine schnelle L\u00f6sung, am Donnerstagnachmittag gab es schlie\u00dflich Gr\u00fcnes Licht von den Beh\u00f6rden. Mit dem Schritt solle die Sicherheit f\u00fcr das spanische Team bei der Europameisterschaft erh\u00f6ht werden, zumal andere Mannschaften bereits geimpft seien, hie\u00df es. Der Verband dankte der Regierung f\u00fcr die Zustimmung. Unklar blieb, wie viele Spieler geimpft werden. Der G7-Gipfel hat noch nicht einmal angefangen, da gibt es bereits die erste Panne. Mehr dazu hier: Corona-Ausbruch beim G7-Gipfel: Muss Merkel schon wieder abreisen? Im kleinen K\u00f6nigreich Bahrain ist es nach einem Corona-Todesfall in einem Gef\u00e4ngnis zu seltenen Protesten gekommen. Der 48 Jahre alte Hussain Barakat, der eine lebenslange Haftstrafe wegen Terrorismusdelikten absa\u00df, hatte sich mit dem Coronavirus infiziert und wurde vor zwei Wochen in ein Krankenhaus verlegt. Nachdem das Innenministerium am Mittwoch seinen Tod bekanntgab, kam es am Abend in mehreren D\u00f6rfern zu Protesten. Videos zeigten Hunderte Demonstranten. F\u00fcr Donnerstag waren weitere Proteste geplant. Die Lage der Menschenrechte in Bahrain hat sich Beobachtern zufolge in vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert. Laut Amnesty International werden Kritiker der Regierung &#8211; darunter Aktivisten, Anw\u00e4lte, Journalisten, schiitische Geistliche und Demonstranten &#8211; zunehmend unterdr\u00fcckt. Sie w\u00fcrden eingesch\u00fcchtert, festgenommen, verh\u00f6rt und mit Reiseverboten und Gef\u00e4ngnisstrafen belegt. Barakat wurde 2018 in einem Massenverfahren zu lebenslanger Haft verurteilt wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Polen hat f\u00fcr die Urlaubszeit die Lockerung weiterer Corona-Beschr\u00e4nkungen angek\u00fcndigt. Ab dem 26. Juni sollen Hotels bis zu einer maximalen Auslastung von 75 Prozent G\u00e4ste beherbergen d\u00fcrfen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Warschau. Kinder w\u00fcrden dabei nicht mitgez\u00e4hlt. Bislang lag das Limit bei 50 Prozent. Auch in Restaurants d\u00fcrfen k\u00fcnftig bis zu 75 Prozent der Pl\u00e4tze besetzt werden. Bei Konzerten und Sportveranstaltungen gilt eine maximale Auslastung von 50 Prozent. Auch Tanz in Diskotheken soll es wieder geben &#8211; bis zu 150 G\u00e4ste sind erlaubt. Die Stimmung in der mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gten deutschen S\u00fc\u00dfwarenindustrie ist trotz der aktuell sinkenden Inzidenzzahlen eher d\u00fcster. Nach einer am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Branchenumfrage des Bundesverbandes der Deutschen S\u00fc\u00dfwarenindustrie (BDSI) erwarten fast zwei Drittel (65 Prozent) der Hersteller von S\u00fc\u00dfwaren und Knabberartikeln, dass die Auswirkungen der Krise die Branche noch bis ins Jahr 2022 belasten werden. Weitere 20 Prozent glauben sogar, dass die Folgen erst fr\u00fchestens 2023 \u00fcberwunden sein werden. Mieterhaushalte in Deutschland zahlen nach Angaben von Eigent\u00fcmerverb\u00e4nden trotz der Corona-Krise weiter verl\u00e4sslich ihre Miete. Es gebe keine vermehrten K\u00fcndigungen oder gar Zwangsr\u00e4umungen, sagte Haus-und-Grund-Pr\u00e4sident Kai Warnecke am Donnerstag. \u00ab\u00a0Die Sicherungssysteme in unserem Land, sie funktionieren.\u00a0\u00bb Mehrere Millionen Deutsche haben im Verlauf der Krise Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit erhalten. Ihr Einkommen war dann geringer, aber die Hilfe bewahrte sie m\u00f6glicherweise vor Arbeitslosigkeit. Auch regionale Vermieterverb\u00e4nde und der Zentrale Immobilien-Ausschuss (ZIA) registrierten keinen Anstieg der K\u00fcndigungen wegen Mietr\u00fcckst\u00e4nden. Bei seinen Bestandshaltern machten diese wie vor der Krise zwischen null und zwei Prozent der K\u00fcndigungen aus, hie\u00df es beim ZIA. Familien mit geringem Einkommen bekommen ab August eine Extra-Zahlung von 100 Euro pro Kind vom Staat. Im Bundestag soll an diesem Freitag die Auszahlung eines entsprechenden \u00ab\u00a0Freizeitbonus\u00a0\u00bb beschlossen werden. Die Leistung ist Teil des sogenannten Corona- Aufholprogramms, mit dem Bund und L\u00e4nder die