<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1948841,"date":"2021-07-19T01:27:00","date_gmt":"2021-07-18T23:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1948841"},"modified":"2021-07-19T05:04:21","modified_gmt":"2021-07-19T03:04:21","slug":"bericht-hunderte-journalisten-und-aktivisten-weltweit-ziel-von-spahsoftware","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/07\/bericht-hunderte-journalisten-und-aktivisten-weltweit-ziel-von-spahsoftware\/","title":{"rendered":"Bericht: Hunderte Journalisten und Aktivisten weltweit Ziel von Sp\u00e4hsoftware"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Hunderte Journalisten, Aktivisten und Oppositionelle weltweit sind Medienberichten zufolge offenbar Opfer umfassender staatlicher Abh\u00f6raktionen geworden. Das ergaben Recherchen der \u00ab\u00a0S\u00fcddeutschen Zeitung\u00a0\u00bb, sowie von \u00ab\u00a0Zeit\u00a0\u00bb, NDR, WDR \u2026<\/b><br \/>\nHunderte Journalisten, Aktivisten und Oppositionelle weltweit sind Medienberichten zufolge offenbar Opfer umfassender staatlicher Abh\u00f6raktionen geworden. Das ergaben Recherchen der \u00ab\u00a0S\u00fcddeutschen Zeitung\u00a0\u00bb, sowie von \u00ab\u00a0Zeit\u00a0\u00bb, NDR, WDR und 15 weiteren Redaktionen aus zehn L\u00e4ndern. Wie die Medien am Sonntag berichteten, sollen Geheimdienste und Polizeibeh\u00f6rden mehrerer L\u00e4nder die Sp\u00e4hsoftware eines israelischen Unternehmens missbraucht haben, um damit die Mobiltelefone der Betroffenen anzuzapfen. Die internationale Recherchegruppe konnte eigenen Angaben zufolge ein Datenleak mit mehr als 50.000 Telefonnummern auswerten, die mutma\u00dflich seit 2016 zum Ziel m\u00f6glicher \u00dcberwachungen durch Kunden des israelischen Unternehmens NSO Group wurden. Das von der Firma entwickelte Programm namens Pegasus gilt dem Bericht zufolge unter Experten als das derzeit leistungsf\u00e4higste Sp\u00e4hprogramm f\u00fcr Handys und ist als Cyberwaffe eingestuft worden. Es ist demnach in der Lage, infiltrierte Mobiltelefone in Echtzeit auszusp\u00e4hen und die Verschl\u00fcsselung von Messenger-Diensten wie WhatsApp oder Signal zu umgehen. Zu den betroffenen Telefonnummern z\u00e4hlen laut Bericht die Nummern von zahlreichen Journalisten weltweit. Darunter sind laut \u00ab\u00a0Guardian\u00a0\u00bb auch Mitarbeiter der Nachrichtenagenturen AFP, Reuters und AP, der Zeitungen \u00ab\u00a0New York Times\u00a0\u00bb, \u00a0\u00bb Le Monde \u00ab\u00a0, \u00ab\u00a0El Pa\u00eds\u00a0\u00bb und der Sender Al-Dschasira, Radio Free Europe und CNN. Insgesamt konnten demnach mehr als 180 Nummern von Journalisten ausgewertet werden. Wie die \u00a0\u00bb Washington Post \u00a0\u00bb berichtete, standen auf der Liste auch die Nummern von Staatsoberh\u00e4uptern und Ministerpr\u00e4sidenten, Mitgliedern arabischer K\u00f6nigsfamilien, Diplomaten und Gesch\u00e4ftsleuten. Wer die Auftraggeber der m\u00f6glichen Aussp\u00e4hungen waren, sei aus dem Leak nicht eindeutig hervorgegangen. Das Recherchenetzwerk erhielt die Liste laut \u00ab\u00a0Washington Post\u00a0\u00bb von dem in Paris ans\u00e4ssigen Verein Forbidden Stories und Amnesty International. Dem Bericht zufolge wurden nicht alle Nummern gehackt. Mit Hilfe forensischer Untersuchungen seien in 37 F\u00e4llen versuchte oder erfolgreiche Angriffe mit Pegasus auf den Handys von Journalisten, Menschenrechtsaktivisten sowie Gesch\u00e4ftsleuten nachgewiesen worden. Das Unternehmen NSO Group verkauft das Programm den Angaben zufolge nur an staatliche Beh\u00f6rden und zum Zweck der Bek\u00e4mpfung von Terrorismus und schwerer Kriminalit\u00e4t. Die NSO Group teilte auf Anfrage der Medien mit, sie habe \u00ab\u00a0keinen Zugang zu den Daten der Zielpersonen\u00a0\u00bb ihrer Kunden. Die Erfassung der Nummern k\u00f6nne \u00ab\u00a0viele legitime und vollst\u00e4ndig saubere Anwendungsm\u00f6glichkeiten haben, die nichts mit \u00dcberwachung oder NSO\u00a0\u00bb zu tun h\u00e4tten. Zu den Journalisten, auf deren Handys laut Bericht Spuren erfolgreicher Pegasus-Angriffe nachgewiesen wurden, z\u00e4hlen zwei Reporter des ungarischen Investigativmediums Direkt36. Die Recherche lege den Verdacht nahe, dass diese Angriffe von staatlichen Stellen in Ungarn ausgef\u00fchrt wurden, berichtete das Recherchekollektiv. Die ungarische Regierung habe diesem Vorwurf auf Nachfrage nicht widersprochen. In Frankreich wurde dem Bericht zufolge unter anderem eine bekannte Reporterin von \u00ab\u00a0Le Monde\u00a0\u00bb ausgesp\u00e4ht. Eine Analyse der Daten und weitere Recherchen sprechen demnach daf\u00fcr, dass diese Angriffe von Marokko ausgegangen seien. Die marokkanische Regierung teilte auf Nachfrage des Recherchekollektivs mit, es sei nicht erwiesen, dass es eine Gesch\u00e4ftsbeziehung zwischen Marokko und dem Unternehmen NSO Group gebe. Zu den Betroffenen z\u00e4hlt laut den Recherchen auch Hatice Cengiz, die Verlobte des ermordeten saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi. Ihr Handy sei vier Tage nach dem Mord an Khashoggi mit der Schadsoftware Pegasus angegriffen worden. Die NSO Group teilte dazu mit, die Technologie des Unternehmens habe \u00ab\u00a0in keiner Weise\u00a0\u00bb mit dem Mord an dem Journalisten in Verbindung gestanden. Allein 15.000 Nummern auf der Liste entfallen laut \u00ab\u00a0Washington Post\u00a0\u00bb auf Mexiko. Unter anderem taucht auch die Nummer eines freischaffenden mexikanischen Journalisten auf, der in einer Autowaschanlage ermordet wurde. Sein Handy wurde nie gefunden.<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hunderte Journalisten, Aktivisten und Oppositionelle weltweit sind Medienberichten zufolge offenbar Opfer umfassender staatlicher Abh\u00f6raktionen geworden. Das ergaben Recherchen der \u00ab\u00a0S\u00fcddeutschen Zeitung\u00a0\u00bb, sowie von \u00ab\u00a0Zeit\u00a0\u00bb, NDR, WDR \u2026 Hunderte Journalisten, Aktivisten und Oppositionelle weltweit sind Medienberichten zufolge offenbar Opfer umfassender staatlicher Abh\u00f6raktionen geworden. 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