<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-deutschland-mix-in-german-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1937800,"date":"2021-07-03T10:28:00","date_gmt":"2021-07-03T08:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1937800"},"modified":"2021-07-03T11:11:53","modified_gmt":"2021-07-03T09:11:53","slug":"corona-rki-meldet-zahlen-who-chef-warnt-vor-delta-variante","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/07\/corona-rki-meldet-zahlen-who-chef-warnt-vor-delta-variante\/","title":{"rendered":"Corona: RKI meldet Zahlen ++ WHO-Chef warnt vor Delta-Variante"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Aktuelle Corona-News aus Deutschland: Das RKI meldet Neuinfektionen und Inzidenz. WHO-Chef warnt vor \u00ab\u00a0sehr gef\u00e4hrlicher Phase\u00a0\u00bb.<\/b><br \/>\nDie bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist unter f\u00fcnf F\u00e4lle pro 100.000 Einwohner gefallen. Mehr im Blog. Berlin. Erstmals seit rund elf Monaten ist die Corona-Inzidenz unter 5 gefallen. Das Robert Koch-Instituts (RKI) gab den bundesweiten Wert am Samstagmorgen mit 4,9 an (Vortag 5,0; Vorwoche 5,9). Zuletzt hatte der Wert am 30. Juli 2020 mit 4,8 unter der 5er-Schwelle gelegen. Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland meldeten zudem binnen eines Tages 671 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 592 Ansteckungen registriert worden. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert Trotzdem sehen einige Fachleute die Hoffnung auf einen unbeschwerten Sommer durch die Delta-Variante des Coronavirus getr\u00fcbt: Mindestens jede zweite Corona-Ansteckung in der laufenden Woche d\u00fcrfte nach Sch\u00e4tzung des RKI bereits auf die ansteckendere Corona-Mutation zur\u00fcckgehen. Es sei damit zu rechnen, dass die in Indien entdeckte Mutante derzeit \u00ab\u00a0mindestens die H\u00e4lfte aller Neuinfektionen ausmacht\u00a0\u00bb, schreibt das RKI in einem Bericht vom Mittwochabend. Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek geht davon aus, dass sich die Delta-Variante bereits im Juli durchgesetzt haben und vorherrschend sein wird. In Portugal und Gro\u00dfbritannien dominiert Delta bereits. 9.20 Uhr: In Thailand ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen den dritten Tag in Folge auf einen Rekordwert gestiegen. Die Gesundheitsbeh\u00f6rden meldeten an Samstag mehr als 6200 neue F\u00e4lle sowie 41 Tote. Experten warnten vor Engp\u00e4ssen in den Intensivstationen, sollte sich dieser Trend fortsetzen. Rund 90 Prozent der mehr als 271.000 best\u00e4tigten Coronavirus-F\u00e4lle in Thailand wurden seit Anfang April registriert. Alleine im Juni wurden 992 Todesf\u00e4lle gemeldet, mehr als 15 mal so viel wie im gesamten Jahr 2020. In den vergangenen zwei Wochen nahm auch die Zahl der Patienten in den Intensivstationen deutlich zu. Die stellvertretende Leiterin der staatlichen Corona-Beh\u00f6rde, Apisamai Srirangsan, sagte, in Bangkoks Krankenh\u00e4usern brauche man dringend Isolierstationen und mehr Intensivbetten. Epidemiologen f\u00fchrten den Anstieg vor allem auf die ansteckendere Delta-Variante zur\u00fcck, die zuerst in Indien festgestellt worden war. 8.32 Uhr: Intensivmediziner sprechen sich daf\u00fcr aus, bei der Pandemiebek\u00e4mpfung nicht mehr ausschlie\u00dflich die Inzidenzwerte in den Fokus zu stellen. \u00ab\u00a0Mit steigender Impfquote ist der Inzidenzwert alleine weniger aussagekr\u00e4ftig, um die potenzielle Gefahr f\u00fcr das Gesundheitssystem messen zu k\u00f6nnen\u00a0\u00bb, sagte der Pr\u00e4sident der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, der \u00ab\u00a0Rheinischen Post\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Wir rechnen damit, dass die Inzidenzwerte im Herbst, wie in England aktuell schon der Fall, st\u00e4rker steigen werden als die Zahl der Intensivpatienten\u00a0\u00bb, so der Intensivmediziner. 7.39 Uhr: S\u00fcdafrika hat einen neuen H\u00f6chststand der t\u00e4glichen Corona-Neuinfektionen registriert. Binnen 24 Stunden seien 24.270 neue Corona-F\u00e4lle gemeldet worden, teilte das Nationale Institut f\u00fcr ansteckende Krankheiten mit. Damit seien mittlerweile 2.019.826 Ansteckungen in S\u00fcdafrika nachgewiesen worden. Der bisherige Tagesh\u00f6chststand war im Januar mit 21.980 Neuansteckungen erreicht worden. Die Zahl der Corona-Toten stiegt am Freitag mit 303 weiteren Opfern auf 61.332. Das Land befinde sich \u00ab\u00a0im Auge des Sturms der dritten Corona-Welle\u00a0\u00bb, sagte Vize-Gesundheitsminister Joe Phaahla bei einer Pressekonferenz. Die Zahlen der t\u00e4glichen Neuinfektionen h\u00e4tten in den vergangenen zwei Wochen das Ausma\u00df w\u00e4hrend der ersten beiden Pandemie-Wellen \u00fcberschritten 5.32 Uhr: Otto Waalkes (73) ist im zur\u00fcck im Kino &#8211; als \u00ab\u00a0Catweazle\u00a0\u00bb. Die Dreharbeiten zum Film waren stark von der Corona-Pandemie gepr\u00e4gt: \u00ab\u00a0Wir hatten im M\u00e4rz 2020 gerade zwei Wochen gedreht, dann mussten wir abbrechen.\u00a0\u00bb Zum Gl\u00fcck habe sich niemand bei den \u00fcber drei Monate dauernden Dreharbeiten infiziert, so Waalkes im Interview gegen\u00fcber unserer Redaktion. Die Pandemie habe auch seinen Humor beeinflusst: \u00ab\u00a0Das Lachen ist mir st\u00e4ndig vergangen! Diese Abstandsregeln sind gar nichts f\u00fcr mich. Ich umarme Menschen so gern. Ich mach auch gern Selfies mit meinen Fans. Das fiel alles weg, das habe ich sehr bedauert. Am liebsten w\u00fcrde ich sofort wieder auf Tour gehen und alle ausprobieren.\u00a0\u00bb 22.34 Uhr: In Ungarn treten ab sofort umfangreiche Lockerungen der staatlichen Corona-Beschr\u00e4nkungen in Kraft, weil inzwischen 5,5 Millionen Ungarn zumindest eine Erstimpfung gegen das Virus Sars-Cov-2 erhalten haben. Die Regierung in Budapest gab am Freitagabend bekannt, dass diese Impfquote erreicht wurde. Somit werden automatisch zahlreiche Einschr\u00e4nkungen aufgehoben. Ungarns Regierung macht Lockerungen ausschlie\u00dflich vom Impf-Fortschritt abh\u00e4ngig, nicht von der Inzidenz der Neuansteckungen. Demnach ist nun die bisher g\u00fcltige Maskenpflicht in geschlossenen \u00f6ffentlichen R\u00e4umen weggefallen. Sie gilt nur noch in Krankenh\u00e4usern und sozialen Einrichtungen wie Altenheimen. Zur \u00dcbernachtung in Hotels sowie zum Betreten der Innenr\u00e4ume von Restaurants, Str\u00e4nden, B\u00e4dern, Theatern und Kinos m\u00fcssen G\u00e4ste keinen Immunit\u00e4tsausweis mehr vorlegen. Dieser Ausweis, der belegt, dass jemand gegen Corona geimpft wurde oder eine Covid-Erkrankung \u00fcberstanden hat, ist nur noch zur Teilnahme an Massen-Sportveranstaltungen und zum Besuch von Konzerten oder Musikkneipen notwendig. 21.19 Uhr: Impflinge in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen k\u00f6nnen ab sofort vor Ort ausw\u00e4hlen, welchen Impfstoff sie haben m\u00f6chten. Einen entsprechenden Erlass hat das nordrhein-westf\u00e4lische Gesundheitsministerium an die St\u00e4dte und Kreise gerichtet, wie die Kassen\u00e4rztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) am Freitag mitteilt. Hintergrund ist die Empfehlung der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko), nach einer Astrazeneca-Impfung wegen der besseren Wirksamkeit vor der neuen Delta-Variante bei einer Zweitimpfung Biontech oder Moderna zu w\u00e4hlen. Das Land habe die entsprechenden Mengen zugesichert. Eine Anmeldung bei der Terminbuchung f\u00fcr einen bestimmten Impfstoff sei nicht n\u00f6tig, teilte die KVNO mit. Das Land best\u00e4tigte am Abend den Erlass. \u00ab\u00a0Wo entsprechend der Stiko-Empfehlung eine Verk\u00fcrzung des Impfintervalls erforderlich wird, kontaktieren die Impfzentren die betreffenden Personen zum Zweck einer \u00c4nderung des Zweitimpftermins automatisch\u00a0\u00bb, hei\u00dft es in einer Mitteilung. 20.34 Uhr: EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hat angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eindringlich f\u00fcr Impfungen geworben. \u00ab\u00a0Wir machen uns Sorgen wegen der Delta-Variante, sie wird die (Zahl der) Infektionen erh\u00f6hen\u00a0\u00bb, sagte sie am Freitag bei einem Besuch in Litauen. Die \u00ab\u00a0gute Nachricht\u00a0\u00bb aber sei, dass die Corona-Impfstoffe wirksam gegen die ansteckendere Delta-Variante seien. Die Schwere der Infektion k\u00f6nne durch Impfungen und Hygienema\u00dfnahmen reduziert werden. \u00ab\u00a0Wir sollten die Impfungen vorantreiben, um uns zu sch\u00fctzen\u00a0\u00bb, sagte von der Leyen in Vilnius. Die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus war zuerst in Indien entdeckt worden. Sie verbreitet sich inzwischen in vielen L\u00e4ndern au\u00dferordentlich schnell. Als gesichert gilt, dass Delta deutlich ansteckender ist als alle anderen bisher bekannten Varianten. Vollst\u00e4ndig geimpfte Menschen sind nach derzeitigem Kenntnisstand auch bei Delta gut gegen einen schweren Covid-19-Verlauf gesch\u00fctzt. 19.58 Uhr: Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan hat mit falschen Behauptungen \u00fcber angeblich kostenpflichtige Corona-Impfungen in Deutschland und Gro\u00dfbritannien f\u00fcr Irritation gesorgt. Erdogan behauptete: \u00ab\u00a0Seht, das ist sehr interessant. Heute f\u00fchrt England Impfungen f\u00fcr 100 bis 150 Sterling durch. Wir aber impfen umsonst.\u00a0\u00bb Das sei der Unterschied. \u00ab\u00a0In Deutschland sind es 100 bis 150 Euro. Aber bei uns gibt es sowas nicht. Denn wir, liebe Br\u00fcder, sind eine Regierung, die dem Volk zur\u00fcckgibt, was es vom Volk nimmt.