Langzeitfolgen der Corona-Einschr\u00e4nkungen im Bildungs- und Freizeitbereich f\u00fcr Kinder und Jugendliche abmildern wollen. Das Aufholprogramm umfasst zwei Milliarden Euro. Gef\u00f6rdert werden dar\u00fcber auch Nachhilfeunterricht, Schulsozialarbeit, Ferienfreizeiten oder mehr Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr. Die gemeinsame Petition des Deutschen Fu\u00dfball-Bundes und des Deutschen Olympischen Sportbundes f\u00fcr eine Wiederzulassung des Freiluftsports hat knapp 100.000 Unterst\u00fctzer gefunden. Begleitet von dringlichen Appellen wurden die Forderungen am Mittwoch in Berlin der Politik \u00fcbergeben, teilte der DFB am Donnerstag mit. \u00ab\u00a0Sport war und ist kein Pandemietreiber, der Sport ist mit seinen 90.000 Vereinen dringend erforderlich f\u00fcr Gesundheit in unserem Land\u00a0\u00bb, sagte DFB-Vizepr\u00e4sident Ronny Zimmermann. \u00ab\u00a0Man kann die Bedeutung des organisierten Sports gar nicht hoch genug einsch\u00e4tzen. Ich w\u00fcnsche mir, dass man das st\u00e4rker sieht.\u00a0\u00bb Das Bundesgesundheitsministerium hat nach einem neuen Bericht des Bundesrechnungshofs in der Corona-Krise f\u00fcr Schutzmasken zeitweise deutlich mehr an Apotheken gezahlt als n\u00f6tig. So habe es bei der Erstattung von Masken f\u00fcr Menschen mit Vorerkrankungen \u00ab\u00a0eine deutliche \u00dcberkompensation\u00a0\u00bb zugunsten der Apotheken gegeben, hei\u00dft es in dem Bericht der Rechnungspr\u00fcfer an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Zuvor hatten die \u00ab\u00a0Welt\u00a0\u00bb sowie \u00ab\u00a0S\u00fcddeutsche Zeitung\u00a0\u00bb, NDR und WDR dar\u00fcber berichtet. Mehr zu diesem Thema lest Ihr bei TAG24 unter \u00ab\u00a0Zulasten der Steuerzahler! So verschwenderisch ist Spahn in der Corona-Krise\u00a0\u00bb. In D\u00e4nemark wird man ab n\u00e4chster Woche deutlich weniger Menschen mit Mund-Nasen-Schutz sehen. Die Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers wird am Montag f\u00fcr fast alle Bereiche des \u00f6ffentlichen Lebens aufgehoben. Einzige Ausnahme davon bleibt der \u00f6ffentliche Nahverkehr &#8211; dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt. Im Nahverkehr soll die Tragepflicht dann endg\u00fcltig am 1. September fallen. Darauf und auf weitere Lockerungen der Corona-Ma\u00dfnahmen hat sich die Regierung in der Nacht zum Donnerstag mit dem Gro\u00dfteil der Parlamentsparteien in Kopenhagen geeinigt. Die Entwicklungsorganisation One hat die Ank\u00fcndigung von US-Pr\u00e4sident Joe Biden (78) begr\u00fc\u00dft,500 Millionen Impfdosen an \u00e4rmere L\u00e4nder spenden zu wollen. Vor dem Gipfel der gro\u00dfen Industrienationen (G7) im britischen Badeort Carbis Bay forderte Karoline Lerche von One am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs auf, bereits jetzt damit zu beginnen, Impfstoffe an Entwicklungsl\u00e4nder abzugeben. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen jetzt schnell sein.\u00a0\u00bb Auch m\u00fcssten die anderen G7-Staaten jetzt nachziehen. Der Versicherungskonzern Axa hat im Streit um Corona-Entsch\u00e4digungen in Frankreich Zahlungen f\u00fcr Gastronomen angeboten. Insgesamt 300 Millionen Euro k\u00f6nnten etwa 15 000 Menschen zugute kommen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit dem Angebot will Axa wohl den laufenden Rechtsstreit mit zahlreichen Restaurantbetreibern \u00fcber Entsch\u00e4digungszahlungen f\u00fcr coronabedingte Schlie\u00dfungen mit einem Vergleich beenden. In Frankreich laufen derzeit mehrere Rechtsstreitigkeiten um Versicherungszahlungen wegen Schlie\u00dfungen. Versicherer hatten teils die Abgrenzung zwischen einer Epidemie und einer Pandemie nicht eindeutig in ihren Policen definiert. Die franz\u00f6sische Nachrichtenagentur AFP berichtete allein f\u00fcr Axa von etwa 1500 Verfahren. Die Urteile fielen demnach unterschiedlich aus, Axa habe auch h\u00e4ufig verloren. Der Brandenburger Landtag hat am Donnerstag den Antrag der AfD-Fraktion zum Ende der Pandemie-Notlage abgelehnt. In der von der AfD beantragten Sondersitzung stimmte die Mehrheit der Parlamentarier ohne Enthaltungen dagegen. Das Landesparlament sollte nach dem Willen der AfD an den Bundestag appellieren, der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite \u00fcber Ende Juni hinaus nicht zuzustimmen. \u00ab\u00a0Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei\u00a0\u00bb, warnte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (63, Gr\u00fcne). Die Brandenburger Landesregierung begr\u00fc\u00dfe die Absicht des Bundestages, die pandemische Lage zu verl\u00e4ngern. