<!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG:--><!--DEBUG:dc3-united-states-mix-in-english-pdf-2--><!--DEBUG-spv-->{"id":1957253,"date":"2021-07-31T00:04:00","date_gmt":"2021-07-30T22:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/nhub.news\/?p=1957253"},"modified":"2021-07-31T05:05:00","modified_gmt":"2021-07-31T03:05:00","slug":"kommentar-warum-diese-hektik-bei-der-testpflicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/nhub.news\/fr\/2021\/07\/kommentar-warum-diese-hektik-bei-der-testpflicht\/","title":{"rendered":"Kommentar: Warum diese Hektik bei der Testpflicht?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Reiser\u00fcckkehrer: Man nutzt die Testpflicht als Druckmittel gegen\u00fcber Ungeimpften, meint unser Autor Miguel Sanches.<\/b><br \/>\nDie Reisepolitik ist nicht verl\u00e4sslich und die Testpflicht wird als Druckmittel gegen\u00fcber Ungeimpften genutzt, meint Miguel Sanches. Berlin. Es sollte kein Problem sein, sich vor einer Einreise in Deutschland auf Covid-19 testen zu lassen. Es gen\u00fcgt ein Schnelltest. Die Kosten halten sich im Rahmen. Der zus\u00e4tzliche Aufwand ist vertretbar und in den meisten Urlaubsregionen keine gro\u00dfe Sache. Zumindest in vielen EU-Staaten geh\u00f6ren Schnelltests seit Langem zum Alltag in der Pandemie. Lesen Sie auch: Testpflicht \u2013 Diese Regeln gelten f\u00fcr Reiser\u00fcckkehrer Die jetzt erweiterte Testpflicht kann nicht schaden, aber auf jeden Fall helfen, die Verbreitung des Virus zu bremsen. Sie ist zumutbar und f\u00fcr Flugpassagiere ohnehin nichts Neues. Hinzu kommt, dass der Anteil der vollst\u00e4ndig Geimpften in Deutschland bei \u00fcber 50 Prozent liegt und sie \u2013 wie die Kinder bis zu zw\u00f6lf Jahren \u2013 von der Regelung ausgenommen werden. Die Testpflicht betrifft somit h\u00f6chstens jeden dritten Bundesb\u00fcrger, de facto weniger. Einige haben ihren Urlaub bereits gemacht. Wieder andere verbringen ihn daheim. Einige kritische Fragen bleiben. Erstens: Warum hat man nicht schon fr\u00fcher f\u00fcr Verl\u00e4sslichkeit und Planungssicherheit gesorgt? Der Sommer und die Schulferien sind nicht pl\u00f6tzlich \u00fcber uns \u00adhereingebrochen. Es war auch klar, dass die Pandemie weltweit nicht zum Stillstand kommen w\u00fcrde. Nicht zuf\u00e4llig w\u00fcnschte sich der Tourismusbeauftragte Thomas Barei\u00df, dass Regelungen verl\u00e4sslich \u00fcber die Sommersaison gelten. Attestiert da einer durch die Blume der eigenen Regierung Kurzsichtigkeit und Aktionismus? Zweitens: Warum l\u00e4sst man Reiser\u00fcckkehrern, Gesch\u00e4ftsleuten oder auch ausl\u00e4ndischen Touristen, die Deutschland besuchen wollen, nicht mehr Zeit, sich auf die neuen Auflagen einzustellen? Warum diese Hektik? Warum diese Fallbeilbeschl\u00fcsse? Versetzen wir uns mal in die Lage eines Menschen, der mit dem Auto nach Apulien gefahren ist und am Montag seine Arbeit in Deutschland wieder aufnehmen soll. Quasi \u00fcber Nacht kommt f\u00fcr die R\u00fcckreise mit der neuen Testpflicht ein zus\u00e4tzlicher Stressfaktor hinzu. Auf solche Auflagen kommen Leute, die mit dem Dienstwagen unterwegs sind und Referenten haben, die sich um alles k\u00fcmmern. Da wird deutlich, wie schwer es Spitzenpolitikern f\u00e4llt, sich den Alltag der kleinen Leute vorzustellen. Was w\u00e4re eigentlich so schlimm, wenn man die erweiterte Testpflicht erst im Laufe der n\u00e4chsten Woche in Kraft setzen w\u00fcrde? Lesen Sie auch: Corona-Risiko: Ist Urlaub im Hochinzidenzgebiet vertretbar? Drittens: Die Testpflicht ist \u2013 anders als bei Flugreisen \u2013 schlecht zu kontrollieren. Das Risiko, auf der Autobahn angehalten oder aus dem Zug herausgeholt zu werden, ist gering. Politisch ist viel Effekthascherei im Spiel. Es ist nicht mal sicher, ob der Bundestag Anfang September eine Verl\u00e4ngerung der Epidemie nationaler Tragweite feststellen wird. Tut er das nicht, entf\u00e4llt auch eine Legitimation f\u00fcr die Reiseauflagen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass am Sonntag eine Regelung in Kraft trat, die in wenigen Wochen vielleicht keinen Bestand mehr haben wird. Die Ausweitung der Testpflicht wird zwei Folgen haben. Zum einen schafft sie Verunsicherung: im Zweifel keine Auslandsreise buchen. Gut f\u00fcr die einheimische Tourismusbranche, die bereitsteht. Schlecht f\u00fcr viele s\u00fcdeurop\u00e4ische Staaten, in denen der Fremdenverkehr \u00f6konomisch eine so gro\u00dfe Bedeutung hat wie die Autowirtschaft f\u00fcr Deutschland. Zum anderen wird der Druck auf die B\u00fcrger erh\u00f6ht, sich impfen zu lassen, im Zweifel gegen ihre \u00dcberzeugung, gegen ihr Empfinden oder Bauchgef\u00fchl \u2013 einfach nur, damit sie unbehelligt reisen k\u00f6nnen. Das ist vermutlich sogar der wichtigste Beweggrund der Bundesregierung und der Bundesl\u00e4nder gewesen \u2013 die Impfquote zu erh\u00f6hen. Der Zweck heiligt offenbar die Mittel von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).<\/p>\n<script>jQuery(function(){jQuery(\".vc_icon_element-icon\").css(\"top\", \"0px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\"#td_post_ranks\").css(\"height\", \"10px\");});<\/script><script>jQuery(function(){jQuery(\".td-post-content\").find(\"p\").find(\"img\").hide();});<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reiser\u00fcckkehrer: Man nutzt die Testpflicht als Druckmittel gegen\u00fcber Ungeimpften, meint unser Autor Miguel Sanches. Die Reisepolitik ist nicht verl\u00e4sslich und die Testpflicht wird als Druckmittel gegen\u00fcber Ungeimpften genutzt, meint Miguel Sanches. Berlin. Es sollte kein Problem sein, sich vor einer Einreise in Deutschland auf Covid-19 testen zu lassen. Es gen\u00fcgt ein Schnelltest. 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