\u00a0\u00bb In Deutschland wie auch in Gro\u00dfbritannien k\u00f6nnen sich Menschen kostenlos gegen das Coronavirus impfen lassen. Zahlreiche Nutzer auf Twitter widersprachen den Aussagen des t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten. 19.04 Uhr: Mario Czaja, Pr\u00e4sident des Berliner Roten Kreuzes, hat eine Strafzahlung f\u00fcr alle, die ihren zweiten Impftermin in einem Impfzentrum ohne Absage verstreichen lassen, gefordert. Czaja sagte der rbb-\u00ab\u00a0Abendschau\u00a0\u00bb, er werbe f\u00fcr eine sogenannte \u00ab\u00a0Impfschw\u00e4nzer-Abgabe\u00a0\u00bb von 25 bis 30 Euro. Czaja verglich diese Abgabe mit \u00e4hnlichen Regelungen bei niedergelassenen \u00c4rzten, von denen viele \u00e4hnliche Zahlungen einfordern w\u00fcrden, wenn Patienten ohne Absage nicht zu einem Arzttermin erscheinen. Der Berliner DRK-Pr\u00e4sident sagt, eine solche Abgabe sei inzwischen notwendig geworden, weil f\u00fcnf bis zehn Prozent der Termine in den Impfzentren ohne Absage nicht wahrgenommen w\u00fcrden. Das Verhalten von Menschen, die ihre Zweitimpfungstermine nicht absagen, nannte der Berliner DRK-Pr\u00e4sident gegen\u00fcber dem rbb \u00ab\u00a0unsolidarisch\u00a0\u00bb. 18.12 Uhr: Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, sieht die Welt wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante in \u00ab\u00a0einer sehr gef\u00e4hrlichen Phase\u00a0\u00bb der Pandemie. Denn die Mutante sei inzwischen in fast 100 L\u00e4ndern nachgewiesen, so Tedros. Die Variante mutiere zudem weiter und entwickele sich in vielen Staaten zum vorherrschenden Virustyp. Tedros mahnte vor diesem Hintergrund ein hohes Impftempo weltweit an. Er habe schon Staats- und Regierungschef rund um den Globus gedr\u00e4ngt, sicherzustellen, dass bis kommendes Jahr um diese Zeit 70 Prozent aller Menschen in jedem Land geimpft seien, sagte Tedros. Dies w\u00fcrde obendrein die akute Phase der Pandemie praktisch beenden. Drei Milliarden Impfdosen seien bereits ausgegeben worden. Es stehe in der kollektiven Macht weniger L\u00e4nder, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Impfstoffe geteilt w\u00fcrden. Von den global verabreichten Dosen sind weniger als zwei Prozent in \u00e4rmeren L\u00e4ndern verimpft worden. Zwar haben reiche L\u00e4nder wie Gro\u00dfbritannien, die USA, Frankreich und Kanada Spenden von eine Milliarde Impfdosen zugesagt. Doch sch\u00e4tzt die WHO, dass elf Milliarden n\u00f6tig w\u00e4ren, um die Welt zu immunisieren. 17.02 Uhr: Rund 38 Prozent der Bev\u00f6lkerung in Deutschland sind vollst\u00e4ndig geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach wurden am Donnerstag 926.463 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 46 Millionen Menschen (55,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen,31,4 Millionen (37,9 Prozent) sind vollst\u00e4ndig geimpft. Unter den Bundesl\u00e4ndern verzeichnet Bremen mit 63,7 Prozent den h\u00f6chsten Anteil Erstgeimpfter.14 weitere Bundesl\u00e4nder haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 47,7 Prozent. Das Saarland z\u00e4hlt mit 43,6 Prozent den h\u00f6chsten Anteil an vollst\u00e4ndig geimpften Einwohnern. Brandenburg ist hier mit 34,4 Prozent am Ende der Rangliste. 15.57 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet mit baldigen Erleichterungen bei Reisen zwischen Deutschland und Gro\u00dfbritannien. \u00ab\u00a0Ich gehe davon aus, dass in absehbarer Zeit doppelt Geimpfte dann auch wieder reisen k\u00f6nnen, ohne in Quarant\u00e4ne zu gehen\u00a0\u00bb, sagt Merkel nach Beratungen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson. Sie wies darauf hin, dass sich die hochansteckende Delta-Variante auch in Deutschland schnell ausbreite. 15.54 Uhr: Die Stadt Rom will mit einem Alkoholverbot im \u00f6ffentlichen Raum das n\u00e4chtliche Partyleben eind\u00e4mmen. \u00ab\u00a0Es ereigneten sich mehrere besch\u00e4mende Vorf\u00e4lle des wilden Nachtlebens\u00a0\u00bb, teilte B\u00fcrgermeisterin Virginia Raggi von der populistischen F\u00fcnf-Sterne-Bewegung mit. Ab 18 Uhr bis zum darauffolgenden Morgen um 7 Uhr d\u00fcrfen nun etwa keine alkoholischen Getr\u00e4nke in Kiosken und an Automaten verkauft werden. Mit dem Verbot will die Stadt dem \u00ab\u00a0wilden Nachtleben\u00a0\u00bb im historischen Zentrum und Ansammlungen, durch die sich das Coronavirus verbreiten k\u00f6nnte, entgegenwirken. Das Verbot sieht au\u00dferdem vor, dass die Menschen von 18 Uhr bis 7 Uhr auf \u00f6ffentlichen Stra\u00dfen und Gr\u00fcnfl\u00e4chen keinen Alkohol in gl\u00e4sernen Beh\u00e4ltnissen trinken. Ab 20 Uhr ist es au\u00dferdem verboten, diese zum Mitnehmen zu kaufen. Die Regelung gilt bis zum 15. September. 14.46 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun macht Geimpften Hoffnung, dass es f\u00fcr sie auch bei einer neuen Welle keinen neuen Lockdown geben d\u00fcrfte &#8211; wenn die Impfungen sich auch gegen Varianten behaupten. \u00ab\u00a0Solange unsere Impfung sehr gut wirkt, kommt ja ein Lockdown zulasten derer, die vollst\u00e4ndig geimpft sind, auch nicht infrage\u00a0\u00bb, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenradio MDR Aktuell. \u00ab\u00a0Sondern denjenigen, die geimpft sind, kann man dann auch die Normalit\u00e4t erm\u00f6glichen &#8211; den Besuch im Konzert genauso wie das Einkaufen.\u00a0\u00bb Das RKI habe gesagt, Menschen mit vollst\u00e4ndigem Impfschutz n\u00e4hmen am epidemiologischen Geschehen nicht mehr wesentlich teil. Dies habe sich noch haupts\u00e4chlich auf die Alpha-Variante des Coronavirus bezogen, f\u00fchrte Braun aus. Geimpfte seien selber nicht mehr wirklich gef\u00e4hrdet, und sie gef\u00e4hrdeten auch keine anderen. \u00ab\u00a0Dann gibt es auch keinen Grund, denjenigen zu einer Reduzierung ihrer Kontakte zu raten.\u00a0\u00bb 13.11 Uhr: Die L\u00e4nder wollen ab sofort die Empfehlung der St\u00e4ndigen Impfkommission umsetzen, nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca als zweite Dosis ein anderes Pr\u00e4parat zu verabreichen. Eine derartige Kombination von Impfstoffen sei nach wissenschaftlichen Erkenntnissen \u00ab\u00a0besonders wirksam\u00a0\u00bb, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Beratungen mit seinen L\u00e4nderkollegen im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am Freitag in Berlin. Sie biete einen \u00ab\u00a0sehr, sehr hohen Impfschutz\u00a0\u00bb. Spahn rief die B\u00fcrger auf, nicht auf die Zweitimpfung zu verzichten &#8211; diese sei besonders wichtig zur Abwehr der besonders infekti\u00f6sen Delta-Variante des Coronavirus. \u00ab\u00a0Je mehr Impfungen im Sommer, desto besser wird der Herbst\u00a0\u00bb, sagte der Minister. Die Kreuzimpfung sei prinzipiell ab sofort m\u00f6glich &#8211; je nach Verf\u00fcgbarkeit von Impfstoffen und logistischen Voraussetzungen. Bei der Kreuzimpfung kann nach Auffassung der Stiko auch der zeitliche Abstand zwischen beiden Dosen verk\u00fcrzt werden. Die Experten raten hier zu einem mindestens vierw\u00f6chigen Abstand, bei zweimaliger Verabreichung von Astrazeneca bleibt es bei den bisherigen neun bis zw\u00f6lf Wochen. 12.20 Uhr: Mit Zypern und der spanischen Region Katalonien setzt die Bundesregierung am Sonntag zwei weitere Urlaubsgebiete auf die Liste der Corona-Risikogebiete. Au\u00dferdem werden drei weitere Regionen in Spanien und Norwegen zu Risikogebieten erkl\u00e4rt, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Das hat aber kaum faktische Auswirkungen f\u00fcr Urlauber, da Flugreisende sich ohnehin bei Einreise testen lassen m\u00fcssen und damit dann die Quarant\u00e4nepflicht entf\u00e4llt. Allerdings bedeutet die Einstufung als Risikogebiet, dass das Ausw\u00e4rtige Amt von Reisen dorthin abr\u00e4t. 11.52 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, RKI-Pr\u00e4sident Lothar Wieler und Klaus Cichutek, der Pr\u00e4sident des Paul-Ehrlich-Instituts, \u00e4u\u00dfern sich zur aktuellen Corona-Lage und die gestrige Entscheidung der St\u00e4ndigen Impfkommission (Stiko), nach einer Erstimpfung mit dem Vakzin von Astrazeneca bevorzugt eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Wirkstoff zu vergeben. Sehen Sie die Pressekonferenz hier im Livestream. 11.14 Uhr: Aus Sorge vor der Delta-Variante des Coronavirus versch\u00e4rft Tschechien seine Einreisebestimmungen. Nach den Pl\u00e4nen der Regierung m\u00fcssen vom 9. Juli an alle Reisenden ein Online-Meldeformular ausf\u00fcllen, wie ein Sprecher am Freitag best\u00e4tigte. Wer nicht vollst\u00e4ndig geimpft sei, m\u00fcsse zudem einen negativen PCR-Test vorlegen, unabh\u00e4ngig davon, aus welchem Land er komme. Die Einzelheiten der neuen Regelung waren noch nicht bekannt. Bisher gilt noch, dass die Einreise aus sogenannten gr\u00fcnen L\u00e4ndern mit geringem Corona-Risiko wie Deutschland ohne Auflagen m\u00f6glich ist. Eine wichtige \u00c4nderung gibt es vom 9. Juli an auch in einem anderen Punkt: Als vollst\u00e4ndig geimpft gilt man erst 14 Tage nach Verabreichung aller notwendigen Covid-19-Impfstoffdosen. Bisher war dies bereits drei Wochen nach der ersten Impfung der Fall. Die tschechische Regierung w\u00e4lzt einen Teil der Kontrollpflichten k\u00fcnftig auf die Arbeitgeber ab. Die Unternehmen sollen kontrollieren, ob Arbeitnehmer nach der R\u00fcckkehr aus dem Auslandsurlaub die Testpflichten befolgen. Wer sich nicht daran halte, d\u00fcrfe nicht an den Arbeitsplatz zur\u00fcckkehren, hie\u00df es. 10.34 Uhr: Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller blickt nach eigener Aussage optimistisch auf die Corona-Lage im Herbst, mahnt aber auch zur Einhaltung der Regeln. \u00ab\u00a0Ich glaube, wir haben gro\u00dfe Chancen, im Herbst gut durch diese schwierige Situation zu kommen, auch mit steigendem Delta-Virus, weil wir eben einen erheblichen Impffortschritt haben\u00a0\u00bb, sagte der SPD-Politiker am Freitag im ZDF-\u00ab\u00a0Morgenmagazin\u00a0\u00bb. \u00ab\u00a0Aber wir k\u00f6nnen uns nicht in Sicherheit wiegen.