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Hans Christoph Berndt hatte den Antrag damit begr\u00fcndet, dass angesichts der zur\u00fcckgegangenen Infektionszahlen in diesem Sommer keine epidemische Lage zu erkennen sei. Das rechtfertige keinen Notstand, sagte er. F\u00fcr die Debatte sei nicht der Landtag, sondern der Bundestag zust\u00e4ndig, sagte Bj\u00f6rn L\u00fcttmann (45), gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Aus Sicht des parlamentarischen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers der CDU-Fraktion, Steeven Bretz (45), wird das Parlament missbraucht, wenn \u00fcber eine noch nicht gefallene Entscheidung des Bundestages debattiert wird. \u00ab\u00a0Leider sind sie nur im Wechselunterricht angetreten, die H\u00e4lfte der Fraktion hat es nicht mal zur Sondersitzung geschafft\u00a0\u00bb, kritisierte Sebastian Walter (31), Linke-Fraktionsvorsitzender, die Anwesenheit in der AfD-Fraktion. Nach mutma\u00dflichem Betrug in Corona-Schnellteststellen sollen die Betreiber ab Juli weniger abrechnen k\u00f6nnen. Zudem sollen sie strenger kontrolliert werden. Das sieht eine ge\u00e4nderte Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) vor, die zwischen den Bundesministerien derzeit abgestimmt wird und die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Betreiber von Teststellen sollen f\u00fcr die Entnahme des Abstrichs ab 1. Juli nur noch 8 Euro abrechnen k\u00f6nnen. Bisher waren es 15 bei \u00e4rztlichen und 12 Euro bei anderen Anbietern. Weil die Tests g\u00fcnstiger geworden sind, sollen sie nur noch pauschal mit 4,50 statt mit bis zu 6 Euro abgerechnet werden k\u00f6nnen. Wie es dazu kommt und welche Neuerungen Spahn und seine Kollegen noch planen, steht im TAG24-Artikel dazu. Bei den EM-Spielen in Kopenhagen werden mehr Fans live im Stadion dabei sein k\u00f6nnen als urspr\u00fcnglich vereinbart. Die d\u00e4nische Regierung einigte sich in der Nacht zum Donnerstag mit dem Gro\u00dfteil der Parlamentsparteien darauf, dass pro Spiel nun 25.000 Zuschauer ins Stadion Parken gelassen werden d\u00fcrfen. F\u00fcr die ersten EM-Begegnungen auf d\u00e4nischem Boden \u00fcberhaupt waren bislang 15.900 Stadionzuschauer vorgesehen gewesen. In den Parken finden in beschr\u00e4nkungsfreien Zeiten rund 38.000 Fu\u00dfballzuschauer Platz. Der Fu\u00dfballverband DBU schr\u00e4nkte aber schon am Donnerstag ein, dass es angesichts der kurzen Vorlaufzeit nicht realistisch sei, bereits beim Finnland-Spiel am Samstag 25.000 Zuschauer in den Parken lassen zu k\u00f6nnen. Man hoffe, das f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden D\u00e4nemark-Spiele zu erreichen, sagte DBU-Chef Jakob Jensen dem Sender TV2 und der Nachrichtenagentur Ritzau. In Kopenhagen werden vier EM-Partien ausgetragen: die drei Vorrundenspiele der d\u00e4nischen Nationalmannschaft gegen Finnland, Belgien und Russland sowie ein Achtelfinale. Corona-Ausnahmeregeln haben auch in den ersten drei Monaten 2021 die Zahl der Firmenpleiten vergleichsweise niedrig gehalten. Die Amtsgerichte erfassten im ersten Quartal 3762 F\u00e4lle und damit 19,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegele sich noch nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider, erl\u00e4uterte die Wiesbadener Beh\u00f6rde. Pleiten gab es vor allem im Baugewerbe und Handel sowie in dem stark von den Corona-Einschr\u00e4nkungen betroffenen Gastgewerbe. Um eine Pleitewelle in der Corona-Krise zu verhindern, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt eines Insolvenzgrundes wie \u00dcberschuldung oder Zahlungsunf\u00e4higkeit zeitweise ausgesetzt. Zahlungsunf\u00e4hige Unternehmen m\u00fcssen seit Oktober 2020 wieder