\u00a0\u00bb Sicherungen seien n\u00f6tig &#8211; auch im Reiseverkehr. Man k\u00f6nne wieder viel erm\u00f6glichen, aber m\u00fcsse weiter Regeln beachten. \u00ab\u00a0Die Normalit\u00e4t, die wir jetzt haben, ist doch so ein hohes Gut, dass doch auch jeder verstehen muss, dass mit viel Eigenverantwortung wir uns genau das erhalten m\u00fcssen, oder noch sicherer werden m\u00fcssen, um dann im Herbst uns noch mehr auch erm\u00f6glichen zu k\u00f6nnen\u00a0\u00bb, so M\u00fcller. Er sp\u00fcre viel Akzeptanz f\u00fcr die Dinge, die jetzt noch n\u00f6tig sind. 10.18 Uhr: In Indien sind nach offiziellen Zahlen mehr als 400.000 Menschen an oder mit Corona gestorben. Diese Marke wurde am Freitag \u00fcberschritten, als das Gesundheitsministerium 853 neue Todesf\u00e4lle in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land meldete. Nur in den USA und Brasilien wurden bislang mehr Tote im Zusammenhang mit der Pandemie erfasst. Die H\u00e4lfte der Toten in Indien wurde w\u00e4hrend der heftigen zweiten Welle im April und Mai registriert, die Krankenh\u00e4user und Krematorien \u00fcberlastete und die auch im Zusammenhang mit der ansteckenderen Delta-Variante steht, die zuerst in Indien gefunden worden war. Inzwischen sind die t\u00e4glich gemeldeten Corona-Neuinfektionen und Todeszahlen wieder deutlich gesunken. Etliche Expertinnen und Experten gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer in dem zweitbev\u00f6lkerungsreichsten Land der Welt sehr hoch ist und besonders in l\u00e4ndlichen Gebieten viele Tote nicht erfasst worden sind. Auf dem H\u00f6chststand der zweiten Welle wurden pro Tag teils mehr als 4000 Tote und 400.000 Infektionen im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet. 10.05 Uhr: Das Corona-Vakzin von Johnson &amp; Johnson ist nach Angaben des Herstellers auch wirksam gegen die besonders ansteckende Delta-Variante. Dies h\u00e4tten zwei Studien mit insgesamt 28 Teilnehmern ergeben, teilte das US-Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) mit. Es gab zudem bekannt, dass die Immunreaktion nach einer J&amp;J-Impfung f\u00fcr mindestens acht Monate anh\u00e4lt. Das Vakzin biete \u00ab\u00a0dauerhaften Schutz gegen Covid-19\u00a0\u00bb und wirke \u00ab\u00a0neutralisierend gegen die Delta-Variante\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte der Forschungsvorstand von Johnson &amp; Johnson, Paul Stoffels. Forschungschef Mathai Mammen erkl\u00e4rte, bisherige Studienergebnisse h\u00e4tten gezeigt, dass der Impfstoff eine \u00ab\u00a0starke neutralisierende Antik\u00f6rper-Reaktion generiert, die nicht nachl\u00e4sst, sondern sich vielmehr im Laufe der Zeit verbessert\u00a0\u00bb. Zwei Studien mit insgesamt 28 Teilnehmern zeigten dem Unternehmen zufolge, dass die Antik\u00f6rper und Immunzellen im Blut von J&amp;J-Geimpften die Delta-Variante effektiv neutralisieren. 9.45 Uhr: Publizist Stefan Aust sorgt bei \u00ab\u00a0Lanz\u00a0\u00bb mit steilen Thesen zu Corona f\u00fcr gro\u00dfes Unverst\u00e4ndnis. Karl Lauterbach muss dar\u00fcber lachen. Lesen Sie dazu: \u00ab\u00a0Markus Lanz\u00a0\u00bb: Stefan Aust wirft Regierung Angstmache vor 8.45 Uhr: Nach dem Ende der Corona-Pandemie w\u00fcrde die Mehrheit der Deutschen gerne wieder auf Videokonferenzen und -chats verzichten. Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag von Web.de und GMX hervor. Weniger als ein Drittel der Befragten will demnach weiter regelm\u00e4\u00dfig Videotelefonie-Dienste nutzen. Geht es ausschlie\u00dflich um Beratung, egal ob f\u00fcr Versicherungen oder rund um die Ern\u00e4hrung, so wollen sogar mehr als 90 Prozent der Befragten Video-Angebote in Zukunft lieber links liegen lassen. Auch Fort- und Weiterbildungen will die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit lieber wieder in der analogen Welt besuchen. 8.42 Uhr: Die SPD dringt f\u00fcr die Zeit nach Corona auf einen Rechtsanspruch f\u00fcr Arbeitnehmer auf Homeoffice f\u00fcr einen Teil der j\u00e4hrlichen Arbeitszeit. \u00ab\u00a0Grunds\u00e4tzlich sollen Besch\u00e4ftigte bei einer F\u00fcnf-Tage-Woche mindestens 24 Tage im Jahr mobil oder im Homeoffice arbeiten k\u00f6nnen, wenn es die T\u00e4tigkeit erlaubt\u00a0\u00bb, sagte die Partei-Vorsitzende Saskia Esken der \u00ab\u00a0Augsburger Allgemeinen\u00a0\u00bb (Freitag). Homeoffice habe w\u00e4hrend der Corona-Pandemie enorm an Bedeutung gewonnen und die Arbeitswelt vieler Menschen ver\u00e4ndert. \u00ab\u00a0W\u00e4hrend einige kaum erwarten k\u00f6nnen, endlich wieder ins B\u00fcro zu kommen, haben andere f\u00fcr sich erkannt, dass sie im Homeoffice effektiver und besser arbeiten k\u00f6nnen\u00a0\u00bb, sagte Esken. Sie betonte, daf\u00fcr sei eine gesetzliche Regelung notwendig. Auch im Homeoffice m\u00fcssten Arbeits- und Ruhezeiten gelten und ein Recht auf Nichterreichbarkeitszeiten. \u00ab\u00a0Zu einer flexiblen Arbeitswelt geh\u00f6ren eben auch flexible Arbeitsplatzmodelle\u00a0\u00bb, sagte die SPD-Vorsitzende. 7.24 Uhr: Deutschlands Arztpraxen d\u00fcrften in der kommender Woche erstmals die Menge Corona-Impfstoff geliefert bekommen, die sie bestellt haben. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Denn die Praxen h\u00e4tten mit bundesweit rund 2,3 Millionen bestellten Dosen weniger Impfstoff angefordert als bereitstehen. Die Praxen br\u00e4uchten aber weiterhin ausreichend Impfstoff. F\u00fcr n\u00e4chste Woche bestellten die Arztpraxen bundesweit rund zwei Millionen Impfdosen Biontech \u2013 obwohl sie 2,2 Millionen h\u00e4tten bestellen k\u00f6nnen. Bei Astrazeneca wurden 325.000 Dosen geordert,1,1 Millionen h\u00e4tten bereitgestanden. \u00ab\u00a0Business Insider\u00a0\u00bb berichtete zuerst dar\u00fcber. 5.32 Uhr: Vertreter von Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fclerschaft haben sich angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante in Deutschland mit Nachdruck f\u00fcr die Anschaffung von Luftfiltern f\u00fcr Schulen ausgesprochen. \u00ab\u00a0Warum sich die Bundesl\u00e4nder, die KMK und die Kommunen nicht dazu durchringen k\u00f6nnen, diese jetzt in den Ferien anzuschaffen, ist nicht nachvollziehbar\u00a0\u00bb, sagte Anja Bensinger-Stolze, Leiterin des Bereichs Schule bei der Bildungsgewerkschaft GEW, unserer Redaktion. Die Ger\u00e4te w\u00fcrden auch bei den Grippewellen im Herbst ihren Dienst tun und sind deshalb die Investition wert. Auch Dario Schramm, Generalsekret\u00e4r der Bundessch\u00fclerkonferenz, h\u00e4lt Luftfilter f\u00fcr einen wichtigen Bestandteil eines Gesamtkonzepts f\u00fcr sicheren Pr\u00e4senzunterricht im Herbst. Die Ger\u00e4te seien \u00ab\u00a0nicht das Allheilmittel, k\u00f6nnten aber einen erheblichen Beitrag zur Verhinderung von Infektionen beitragen\u00a0\u00bb, sagte Schramm gegen\u00fcber unserer Redaktion. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen jetzt alle M\u00f6glichkeiten nutzen. Nur mit einem Gesamtkonzept kann Pandemie mit Schule klappen.\u00a0\u00bb 4.24 Uhr: Die Pr\u00e4sidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, will bei einer m\u00f6glichen vierten Corona-Welle im Herbst Schulen nur im \u00e4u\u00dfersten Notfall erneut schlie\u00dfen. \u00ab\u00a0Wenn das Infektionsgeschehen solche Probleme macht, dass Lockerungen zur\u00fcckgenommen werden, sollte \u00fcber die Schlie\u00dfung von Schulen als letztes nachgedacht werden\u00a0\u00bb, sagte Ernst unserer Redaktion. \u00ab\u00a0Was ich ablehne ist, dass bei steigenden Zahlen im Herbst zuerst \u00fcber Einschr\u00e4nkungen in Schule diskutiert wird.\u00a0\u00bb Die langen Schlie\u00dfungen in der Vergangenheit h\u00e4tten Folgen f\u00fcr Kinder und Jugendliche gehabt, nicht nur im fachlichen, sondern auch im psychosozialen Bereich. \u00ab\u00a0Jede neue Einschr\u00e4nkung, die wir da vornehmen, wirft uns im Aufholprozess zur\u00fcck\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte die SPD-Politikerin. Ernst, die in Brandenburg Bildungsministerin ist, zeigte sich optimistisch, dass Schulen nach den Sommerferien in vollem Pr\u00e4senzunterricht starten k\u00f6nnen. Die Rahmenbedingungen seien andere als im anderen Jahr. 3.15 Uhr: Aus Sorge um eine m\u00f6gliche Verschlechterung der Pandemielage hat FDP-Chef Christian Lindner die Kultusministerkonferenz aufgefordert, au\u00dfer der Reihe noch vor den Sommerferien zu tagen. Lindner sagte dieser Redaktion: \u00ab\u00a0Die Kinder und Jugendlichen haben sehr unter der Pandemie gelitten. Viele haben bereits den Anschluss verloren. Ein neuerlicher Lockdown und Schlie\u00dfungen von Schulen bei einer m\u00f6glichen vierten Welle m\u00fcssen ausgeschlossen werden.\u00a0\u00bb Die Kultusministerkonferenz und die Bundesregierung sollten laut Lindner \u00ab\u00a0noch im Juli zusammenkommen, um eine Strategie zu beraten\u00a0\u00bb. Der n\u00e4chste Termin im Oktober sei \u00ab\u00a0viel zu sp\u00e4t\u00a0\u00bb. Im Zentrum der notwendigen Beratungen m\u00fcssten \u00ab\u00a0die Ausdehnung der Lolli-Tests, Hygienekonzepte, Luftreiniger und Impfangebote stehen\u00a0\u00bb. Bereits \u00fcber den Sommer k\u00f6nne man die Logistik daf\u00fcr vorbereiten. Lindner: \u00ab\u00a0Auch der Digitalpakt muss durch Vereinfachung der Antragsverfahren beschleunigt werden.\u00a0\u00bb 23.05 Uhr: Der Ticketverkauf f\u00fcr Fu\u00dfballfans aus Gro\u00dfbritannien f\u00fcr das EM- Viertelfinale in Rom ist gestoppt worden. \u00ab\u00a0Die italienische Beh\u00f6rden haben die UEFA dringend um die Ergreifung von Ma\u00dfnahmen gebeten, um zu verhindern, dass britische B\u00fcrger die bei der Einreise nach Italien vorgeschriebenen Quarant\u00e4ne-Ma\u00dfnahmen umgehen\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union am Donnerstagabend. Am Samstag (21.00 Uhr) spielen die Ukraine und England um den Einzug ins Halbfinale. Reisende aus Gro\u00dfbritannien m\u00fcssen derzeit f\u00fcnf Tage in Quarant\u00e4ne, wenn sie nach Italien kommen wollen. Dort besteht die Sorge vor mehr Ansteckungen wegen grassierenden Delta-Variante des Coronavirus. England war am Dienstag ins Viertelfinale des Turniers eingezogen. \u00ab\u00a0In Anbetracht der Zeiten ist es unm\u00f6glich, jetzt nach Italien zu kommen, um das Spiel am Samstag zu sehen und gleichzeitig die Quarant\u00e4ne einzuhalten\u00a0\u00bb, hatte der Staatssekret\u00e4r des Gesundheitsministeriums, Pierpaolo Sileri, im Interview der Zeitung \u00ab\u00a0Corriere della Sera\u00a0\u00bb (Donnerstag) gesagt. 21.28 Uhr: Wegen der angespannten Corona-Lage werden in Teilen Portugals wieder n\u00e4chtliche Ausgangssperren eingef\u00fchrt. Die Bewohner der Hauptstadt Lissabon und 44 weiterer Kommunen sind ab Freitag aufgerufen, von 23.00 Uhr bis 05.00 Uhr zu Hause zu bleiben, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus hatte die Zahl der Neuinfektionen in Portugal zuletzt in die H\u00f6he getrieben. Im Kampf gegen den Anstieg der Infektionszahlen hatte die portugiesische Regierung bereits die \u00d6ffnungszeiten der Restaurants und die zugelassene G\u00e4stezahl in Lissabon und zwei weiteren St\u00e4dten eingeschr\u00e4nkt. Diese Ma\u00dfnahmen wurden nun auf 16 weitere St\u00e4dte ausgeweitet. An den Wochenenden gilt zudem ein Reiseverbot zwischen der Hauptstadtregion und dem Rest des Landes. 19.12 Uhr: D\u00e4nemark spendet eine Million Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca an westliche Balkanl\u00e4nder. Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Nordmazedonien h\u00e4tten einen gro\u00dfen Bedarf an Impfstoffen, sagte der d\u00e4nische Au\u00dfenminister Jeppe Kofod am Donnerstag laut einer Mitteilung. \u00ab\u00a0Der westliche Balkan ist Teil unserer Nachbarschaft, und wir haben ein gro\u00dfes gemeinsames Interesse daran, zusammenzustehen &#8211; auch im Kampf gegen die Pandemie.