Insolvenz beantragen. F\u00fcr \u00fcberschuldete Firmen war diese Pflicht bis Ende Dezember ausgesetzt. Bei Unternehmen, die noch auf die Auszahlung der seit November vorgesehenen staatlichen Hilfen warteten, gilt im Falle einer Schieflage die Pflicht zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens zum 1. Mai 2021 wieder vollumf\u00e4nglich. Bei der deutschen Elektroindustrie w\u00e4chst nach zuletzt zweistelligen Zuw\u00e4chsen die Zuversicht f\u00fcr das Gesamtjahr 2021. \u00ab\u00a0Diese positive Entwicklung nehmen wir zum Anlass, unsere bisherige Produktionsprognose f\u00fcr die deutsche Elektroindustrie von plus f\u00fcnf auf plus acht Prozent heraufzusetzen\u00a0\u00bb, teilte der Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Branchenverbandes ZVEI, Wolfgang Weber, am Donnerstag in Frankfurt mit. \u00ab\u00a0Wir gehen damit davon aus, dass wir die Produktionseinbu\u00dfen des vergangenen Jahres von minus sechs Prozent bereits im laufenden Jahr wieder einholen k\u00f6nnen.\u00a0\u00bb Zuvor hatte das Handelsblatt \u00fcber die Prognose berichtet. Im April \u00fcbertrafen die Auftragseing\u00e4nge nach Angaben des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) den Vorjahreswert um 57 Prozent, Produktion (rund 27 Prozent Plus) und Umsatz (rund 29 Prozent Plus) legten ebenfalls zweistellig zu. Der Vorjahresmonat war allerdings auch besonders von der Corona-Krise betroffen. Doch auch wenn man die ersten vier Monate des laufenden Jahres mit dem Vorjahreszeitraum vergleicht, liegt die Branche in allen Kategorien deutlich im Plus. Die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 ist in Gro\u00dfbritannien wieder deutlich angestiegen. Erstmals seit Mitte Mai liegt die Zahl wieder \u00fcber 1000, wie die BBC am Donnerstag berichtete. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf rund 49, nachdem sie wochenlang knapp \u00fcber 20 gelegen hatte. Wissenschaftler sprechen vom Beginn einer dritten Corona-Welle, die durch die Ausbreitung der wohl sehr ansteckenden, zun\u00e4chst in Indien entdeckte Delta-Variante verursacht wird. Trotz der steigenden Zahlen wird in England weiter \u00fcber die f\u00fcr den 21. Juni angepeilte Aufhebung aller Corona-Beschr\u00e4nkungen gestritten. Lobby-Verb\u00e4nde und Vertreter der Kulturbranche machen Druck auf die Regierung, auf den Schutz der Impfkampagne zu vertrauen und weiter zu lockern. Premier Boris Johnson (56) \u00e4u\u00dferte sich zuletzt zur\u00fcckhaltend. Eine Entscheidung soll am 14. Juni verk\u00fcndet werden. Die Corona-Einschr\u00e4nkungen haben den Inlandstourismus in Deutschland auch im April ausgebremst. Die Zahl der G\u00e4ste\u00fcbernachtungen war mit 8,5 Millionen zwar fast doppelt so hoch (plus 94,9 Prozent) wie in dem von der Corona-Krise stark beeintr\u00e4chtigten Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Gegen\u00fcber April 2019 wurde aber nur gut ein F\u00fcnftel der \u00dcbernachtungen gez\u00e4hlt (minus 79,0 Prozent). Die Zahl der \u00dcbernachtungen von G\u00e4sten aus dem Inland stieg im Vergleich zum Krisenmonat April 2020 um 98,4 Prozent auf 7,6 Millionen. Reisende aus dem Ausland standen f\u00fcr 0,9 Millionen \u00dcbernachtungen (plus 69,1 Prozent). Die Corona-Krise hatte Deutschland im Fr\u00fchjahr 2020 erfasst. Ein Beherbergungsverbot f\u00fcr privatreisende G\u00e4ste lie\u00df die \u00dcbernachtungszahlen abst\u00fcrzen. Hotels, Pensionen oder Gasth\u00f6fe durften nur noch Gesch\u00e4ftsreisende aufnehmen. Touristische \u00dcbernachtungen waren auch im April 2021 verboten. Das Verbot wurde allerdings abh\u00e4ngig von der Pandemiesituation vor Ort regional teilweise gelockert. Tirschenreuth wird als erster bayerischer Landkreis seit Monaten vom Robert Koch-Institut mit einer Corona-Inzidenz von Null gef\u00fchrt. Am Donnerstagmorgen wies er laut dem Dashboard des RKI keine gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf. Zuletzt waren demnach am 2. Juni zwei Neuinfektionen gemeldet worden. Tirschenreuth war lange Zeit Corona-Hotspot und wies zeitweise die h\u00f6chsten Inzidenzzahlen in Deutschland auf. Seit einigen Monaten hat sich das Bild aber gewandelt und der Landkreis wies regelm\u00e4\u00dfig besonders niedrige Werte aus. Neben Tirschenreuth weist das RKI derzeit in Deutschland nur noch die Stadt Schwerin mit einer Inzidenz von Null aus. In den vergangenen Tagen galt dies kurzfristig auch f\u00fcr die Landkreise Friesland und Goslar. Die USA wollen eine halbe Milliarde Impfdosen an Dutzende arme L\u00e4nder der Welt verteilen. Nach Angaben des Wei\u00dfen Hauses sollen die Dosen des Impfstoffs von Pfizer\/BioNTech an 92 L\u00e4nder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen sowie an die Afrikanische Union gespendet werden. 