\u00a0\u00bb Eine weitere Million Dosen sollten nach Nordafrika und das internationale Impfprogramm Covax geschickt werden. Die Spenden bestehen aus Impfstoffen, die D\u00e4nemark gekauft und bezahlt hat, die aber noch nicht geliefert wurden. D\u00e4nemark hat den Astrazeneca-Wirkstoff aufgrund seltener Nebenwirkungen aus seinem Impfprogramm genommen. 18.42 Uhr: Angesichts rasch zunehmender Corona-Zahlen hat Bangladesch einen strikten landesweiten Lockdown begonnen. Neben der Polizei kontrollierte am Donnerstag auch die Armee, ob sich die Menschen im 160-Millionen-Einwohner-Land an die Einschr\u00e4nkungen halten. Demnach d\u00fcrfen die Leute vorerst eine Woche lang das Haus nur aus gutem Grund verlassen &#8211; etwa um Essen oder Medikamente zu kaufen oder um Beerdigungen zu besuchen, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Vom Lockdown ausgenommen sind Fabriken, wenn ihre Besitzerinnen und Besitzer Corona-Sicherheitsma\u00dfnahmen treffen, wie der Chef von Bangladeschs Vereinigung von Textilproduzenten und Exporteure sagte. Bangladesch ist nach China der gr\u00f6\u00dfte Bekleidungsproduzent. Vor dem Lockdown-Beginn sind Zehntausende Menschen aus der Hauptstadt Dhaka und anderen gro\u00dfen St\u00e4dten in ihre D\u00f6rfer geflohen. Das Land ringt zurzeit darum, Corona-Impfstoff zu besorgen. 18.14 Uhr: Laut dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach macht die 14-t\u00e4gige Quarant\u00e4ne f\u00fcr Reiser\u00fcckkehrer aus Virusvariantengebieten, die doppelt geimpft sind, \u00ab\u00a0keinen Sinn mehr\u00a0\u00bb. In einem Tweet forderte er, dass sie von Quarant\u00e4ne ausgenommen werden sollen. \u00ab\u00a0Wir wissen, dass unsere Impfstoffe gegen die Delta-Variante zu 95% sch\u00fctzen\u00a0\u00bb, so Lauterbach. Und weiter: \u00ab\u00a0Die Regel ist sonst epidemiologisch nicht begr\u00fcndet.\u00a0\u00bb 17.48 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch unter Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern auf Mallorca sind viele der von Quarant\u00e4ne-Ma\u00dfnahmen betroffenen Jugendlichen zur\u00fcck ans spanische Festland gebracht worden. Ein F\u00e4hrboot mit 118 Jugendlichen an Bord lief am Donnerstagvormittag im Hafen von Palma aus. Sie wurden auf der F\u00e4hre in einem abgeschotteten Bereich untergebracht, um Ansteckungen anderer Reisender zu vermeiden. Die spanischen Beh\u00f6rden hatten rund 250 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Hotel \u00ab\u00a0Palma Bellver\u00a0\u00bb unter Quarant\u00e4ne gestellt. Weitere Hotels der Ferieninsel waren zu Isolierstationen umfunktioniert worden. Nachdem junge Menschen aus ganz Spanien auf Mallorca ihre Schulabschl\u00fcsse gefeiert hatten, war es dort zu zahlreichen Ansteckungen gekommen. Die isolierten Jugendlichen und ihre Eltern protestieren vehement gegen die Zwangsma\u00dfnahme. Am Mittwoch ordnete ein Richter an, dass zumindest negativ getestete Sch\u00fcler entlassen werden sollten. 17.19 Uhr: In Russland bl\u00fcht nach der Verh\u00e4ngung neuer Corona-Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr Nicht-Geimpfte und Nicht-Getestete das Gesch\u00e4ft von Betr\u00fcgern. Von mehr als 200 Internetseiten, die seit Jahresbeginn blockiert wurden, sei auf vielen mit gef\u00e4lschten medizinischen Dokumenten gehandelt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit. So generierten Betr\u00fcger QR-Codes, die man etwa in Moskau seit kurzem braucht, um ins Restaurant zu gehen. Eigentlich sollen die Codes, die als digitaler Impfnachweis dienen, auf einer staatlichen Seite heruntergeladen werden. F\u00fcr Ausl\u00e4nder beispielsweise, die nicht im russischen Gesundheitssystem registriert sind, ist das aber nicht m\u00f6glich. Auch viele Russen klagen \u00fcber technische Probleme. Russland verzeichnet seit Tagen Rekordwerte bei den t\u00e4glichen Corona-Todesf\u00e4llen und massiv gestiegene Neuinfektionszahlen. 17.15 Uhr: Das Urlaubsland Kroatien hat am Donnerstag \u00fcberraschend und ohne Vorank\u00fcndigung die coronabedingten Einreisebestimmungen versch\u00e4rft. Bislang konnten B\u00fcrger aus EU-Staaten mit niedrigen Ansteckungsraten, darunter Deutschland, ohne Auflagen und Einschr\u00e4nkungen nach Kroatien fahren. Seit Donnerstag verlangen jedoch die Grenzbeamten von allen Reisenden das neue, EU-weit g\u00fcltige Corona-Zertifikat, unabh\u00e4ngig davon, woher sie kommen. Akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen L\u00e4ndern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist, teilte die kroatische Polizei auf ihrer Webseite mit. Wegen der verst\u00e4rkten Grenzkontrollen kam es am Autobahngrenz\u00fcbergang Gorican an der Grenze zu Ungarn am Donnerstag zu Staus. Nach Angaben der ungarischen Polizei mussten Reisende zwei bis drei Stunden auf die Grenzabfertigung warten. Der Autobahnabschnitt wird auch von Tschechen, Polen und Slowaken genutzt, die \u00fcber Ungarn nach Kroatien fahren. 16.46 Uhr: In Deutschland ist in der ersten H\u00e4lfte dieses Jahr mehr Strom verbraucht worden als im gleichen Zeitraum vor der Corona-Pandemie. Von Januar bis Juni betrug der Verbrauch 252,2 Terawattstunden, wie aus einer Ver\u00f6ffentlichung der Bundesnetzagentur vom Donnerstag hervorgeht. Er war damit 4,7 Prozent h\u00f6her als im ersten Halbjahr 2020. Vor allem der Produktionsr\u00fcckgang der Industrie im ersten Corona-Lockdown hatten damals den Verbrauch auf 240,8 Terawattstunden sinken lassen. Inzwischen ist er wieder gestiegen und liegt auch \u00fcber dem Niveau des ersten Halbjahres 2019, als 248,5 Terawattstunden verbraucht wurden. 16.13 Uhr: Ihr Sohn liege mit der Delta-Variante des Coronavirus im Krankenhaus und brauche dringend Geld f\u00fcr die Behandlung: Mit diesem Trick haben Betr\u00fcger Schmuck im Wert von mehr als 100.000 Euro von einem Ehepaar in Dortmund erbeutet. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Das \u00e4ltere Ehepaar habe am Mittwoch einen Anruf ihres \u00ab\u00a0Sohnes\u00a0\u00bb erhalten. F\u00fcr die lebensrettende Spritze ben\u00f6tige er 62.000 Euro, erkl\u00e4rte er. Dass sie gar nicht mit ihrem Sohn telefonierten, erkannten die Eltern nicht. Die Frau sei daraufhin zur Bank gegangen, teilte die Polizei weiter mit. Dort sei eine Mitarbeiterin hellh\u00f6rig geworden und habe die Polizei und den echten Sohn alarmiert. Der Ehemann habe w\u00e4hrenddessen allerdings weiterhin mit den Betr\u00fcgern telefoniert. Diese brachten ihn laut Polizei dazu, Schmuck im Wert von mehr als 100.000 Euro an eine Frau zu \u00fcbergeben. Angeblich wolle sie den Schmuck in das Krankenhaus bringen. Als der Betrug auffiel, war die Frau bereits verschwunden 15.47 Uhr: Mit der schnellen Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in Deutschland passt die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) ihre Impfempfehlung an. So sollen Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, k\u00fcnftig unabh\u00e4ngig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie Biontech oder Moderna erhalten, teilte das Gremium am Donnerstag mit. Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis solle dann mindestens vier Wochen betragen. Die Empfehlung gelte \u00ab\u00a0vorbehaltlich der R\u00fcckmeldungen aus dem noch zu er\u00f6ffnenden Stellungnahmeverfahren\u00a0\u00bb, hie\u00df es. Die Expertinnen und Experten begr\u00fcnden diesen Rat damit, dass die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Pr\u00e4paraten &#8211; erst Vektor-, dann mRNA-Impfstoff &#8211; der Immunantwort nach zwei Dosen Astrazeneca \u00ab\u00a0deutlich \u00fcberlegen\u00a0\u00bb sei. Fachleute sprechen von einem heterologen Impfschema. Dieses hatte die Stiko bisher nur j\u00fcngeren Menschen angeraten, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen hatten, bevor dieser Impfstoff nur noch f\u00fcr Impfwillige ab 60 Jahren empfohlen wurde. Die Stiko betonte, es sei angesichts der deutlich ansteckenderen Delta-Variante wichtig, die zweite Impfstoffdosis \u00ab\u00a0zeitgerecht wahrzunehmen\u00a0\u00bb. Nach nur einer Impfstoffdosis scheine der Schutz gegen Delta \u00ab\u00a0deutlich herabgesetzt\u00a0\u00bb zu sein. Der Schutz vor schweren Krankheitsverl\u00e4ufen durch Delta sei nach vollst\u00e4ndiger Impfung im Vergleich zum Schutz vor anderen Corona-Varianten \u00e4hnlich gut, hie\u00df es unter Berufung auf Daten aus dem Vereinten K\u00f6nigreich. Die Stiko wies nun als Empfehlung folgende Abst\u00e4nde zwischen den zwei erforderlichen Impfstoffdosen aus: drei bis sechs Wochen bei Biontech\/Pfizer, vier bis sechs Wochen bei Moderna, neun bis zw\u00f6lf Wochen bei Astrazeneca (falls noch jemand zweifach damit geimpft werden sollte) und \u00ab\u00a0ab vier Wochen\u00a0\u00bbbei der Kombination aus Astrazeneca und mRNA-Impfstoff. 15.30 Uhr: Die EU-Arzneimittelbeh\u00f6rde EMA entscheidet voraussichtlich erst in ein paar Wochen \u00fcber eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna f\u00fcr Kinder und Jugendliche ab zw\u00f6lf Jahren. Es sei geplant, bis Ende Juli \u00fcber den Antrag des US-Unternehmens zu entscheiden, sagte der Leiter der EMA-Impfstrategie, Marco Cavaleri, am Donnerstag beim regelm\u00e4\u00dfigen Pressebriefing seiner Beh\u00f6rde in Amsterdam. Nachdem Moderna Anfang Juni den Zulassungsantrag f\u00fcr Zw\u00f6lf- bis 17-J\u00e4hrige gestellt hatte, hatte die EMA eine \u00ab\u00a0beschleunigte Pr\u00fcfung\u00a0\u00bb zugesagt. Bisher hat nur der Impfstoff von Biontech\/Pfizer eine EU-weite Zulassung f\u00fcr diese Altersgruppe. In Deutschland k\u00f6nnen Kinder und Jugendliche ab zw\u00f6lf Jahren seit dem 7. Juni gegen das Coronavirus geimpft werden. Da einige Erwachsene noch nicht geimpft sind und es weltweit nicht gen\u00fcgend Corona-Impfstoff gibt, ist die Immunisierung von Kindern allerdings umstritten. Schlie\u00dflich leiden Kinder nur sehr selten unter schweren Covid-19-Erkrankungen. Andererseits kann ihre Impfung dazu beitragen, einen Gemeinschaftsschutz, die sogenannte Herdenimmunit\u00e4t, zu erreichen. 15.14 Uhr: Die sich ausbreitende Delta-Variante ist nach Angaben des Generalsekret\u00e4rs der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kinder- und Jugendmedizin, Burkhard Rodeck, mit Blick auf die Sterblichkeit wahrscheinlich weniger gef\u00e4hrlich als andere Coronavirus-Varianten. Man wisse, dass die Variante wahrscheinlich zu rund 60 Prozent ansteckender sei, sagte er am Donnerstag bei einer Expertenanh\u00f6rung im Bundestag zum Thema Schule in der Pandemie. \u00ab\u00a0Sie ist allerdings, was die Sterblichkeitsrate angeht, eher unterhalb der anderen Varianten anzusiedeln\u00a0\u00bb. Rodeck betonte, dass es sich um vorl\u00e4ufige Daten aus Gro\u00dfbritannien handele, wo die Variante sich sehr stark verbreitet hat. F\u00fcr Kinder l\u00e4gen bisher nur begrenzte Daten vor, sagte er, f\u00fcgte aber hinzu: \u00ab\u00a0Vermehrte station\u00e4re Aufnahmen von Kindern infolge einer Deltavirusinfektion sind in England bislang nicht beobachtet worden.\u00a0\u00bb Er sei vorsichtig bei \u00ab\u00a0Alarm-Meldungen\u00a0\u00bb \u00fcber Delta-Infektionen an verschiedenen Orten in Deutschland. \u00ab\u00a0Man sollte hier abwarten, bis die Datenlage ausreichend ist, um die Gef\u00e4hrlichkeit der Delta-Variante bei Kindern wirklich beurteilen zu k\u00f6nnen.\u00a0\u00bb Rodeck, der Chefarzt am Christlichen Kinderhospital Osnabr\u00fcck ist, pl\u00e4dierte f\u00fcr sogenannte Pool-PCR-Tests an Schulen und in Kitas. Er verwies auf Erkenntnisse aus \u00d6sterreich, wonach die gebr\u00e4uchlichen Antigen-Schnelltests bei Kindern, die sich zwar angesteckt haben, aber keine Symptome haben, oft eine Infektion nicht anzeigten. Goldstandard seien PCR-Tests. \u00ab\u00a0Die Pool-Testungen haben den gro\u00dfen Vorteil &#8211; ich sag&rsquo;s mal salopp &#8211; dass alle Sch\u00fcler in einer Klasse in einen gro\u00dfen Becher spucken. Das ist nicht sehr aufwendig und das kann auch jeder.\u00a0\u00bb Dann werde von dem gesamten gepoolten Material ein PCR-Test gemacht. Falle dieser negativ aus, seien alle Sch\u00fcler in der Klasse negativ. Wenn er positiv sei, m\u00fcsse einzeln nachgetestet werden. 15.12 Uhr: \u00d6sterreich hat eine vor 15 Monaten verh\u00e4ngte globale Corona-Reisewarnung aufgehoben. Ab sofort sind nur noch einige Virusvariantengebiete wie Brasilien, S\u00fcdafrika, Indien oder Gro\u00dfbritannien auf der \u00ab\u00a0roten Liste\u00a0\u00bb, wie Au\u00dfenminister Alexander Schallenberg am Donnerstag in Wien bekanntgab. \u00ab\u00a0Wir alle haben uns diese Sommerpause verdient\u00a0\u00bb, sagte Schallenberg bei einer Pressekonferenz. Er schloss jedoch eine neuerliche Versch\u00e4rfung der Reiseregeln nicht aus und verwies zum Beispiel auf die steigenden Infektionszahlen in Russland. Die meisten au\u00dfereurop\u00e4ischen L\u00e4nder wurden von \u00ab\u00a0rot\u00a0\u00bb auf \u00ab\u00a0orange\u00a0\u00bb geschaltet. Reisende aus diesen L\u00e4ndern d\u00fcrfen nur nach \u00d6sterreich, wenn sie vollen Impfschutz haben oder von Covid-19 genesen sind. F\u00fcr L\u00e4nder auf der \u00ab\u00a0gr\u00fcnen\u00a0\u00bb Liste reicht alternativ auch ein negatives Testergebnis f\u00fcr die Einreise. Dazu geh\u00f6ren neben den EU-L\u00e4ndern die USA und viele asiatische L\u00e4nder. Schallenberg zeigte sich optimistisch, dass auch Balkanstaaten noch im Juli auf \u00ab\u00a0gr\u00fcn\u00a0\u00bb geschalten werden. 14.50 Uhr: Der Deutsche St\u00e4dtetag warnt vor einer vierten Corona-Welle und ruft die Menschen in Deutschland zu Impfungen auf. \u00ab\u00a0Vielleicht entscheiden wir mit unserem Verhalten jetzt im September nach der Reiser\u00fcckkehr dar\u00fcber, ob Weihnachtsm\u00e4rkte stattfinden\u00a0\u00bb, sagte St\u00e4dtetagspr\u00e4sident Burkhard Jung am Donnerstag in Berlin. \u00ab\u00a0Deshalb appellieren wir an alle: Bitte lassen Sie sich impfen.\u00a0\u00bb Nur mit einer hohen Impfrate sei die Pandemie zu bew\u00e4ltigen, so Jung. Das sei eine Frage der Solidarit\u00e4t. Um auch Menschen zu erreichen, die bislang z\u00f6gerten, brauche es niederschwellige Angebote wie mobile Impfteams. Der Leipziger Oberb\u00fcrgermeister appellierte an Reisende, sich nach der R\u00fcckkehr vorsichtig zu verhalten: \u00ab\u00a0Lieber erst einmal einige Tage nach R\u00fcckkehr freiwillig Kontakte reduzieren, Maske tragen, testen lassen.\u00a0\u00bb Auf keinen Fall d\u00fcrften die Schulen wieder geschlossen werden, so Jung. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in der Pandemie solidarisch mit \u00c4lteren gezeigt h\u00e4tten, m\u00fcssten zudem Gelegenheit bekommen, sich auch wieder in gr\u00f6\u00dferer Zahl zu treffen. Daf\u00fcr brauche es Konzepte und die richtigen rechtlichen Rahmenbedingungen. 14.32 Uhr: Die Einreise in das Urlaubsland Bulgarien erfolgt seit dem 1. Juli nach neuen Regeln. Dabei werden die Staaten in drei Zonen eingeteilt &#8211; unter anderem aufgrund der Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Deutschland, \u00d6sterreich und die meisten EU-Staaten geh\u00f6ren danach zur Gr\u00fcnen Zone, die keine Risikogebiete umfasst. Dies bedeutet, dass gegen Covid-19 Geimpfte, Getestete und Genesene ohne Quarant\u00e4nepflicht in das EU-Land am Schwarzen Meer einreisen d\u00fcrfen. Es gelten noch eine Orange sowie eine Rote Zone mit Staaten wie Indien sowie zahlreiche asiatische, afrikanische und s\u00fcdamerikanische L\u00e4nder. Menschen aus der Roten Zone d\u00fcrfen demnach nicht nach Bulgarien einreisen. Personen aus Staaten der Orangen Zone m\u00fcssen geimpft, getestet oder genesen sein. Sie m\u00fcssen bei der Einreise aber mit zus\u00e4tzlichen Testauflagen rechnen. Die drei Zonen sollen mindestens einmal w\u00f6chentlich aktualisiert werden. 14.25 Uhr: Betreiber zweier Corona-Teststationen in K\u00f6ln stehen unter massivem Betrugsverdacht. Nach den von ihnen eingereichten Unterlagen w\u00e4ren in ihren beiden Teststationen zeitweise bis zu 36 Prozent aller Tests von rund 800 Teststationen in K\u00f6ln ausgef\u00fchrt worden, teilte die Polizei mit. Am Donnerstag wurden in K\u00f6ln und in Bergheim Wohnungen und Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume durchsucht. Die 25,26 und 31 Jahre alten Betreiber der Teststationen sollen den Angaben zufolge im Mai und im Juni Unterlagen gef\u00e4lscht und nicht ausgef\u00fchrte Tests bei der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung zur Bezahlung eingereicht haben. Das Verfahren war nach anonymen Anzeigen ins Rollen gekommen. Die Teststationen befanden sich in einer Sisha-Bar in der Innenstadt und im Stadtteil Ehrenfeld. Aufgefallen waren sowohl die Gesamtzahl der zur Bezahlung eingereichten Tests als auch der im Verh\u00e4ltnis zur Gesamtzahl zu hohe Anteil negativer Ergebnisse &#8211; bei denen f\u00fcr das Gesundheitsamt gar keinen Handlungsbedarf entsteht. Die Auszahlung von ann\u00e4hernd zwei Millionen Euro habe aufgrund der fr\u00fchzeitigen Ermittlungen verhindert werden k\u00f6nnen, so die Polizei. Die Ermittler wollen nun anhand der sichergestellten Unterlagen pr\u00fcfen, wieviele Tests tats\u00e4chlich ausgef\u00fchrt wurden. 14.15 Uhr: Die Zahl der w\u00f6chentlichen Labortests auf das Coronavirus ist mittlerweile so niedrig wie noch nie in diesem Jahr. F\u00fcr die vergangene Woche weist das Robert Koch-Institut 705.520 Testungen aus, wie aus dem Lagebericht vom Mittwochabend hervorgeht. Das ist weniger als halb so viel wie in der Woche vom 19. bis 25. April, als noch rund 1,4 Millionen Tests erfasst worden waren. Die Zahlen sind bereits seit einigen Wochen r\u00fcckl\u00e4ufig und liegen seit Ende Mai unter der Schwelle von einer Million PCR-Tests pro Woche. In den Angaben k\u00f6nnen auch mehrfach getestete Patienten enthalten sein. Die aktuellen Werte sind h\u00f6her als jene aus dem Fr\u00fchsommer 2020. Erst ab August vergangenen Jahres war eine w\u00f6chentliche Gr\u00f6\u00dfenordnung an Tests wie derzeit erreicht worden. Von damals bis heute hat sich aber auch die Zahl meldender Labore erh\u00f6ht. 13.57 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus muss die Europ\u00e4ische Union aus afrikanischer Sicht mehr tun, um globale Ungerechtigkeiten bei der Impfstoffverteilung aufzuheben. \u00ab\u00a0Keine einzige Dosis hat die Produktionsst\u00e4tten in der EU verlassen, die nach Afrika ging &#8211; wir wurden an Indien verwiesen\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte am Donnerstag der Corona-Sonderbeauftragte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa. In der EU seien nun aber soviele Menschen geimpft, dass sie ohne Masken Fu\u00dfballspiele schauen k\u00f6nnten. Masiyiwa forderte: \u00ab\u00a0Jetzt ist es an der Zeit f\u00fcr Europa, die Produktionsst\u00e4tten zu \u00f6ffnen.\u00a0\u00bb Afrika brauche dringend Covid-19-Impfstoffe &#8211; von den f\u00fcr dieses Jahr geplanten 700 Millionen Dosen seien erst 65 Millionen auf dem Kontinent. Hoffnung gebe die anlaufende eigene Produktion. Ab August wird ein Pharmakonzern in S\u00fcdafrika ein Jahr lang insgesamt 400 Millionen Dosen des Impfstoffs Johnson &amp; Johnson herstellen und auf dem Kontinent sowie an Karibik-Staaten ausliefern. \u00ab\u00a0Wir haben unsere Lektion gelernt, zur Gew\u00e4hrleistung der Impfstoffsicherheit auf dem Kontinent k\u00f6nnen wir uns nicht auf andere verlassen\u00a0\u00bb, sagte John Nkengasong von der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC. 13.12 Uhr: Der Europadirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO warnte vor einer neuen Welle von Corona-Infektionen. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag sagte Hans Kluge, dass durch die Lockerungen der Beschr\u00e4nkungen in vielen L\u00e4ndern und die vermehrte Reiseaktivit\u00e4t die Infektionsgefahr gr\u00f6\u00dfer werde. Nach zehn Wochen R\u00fcckgang sei die Zahl der Infizierten in Europa in der vergangenen Woche wieder um zehn Prozent gestiegen. Das geschehe vor dem Hintergrund einer weiteren Verbreitung der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde und als besonders ansteckend gilt. \u00ab\u00a0Die Delta-Variante \u00fcberholt sehr schnell die Alpha-Variante\u00a0\u00bb, so Kluge. Bis August werde diese Form in der Europ\u00e4ischen Region dominant sein. Auch bis dahin werde die Bev\u00f6lkerung noch nicht komplett geimpft sein. Daher sei die Gefahr einer neuen Welle gegeben. \u00ab\u00a0Verz\u00f6gerungen bei der Impfung kosten Leben\u00a0\u00bb, so Kluge. \u00ab\u00a0Je langsamer wir impfen, desto mehr Varianten werden auftauchen.