200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die \u00fcbrigen 300 Millionen bis Juni 2022. US-Pr\u00e4sident Joe Biden (78) werde den \u00ab\u00a0historischen\u00a0\u00bb Schritt an diesem Donnerstag verk\u00fcnden und andere Demokratien der Welt aufrufen, die globale Versorgung mit sicheren und wirksamen Impfstoffen zu unterst\u00fctzen, erkl\u00e4rte das Wei\u00dfen Haus. Biden ist derzeit im englischen Cornwall, wo am Donnerstag ein Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson (56) geplant ist. Von Freitag bis Sonntag nimmt er dort am Gipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben gro\u00dfen Industrienationen teil. Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (62, SPD) hat sich den Forderungen nach bundesweit einheitlichen Regeln f\u00fcr Gro\u00dfveranstaltungen angeschlossen. Einheitliche Ma\u00dfst\u00e4be seien sinnvoll, weil Gro\u00dfveranstaltungen wie Spiele der Fu\u00dfballbundesliga oder Konzerttourneen oft das gleiche Format h\u00e4tten, sagte Weil am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. \u00ab\u00a0Grunds\u00e4tzlich tasten wir uns ja derzeit heran. Man sieht das ja ganz deutlich zum Beispiel bei der Fu\u00dfball-Europameisterschaft.\u00a0\u00bb Entscheidend seien die Kapazit\u00e4tsbegrenzung im Verh\u00e4ltnis zur Gr\u00f6\u00dfe der Veranstaltungen, klare Hygienekonzepte mit ausreichendem Abstand und weiterhin das Impfen und Testen. Dann seien gr\u00f6\u00dfere Formate langsam, aber sicher wieder realisierbar. Am Donnerstag beraten die Regierungschefs der L\u00e4nder laut ihrem derzeitigen Vorsitzenden Michael M\u00fcller (56, SPD) unter anderem \u00fcber Corona-Regelungen f\u00fcr Gro\u00dfveranstaltungen. Weil sagte, er w\u00fcrde sich \u00fcber eine Entscheidung zum Thema freuen, \u00ab\u00a0aber es muss auch nicht sein\u00a0\u00bb. Es sei auch m\u00f6glich, dass man sich auf \u00ab\u00a0einige Leitplanken\u00a0\u00bb verst\u00e4ndige. Die NRW-Handwerksbetriebe mussten angesichts des Corona-Lockdowns im ersten Quartal 2021 einen deutlichen Umsatzr\u00fcckgang um 5,8 Prozent hinnehmen. Die Besch\u00e4ftigtenzahl sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um ein Prozent, wie das Statistische Landesamt IT. NRW am Donnerstag mitteilte. Besonders betroffen waren Handwerke f\u00fcr den privaten Bedarf (minus 22,6 Prozent), das Bauhauptgewerbe (minus 12,9 Prozent) und das Lebensmittelgewerbe (minus 10,2 Prozent). Leicht h\u00f6here Ums\u00e4tze gab es nur im Gesundheitsgewerbe mit einem Zuwachs um 2,5 Prozent. \u00ab\u00a0Endlich geht es los\u00a0\u00bb: Der Chef des Grand Hotels Heiligendamm, Thies Bruhn, schaut bei strahlendem Sonnenschein \u00fcber die weitl\u00e4ufige Anlage des Luxushotels am Ostseestrand. In den vergangenen Wochen haben seine rund 260 Mitarbeiter und er alle Vorbereitungen, Renovierungen und Ausbesserungen vorgenommen, um den G\u00e4sten, die von Donnerstag an ankommen, das Leben so sch\u00f6n wie es eben geht zu machen. Allerdings wird das Hotel mit seinen 200 Zimmern und Suiten nur zu 70 Prozent belegt sein. Worauf sich Touristiker und Reisende sonst noch einstellen m\u00fcssen, steht im TAG24-Artikel \u00a0\u00bb Fast alle Hotels auf, Tagesg\u00e4ste kommen: Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf Hochsaison vor \u00ab\u00a0. Die Stadt Kiel will die Lage im Schrevenpark durch konkrete Regelungen beruhigen. \u00ab\u00a0Wir wollen den jungen Menschen nicht nach all diesen Entbehrungen das Feiern verbieten\u00a0\u00bb, sagte Kiels Oberb\u00fcrgermeister Ulf K\u00e4mpfer (48, SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Diese sollen sich in den Parks, Gr\u00fcnanlagen und am Strand weiter eingeladen f\u00fchlen, aber mehr R\u00fccksicht nehmen. \u00ab\u00a0Wie es da m\u00fcllm\u00e4\u00dfig aussah, ist einfach unter aller Kanone.