\u00a0\u00bb 12.50 Uhr: Bis zum offiziellen Start des EU-Impfnachweises am Donnerstag sind in Europa Angaben der EU-Kommission zufolge bereits 200 Millionen Zertifikate ausgestellt worden. Mit ihnen sollen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger europaweit frische Tests, Impfungen und Genesungen nachweisen k\u00f6nnen. Vom Sommerurlaub bis zu kleineren Ausfl\u00fcgen in benachbarte L\u00e4nder sollen damit viele Freizeitaktivit\u00e4ten vereinfacht werden. Die Regeln, wof\u00fcr Nachweise gebraucht werden, unterscheiden sich von Land zu Land. So k\u00f6nnen Reisende mit einem Nachweis etwa \u00fcber eine Impfung nicht nur in mehreren L\u00e4ndern eine Quarant\u00e4ne vermeiden. Sie werden mancherorts auch f\u00fcr Besuche in Restaurants, Clubs oder Kulturveranstaltungen ben\u00f6tigt. Alle EU-L\u00e4nder sowie Norwegen, die Schweiz und Island sind an die n\u00f6tige Technik f\u00fcr das Zertifikat angeschlossen. Einer \u00dcbersicht der EU-Kommission zufolge sind nur in Irland bislang keine Nachweise ausgegeben worden. 12.25 Uhr: Der Sanit\u00e4tsbetrieb in S\u00fcdtirol hat mehr als 100 Mitarbeitern den Zugang zu ihren Abteilungen untersagt, weil sie nicht gegen Covid-19 geimpft sind. Die Suspendierungen gelten ab dem 1. Juli, wie der S\u00fcdtiroler Sanit\u00e4tsbetrieb mitteilte. Betroffen sind demnach 115 Bedienstete. Ihnen sei vorab mitgeteilt worden, dass sie sich nicht an die Impfpflicht nach dem \u00ab\u00a0Draghi-Dekret\u00a0\u00bb vom 1. April gehalten h\u00e4tten, hie\u00df es in der Mitteilung vom Mittwochabend weiter. Im S\u00fcdtiroler Sanit\u00e4tsbetrieb sind vier Gesundheitsbezirke und sieben Krankenh\u00e4user zusammengefasst. Die Mitarbeiter k\u00f6nnen dem Betrieb zufolge keine Aufgaben mehr mit Kontakt zu Menschen \u00fcbernehmen, bei denen die Gefahr besteht, das Coronavirus zu verbreiten. Es wird gepr\u00fcft, ob sie andere, ungef\u00e4hrliche Arbeiten \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. F\u00fcr das ungeimpfte Personal sei eine Immunisierung jederzeit m\u00f6glich. Fachleute gehen au\u00dferdem den Angaben von 1500 Mitarbeitern nach, die sich \u00ab\u00a0aus klinischen oder objektiven Gr\u00fcnden\u00a0\u00bb nicht impfen lie\u00dfen. 12.07 Uhr: Russland hat zum dritten Mal infolge einen Rekord an t\u00e4glichen Corona-Todesf\u00e4llen verzeichnet. Die Beh\u00f6rden im gr\u00f6\u00dften Land der Erde registrierten am Donnerstag 672 Tote binnen 24 Stunden &#8211; so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die t\u00e4glich gemeldeten Neuinfektionen erreichten mit mehr als 23 000 einen H\u00f6chstwert seit Mitte Januar. In Russland, wo viele Menschen einer Impfung skeptisch gegen\u00fcberstehen, verbreitet sich vor allem die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus rasant. Stark betroffen ist neben der Hauptstadt Moskau auch St. Petersburg, wo an diesem Freitag das erste EM-Viertelfinalspiel geplant ist. Die Ostseemetropole meldete zuletzt mehr als 1600 Neuinfektionen und 115 Corona-Tote an einem Tag. Mehrere russische Regionen haben aufgrund der dramatischen Lage einen Impfzwang f\u00fcr Angestellte vieler Berufsgruppen verh\u00e4ngt. Insgesamt haben sich j\u00fcngsten Angaben zufolge erst 11,5 Prozent der Russen beide Spritzen verabreichen lassen. In Moskau verk\u00fcndete B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin am Donnerstag den Start von Auffrischimpfungen f\u00fcr Menschen, deren Immunisierung sechs Monate oder l\u00e4nger her ist. 12.03 Uhr: Indonesien plant Notfall-Beschr\u00e4nkungen, um einen alarmierenden Anstieg an Corona-Neuinfektionen zu bek\u00e4mpfen. Wie Pr\u00e4sident Joko Widodo am Donnerstag in einer Ansprache bekannt gab, sollen die neuen Bestimmungen von diesem Samstag an bis zum 20. Juli in Kraft bleiben. Die Zahl der Ansteckungen ist in dem s\u00fcdostasiatischen Land auf mehr als 21.000 F\u00e4lle pro Tag gestiegen. \u00ab\u00a0Diese Lage hat uns gewunfen, striktere Ma\u00dfnahmen zu ergreifen\u00a0\u00bb, sagte Widodo. Betroffen von der Ausbreitung des Coronavirus sind insbesondere die Hauptstadt Jakarta, die gesamte Insel Java und die Urlaubsinsel Bali. Die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden warnen vor der Ausbreitung hochansteckender Virusvarianten und bef\u00fcrchten einen Zusammenbruch des \u00fcberlasteten Gesundheitssystems. Nach Regierungsangaben m\u00fcssen Schulen und Moscheen schlie\u00dfen. Zudem sollen Arbeit im Homeoffice und Online-Unterricht die Corona-Neuinfektionen auf weniger als 10.000 pro Tag senken. 11.59 Uhr: Der britische Gesundheitsdienst NHS hat mit den Planungen f\u00fcr eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus begonnen. Wie das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, k\u00f6nnte bereits von September an eine neue Impfkampagne gestartet werden, bei der Millionen Menschen im Vereinigten K\u00f6nigreich mit einer dritten Impfdosis vor einer Covid-19-Erkrankung gesch\u00fctzt werden sollen. Demnach sollen zun\u00e4chst besonders gef\u00e4hrdete Personengruppen und alle \u00fcber 70-J\u00e4hrigen eine Impfung erhalten. In einem zweiten Schritt k\u00f6nnten dann alle \u00fcber 50-J\u00e4hrigen geimpft werden. Die Corona-Auffrischungsimpfungen sollen gleichzeitig mit einer Schutzimpfung gegen Influenza vorgenommen werden. Britische Experten gehen davon aus, dass die im vergangenen Winter durch die Corona-Ma\u00dfnahmen unterdr\u00fcckte Grippe in der kalten Jahreszeit mit Wucht zur\u00fcckkehren wird. In Gro\u00dfbritannien haben inzwischen knapp 85 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten. Zweimal geimpft sind bereits rund 62 Prozent aller \u00fcber 18-J\u00e4hrigen. 11.47 Uhr: Die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union h\u00e4lt an ihren Pl\u00e4nen zu der umstrittenen Zuschauerzulassung bei der Europameisterschaft fest. Die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Coronavirus-Pandemie seien an jedem Spielort vollst\u00e4ndig mit den Regularien der zust\u00e4ndigen lokalen Gesundheitsbeh\u00f6rden abgestimmt, teilte die Uefa am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die finale Entscheidung \u00fcber die Anzahl der zugelassenen Zuschauer bei den Spielen und die Einreisebestimmungen liege im Verantwortungsbereich der lokalen Beh\u00f6rden &#8211; die Uefa folge diesen. \u00ab\u00a0Es ist nicht v\u00f6llig auszuschlie\u00dfen, dass Veranstaltungen und Versammlungen letztlich zu einer lokalen Erh\u00f6hung der Fallzahlen f\u00fchren k\u00f6nnten\u00a0\u00bb, sagte der medizinische Berater des Verbands, Daniel Koch. \u00ab\u00a0Aber dies w\u00fcrde nicht nur f\u00fcr Fu\u00dfballspiele gelten, sondern auch f\u00fcr alle Situationen, die nun im Rahmen der von den zust\u00e4ndigen \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden beschlossenen Lockerungsma\u00dfnahmen erlaubt sind.\u00a0\u00bb Die europaweiten Impfkampagnen und Grenzkontrollen w\u00fcrden \u00ab\u00a0dazu beitragen, dass in Europa keine neue gro\u00dfe Welle startet und die jeweiligen Gesundheitssysteme unter Druck setzt, wie dies bei den vorherigen Infektionswellen der Fall war\u00a0\u00bb. 11.44 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Europa nimmt nach einem zehnw\u00f6chigen R\u00fcckgang erstmals wieder zu. Angetrieben von \u00ab\u00a0Reisen, Zusammenk\u00fcnften und Lockerungen der sozialen Beschr\u00e4nkungen\u00a0\u00bb sei die Fallzahl vergangene Woche um zehn Prozent gestiegen, sagte der Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) f\u00fcr Europa, Hans Kluge, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Europa drohe eine neue Pandemie-Welle, \u00ab\u00a0es sei denn, wir bleiben diszipliniert\u00a0\u00bb. L\u00e4nder wie Portugal und Gro\u00dfbritannien haben derzeit mit einer Zunahme der Corona-Neuinfektionen zu k\u00e4mpfen. Die Entwicklung wird insbesondere auf die Ausbreitung der hochansteckenden Virus-Variante Delta zur\u00fcckgef\u00fchrt. 11.40 Uhr: Deutschland steht nach Einsch\u00e4tzung der Bundesregierung vor der weiteren Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in der Bev\u00f6lkerung. Delta werde mit steigendem Anteil auch bald in Deutschland die dominierende Variante sein, nun m\u00fcssten die absoluten Infektionszahlen m\u00f6glichst niedrig gehalten werden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin. Gegen die Ausbreitung von Delta helfe das Impfen, mahnte Spahn. \u00ab\u00a0Doppelt geimpft sch\u00fctzt gegen Delta\u00a0\u00bb, betonte der Minister. Dies sei mittlerweile erwiesen. Die Menschen ohne Impfung mahnte Spahn, sich testen zu lassen. \u00ab\u00a0Wir haben Tests en masse verf\u00fcgbar.\u00a0\u00bb Spahn betonte: \u00ab\u00a0Es liegt an uns, ob Delta eine Chance hat.\u00a0\u00bb Die Deutschen h\u00e4tten es selbst in der Hand, ob nach einem sch\u00f6nen Urlaub auch eine sch\u00f6ne Zeit im Herbst komme. Die generelle Empfehlung an Ungeimpfte, sich regelm\u00e4\u00dfig testen zu lassen, gelte nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Reiser\u00fcckkehrer. \u00ab\u00a0Wir haben deutlich mehr M\u00f6glichkeiten als vor einem Jahr\u00a0\u00bb, erkl\u00e4rte der Minister. Es gebe neben dem breiten Testangebot auch klare Regeln zu Beginn der Reisezeit. Um einen Eintrag aus anderen L\u00e4ndern zu minimieren, gelte die \u00ab\u00a0vergleichsweise strikte\u00a0\u00bb Einreiseverordnung. 11.33 Uhr: In Israel steigt trotz der hohen Impfquote die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen weiter an.307 Personen seien am Vortag positiv getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Zuletzt wurden Anfang April mehr als 300 Corona-Neuinfektionen an einem Tag festgestellt. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Neuinfektionen steht im Zusammenhang mit der aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus, die zuerst in Indien nachgewiesen wurde. Viele der Infizierten sind j\u00fcngere Menschen. Nach Medienberichten erwarten Vertreter des Gesundheitsministeriums in der kommenden Woche einen Anstieg auf 500 bis 600 F\u00e4lle pro Tag. Innenministerin Ajelet Schaked hat bereits damit gedroht, den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv erneut zu schlie\u00dfen, sollten die Neuinfektionen weiter steigen. Die Zahl der schwer an Covid-19 Erkrankten stieg nur leicht auf 29 an. Seit rund einer Woche ist kein Todesfall mehr im Zusammenhang mit dem Virus registriert worden. 11.28 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union in der Diskussion um die Zuschauerzulassung bei der Europameisterschaft scharf kritisiert. \u00ab\u00a0Ich halte diese Position der UEFA f\u00fcr absolut verantwortungslos\u00a0\u00bb, sagte der 71-J\u00e4hrige bei der Bundespressekonferenz in Berlin am Donnerstag. \u00ab\u00a0Wir alle wissen, dass die Kontaktvermeidung und bestimmte Hygienevorschriften unabdingbar sind, um die Infektionen eines Tages zu \u00fcberwinden.\u00a0\u00bb Wenn man aber die Bilder sehe von \u00ab\u00a0Menschen, die sehr dicht aufeinander sind\u00a0\u00bb und \u00ab\u00a0Erfolge feiern mit gro\u00dfen Umarmungen\u00a0\u00bb, sei \u00ab\u00a0vorgezeichnet, dass dies das Infektionsgeschehen bef\u00f6rdert\u00a0\u00bb. 11.23 Uhr: Das T\u00fcbinger Biotechunternehmen Curevac geht davon aus, dass die Europ\u00e4ische Arzneimittel-Agentur EMA seinen Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen wird. \u00ab\u00a0Die Population der 18- bis 60-J\u00e4hrigen ist besonders beg\u00fcnstigt von unserem Impfstoff. Dar\u00fcber haben wir mit der EMA gesprochen\u00a0\u00bb, sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz. Es gebe einen ganz klaren Trend, dass der Impfstoff bei J\u00fcngeren wirke. Nach der Ver\u00f6ffentlichung von Zwischenergebnissen Mitte Juni hatte die EMA betont, dass es keine harte Mindestgrenze bei der Wirksamkeit gebe. Bei klinischen Studien werde zwar von einer Mindestgrenze von 50 Prozent Wirksamkeit ausgegangen. Aber vor allem im Zusammenhang mit den neuen Virusvarianten m\u00fcsse man die Daten sehr gut pr\u00fcfen und Vorz\u00fcge gegen Nachteile abw\u00e4gen. 11.15 Uhr: Hunde und vor allem Katzen stecken sich offenbar relativ h\u00e4ufig bei ihren mit Corona infizierten Besitzern an. Darauf weisen zwei neue Untersuchungen hin. So berichtet die kanadische Tiermedizinerin Dorothee Bienzle, dass sie bei 67 Prozent der untersuchten Katzen und bei 43 Prozent der Hunde Antik\u00f6rper fand, was auf eine durchgemachte Infektion hinweist. Die Tiere hatten mit infizierten Menschen zusammengelebt. Bienzle von der Universit\u00e4t Guelph in Kanada pr\u00e4sentiert ihre Ergebnisse vom 9. bis 12. Juli beim Europ\u00e4ischen Kongress f\u00fcr klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID). In einem begutachteten Fachmagazin sind die Daten noch nicht erschienen. 20 Prozent der Hunde h\u00e4tten Symptome gehabt,27 Prozent der Katzen. In den meisten F\u00e4llen sei die Krankheit schnell und glimpflich vor\u00fcbergegangen. Symptome reichen von Kraft- und Appetitlosigkeit \u00fcber Husten, laufende Nasen, Atemprobleme und Durchfall bei den Vierbeinern. Die Tiermedizinerin Els Broens von der Universit\u00e4t Utrecht wies ebenfalls h\u00f6here Infektionen bei Haustieren von Infizierten nach. Bei rund jedem f\u00fcnften Tier aus solchen Haushalten erbrachten PCR- oder Antik\u00f6rper-Tests ein positives Ergebnis. 11 Uhr: Die Bundesregierung will Portugal und Gro\u00dfbritannien f\u00fcr Reisende bald wieder von Virusvarianten- zu Hochinzidenzgebieten herunterstufen. Das k\u00fcndigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin an. Dies werde dann der Fall sein, wenn die Anteile der ansteckenderen Delta-Variante vergleichbar seien, also voraussichtlich 70 bis 80 Prozent. In der laufenden Woche geht in Deutschland nach Sch\u00e4tzung des Robert Koch-Instituts (RKI) jede zweite Corona-Ansteckung auf die Delta-Variante zur\u00fcck. Entscheidend f\u00fcr die in den kommenden Tagen zu erwartende Entscheidung werde sein, dass der relative Anteil der Variante in Deutschland steigt und diese dominierend werde, sagte Spahn. Gleichzeitig sei zentral, dass die doppelten Impfungen gegen Delta sch\u00fctzten und diese in Deutschland zun\u00e4hmen. Der Schritt werde \u00ab\u00a0nicht in ferner Ferne liegen\u00a0\u00bb. Die derzeitige Einstufung als Virusvariantengebiet hat strikte Quarant\u00e4neregeln selbst f\u00fcr geimpfte Einreisende zur Folge. 10.41 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat Bund und L\u00e4nder dazu aufgerufen, sich auf eine m\u00f6gliche vierte Corona-Welle im Herbst vorzubereiten und einen neuen Lockdown zu verhindern. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass wir mit anderen, innovativeren und milderen Mitteln auf eine m\u00f6gliche vierte Welle reagieren\u00a0\u00bb, sagte Lindner am Donnerstag dem \u00ab\u00a0Handelsblatt\u00a0\u00bb. Bundesregierung und Landesregierungen m\u00fcssten die bisherigen Ma\u00dfnahmen auswerten und neue Strategien umsetzen. Ein neuer Lockdown m\u00fcsse unbedingt verhindert werden. \u00ab\u00a0Im vergangenen Jahr haben wir so viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Sch\u00e4den erlebt, dass wir uns nicht erlauben k\u00f6nnen, in einen neuen Lockdown zu kommen\u00a0\u00bb, sagte Lindner. Er forderte Luftreinigungsger\u00e4te in Schulen und \u00f6ffentlichen Einrichtungen, Hygienekonzepte und eine weitere St\u00e4rkung der digitalen Infrastruktur der Gesundheits\u00e4mter. Au\u00dferdem m\u00fcssten Auffrischungsimpfungen geplant werden. 10.17 Uhr: Die EU ist am Donnerstag mit einem digitalen Impfzertifikat an den Start gegangen, das in der Corona-Pandemie Reisen erleichtern soll. Die EU-Mitgliedstaaten haben zugesichert, bei Inhabern grunds\u00e4tzlich auf Quarant\u00e4ne- und Testpflichten bei der Einreise zu verzichten. \u00dcber eine elektronische EU-Plattform sollen die digitale Nachweise auf Echtheit \u00fcberpr\u00fcft werden k\u00f6nnen. Auf ihnen k\u00f6nnen auch aktuelle Testergebnisse und Angaben \u00fcber eine \u00fcberstandene Corona-Erkrankung gespeichert werden. Fluggesellschaften hatten im Vorfeld allerdings wegen n\u00f6tiger Kontrollen und unterschiedlicher Systeme der EU-L\u00e4nder vor l\u00e4ngeren Wartezeiten beim Check-in gewarnt. Vorerst sind zudem nur 21 der 27 Mitgliedstaaten an die Plattform angeschlossen. Es fehlen noch Irland, Malta, die Niederlande, Rum\u00e4nien, Schweden und Ungarn. Daf\u00fcr sind die Nicht-EU-L\u00e4nder Island, Liechtenstein und Norwegen dabei. 10.16 Uhr: Die Zahl der in Deutschland angemeldeten Prostituierten ist in der Corona-Pandemie um mehr als ein Drittel gesunken. Ende 2020 seien bei den Beh\u00f6rden in Deutschland rund 24 900 Prostituierte g\u00fcltig angemeldet gewesen,38 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Ein F\u00fcnftel von ihnen hatte die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit, mehr als ein Drittel (35 Prozent) die rum\u00e4nische und etwa ein Zehntel (11 Prozent) die bulgarische. Bordelle und andere Prostitutionsst\u00e4tten waren in der Pandemie monatelang geschlossen, zudem stockte das Anmeldeverfahren, wie das Bundesamt mitteilte. Ende 2020 hatten den Angaben zufolge 2290 Prostitutionsgewerbe eine erteilte oder vorl\u00e4ufige Erlaubnis, f\u00fcnf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg sei damit geringer ausgefallen als in den Vorjahren. Bei 93 Prozent handelte es sich um Prostitutionsst\u00e4tten, auf Prostitutionsvermittlungen, -fahrzeuge und -veranstaltungen entfielen zusammen sieben Prozent der Erlaubnisse. 10.14 Uhr: Fast zwei Drittel der Deutschen sprechen sich laut einer Umfrage f\u00fcr eine weiterf\u00fchrende Homeoffice-Pflicht in bestimmten Branchen aus. Unabh\u00e4ngig von der Pandemie solle das Recht auf Homeoffice aus Sicht von 65 Prozent der Befragten in geeigneten Branchen aufrechterhalten bleiben, hie\u00df es nach Angaben des Umfrageinstituts YouGov am Donnerstag. YouGov hatte f\u00fcr die repr\u00e4sentative Erhebung Ende Juni 1731 Menschen befragt. W\u00e4hrend 17 Prozent eine fortgesetzte Regelung zur Heimarbeit ablehnen, wollte sich der Rest dazu nicht \u00e4u\u00dfern. Zudem ergab die YouGov-Befragung, dass die Zustimmung in den \u00f6stlichen Bundesl\u00e4ndern geringer ist als im Westen. 10.10 Uhr: Die Corona-Beschr\u00e4nkungen haben die Menschen h\u00e4uslicher werden lassen. F\u00fcr die Mehrheit der Deutschen ist das eigene Zuhause nach eigenen Angaben seit der Pandemie wichtiger geworden. Drei Viertel haben das vergangene Jahr f\u00fcr Umbauten und Renovierungen genutzt. Bei einem Drittel ist die Investitionsbereitschaft seit der Pandemie deutlich gestiegen. In Norddeutschland geben sogar 41 Prozent an, mehr Geld f\u00fcr wohnliche Ver\u00e4nderungen auszugeben. Das sind Ergebnisse der repr\u00e4sentativen Studie \u00ab\u00a0Wohnen nach Corona\u00a0\u00bb der PSD Bank Nord, f\u00fcr die 1.000 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren befragt wurden. 10.07 Uhr: Die Corona-Krise hat die Sozialausgaben in Deutschland auf einen historischen H\u00f6chststand getrieben: Erstmals seit Gr\u00fcndung der Bundesrepublik lenkte der Staat mehr als ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung in Sozialleistungen, wie es nach Angaben der \u00ab\u00a0Frankfurter Allgemeinen Zeitung\u00a0\u00bb aus dem neuen Sozialbericht hervorgeht, den die Bundesregierung im Juli beschlie\u00dfen will. Die so genannte Sozialleistungsquote \u2013 gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) \u2013 erreichte dem Berichtsentwurf zufolge im vergangenen Jahr 33,6 Prozent. Die Quote lag damit um 2,8 Prozentpunkte h\u00f6her als auf dem H\u00f6hepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. In absoluten Zahlen belief sich das so genannte Sozialbudget 2020 auf 1,19 Billionen Euro. Im Jahr 2019 hatte es erstmals knapp die Billionen-Schwelle \u00fcberschritten. 10.04 Uhr: Indonesien reagiert wegen immer weiter steigenden Corona-Neuinfektionen mit strengeren Ma\u00dfnahmen auf der dicht bev\u00f6lkerten Hauptinsel Java und der Nachbarinsel Bali. Die Einschr\u00e4nkungen sollen zun\u00e4chst vom 3. bis 20. Juli gelten, k\u00fcndigte Pr\u00e4sident Joko Widodo am Donnerstag in einer Fernsehansprache an. Details sollten im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. Laut eines Dokuments, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag, m\u00fcssen unter anderem alle Schulen und Einkaufszentren schlie\u00dfen. Essen in Restaurants sind wieder verboten, nur noch Speisen zur Mitnahme oder Lieferung sind erlaubt. Unternehmen werden angewiesen,75 Prozent der Belegschaft ins Homeoffice zu schicken. 9.59 Uhr: Gewerkschaften in Gro\u00dfbritannien haben die Regierung in London zu einer weiteren Verl\u00e4ngerung des Kurzarbeitprogramms aufgerufen. Das \u00ab\u00a0Job Retention Scheme\u00a0\u00bb wird von diesem Monat an stufenweise zur\u00fcckgefahren. Das obwohl die geplante Aufhebung aller Corona-Ma\u00dfnahmen wegen der starken Ausbreitung der Delta-Variante in dem Land um vier Wochen bis zum 19. Juli verschoben wurde. Unternehmen m\u00fcssen die Geh\u00e4lter freigestellter Mitarbeiter nun wieder zu zehn Prozent selbst bezahlen. Dieser Anteil soll stufenweise in den kommenden Monaten erh\u00f6ht werden, bis das Programm Ende September ausl\u00e4uft. Es wird damit gerechnet, dass die Zahl der Arbeitslosen dann trotz einer erwarteten Erholung der Wirtschaft steigen wird. Bislang zahlte die Regierung 80 Prozent der Geh\u00e4lter f\u00fcr freigestellte Mitarbeiter bis zu einer H\u00f6he von 2500 Pfund monatlich (umgerechnet rund 2900 Euro). Derzeit sind noch etwa 1,5 Millionen Menschen im Rahmen des dem deutschen Kurzarbeitergeld nachempfundenen Programms freigestellt. 