\u00a0\u00bb Am vergangenen Wochenende r\u00e4umte die Kieler Polizei zweimal den Schrevenpark nachdem sich Anwohner \u00fcber den L\u00e4rm beschwert hatten. \u00ab\u00a0Ab 22 Uhr haben die Anwohner ein Recht auf Nachtruhe und daf\u00fcr m\u00fcssen wir sorgen\u00a0\u00bb, sagte K\u00e4mpfer. Die Stadt will nun eine rechtssichere \u00dcbergangsregelung auf den Weg bringen. Laut K\u00e4mpfer m\u00fcsse diese m\u00f6glicherweise nur bis Ende Juni befristet werden. Er begr\u00fcndete dies mit der derzeit aufgrund sinkender Infektionszahlen herrschenden Feierstimmung der Menschen. \u00ab\u00a0Da werden wir angemessene Regeln aufstellen, aber die wollen wir dann auch konsequent durchsetzen. Es geht aber nicht um die Vergr\u00e4mung der jungen Leute, sondern um ein besseres Miteinander in dieser \u00dcbergangsphase.\u00a0\u00bb Aus nieders\u00e4chsischen Tourismusregionen wird der Ruf nach weiteren Lockerungen f\u00fcr Kommunen mit einer Inzidenz unter 10 lauter. \u00ab\u00a0Die Anregung an das Land finde ich richtig. Wenn sich die Lage im einstelligen Bereich stabilisiert, m\u00fcssen die jetzigen Regelungen \u00fcberdacht werden\u00a0\u00bb, sagte der L\u00fcneburger Landrat Jens B\u00f6ther (55, CDU). Aus Friesland und Goslar hatte es Forderung f\u00fcr weitere Lockerungen gegeben, nachdem die Inzidenz in beiden Landkreisen auf null gesunken war. Der Landrat des Kreises Friesland, Sven Ambrosy (50, SPD), forderte die Landesregierung auf, die anstehenden Novelle der Corona-Landesverordnung f\u00fcr weitere Lockerungen in Niedriginzidenzkommunen zu nutzen. \u00ab\u00a0Man muss jetzt auch mal von Seiten des Verordnungsgebers ein positives Signal setzen, um auch ein bisschen Aufbruchsstimmung zu erzeugen\u00a0\u00bb, sagte der Landrat des Kreises Goslar, Thomas Brych (SPD), dem Radiosender Antenne Niedersachsen. Das h\u00e4tten sich die Menschen jetzt einfach verdient. Eine vollst\u00e4ndige Corona-Impfung soll man k\u00fcnftig auch per Smartphone nachweisen k\u00f6nnen &#8211; mit einem digitalen Impfpass, der am heutigen Donnerstag an den Start gehen soll. Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) will Einzelheiten dazu in Berlin vorstellen. Die Anwendung namens \u00ab\u00a0CovPass\u00a0\u00bb soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschr\u00e4nkungen eingesetzt werden k\u00f6nnen und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Dabei geht es um eine freiwillige Erg\u00e4nzung des weiter g\u00fcltigen gelben Impfheftes aus Papier. Vorgesehen ist auch, dass sich mehrere Millionen bereits geimpfte Menschen den digitalen Nachweis etwa bei \u00c4rzten und Apotheken nachtr\u00e4glich besorgen k\u00f6nnen. Erste Einzelheiten zur neuen Handy-App hat TAG24 bereits hier vorgestellt. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat h\u00f6here Verg\u00fctungen f\u00fcr Impfstofflieferungen an Privat-, Betriebs-, und Kassen\u00e4rzte gefordert. \u00ab\u00a0Der Aufwand, der in den Apotheken betrieben werden muss, um eine in einer derartigen Mangelsituation im Wesentlichen reibungslose Lieferung zu gew\u00e4hrleisten, ist enorm\u00a0\u00bb, sagte der DAV-Vorsitzende, Thomas Dittrich, am Donnerstag in Berlin. \u00ab\u00a0Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht, die schwierige Versorgungssituation wird noch eine ganze Weile bestehen bleiben.\u00a0\u00bb Derzeit erhielten Apotheker pro abgegebenem Impfstoff-Fl\u00e4schchen 6,58 Euro. Das sei \u00ab\u00a0weit entfernt von den tats\u00e4chlich in den Apotheken anfallenden Kosten\u00a0\u00bb. Die Politik sei aufgefordert, \u00ab\u00a0Anpassungen der Verg\u00fctung vorzunehmen, um den Kolleginnen und Kollegen vor Ort eine kostendeckende Lieferung der Corona-Impfstoffe an die \u00c4rzte zu erm\u00f6glichen\u00a0\u00bb, sagte Dittrich. F\u00fcr eine ganze Generation von Auszubildenden hat die Corona-Pandemie zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ausbildungsbedingungen gef\u00fchrt. In einer Umfrage gab deutlich mehr als die H\u00e4lfte der Auszubildenden (58 Prozent) an, im Jahr 2020 im Homeoffice gearbeitet zu haben. Das geht aus einer Azubi-Studie im Auftrag des Recruiting- und Testanbieters \u00ab\u00a0u-form Testsysteme\u00a0\u00bb hervor, f\u00fcr die unter anderem mehr als 5600 Sch\u00fcler, Sch\u00fclerinnen und Auszubildende befragt wurden. Die Meinungen zum Homeoffice gingen unter den Azubis auseinander.28 Prozent sagten, die M\u00f6glichkeit dort zu arbeiten, habe die Qualit\u00e4t ihrer Ausbildung negativ beeinflusst. Nahezu ein Drittel (31 Prozent) sah dagegen positive Effekte. F\u00fcr vier von zehn Azubis machte die Homeoffice-Option keinen Unterschied. Viele w\u00fcrden die Homeoffice-M\u00f6glichkeit auch k\u00fcnftig gerne behalten und finden, dass Gesetze daf\u00fcr ge\u00e4ndert werden sollten. Nur ein F\u00fcnftel (20 Prozent) sprach sich ausdr\u00fccklich dagegen aus. Die Antworten der Befragten stammen aus den Monaten Januar bis M\u00e4rz 2021. Wie erging es Sch\u00fclern, Lehrerinnen und Eltern in Hessen w\u00e4hrend der Corona-Pandemie? Ein Verein sammelt ihre Erfahrungen, um diese Zeit in Buchform f\u00fcr die Nachwelt zu dokumentieren. Der erste Band mit den sehr pers\u00f6nlichen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen ist bereits fertig, nun sammeln die Initiatoren die Stimmen von Erwachsenen. Initiiert hat das Projekt die Aktion \u00a0\u00bb Hessen hilft\u00a0\u00bb aus Ortenberg (Wetteraukreis). Der erste Band, \u00ab\u00a0Schule im Corona-Modus \u2013 Eindr\u00fccke und Erlebnisse von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern\u00a0\u00bb, ist gerade fertig geworden. \u00ab\u00a0Mit \u00fcber 400 Sch\u00fclerbeitr\u00e4gen aus 44 hessischen Schulen wurde es zu einem authentischen Spiegelbild der Gef\u00fchlswelt der Kinder und Jugendlichen, das in geballter Weise zeigt, wie sehr die Corona-Krise auf unseren Kindern lastet\u00a0\u00bb, sagt der Vorsitzende von \u00ab\u00a0Hessen hilft\u00a0\u00bb, Tobias Greilich. \u00ab\u00a0Das Buch ist wichtig, damit man die Pandemie im Kopf beh\u00e4lt und sich erinnert, wie schlimm es war\u00a0\u00bb, schrieb eine Frankfurter Sch\u00fclerin. \u00ab\u00a0Es sollten nicht immer nur &lsquo;wichtige&rsquo; Menschen sprechen\u00a0\u00bb, findet ein Neuntkl\u00e4ssler. Eine 15-J\u00e4hrige hatte eine besonders d\u00fcstere Botschaft: \u00ab\u00a0Schule in Zeiten von Corona ist wie ein Schlachthof, nur dass Tr\u00e4ume statt Tiere geschlachtet werden.\u00a0\u00bb Der erste Band beleuchte nur die Sch\u00fcler-Sicht \u00ab\u00a0und damit nur eine Seite der Medaille\u00a0\u00bb, sagt Greilich. Daher soll die Reihe nun mit Eindr\u00fccken und Erlebnissen von Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern fortgesetzt werden. Wer sich beteiligen will, hat noch Gelegenheit bis zum Ende der Sommerferien. Th\u00fcringens Ministerpr\u00e4sident Bodo Ramelow (65, Linke) spricht sich nach einem Zeitungsbericht daf\u00fcr aus, die Corona-Regeln im Herbst komplett zu lockern. \u00ab\u00a0Ich glaube, wir k\u00f6nnen das Risiko der kompletten \u00d6ffnung im Herbst eingehen\u00a0\u00bb, sagte Ramelow der Rheinischen Post (Donnerstag). Die Widerstandskraft sei durch den Impfstoff in diesem Jahr h\u00f6her. Er wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bev\u00f6lkerung nicht impfen lassen werden. \u00ab\u00a0Die m\u00fcssen das Risiko dann selbst tragen und verantworten\u00a0\u00bb, sagte Ramelow. Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel \u00a0\u00bb Bodo Ramelow: Komplette \u00d6ffnung im Herbst wagen \u00ab\u00a0. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig (47, SPD) hat bundeseinheitliche Regeln f\u00fcr Corona-Risikogebiete gefordert. Es k\u00f6nne immer passieren, dass in einzelnen Regionen die Infektionszahlen wieder steigen, und dann m\u00fcsse konsequent gehandelt werden, sagte Schwesig der Rheinischen Post vor den Bund-L\u00e4nder-Beratungen an diesem Donnerstag. Daf\u00fcr seien einheitliche Regeln notwendig. Auch bei Gro\u00dfveranstaltungen und Volksfesten sprach sich Schwesig f\u00fcr einheitliche Regeln aus. Die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollst\u00e4ndiger Impfung keinen wirksamen Corona-Immunschutz aufgebaut haben. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag): \u00ab\u00a0Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikament\u00f6s gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen.\u00a0\u00bb Die Immunantwort sei schlechter oder falle ganz aus. Betroffen seien etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. In solchen F\u00e4llen sei es wichtig, das Ansteckungsrisiko im Umfeld durch Impfungen so weit wie m\u00f6glich zu verringern. Auch bei Rheumapatienten sei die Immunantwort je nach Art der Immunsuppression zumindest reduziert. Im Moment k\u00f6nne man noch nicht absch\u00e4tzen, wie gro\u00df die Gruppe der Patienten sei, die trotz vollst\u00e4ndiger Impfung keinen oder einen zu geringen Immunschutz aufgebaut h\u00e4tten. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen aber davon ausgehen, dass es nicht nur Einzelf\u00e4lle sind.\u00a0\u00bb Die Menschen rund um den Globus haben einer Studie zufolge im Corona-Krisenjahr 2020 in der Summe so viel Reichtum angeh\u00e4uft wie nie. Das private Finanzverm\u00f6gen stieg gegen\u00fcber dem Vorjahr um gut 8 Prozent auf den Rekordwert von 250 Billionen Dollar (rund 205 Billionen Euro), wie aus der am Donnerstag ver\u00f6ffentlichten Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht. Dazu trugen steigende B\u00f6rsenkurse und wachsende Ersparnisse bei. Erstmals ber\u00fccksichtigte BCG auch Sachwerte wie Grundbesitz oder Gold. Das Gesamtverm\u00f6gen abz\u00fcglich Schulden belief sich so auf 431 Billionen Dollar. Das Verm\u00f6gen ist jedoch ungleich verteilt. Vor allem der Club der Reichen und Superreichen wuchs kr\u00e4ftig. In Deutschland stieg das private Finanzverm\u00f6gen unter anderem aus Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Pensionen und Lebensversicherungen den Angaben zufolge um rund sechs Prozent auf rund 9 Billionen Dollar (knapp 7,4 Billionen Euro). Das Sachverm\u00f6gen erh\u00f6hte sich um f\u00fcnf Prozent auf 13 Billionen Dollar (etwa 10,7 Billionen Euro). In Panama ist ein unerlaubtes Corona-Impfzentrum entdeckt worden. In einem B\u00fcro- und Wohngeb\u00e4ude in Panama-Stadt wurden angeblich die Impfstoffe von Pfizer und BioNTech sowie von AstraZeneca verabreicht, wie der Gesundheitsminister des mittelamerikanischen Landes, Luis Sucre, am Mittwoch im TV-Sender Telemetro sagte. Es werde noch untersucht, ob die Vakzine echt waren. Es wurden demnach auch B\u00fcros eines Privatlabors untersucht. Festnahmen gab es zun\u00e4chst keine. Nach einem Bericht der Zeitung \u00ab\u00a0La Prensa\u00a0\u00bb lie\u00dfen sich an dem Ort im gehobenen Stadtviertel Coco del Mar allein an einem Tag mindestens 17 Menschen impfen. In Panama darf nur der Staat Corona-Impfstoff ankaufen und verabreichen. Erst rund neun Prozent der gut vier Millionen Einwohner Panamas sind bisher vollst\u00e4ndig gegen das Coronavirus geimpft worden. Seit Beginn der globalen Pandemie wurden dort knapp 384.000 Corona-Infektionen und mehr als 6400 Todesf\u00e4lle offiziell registriert. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstagmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4640 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an (Vortag: 20,8; Vorwoche: 34,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 94 neue Todesf\u00e4lle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 166 Tote gewesen. Das RKI z\u00e4hlte seit Beginn der Pandemie 3.709.129 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.563.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.585 angegeben.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Coronavirus h\u00e4lt sich auch in Deutschland weiter. Immer mehr Menschen steckten sich mit der neuartigen Erkrankung an. Auch Todesopfer gibt es zu beklagen. | TAG24 Deutschland\/Welt &#8211; In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Doch macht die Delta-Mutante alles wieder kaputt? 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