9.50 Uhr: Der Corona-Impfstoff der Firma Curevac ist deutlich weniger wirksam als erhofft, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitgeteilt hat. Demzufolge hat die finale Analyse des Vakzins lediglich eine Wirksamkeit von 48 Prozent \u00fcber alle Altersgruppen hinweg ergeben. In der Altersgruppe zwischen 18 und 60 Jahren zeigte der Impfstoff der Mitteilung zufolge eine Wirksamkeit von 53 Prozent gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades und eine Wirksamkeit von 77 Prozent gegen einen moderaten und schweren Krankheitsverlauf. In der abschlie\u00dfenden Analyse wurden 228 best\u00e4tigte Covid-19-F\u00e4lle \u00fcber 15 aufgetretene Virusst\u00e4mme hinweg untersucht. In einer Zwischenanalyse Mitte Juni war von einer vorl\u00e4ufigen Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung \u00ab\u00a0jeglichen Schweregrades\u00a0\u00bb die Rede. Am Donnerstag wird die Firma in einer Pressekonferenz detailliert \u00fcber die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Studie berichten. 8.42 Uhr: Im Falle einer weiteren Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus h\u00e4lt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Auffrischungsimpfungen f\u00fcr unumg\u00e4nglich. \u00ab\u00a0Sobald F\u00e4lle beobachtet werden, bei denen es trotz zweifacher Impfung zu einer Ansteckung zum Beispiel mit der gef\u00e4hrlichen Delta-Variante und auch zu schweren Krankheitsverl\u00e4ufen kommt, wird man zur Booster-Impfung (Wiederholungsimpfung) aufrufen\u00a0\u00bb, sagte Lauterbach der \u00ab\u00a0Rheinischen Post\u00a0\u00bb (Donnerstag). \u00ab\u00a0Dann k\u00f6nnte eine Alarmstimmung herrschen.\u00a0\u00bb Derzeit sei allerdings noch nicht sicher, ob sich die Delta-Variante \u00ab\u00a0gegen die Impfungen durchsetzen\u00a0\u00bb werde, f\u00fcgte Lauterbach hinzu. \u00ab\u00a0Deswegen kann man derzeit noch nicht zu den Auffrischungsimpfungen aufrufen. Daf\u00fcr fehlt noch das Wissen.\u00a0\u00bb Es k\u00f6nne durchaus sein, dass in sechs Monaten erste Auffrischungsimpfungen f\u00fcr diejenigen notwendig w\u00fcrden, die bereits zu Beginn dieses Jahres immunisiert wurden, sagte Lauterbach. \u00ab\u00a0Deren Impfung liegt dann ja schon ein Jahr zur\u00fcck.\u00a0\u00bb Und es betreffe vor allem die Gruppe mit den h\u00f6chsten Risiken. Die daf\u00fcr notwendigen Impfstoffkapazit\u00e4ten seien verf\u00fcgbar. 8.39 Uhr: Auch im kommenden Schuljahr wird es zun\u00e4chst keinen Normalbetrieb an den Schulen wie vor Corona geben. Zumindest am Anfang m\u00fcssen Sch\u00fclerinnen, Sch\u00fcler und Lehrkr\u00e4fte weiter mit Einschr\u00e4nkungen rechnen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Kultusministerien der 16 Bundesl\u00e4nder ergab. Die Maske d\u00fcrfte in vielen L\u00e4ndern nach den Sommerferien weiter zum Schulbild geh\u00f6ren &#8211; zum Teil auch im Klassenzimmer. Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, Baden-W\u00fcrttemberg, Mecklenburg-Vorpommern oder Niedersachsen planen mit einer Maskenpflicht oder denken dar\u00fcber nach. Zumindest in den ersten beiden Wochen des Schuljahres sollen Masken als Sicherheitsma\u00dfnahme wegen m\u00f6glicher Ansteckungsgefahren durch Reiser\u00fcckkehrer vorgeschrieben werden. Andere L\u00e4nder wollen Entscheidungen zu Masken in der Schule erst treffen, wenn das neue Schuljahr n\u00e4her r\u00fcckt und die Lage klarer ist. An den zwei Tests pro Woche wollen viele Bundesl\u00e4nder festhalten. Zusagen, dass die Schulen dieses Mal dauerhaft ge\u00f6ffnet bleiben, kommen aus keinem Bundesland. 8.34 Uhr: In Bangladesch ist am Donnerstag ein strikter Corona-Lockdown in Kraft getreten. Die Menschen d\u00fcrfen ihre Wohnungen nur noch zum Eink\u00e4ufen und in Notf\u00e4llen verlassen. Gesch\u00e4fte und B\u00fcros bleiben geschlossen, nur Lebensmittel-M\u00e4rkte d\u00fcrfen noch f\u00fcr einige Stunden am Tag \u00f6ffnen. Polizisten und Soldaten sollen die Einhaltung der Regeln \u00fcberwachen. Das s\u00fcdasiatische Land \u00e4chzt derzeit unter einer heftigen Infektionswelle, die auf eine starke Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus zur\u00fcckgeht. Die Regionen an der Grenze zum Nachbarland Indien, wo die Delta-Variante zuerst aufgetreten war, sind besonders hart betroffen. Krankenh\u00e4user sind teilweise komplett \u00fcberlastet. \u00ab\u00a0Wir hoffen, dass die harten Ma\u00dfnahmen funktionieren werden\u00a0\u00bb, sagte der Sprecher der Gesundheitsbeh\u00f6rde, Robed Amin. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen das Virus um jeden Preis eind\u00e4mmen.\u00a0\u00bb Dhakas Polizeichef Shafiqul Islam drohte Regelbrechern mit Festnahmen und Geldstrafen. 8.27 Uhr: Der Inselstaat Samoa hat die Teilnahme seines Gewichtheber-Teams an den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt. Grund seien die weiterhin hohen Corona-Zahlen in Japan, teilte das Nationale Olympische Komitee (SASNOC) am Donnerstag mit. Insgesamt h\u00e4tten sich elf Athleten aus Samoa f\u00fcr die Spiele qualifiziert, von denen aber nur drei tats\u00e4chlich in dem Archipel lebten, sagte SASNOC-Pr\u00e4sident Patrick Fepulea&rsquo;i. Dabei handele es sich um Gewichtheber. Die anderen Sportler lebten in Australien und Neuseeland, einer sei bereits in Japan, hie\u00df es. Diese sieben Sportler d\u00fcrften teilnehmen. Zuvor hatte der Sender \u00ab\u00a0Radio New Zealand\u00a0\u00bb unter Berufung auf Kommunikationsminister Afamasaga Rico Tupa&rsquo;i \u00fcber eine m\u00f6gliche Olympia-Absage Samoas berichtet. \u00ab\u00a0Wir verstehen die Logik hinter der Regierungsentscheidung voll und ganz, insbesondere die Notwendigkeit, Samoa vor dem Virus zu sch\u00fctzen, speziell vor der neuen Variante, die sich jetzt auf der ganzen Welt verbreitet\u00a0\u00bb, sagte Fepulea&rsquo;i. 8.21 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus nimmt die Bundesregierung verst\u00e4rkt die j\u00fcngere Generation in den Blick. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) k\u00fcndigte gegen\u00fcber den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft sowie der \u00ab\u00a0Stuttgarter Zeitung\u00a0\u00bb und den \u00ab\u00a0Stuttgarter Nachrichten\u00a0\u00bb (Donnerstagsausgaben) spezielle Impfangebote f\u00fcr Studierende im Herbst an. \u00ab\u00a0Zwischen Bund und L\u00e4ndern haben wir beispielsweise abgesprochen, zum Semesterstart an den Universit\u00e4ten leicht zug\u00e4ngliche Impfangebote zu machen\u00a0\u00bb, sagte er. Braun setzt dem Bericht zufolge zudem darauf, dass die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) ihre Zur\u00fcckhaltung bei der Impfempfehlung f\u00fcr Jugendliche aufgibt. \u00ab\u00a0Aufgrund der weiteren Erfahrungen mit den Impfkampagnen in anderen L\u00e4ndern, etwa den USA, bei den 12- bis 15-J\u00e4hrigen hoffe ich, dass wir vielleicht zu einer breiteren Empfehlung f\u00fcr Kinder ab zw\u00f6lf Jahren durch die St\u00e4ndige Impfkommission kommen\u00a0\u00bb, betonte er. Zu einem Impfzwang f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler werde es nicht kommen. 7.46 Uhr: In mehreren Urlaubsl\u00e4ndern werden ab Donnerstag Corona-Restriktionen gelockert. In \u00d6sterreich d\u00fcrfen nach Caf\u00e9s und Restaurants auch Diskotheken und Clubs wieder \u00f6ffnen. Voraussetzung f\u00fcr einen Besuch ist der sogenannte 3-G-Nachweis, also der Nachweis \u00fcber eine Corona-Impfung, einen Negativ-Test oder eine Genesung von einer Corona-Infektion. An Orten mit Pflicht zum 3-G-Nachweis entf\u00e4llt in \u00d6sterreich ab Donnerstag die Maskenpflicht. Kunden-Obergrenzen im Einzelhandel werden ebenfalls aufgehoben. In der T\u00fcrkei entfallen die sonnt\u00e4glichen und n\u00e4chtlichen Ausgangssperren. Konzerts\u00e4le und andere Musiklokale m\u00fcssen aber um Mitternacht schlie\u00dfen. Die thail\u00e4ndische Urlaubsregion Phuket will geimpfte Touristen wieder ohne Quarant\u00e4ne auf die Ferieninseln lassen. Am Donnerstag sollen vier Fl\u00fcge mit rund 250 Urlaubern dort landen. 1.11 Uhr: Auf den Covid-Intensivstationen der deutschen Kliniken werden fast nur noch Langzeitpatienten behandelt. \u00ab\u00a0Die allermeisten der rund 600 Covid-Patienten auf den Intensivstationen sind Langzeitpatienten\u00a0\u00bb, sagte Gernot Marx, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) dieser Redaktion. In Einzelf\u00e4llen komme es auch noch zu Neuaufnahmen, doch viele der Patienten in den Krankenh\u00e4usern seien bereits seit Monaten in intensivmedizinischer Behandlung. \u00ab\u00a0Das sind gr\u00f6\u00dftenteils Patienten, die sich in der dritten Welle im Fr\u00fchjahr angesteckt haben\u00a0\u00bb, so Marx. Die Erfahrungen der letzten Monate zeigten, dass zehn Prozent der Covid-Intensivpatienten l\u00e4nger als zwei Monate in den Kliniken blieben. Im Durchschnitt blieben beatmete Covid-Patienten 14 Tage auf der Intensivstation. Man m\u00fcsse davon ausgehen, dass jeder zweite beatmete Patient versterbe, erkl\u00e4rte Marx. Der Intensivmediziner wies zudem darauf hin, dass nicht alle aktuell gemeldeten Corona-Toten auf Intensivstationen gestorben seien. \u00ab\u00a0Wir sehen zum Beispiel kaum noch Hochbetagte in den Kliniken, die meisten Covid-Intensivpatienten sind zwischen 50 und 70 Jahre alt\u00a0\u00bb, so Marx. Gleichzeitig gebe es aber nach wie vor auch Hochbetagte unter den Toten. \u00ab\u00a0Wir m\u00fcssen also davon ausgehen, dass etliche Menschen nach wie vor jenseits der Kliniken sterben.\u00a0\u00bb Dies k\u00f6nnten zum Beispiel Patienten sein, die eine Intensivbehandlung ablehnen. Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle \u00e4lteren Nachrichten k\u00f6nnen Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen. (fmg\/dpa\/afp)<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuelle Corona-News aus Deutschland: Das RKI meldet Neuinfektionen und Inzidenz. WHO-Chef warnt vor \u00ab\u00a0sehr gef\u00e4hrlicher Phase\u00a0\u00bb. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist unter f\u00fcnf F\u00e4lle pro 100.000 Einwohner gefallen. Mehr im Blog. Berlin. Erstmals seit rund elf Monaten ist die Corona-Inzidenz unter 5 gefallen. 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